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Tipps & Tricks für das Abverdienen des Lt.

9 Antworten3'978 AufrufeGestartet von Bästeli ·

BästeliThemenstart
#1
Hallo Zusammen,

nach zwei WK als Soldat, UOS und OS übernehme ich in einigen Tagen einen Zug. Durch Fehler lernt man. Aber nicht alle Fehler muss man selber machen. Was für Ratschläge können hier Forumsteilnehmer einem frischgebackenem Infanteriezugfüher mitgeben?

Gruss,

Bästeli

#2
Nimm dir "EXEMPLO DUCEMUS" wirklich, wirklich zu Herzen. Dann ergibt sich der Rest fast schon von alleine ;-)

#3
Nun, ich denke einige Punkt dürftest du auf deinem Weg bereits selber erlebt haben die du nicht oder anders machen möchtest.

Aus meiner Sicht einer der wichtigsten Punkte ist sowohl was najiji gesagt hat, aber auch das man nicht versucht einen Stereotyp zu erfüllen. Sei gut, offen und fair zu deinen Unterstellten und sie werden es dir danken.

Ansonsten wünsche ich dir viel Spass bei deiner Arbeit!

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#4
Ich kann mich den Obrigen nur anschliessen. Wahre deine Integrität um jeden Preis, verhalte dich vorbildhaft und wenn du einen Fehler begehst, sei ehrlich - sowohl gegenüber deinen Vorgesetzten als deinen Unterstellten.

#5
Was ebenfalls zentral ist, aber leider viel zu oft vernachlässigt wird, ist offene Kommunikation. Gib Informationen immer so schnell wie möglich weiter, sowohl nach unten zu Gruppenführern und Zug, aber auch nach oben zum Kommandanten. So verhinderst du Demotivation und beziehst alle mit ein; denn alleine durch die Verständnis, wieso du eine Entscheidung getroffen hast, wird die Akzeptanz und der Wille, dies auch zu erledigen, enorm erhöht. Eine gesunde Distanz zur Truppe ist sicherlich notwendig, aber so entsteht kein Grabenkrieg  ;)

1× hilfreich
#6
Hier einfach einige Dinge die mir spontan in den Sinn kamen (einige wurden bereits gennant):

- Führen durch Vorbild ist nicht eine von vielen Möglichkeiten, es ist die einzige. 

- Fälle deine Entscheidungen immer so, dass du sie gegenüber jedem Vertreten kannst (notfalls dem CdA).

- Sei Konsequent, auch wenn deine Entscheidungen mal unpopulär sein sollten.

- Fordere deine Soldaten und Gruppenführer, wenn nötig bis sie es können, danach gib ihnen aber auch Zeit zur Ruhe.

- Kommuniziere offen und direkt, gib Informationen zeitgerecht und stufengerecht weiter.

- Sei Loyal, gegen unten und gegen oben.

- Schaue zu deinen Leuten und schütze sie wenn nötig.

- Bevor du einen Entscheid fällst oder einen Befehl gibst, frage dich einfach mal: "Macht das Sinn?"

- Bleibe einfach (bei allem), nur das funktioniert.

Die Liste könnte man noch ins unendliche weiterführen, doch das wichtigste ist: Sei du selbst. Du wirst Situationen haben wo "in den Hammer" laufen wirst und dann wieder andere wo du denkst es könnte nicht besser laufen. Du hast den Vorteil, dass du das ganze schon als Soldat durchlebt hast, also weisst du auch was du gut fandest und was du anderst gemacht hättest. Wahrscheinlich wirst du zwar jetzt einiges anders sehen oder gewisse Dinge besser verstehen aber du hast bereits Erfahrungen worauf du aufbauen kannst. Keine Angst, du wirst deine Fehler machen, was auch nicht schlimm ist, solang du deine Lehren daraus ziehst. Es ist harter Job der dich 21 Wochen fordern wird, aber auch einer der schönsten.

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#7
Rapporte für deine Gruppenführer sind wichtig. Halte diese gewissenhaft.

Und stehe für deine Truppe ein. Rumorts im Zug und der Lt "zieht den Schwanz ein" vor seinen Vorgesetzten, ists mit der Autorität dahin.

Und bleib mit dem Fachlichen auf dem Laufenden. Ein Lt der keine Ahnung vom Tagesgeschäft seiner Untergebenen hat ist nicht tragbar.

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#8
Führe dein AR1 immer frühzeitig durch, damit deine Gruppenführer genug Zeit haben, ihre Posten/Aufgaben vorzubereiten. Informiere die Mannschaft frühzeitig über wichtige Details im Ablauf des nächsten Tages, welche evtl. im Tagesbefehl nicht ersichtlich werden, damit diese sich ebenfalls entsprechend vorbereiten können. Versuche kurzfristige Umstellungen am Tagesprogramm zu vermeiden.

"Information ist Motivation", klingt abgedroschen, ist aber so.

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bearbeitet #9
Es ist auch wichtig, dass du MIT deinen Ghfr zusammenarbeitest, nicht alles und jeden Posten bis ins letzte Detail selbst organisieren und durchplanen. Nutze das Potenzial und den "Fleischkäse" deiner Untergebenen.

BästeliThemenstarter
#10
Danke für die diversen Anregungen. Diese habe ich mir mehr oder weniger zu Herzen genommen. Ich habe die Dienstzeit gut hinter mich gebracht, bin um diverse Erfahrungen reicher.

/thread

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