Zum Inhalt springen

Unsere Armee ein Museum?

122 Antworten49'698 AufrufeGestartet von P51D ·

#61
Und noch was zu den Einsatzwesten. Habt ihr denn, welche die ganze Zeit von "ach die Westen sehen so cool aus, ich will auch eine" schon mal eine getragen? Schon mal Ausbildung genossen/gegeben, Übungen absolviert?Ich durfte bei der SWISSINT mal mit der Weste rumrennen und unteranderem Stgw Ausbildung geben.

Bei der ersten Gelegenheit haben wir alle den GTE-Gurt mit den Taschen dazugenommen. Ohne diese Taschen hast du für gar nix Platz.

Im Übrigen sind diese Westen modular, jeder kann seine Tasche dort "ankleben" wo er will. Irgendwo im Forum sollten sogar noch Fotos sein.

Also, Einsatzweste im Allgemeinen ganz ok. Aber nur in Verbindung mit der GTE. Und dann hat euer Argument "Die GTE ist zu klobig und umständlich" wieder gar nix zur Sache.
Die Ei W 04 ist für gewisse Moment ganz i.O. ! Im Inf Gefecht aber auf keinen Fall. Die Taschen sind schwer zu erreichen, insbesondere wenn man eine Splitterschutzweste trägt! Also, immer erst Ordnen, Entscheiden, Befehlen und Steuern ... so stehts im GS und so hat man von der Gruppe bis zur Brigade zu führen. Führts euch mal zu Gemüte!

Gruss

P51DThemenstarter
#62
Gewisses ist kein Höherensagen, sondern wurde mir damals mit Fotos gezeigt. Aber wenn ihr mir nicht glauben wollt oder könnt, ist das schlussendlich nicht mein Problem.

Das wird nicht gemacht damit es besser für die Welt aussieht sondern hat einen ganz Simplen Grund: wenn du die Splischu hast und du die Pist ziehen willst, brauchst du ein Beinholster denn mit dem Standart Holster das man bekommt hast du keine Chance.
Es haben aber nicht alle, die eine SpliSchu haben ein Tiefziehholster (und das ist eine Tatsache. Also ich bin nicht der einzige hier, der Unwahrheiten verbreitet hat und darüber sollten ein paar ebenso wie ich einmahl nachdenken).

Aber ich sehs ein, dass weiteres Diskutieren hier nicht erwünscht ist, da ein paar Leute ihr Wissensstand (egal, wie sie ihn erworben habe) nicht kundtun dürfen, und von irgendwoher angeschmiert werden, weil ihr Wissen falsch sei (nicht nur meine Wenigkeit).

Falls sich irgendjemand in irgend einer Form geprellt, genervt oder sonst irgendwie emotional betroffen fühlt, so möchte ich mich aufrichtig entschuldigen.

von jetzt an bin ich passiver Teilnemer bei diesem Tread.

MFG

P51D

bearbeitet #63
Eins vorneweg:

Ich Benutze gerne die "schlecht" ausgerüsteten Soldaten als Argument wenn jemand meint unsere Armee müsse (noch mehr) sparen.

Ich bringe dann immer das Bild vom frierenden Soldaten der irgendwo in der Pampa steht und eigentlich gerne seine Pflicht erfüllen will, sich dann aber ärgert weil die Bedingungen, bzw. eben die Ausrüstung veraltet ist. So kann man leicht vermitteln, dass ein Nein zu mehr Geld nicht die Politiker oder höhere Ränge trifft, sondern letztendlich immer den einfachen (armen) Milizsoldaten.

Und siehe da, plötzlich hat mein Gegenüber Verständniss da man seine Gedanke weg von neuen Waffen lenkt und hin zum Menschen, der in manchen Fällen eben der (frierende) Sohn sein könnte. ;-)

Nun aber zum Thema.

Eigentlich ist dieser frierende Soldat gar nicht so weit hergeholt.

Inzwischen hat sich zwar einiges getan, die altgedienten Hasen frieren aber immernoch und kommen nicht in den Genuss besserer Kleidung.

Und hier sehe ich das Hauptproblem. Es ist nicht die Ausrüstung, denn die ist in den meisten Fällen gut, sondern die Verteilung an den richtigen Ort, bzw. an die Leute die diese Ausrüstung für den entsprechenden Zeitraum benötigen. So habe ich mir bei der Aussensicherung in zensiert im Sturmtief Kyril 2007 mit der alten Kälteschutzjacke den Allerwertesten abgefroren während hochrangige Offiziere mit den neusten Wärmeschutzjacke mit dem Auto bis vor die Türe gefahren wurden, ausgestiegen sind um gleich wieder in die warmen Räumlichkeiten zu verschwinden. Wenn dann von seiten dieser Offiziere noch ein Kommentar wie, "ziemlich frisch heute" kam, musste ich kopfschüttelnd grinnsen und mich fragen was da schief gelaufen ist. :-D

Als Wk Sich Sdt leiste ich zudem in der Anlage an der Zugangskontrolle seit Jahren waffenlos meinen Dienst. Das wäre nicht weiter erwähnenswert, dürfte die bewaffnete Aussensicherung die Fahrzeuge, Personen und das Gepäck überprüfen. Dies ist aber nie geschehen. Zum einen aus Rücksicht auf die Offiziere, Arbeiter Besucher und zum anderen wegen des Zeitaufwands. Es wurde lediglich auf ein Stück Papier an der Windschutzscheibe geachtet auf welchem das Bat Wappen kopiert war und welches mit jedem Kopiergerät in kurzer Zeit an die ganze Dorfgemeinde hätte verteilt werden können. Die Personen inklusive Gepäck konnten also unbehelligt bis zu den unbewaffenten Soldaten an der Zugangskontrolle gelangen. Dass ein Stgw auf engem Raum, bzw. in Führungsanlagen ungeeignet ist versteht sich von selbst. Man sieht aber weiterhin davon ab diese Leute mit Handfeuerwafffen auszurüsten und auszubilden.

Da verwundert es nicht, wenn Soldaten in ihrem Auftrag keinen Sinn sehen weil dieses Vorgehen schlicht und einfach paradox ist und nichts, aber auch gar nichts mit Sicherheit zu tun hat. Das sind lediglich zwei Erfahrungsberichte aus meinem Dienst und ich bin mir ziemlich sicher, dass ich leider nicht der einzige bin der solche Dinge immer wieder mit einem ungläubigen Kopfschütteln beobachtet. :saad:

Um Missverständnisse vorzubäugen: Ich will weder GoreTex-Regenschutz noch sonstigen Schnickschnack der nur der Bequemlichkeit und dem Wohlbefinden dient (ok, gegen die neue Kälteschutzjacke hätte ich sicher nichts einzuwenden :rolleyes: ).

Mir geht es viel mehr darum, dass die Verantwortlichen sich der Tatsache bewusst werden, dass solche Umstände die Motivation nicht gerade fördern und endlich mal dafür gesorgt wird, dass die Soldaten richtig und dem Auftrag entsprechend ausgerüstet sind damit solch paradoxe Situationen gar nicht erst entstehen können. Ist es denn so schwierig oder gar unmöglich?

Vielleicht kann ja der eine oder andere hier im Forum der über die Hintergründe Bescheid weiss sein Wissen weitergeben damit ich das nächste mal wenigsten eine plausible Erklährung mit in den Dienst nehmen kann. ;-)

1× hilfreich
#64
Als Wk Sich Sdt leiste ich zudem in der Anlage an der Zugangskontrolle seit Jahren waffenlos meinen Dienst. Das wäre nicht weiter erwähnenswert, dürfte die bewaffnete Aussensicherung die Fahrzeuge, Personen und das Gepäck überprüfen. Dies ist aber nie geschehen. Zum einen aus Rücksicht auf die Offiziere, Arbeiter Besucher und zum anderen wegen des Zeitaufwands. Es wurde lediglich auf ein Stück Papier an der Windschutzscheibe geachtet auf welchem das Bat Wappen kopiert war und welches mit jedem Kopiergerät in kurzer Zeit an die ganze Dorfgemeinde hätte verteilt werden können. Die Personen inklusive Gepäck konnten also unbehelligt bis zu den unbewaffenten Soldaten an der Zugangskontrolle gelangen. Dass ein Stgw auf engem Raum, bzw. in Führungsanlagen ungeeignet ist versteht sich von selbst. Man sieht aber weiterhin davon ab diese Leute mit Handfeuerwafffen auszurüsten und auszubilden.
Ich kenne die Situation, glücklicherweise hat es sich seither verbessert. Mitunter ein Grund weshalb ich meine Sdt nicht unnötig schikaniere und nur das nötigste mitnehmen lasse. Das Stgw inkl. inkl GT und Helm gehört nur für die Männer im innern zur Ausrüstung, alles anderen lassen ihr Material zu Hause. Wäre eine Aussensicherung notwendig, wäre auch diese ausgerüstet.

Was ich betreffend Handfeuerwaffe sagen kann: Es wurde die Überlegung angestellt die Wk Sich damit auszurüsten und daran auszubilden, weshalb es aber wieder verworfen wurde weiss ich nicht. Zumindest nicht abschliessend, denn wir haben dieses Thema mehrfach an der Schule besprochen.

Gruss

sergey

1× hilfreich
#65
...mit der alten Kälteschutzjacke ... abgefroren während hochrangige Offiziere mit den neusten Wärmeschutzjacke mit dem Auto bis vor die Türe gefahren wurden, ausgestiegen sind um gleich wieder in die warmen Räumlichkeiten zu verschwinden. Wenn dann von Seiten dieser Offiziere noch ein Kommentar wie, "ziemlich frisch heute" kam,...
Als Milizoffizier wage ich zu behaupten, dass dieser beschriebene "Offizier" ein Berufs- rsp. Zeitmilitär- und kein Milizoffizier war.

Denn, ein echter Milizoffizier erhält genau dasselbe Korps- und PA-Mat wie seine unterstellten AdA's (Ausnahme Pist, Holster u. ein paar andere Geräte wie z.Bsp. Kompass).

Dieser Umstand ist im Übrigen auch gut so. Ich persönlich finde, dass grundsätzlich alle Berufs-, Zeit-, und Miliz-Armeeangehörige, dasselbe Ausrüstungs-Material erhalten und verwenden sollten.

Es zeichnet sich im übrigens auch an diesen "äusseren" Merkmalen auf, welcher Offizier hier die Vorbildfunktion (gem. DR04) versteht, oder eben, wie zitiert, nicht versteht.

Ein Hoch der Miliz!

2× hilfreich
#66
Es zeichnet sich im übrigens auch an diesen "äusseren" Merkmalen auf, welcher Offizier hier die Vorbildfunktion (gem. DR04) versteht, oder eben, wie zitiert, nicht versteht.

Ein Hoch der Miliz!
Dann müssten aber alle das gleiche Mat besitzen, um das Argument von "Vorbild" zu gebrauchen, oder? In meinem DB sind halt noch eine andere Jacke und andere Schuhe eingetragen. Soll ich diese nun nicht anziehen, weil andere AdAs dieses Material nicht zur Verfügung steht? Dann dürften aber die Grens auch nicht anderes Material tragen, wenn andere Truppen auf Platz sind.

Wenn ich in ein neue Einheit komme, frage ich im Milizdienst auch zuerst, ob der Kommandant das ZM/BM Material bewilligt. Aber nicht, wenn ich auf normaler Arbeit bin. Sonst müsste ich ja auch bei der Truppe schlafen ;) Ah, schläfst du denn im WK bei der Truppe? So wegen Vorbild und so ;) :P

Vorbild ist das Wichtigste, keine Frage, aber die Grenzen sind da schon sehr grau, jeder siehts halt ein wenig anders. Weil einer ne andere Jacke anhat, ist es noch lange kein schlechtes Vorbild.

Grüsse

#67
Da bin ich nicht ganz einverstanden.

Dann müssten aber alle das gleiche Mat besitzen, um das Argument von "Vorbild" zu gebrauchen, oder? In meinem DB sind halt noch eine andere Jacke und andere Schuhe eingetragen. Soll ich diese nun nicht anziehen, weil andere AdAs dieses Material nicht zur Verfügung steht? Dann dürften aber die Grens auch nicht anderes Material tragen, wenn andere Truppen auf Platz sind.
Die Gren S besitzt zusätzliches Material welches sie für ihre Auftragserfüllung benötigen, dieses soll so auch getragen werden. Dies ist kein kongruentes Beispiel zu einem BM, welcher in seiner warmen Goretex-Jacke rumeiert während die Truppe im KäSchu friert. Abgesehen davon hat sich wohl noch niemand über die ZM-Schuhe beklagt ;)

Wenn ich in ein neue Einheit komme, frage ich im Milizdienst auch zuerst, ob der Kommandant das ZM/BM Material bewilligt. Aber nicht, wenn ich auf normaler Arbeit bin.
Warum nicht? Genau dann wäre die Vorbildsfunktion doch gefragt. Zwischen den Rekrutenschulen kann man ja tragen was man will, es sieht ja kein Rekrut. Während der laufenden RS ist dann aber genau die Zeit, in welcher sich zeigt ob man Vorbild oder bequem ist. (Vereinfacht gesagt).

Sonst müsste ich ja auch bei der Truppe schlafen ;) Ah, schläfst du denn im WK bei der Truppe? So wegen Vorbild und so ;) :P
Ich kann nicht für andere sprechen, aber ich schlafe im WK bei der Truppe wenn dies möglich ist. Zugegeben, dies ist meistens nur während den Übungen der Fall. Aber auch während dem Abverdienen als Kp Kdt setzte ich dies durch. Schlief die Truppe im Wald, machte ich es genau so. Dies wurde auch sehr geschätzt, erfahrungsgemäss. Abgesehen davon dass man sich sowieso manchmal selbst beüben muss ;)

Vorbild ist das Wichtigste, keine Frage, aber die Grenzen sind da schon sehr grau, jeder siehts halt ein wenig anders. Weil einer ne andere Jacke anhat, ist es noch lange kein schlechtes Vorbild.
Natürlich, dem ist nicht zu widersprechen. Ich kann mir auch vorstellen dass die Motivation per Definition eine andere ist, wenn man das ganze Jahr im Militär dient und nicht "nur" während einer RS oder beim Abverdienen etc. Jedoch verstehe ich auch dass die Truppe nicht viel Verständnis aufbringen kann, im Felde frieren zu müssen während das Berufspersonal mit der besseren Ausrüstung grinsend daneben steht und noch blöde Sprüche reissen muss. Da hört übrigens auch bei mir das Verständnis auf. Aber, Ehre wem Ehre gebührt, ich habe selbst schon viele hervorragende Beispiele von Berufs- und Zeitmilitaristen erlebt welche sich genau mit der gleichen Ausrüstung wie die Miliz abgemüht haben, es soll also gar keine Verallgemeinerung sein.

#68
Die Gren S besitzt zusätzliches Material welches sie für ihre Auftragserfüllung benötigen, dieses soll so auch getragen werden. Dies ist kein kongruentes Beispiel zu einem BM, welcher in seiner warmen Goretex-Jacke rumeiert während die Truppe im KäSchu friert. Abgesehen davon hat sich wohl noch niemand über die ZM-Schuhe beklagt ;)
Die Goretex-Jacke bekommen ja auch schon die Rekr und die ZM/BM Jacke ist nicht wirklich wärmer, sie hat nur einen Vorteil: Der Kragen.

Warum nicht? Genau dann wäre die Vorbildsfunktion doch gefragt. Zwischen den Rekrutenschulen kann man ja tragen was man will, es sieht ja kein Rekrut. Während der laufenden RS ist dann aber genau die Zeit, in welcher sich zeigt ob man Vorbild oder bequem ist. (Vereinfacht gesagt).
Ich stehe bei den Übungen nur rum, ich arbeite nicht, ich bewege keinen Finger. Nicht, weil ich faul bin, sondern weil auf Übungen genau das mein Auftrag ist. Ich bewerte die Arbeit von den Kader, gebe Tipps, bespreche ihre Resultate und bin die UL (Übungsleitung). Ich bin also nicht ihr dirktes Vorbild.

Ich kann nicht für andere sprechen, aber ich schlafe im WK bei der Truppe wenn dies möglich ist. Zugegeben, dies ist meistens nur während den Übungen der Fall. Aber auch während dem Abverdienen als Kp Kdt setzte ich dies durch. Schlief die Truppe im Wald, machte ich es genau so. Dies wurde auch sehr geschätzt, erfahrungsgemäss. Abgesehen davon dass man sich sowieso manchmal selbst beüben muss ;)
Im WK (in jedem Milizdienst) schlafe ich auf Übungen auch bei der Truppe, glaub das sollte Standard sein, wird ja die ganze Kp beübt. *schwärm* in ein Biwak würde ich auch ganz gerne wieder mal :) vermisse das.

Natürlich, dem ist nicht zu widersprechen. Ich kann mir auch vorstellen dass die Motivation per Definition eine andere ist, wenn man das ganze Jahr im Militär dient und nicht "nur" während einer RS oder beim Abverdienen etc. Jedoch verstehe ich auch dass die Truppe nicht viel Verständnis aufbringen kann, im Felde frieren zu müssen während das Berufspersonal mit der besseren Ausrüstung grinsend daneben steht und noch blöde Sprüche reissen muss. Da hört übrigens auch bei mir das Verständnis auf. Aber, Ehre wem Ehre gebührt, ich habe selbst schon viele hervorragende Beispiele von Berufs- und Zeitmilitaristen erlebt welche sich genau mit der gleichen Ausrüstung wie die Miliz abgemüht haben, es soll also gar keine Verallgemeinerung sein.
Ja, dumme Sprüche sind peinlich. Ich habe aber auch schon mit einem Sdt die Jacke getauscht, um ihm zu zeigen, dass es nicht wirklich wärmer wird ;)

Weiter noch eine Anmerkung: Wenn ich im WK nicht meine Mil Pers Ausrüstung benutze, bin ich dann nicht unloyal zu allen anderen im Bat, welche dies benutzen? Könnte eine doofe Situation geben, wenn ich dem Major erkläre, warum ich im Gegensatz zu ihm nur Miliz Mat gebrauche :D ;)

Ich habe bis jetzt noch nie gemerkt, dass mich andere aufgrund der Ausrüstung als schlechtes Vorbild sehen, aber villeicht muss ich mal diese Seite versuchen sdt-salutier

1× hilfreich
#69
Die Goretex-Jacke bekommen ja auch schon die Rekr und die ZM/BM Jacke ist nicht wirklich wärmer, sie hat nur einen Vorteil: Der Kragen.
Stimmt, habe auch schon gehört dass die Rekis auch schon in den Genuss der Goretex kommen. Soll auch so sein :)

Ich stehe bei den Übungen nur rum, ich arbeite nicht, ich bewege keinen Finger. Nicht, weil ich faul bin, sondern weil auf Übungen genau das mein Auftrag ist. Ich bewerte die Arbeit von den Kader, gebe Tipps, bespreche ihre Resultate und bin die UL (Übungsleitung). Ich bin also nicht ihr dirktes Vorbild.
Auch da gebe ich dir recht, nur bist du trotzdem auf Platz, zeigst dich und wirst von der Truppe wahrgenommen. Die interessiert es vermutlich nicht gross was dein Auftrag ist, aber der Eindruck des "ZMs mit dem besseren Material" ersteht wohl trotzdem. Kann dir an sich egal sein, aber erklärt die Kontroverse.

Im WK (in jedem Milizdienst) schlafe ich auf Übungen auch bei der Truppe, glaub das sollte Standard sein, wird ja die ganze Kp beübt. *schwärm* in ein Biwak würde ich auch ganz gerne wieder mal :) vermisse das.
Lässt sich einrichten, kommst mal vorbei ;)

und

Ja, dumme Sprüche sind peinlich. Ich habe aber auch schon mit einem Sdt die Jacke getauscht, um ihm zu zeigen, dass es nicht wirklich wärmer wird ;)
:good:

Weiter noch eine Anmerkung: Wenn ich im WK nicht meine Mil Pers Ausrüstung benutze, bin ich dann nicht unloyal zu allen anderen im Bat, welche dies benutzen? Könnte eine doofe Situation geben, wenn ich dem Major erkläre, warum ich im Gegensatz zu ihm nur Miliz Mat gebrauche :D ;)
Weil die Miliz der Grundpfeiler der Armee ist, der Bat Stab iR sowieso keine Ahnung vom Geschehen hat und ich vermute, dass sich wohl keine Nudel oder aufwärts dafür interessiert, was wir so tragen, es sei denn es ist nicht Ordonnanz.

Ich habe bis jetzt noch nie gemerkt, dass mich andere aufgrund der Ausrüstung als schlechtes Vorbild sehen, aber villeicht muss ich mal diese Seite versuchen sdt-salutier
Ist vielleicht bei dir auch nicht der Fall, da ich nicht glaube dass du zu der Gattung derjenigen ZM/BMs gehörst, welche betont mit anderem Mat Präsenz markieren um sich bewusst abzuheben.

#70
Stimmt, habe auch schon gehört dass die Rekis auch schon in den Genuss der Goretex kommen. Soll auch so sein :) Auch da gebe ich dir recht, nur bist du trotzdem auf Platz, zeigst dich und wirst von der Truppe wahrgenommen. Die interessiert es vermutlich nicht gross was dein Auftrag ist, aber der Eindruck des "ZMs mit dem besseren Material" ersteht wohl trotzdem. Kann dir an sich egal sein, aber erklärt die Kontroverse.
Hoffentlich, könnte auch ein Ansporn sein ein guter ZM zu werden :D Privilegien haben die Kader ja sonst fast keine mehr. :(

#71
Habe mal gehört (ja ich weiss xD ) dass die gore-tex nicht feldtauglich ist, sprich dass man sie auf übungen nicht wirklich gebrauchen kann.. dann nehm ich lieber den käschu. auf der wache zum beispiel macht es allerdings sinn. kann aber nicht so wirklich mitreden, habe noch nie eine gore tex getragen...

#72
In gewissen Teilen muss ich P51D leider recht geben, und ihr hackt auf ihn ein, obwohl gewisse von euch diejenigen sind, die sich besser informieren sollten.

Die Ausrüstung kann schon vorhanden sein, nur wird sie nicht oder nur schlecht verteilt.

Beispiel Tiefziehholster: Bei uns in der Flab laufen alle mit Schuwe rum, vom Sdt bis zum Abt Kdt. Aber das Tiefziehholster habe ich bei uns das erste mal bei den Ofs gesehen, die im Sommer im Rahmen der Übung OPEN SPIRIT mit ihren Zügen nach Kreta flogen und dort in Zusammenarbeit mit der Bundeswehr (NATO-Verträge) das scharfe Lenkwaffen-Schiessen durchführten. Danach wurde das wieder eingesammelt. Keine Ahnung warum.

Beispiel Tarnung: Die Tarnung ist bei uns ein wichtiger Bestandteil zum Schutz der Stellungen. Uns wurde vom Berufsmilitär eingetrichtet (zu Recht), dass die Tarnung überlebenswichtig ist. Nur frage ich mich und auch damals das Berufsmilitär, wieso wir im Winter keine weissen Tarnnetze erhalten? Die Stellung war auf einem schneebedeckten Feld, also alles weiss und in der Mitte war dann unsere Stellung grün getarnt. Für die Aufklärung und Hubschrauber (unser gefährlichster Gegner) unübersehbar. Doch dann sah ich Bilder vom WEF, wo weisse Tarnnetze vorhanden waren.

Wir bilden bei uns auch eine Si Gr aus. Doch deren Ausrüstung unterscheidet sich leider schon von innerhalb der Luftwaffe. Die Si Gr vom Fplz Payerne zum Beispiel wird an den verschiedensten Waffen ausgebildet und benützen diese (Pist, Pump-Gun, LMG,...). Unsere Si Gr bei der Flab hat lediglich ihr Stgw. Aber laut Doktrin sollten eigentlich auch Eagles vorhanden sein. Als der neues Schul Kdt in Payerne anfing und sich damit auseinadersetzte, sah er, dass laut Doktrin seine Sicherung diese Eagles hätte. Er besorgte diese und als sie auf Platz waren, waren sie leider auch schon wieder weg. Der Brigadier wollte das nicht.

Da kommt mir ein Spruch in den Sinn, welchen ich häufig als Erklärung bekommen habe: Übe, wie du kämpfst. Ich habe es dann einmal mit diesem Spruch bei einem Vorgesetzten versucht, um ihn auf die fehlende Ausrüstung aufmerksam zu machen. Hat leider nicht funktioniert. Die Sdt werden mit diesem Spruch vertröstet, wenn man sie aufs Gefecht vorbereitet und sie nicht gerade ein Pfadilager haben, aber wirklich umgesetzt wird das leider nie.

Die hier viel disskutierte Ausrüstung (Schoner, Einsatzweste,...) ist allem Anschein nach nur den wenigsten zugänglich. Als ich einmal bei dem AAD 10 und den Falschirmjäger zu Besuch war, waren solche Ausrüstungsgegenstände zu sehen. Viele meiner Offizierskammeraden aus den verschiedensten Bereichen des Heers sei das Aufklärung, Infanterie, Grenadier, Pz Grendadier kennen das nicht bzw haben es selbst noch nie gebrauchen können.

Bei uns wurde die Gore-Tex das erste Mal bei der Sommer-RS standarmässig an alle verteilt. Die BM/ZM hatten sie schon viel länger, und haben das auch der Truppe gezeigt.

Die Gore-Tex ist nach meiner Erfahrung sehr wohl Felddiensttauglich und hat den grossen Vorteil, dass sie kleinere Witterungsschwankungen ausgleicht. Nicht wie der KäSchu z.B. bei leichtem Regen oder Nebel. Und der Kragen ist das allerbeste daran.

Am schlimmsten von allem finde ich unsere Taschenlampe aus den Zeiten des zweiten Weltkriegs. man sieht rein gar nichts damit. Wenn wir z.B. mitten in der Nacht einen Stellungswechsel machten, musste logischerweise das ganze Mat mit. Als ich dann eine private Taschenlampe (mit Farbfilter) benutzte, wurde ich angeschissen von einem BM. Es erregt zu viel aufsehen. Wir haben unsere Stellung einmal mit RLV und WGB "getestet" (minimale Ausrüstung eines Aufklärungsfahrzeuges). Es war alles sehr gut zu erkennen. was macht das dann für einen Unterschied, wenn ich eine Lampe benutze, welche ein paar Lumen mehr hat, ich dafür aber kein Mat verliere?(welches sehr teuer ist)

Nur so zum Nachdenken:

Ich als Zugführer bin bei den STINGER für den Nachschub verantwortlich. Ich habe vier Feuereinheiten, welche zum Beispiel 2 von 6 Lenkwaffen verschossen haben. Ich bringe ihnen also neue. Das heisst, ich (+ 6 Sdt) fahre mit meinem Puch und Anhänger beladen mit 8 Luftabwehrlenkwaffen, Vpf und Kleinkram in die Stellungen raus. Gut getarnte STI-Stellungen sind sehr schwer zu lokaliesieren, also was wird angegriffen um einen ganzen Zug lahm zu legen? Richtig, der arme Zugführer (ich), welcher der Waffentransport durchführt. Und Möglichkeiten bieten sich dazu relativ viele, da ein einziger STI Zug etwa 200km2 Luftraum schützt. Das heisst, meine Stellungen sind etwa 7km voneinander entfernt.

Ich habe keine Ahnung, wie der Waffen- und Munitionstransport sonst geschützt wird, aber bei uns relativ schlecht.

Also wie gesagt, es ist nicht alles falsch, was P51D geschrieben hat. Und das Höhren-Sagen ist manchmal auch nicht falsch. Wenn übertrieben wird, dann meisten nach oben, aber selten nach unten.

bearbeitet #73
Die Ausrüstung kann schon vorhanden sein, nur wird sie nicht oder nur schlecht verteilt.
Nach welchem Kriterium? Soll jeder Luftwäffeler oder Sanitäter welcher mit einer Pist ausgerüstet ist auch noch ein zusätzliches Holster erhalten, nur damit er auch eines hat und sich im WK auch wie ein Infanterist im Einsatz fühlt? Solches Mat ist vorhanden, wird aber an jene Truppen verteilt welche dieses zur Auftragserfüllung brauchen (KSK, Infanterie) oder im Einsatz sind (SWISSCOY, WEF, Amba Centro, OPEN SPIRIT etc.)

Beispiel Tiefziehholster: Bei uns in der Flab laufen alle mit Schuwe rum, vom Sdt bis zum Abt Kdt. Aber das Tiefziehholster habe ich bei uns das erste mal bei den Ofs gesehen, die im Sommer im Rahmen der Übung OPEN SPIRIT mit ihren Zügen nach Kreta flogen und dort in Zusammenarbeit mit der Bundeswehr (NATO-Verträge) das scharfe Lenkwaffen-Schiessen durchführten. Danach wurde das wieder eingesammelt. Keine Ahnung warum.
Siehe oben. Musste meines nach dem SWISSCOY-Einsatz wieder abgeben, brauchte es aber auch nur da wirklich.

Wir bilden bei uns auch eine Si Gr aus. Doch deren Ausrüstung unterscheidet sich leider schon von innerhalb der Luftwaffe. Die Si Gr vom Fplz Payerne zum Beispiel wird an den verschiedensten Waffen ausgebildet und benützen diese (Pist, Pump-Gun, LMG,...). Unsere Si Gr bei der Flab hat lediglich ihr Stgw. Aber laut Doktrin sollten eigentlich auch Eagles vorhanden sein. Als der neues Schul Kdt in Payerne anfing und sich damit auseinadersetzte, sah er, dass laut Doktrin seine Sicherung diese Eagles hätte. Er besorgte diese und als sie auf Platz waren, waren sie leider auch schon wieder weg. Der Brigadier wollte das nicht.
Besteht diese Si Gr aus AdAs, welche an dem Eagle ausgebildet sind? Ansonsten würde es keinen Sinn machen.

Die hier viel disskutierte Ausrüstung (Schoner, Einsatzweste,...) ist allem Anschein nach nur den wenigsten zugänglich. Als ich einmal bei dem AAD 10 und den Falschirmjäger zu Besuch war, waren solche Ausrüstungsgegenstände zu sehen. Viele meiner Offizierskammeraden aus den verschiedensten Bereichen des Heers sei das Aufklärung, Infanterie, Grenadier, Pz Grendadier kennen das nicht bzw haben es selbst noch nie gebrauchen können.
Deine Offizierskameraden scheinen nicht ganz up-to-date zu sein. Sowohl Gren, als auch Inf und Aufkl besitzen solches Mat. Dies ist kein Hörensagen, sondern ich habe es selbst erhalten oder bei den anderen Truppenteilen gesehen.

Am schlimmsten von allem finde ich unsere Taschenlampe aus den Zeiten des zweiten Weltkriegs. man sieht rein gar nichts damit. Wenn wir z.B. mitten in der Nacht einen Stellungswechsel machten, musste logischerweise das ganze Mat mit. Als ich dann eine private Taschenlampe (mit Farbfilter) benutzte, wurde ich angeschissen von einem BM. Es erregt zu viel aufsehen. Wir haben unsere Stellung einmal mit RLV und WGB "getestet" (minimale Ausrüstung eines Aufklärungsfahrzeuges). Es war alles sehr gut zu erkennen. was macht das dann für einen Unterschied, wenn ich eine Lampe benutze, welche ein paar Lumen mehr hat, ich dafür aber kein Mat verliere?(welches sehr teuer ist)
Ist eine neue in Beschaffung. Zusätzlich wird in den Inf-RS (und im Einsatz) eine Surefire abgegeben.

EDIT: Hab einen Link dazu gefunden:

http://www.he.admin.ch/internet/heer/de/home/themen/ausbildungszentren/azh/versuchsstab/versuche.html

Nur so zum Nachdenken:

Ich als Zugführer bin bei den STINGER für den Nachschub verantwortlich. Ich habe vier Feuereinheiten, welche zum Beispiel 2 von 6 Lenkwaffen verschossen haben. Ich bringe ihnen also neue. Das heisst, ich (+ 6 Sdt) fahre mit meinem Puch und Anhänger beladen mit 8 Luftabwehrlenkwaffen, Vpf und Kleinkram in die Stellungen raus. Gut getarnte STI-Stellungen sind sehr schwer zu lokaliesieren, also was wird angegriffen um einen ganzen Zug lahm zu legen? Richtig, der arme Zugführer (ich), welcher der Waffentransport durchführt. Und Möglichkeiten bieten sich dazu relativ viele, da ein einziger STI Zug etwa 200km2 Luftraum schützt. Das heisst, meine Stellungen sind etwa 7km voneinander entfernt.

Ich habe keine Ahnung, wie der Waffen- und Munitionstransport sonst geschützt wird, aber bei uns relativ schlecht.
Was hat die komische Doktrin der Luftwaffe mit dem deiner Meinung nach fehlendem Mat zu tun?

#74
In gewissen Teilen muss ich P51D leider recht geben, und ihr hackt auf ihn ein, obwohl gewisse von euch diejenigen sind, die sich besser informieren sollten.
Schon klar, aber höheres Kader für doof zu halten, die doch etwas von der Materie verstehen ist nicht ganz korrekt, vor allem da man auch gesehen hat das gewisse Dinge nicht stimmen können.

Die Ausrüstung kann schon vorhanden sein, nur wird sie nicht oder nur schlecht verteilt.Beispiel Tiefziehholster: Bei uns in der Flab laufen alle mit Schuwe rum, vom Sdt bis zum Abt Kdt. Aber das Tiefziehholster habe ich bei uns das erste mal bei den Ofs gesehen, die im Sommer im Rahmen der Übung OPEN SPIRIT mit ihren Zügen nach Kreta flogen und dort in Zusammenarbeit mit der Bundeswehr (NATO-Verträge) das scharfe Lenkwaffen-Schiessen durchführten. Danach wurde das wieder eingesammelt. Keine Ahnung warum.
Ich fänds auch cool im WK mit Tiefziehholster rumzulaufen, bekommen wir aber trotz Wk Sich nicht. Hat wohl auch damit zu tun das wir das gemäss Doktrin nicht haben und der Bestand es nicht zuläst.

Also wie gesagt, es ist nicht alles falsch, was P51D geschrieben hat. Und das Höhren-Sagen ist manchmal auch nicht falsch. Wenn übertrieben wird, dann meisten nach oben, aber selten nach unten.
Wie bereits gesagt, die Fehler sind dementsprechend kommentiert worden. Oh doch, hören sagen ist falsch, denn vom hören sagen lernt man lügen. Wie ich bereits einmal in einem meiner Post's angetönt hab: Ich schreib auch nur dann was zum Thema wenn ich Auskunft geben kann. Und zwar fundiert. Wenn man das nicht kann, sollte man besser Still sein, denn wie auch schon gesagt entstehen dadurch Unwahrheiten.

Anbei bemerkt: Ich möchte niemandem mit dieser Antwort auf den Schlips treten!

Gruss

sergey

bearbeitet #75
ach welchem Kriterium? Soll jeder Luftwäffeler oder Sanitäter welcher mit einer Pist ausgerüstet ist auch noch ein zusätzliches Holster erhalten, nur damit er auch eines hat und sich im WK auch wie ein Infanterist im Einsatz fühlt? Solches Mat ist vorhanden, wird aber an jene Truppen verteilt welche dieses zur Auftragserfüllung brauchen (KSK, Infanterie) oder im Einsatz sind (SWISSCOY, WEF, Amba Centro, OPEN SPIRIT etc.)
Wie schon gesagt wurde, das normale Holster bei einer Schuwe ist klar unterlegen. Dass ein Four das Ding im Büro nicht braucht, ist mir schon klar, aber wenigsten die die draussen sind sollten das haben. Da kommt hier auch wieder der Spruch: Übe, wie du kämpfst. Aber leider auch hier nicht ganz richtig, den kämpfen würde man ja mit dem Holster. Ich gehe auch nicht auf eine Übung und lasse mein Stgw, Pist, Lenkwaffen in der Kaserne und sage, ich würde das im Einsatz sicher mitnehmen. Oder siehst du das anders?

Besteht diese Si Gr aus AdAs, welche an dem Eagle ausgebildet sind? Ansonsten würde es keinen Sinn machen.
Wie soll man den deiner Meinung nach jemandem an etwas ausbilden, wenn mans nicht hat. Die Si Gr kann ich nicht am Eagle ausbilden, damit ich den Eagle bekomme, wenn ich keinen habe. Das Beispiel war vom Lehrgangskommando, wo Rekr augebildet werden. Man bildet die Rekr nicht an dem Mat aus, welches laut Doktrin ihnen zusteht. Ich kann ja auch keinem das Schiessen beibringen, wenn er kein Stgw hat, aber eins haben sollte?

Deine Offizierskameraden scheinen nicht ganz up-to-date zu sein. Sowohl Gren, als auch Inf und Aufkl besitzen solches Mat. Dies ist kein Hörensagen, sondern ich habe es selbst erhalten oder bei den anderen Truppenteilen gesehen.
Ich habe das letzte mal im Sommer mit ihnen gesprochen, und da waren die meisten auch gerade im WK.

Was hat die komische Doktrin der Luftwaffe mit dem deiner Meinung nach fehlendem Mat zu tun?
Das war nur so zum Nachdenken. Also ich würde mein Puch liebend gern mit einem LMG ausrüsten oder etwas in der Art, nur damit der Munitionstransport besser geschützt ist. Ein Puch ist ein sehr einfaches Ziel. Da halte ich mit den Stgw drauf und schiesse etwa ein halbes Magazin Richtung Motor und der Munitionstransport für ein Zug fällt aus. Und was passiert, wenn die Flab ausfällt muss ich wohl nicht erwähnen. Auch wenn sie in der Reichweite leider sehr eingeschränkt ist.

Schon klar, aber höheres Kader für doof zu halten, die doch etwas von der Materie verstehen ist nicht ganz korrekt....
Das habe ich nie gesagt. Das ist deine Interpretation

Oh doch, hören sagen ist falsch, denn vom hören sagen lernt man lügen.
Demnach könnten auch keine Truppenversuche durchgeführt werden. Der, der am Schluss über den Kauf entscheidet, hat das Material nicht einmal angefasst. Die Truppe sagt, ob es brauchbar ist oder nicht. Der Kdt, BM, ZM, was weiss ich, meldet das weiter und weiter und weiter. Bis am Schluss ging die Meldung über x Personen. Also ein Entscheid dur hören-sagen, oder hören-sagen-Berichte lesen. Schon mal überlegt?

#76
Ich habe heute mit jemandem Kontakt gehabt, als der in der OS war..da waren wir fast alle noch flüssig.

Ich diskutierte mit ihm ueber die Bewaffnung unserer Truppen und fragte ihn : wozu brauchen heute noch soviele AdAs ein Stgw90?

Er mei.te dies koennte noch aus der Kriegszeit kommen : um dem Ausland bei Besichtigung klar zumachen : die Soldaten in der Schweiz, egal ob MpGren oder einfacher Betriebssoldat, wir sind bewaffnet und wir wissen wie man diese Waffen betätigt. (wie gut und ob wir es ueberhaupt machen, dies ist dann eine andere Frage)

Was haltet ihr davon?Kann es sein, dass in der "Regierung(vom Militaer)" noch so gedacht wird?!

Sent from my GT-I9000 using Tapatalk

#77
@crash: Die Gore-tex ist perfekt feldtauglich. Hab mit dem Teil sicher ein paar hundert Stunden auf dem Feld zugebracht. Und wie schon oft gesagt: der Kragen ist (vorallem in Bure :razz: ) das Beste!

@Khrish: Möglich wärs. Wenn ich seh wie bei uns Rekruten kurz zu Soldaten "Befördert" wurden wenn ausländische Militärhoheit zugegen war, würd mich auch das nicht wirklich wundern.

Es ist aber halt auch ein Grundprinzip unser Armee, dass sich theoretisch jeder Soldat auf dem Weg zu seiner Truppe verteidigen kann (daher früher auch Taschenmunition). Steht zwar im krassen Gegensatz zu Aussagen wie "Ein Krieg trifft nicht einfach so ein, es würde vor einem Ernsteinsatz eine erweiterte Ausbildung stattfinden"... aber da stehen wohl Überbleibsel aus dem letzten Jahrtausend denjenigen der neuzeit gegenüber.

Zu dem allseits beliebten "Train as you fight" Spruch: Der kommt vom BM garantiert immer dann, wenn man etwas total Sinnloses in der Kaserne vergisst oder der einfachheit halber mit dem Handy in die Kaserne anruft. Aber wenn man anmerkt, dass man halt auch richtiges Material wie im Einsatz haben sollte und gewisse Dinge ändern sollte (LüGas bei Nachtübungen... höhöhö), zählt der Spruch plötzlich nicht mehr. Gewöhnt man sich mit der Zeit dran. :D

#78
Bei Diskussionen ums Material kann jeder mitreden, denn jeder ist davon betroffen, deshalb auch mein Senf dazu.

Die Sicht des einzelnen AdAs ist allerdings relativ eingeschränkt, genauso gut könnte man auch ein 4-jähriges Kind fragen ob es denn schon genug Schoggi erhalten hat. Natürlich nicht. Ich hätte auch gerne so was. Statt dem 20 kg Monster aus dem Jahr 1990.

Die Beschaffungsorgane der Armee müssen allerdings für die ganze bzw. ganze Teile der Armee entscheiden. Die ganze Sache ist also immer ein Kompromiss zwischen dem was gewünscht wird und dem was machbar ist. Um eine etwas neutralere Sichtweise zu haben zitiere ich ein bisschen aus dem Armeebericht 2010, der die offizielle Position des Bundesrates darstellt.

Man muss sich bewusst sein, dass unsere Armee nicht mehr in der Lage ist einen umfassenden Verteidigungskrieg zu führen. Dies war vor 1990 mit der Armee 61 und abgeschwächt in der Armee 95 noch der Fall. Dementsprechend schlug sich auch in der Ausrüstung nieder.

„Das Gros der Armee blieb aber auf die Abwehr eines massiven militärischen Angriffs ausgerichtet. Mit dem Konzept der dynamischen Raumverteidigung löste sich die Armee von der flächendeckenden Kampfführung ... Bei der Ausrüstung und Bewaffnung wurde der Trend fortgesetzt, Quantität zu reduzieren und Qualität zu steigern. Grundsätzlich war die Armee noch flächendeckend ausgerüstet; jede Kompanie hatte ihr eigenes Material.“

Mit ArmeeXXI änderte sich dies, denn die Sparmassnahmen führten auch zu Abstrichen bei der Ausrüstung.

„Aus finanziellen Gründen wurde der Grundsatz einer flächendeckenden Ausrüstung aufgegeben: Die Verbände erhielten ihr Material und ihre Fahrzeuge aus einem Pool.“

Der Entwicklungsschritt 08/11 verschärfte die Situation:

„Mit dem Entwicklungsschritt 2008/11 wurde der Fokus noch stärker auf die wahrscheinlichen Einsätze gelegt, nämlich auf die subsidiäre Unterstützung der zivilen Behörden… Die Fähigkeit zur Abwehr eines militärischen Angriffs wurde noch weiter reduziert.“

Die jetzige Ausrüstung genügt, vor allem wenn man schaut, was andere haben.

„Die persönliche Ausrüstung des Soldaten entspricht internationalem Standard. Darüber hinaus verfügt die Armee zum grossen Teil über sehr leistungsfähige Systeme auf einem guten technologischen Stand.“

Der finanzielle Rahmen ist aber eng und hat zur Folge, dass nur etwa 2 von 6 Brigaden vollständig ausgerüstet werden können.

„Erstens sind (aus finanziellen Gründen) nicht alle Verbände vollständig ausgerüstet; zweitens sind militärisch an sich notwendige Systeme nicht beschafft worden, was Fähigkeitslücken zur Folge hat.“

Von drei Soldaten ist einer vollständig ausgerüstet! Das führt zu erheblichen Problemen auf Seiten der Logistik.

„Die verglichen mit früher wesentlich geringere Menge des Materials führt (bei praktisch gleichbleibender Anzahl von Diensttagen) zu einer stärkeren Beanspruchung in Ausbildung und Einsatz. Dies wiederum führt zu mehr Verschleiss und Instandhaltungsbedarf, der mit dem Personal der Armee nicht mehr bewältigt werden kann. Die Folge davon sind rascherer Ersatzbedarf, Verteilungskonflikte und Mehrausgaben.“

Jeder AdA kann seinen Teil dazu beitragen, dass die Situation nicht schlimmer wird.

„Die Truppe sollte rund 80 % des Materials am Ende eines Dienstes einsatzbereit zurückgeben. Diese Vorgabe wird aber nicht in allen Fällen erreicht. Hinzu kommt, dass wegen der starken Personalreduktion der Zustand des Materials durch die Logistikzentren nur teilweise überprüft und Instandhaltungsarbeiten ebenfalls nur teilweise unterstützt werden können… Die Folge davon ist zu wenig einsatzbereites Material für Schulen und Truppe.“

Wir sehen, dass es nicht mehr für jeden AdA alles gibt, und dass bei Neubeschaffungen kein klassisches Infanterie Kriegsgerät im Grossen Stil beschafft wird. (GMTF ist die grosse Ausnahme, seid glücklich). Wir können uns allerdings durchaus glücklich schätzen mit dem was wir haben. Die, die es wirklich brauchen erhalten es auch (wie Alfa im Kosovo), müssen es aber auch wieder abgeben wenn sie es nicht mehr brauchen (wie Alfa als er nicht mehr im Kosovo war). Der Verteidungshaushalt wurde von 18% (1990) auf 7% (2011) abgebaut. Natürlich kann das Geld sinnvoller anderswo verwendet werden, vorallem wenn kein Krieg ist. Wie immer im Leben ist es ein Konflikt zwischen dem, was man will und dem was man kann.

Um also P51Ds urspr. Frage zu beantworten: Ja, das alles ist wegen dem beschränktem Budget.

4× hilfreich
#79
Wie schon gesagt wurde, das normale Holster bei einer Schuwe ist klar unterlegen. Dass ein Four das Ding im Büro nicht braucht, ist mir schon klar, aber wenigsten die die draussen sind sollten das haben. Da kommt hier auch wieder der Spruch: Übe, wie du kämpfst. Aber leider auch hier nicht ganz richtig, den kämpfen würde man ja mit dem Holster. Ich gehe auch nicht auf eine Übung und lasse mein Stgw, Pist, Lenkwaffen in der Kaserne und sage, ich würde das im Einsatz sicher mitnehmen. Oder siehst du das anders?
Deine Kernkompetenz ist es, supponierte Lenkwaffen in den Himmel zu ballern, nicht den infanteristischen Kampf zu führen. Wann musstest du jemals in einer Übung im WK rasch deine Pistole ziehen um eine Gegenseite zu bekämpfen? Aber trotzdem wollen alle das tolle Spielgerät auch, obwohl sie es nicht brauchen. Dies ist für mich klare Geldverschwendung wie es Hightower auch erwähnte, da das Material IMO den AdAs zusteht, die es wirklich einsetzen können und müssen, nicht diejenigen die einen Komplex haben weil sie nicht so cool aussehen wie andere. Ich verlange auch keine Stinger für meine Aufkl Patrouille, nur weils potent ausschaut. Und die Chancen dass wir in ein Gefecht verwickelt werden sind vermutlich höher als dass deine Batterie von Panzern überrollt wird. Und wenn jetzt das Gefühl hast dass eine grosse Gefahr von gegnerischen SOK ausgehen würde welche hinter unseren Linien wichtige Ziele bekämpfen, nun, denen traue ich zu euch auch mit Tiefholster zu erledigen. Ehrlich, wenn du mir verkaufen willst dass deine Kampfkraft eingeschränkt ist weil ihr kein Tiefholster und keine Knieschoner besitzt, dann solltest du mal deine Aufgaben überdenken.

Wie soll man den deiner Meinung nach jemandem an etwas ausbilden, wenn mans nicht hat. Die Si Gr kann ich nicht am Eagle ausbilden, damit ich den Eagle bekomme, wenn ich keinen habe. Das Beispiel war vom Lehrgangskommando, wo Rekr augebildet werden. Man bildet die Rekr nicht an dem Mat aus, welches laut Doktrin ihnen zusteht. Ich kann ja auch keinem das Schiessen beibringen, wenn er kein Stgw hat, aber eins haben sollte?
Ich wage schwer zu bezweifeln dass du im WK deine Si Gr als Eagle-Fahrer und MG-Schützen ausbilden könntest, schnurzegal ob du die Fz zur Verfügung hast oder nicht.

Ich habe das letzte mal im Sommer mit ihnen gesprochen, und da waren die meisten auch gerade im WK.
Dann unterscheiden sich unsere Erfahrungen, was ja durchaus möglich ist.

Das war nur so zum Nachdenken. Also ich würde mein Puch liebend gern mit einem LMG ausrüsten oder etwas in der Art, nur damit der Munitionstransport besser geschützt ist. Ein Puch ist ein sehr einfaches Ziel. Da halte ich mit den Stgw drauf und schiesse etwa ein halbes Magazin Richtung Motor und der Munitionstransport für ein Zug fällt aus. Und was passiert, wenn die Flab ausfällt muss ich wohl nicht erwähnen. Auch wenn sie in der Reichweite leider sehr eingeschränkt ist.
Was nützt dir da ein LMg im Puch wenn dir einer ein halbes Magazin in den Motorblock knallt? Mit einer Schwanzverlängerung gewinnst du auch kein Feuergefecht wenn du nicht richtig darin geübt bist, und noch einmal, es ist kaum deine Kernkompetenz.

Demnach könnten auch keine Truppenversuche durchgeführt werden. Der, der am Schluss über den Kauf entscheidet, hat das Material nicht einmal angefasst. Die Truppe sagt, ob es brauchbar ist oder nicht. Der Kdt, BM, ZM, was weiss ich, meldet das weiter und weiter und weiter. Bis am Schluss ging die Meldung über x Personen. Also ein Entscheid dur hören-sagen, oder hören-sagen-Berichte lesen. Schon mal überlegt?
Blödsinn. Man nehme das Beispiel des neuen Putztäschleins. Im 17. Kontingent der KFOR erhielten wir zwei Prototypen, welche wir im Einsatz testen sollten. Anschliessend mussten wir detaillierte Berichte schreiben, und bei Unklarheiten wurde von irgend einem Bürohengst der LBA nachgefragt. Dies ist nicht Hörensagen, dies ist ein Feldversuch. Hörensagen ist was ihr da gerne betreibt, "ein Kollege hat mal gesehen", "die Schwester meines Freundes kennt einen Rekruten der mal gesagt hat" etc.

bearbeitet #80
Bezüglich Beschaffung kann ich Alfas Aussagen unterschreiben. Ich war nun schon in mehreren Feldversuchen Beteiligt (Ersatz Kampfstiefel, Neubeschaffung EU HG) und kann ein Lied von den Fragebogen singen. :D Da kommt nicht einfach mal schnell einer und fragt "wie wars so?".

Zu dem ganzen Thema:

http://www.grenadier.ch/community/viewtopic.php?f=3&t=2694

Da gabs schonmal so eine Diskusion. Grundtenor der selbe aber mehr so mit Grafiken und belegbaren Dingen. Dafür schon wieder veraltet.

Noch eine kurze Frage am Rande (weils in dem verlinkten Thread kurz angesprochen wurde): Ist jemand von euch am SE-151 oder SE-239 ausgebildet oder in kontakt gekommen? Letzteres wurde anscheinend 04/05 beschafft. Und ersteres interessiert mich sehr - findet man aber fast keine Infos.

Seite 4 von 7 · 123 Beiträge in diesem Thema