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Spähersoldat InfRS12

59 Antworten47'464 AufrufeGestartet von RekrInfRS12 ·

bearbeitet #41
Hallo ZusammenIch werde auch in die RS startem am 9 März in Chur und habe ebenfalls mich angemeldet als Späher die Rs zumachen.

Frage an Militärbiscuit, haben sie noch weitere Infos wie es dort so ablaufen wird? Würde mich sehr interessieren.

Danke allen für die Info

Freundlich Grüsse

Scout
Diese Art von Höflichkeit gefällt mir.

1× hilfreich
#42
Also so wie ich das verstanden habe, kann man Späher nur als Füsilier machen. Oder besteht die Möglichkeit aus anderen Funktionen das auch zu machen?

#43
Anmelden für die Späher-Funktion konnte sich ein Freund von mir auch der als Minenwerfer/Fahrer C1 einrücken wird. Zuvor im Thread hat jemand erzählt er habe das Schreiben auch bekommen und wurde als Infanteriebesatzer / Infanteriepanzerfahrerr eingeteilt. Ich denke alle die in die Inf RS 12-1 starten werden haben das Schreiben erhalten und haben die Möglichkeit Späher zu werden.

Ich selbst werde als Infanterist einrücken und habe mich auch angemeldet.

Gruss

Hulorio

#44
Hallo ZusammenIch werde auch in die RS startem am 9 März in Chur und habe ebenfalls mich angemeldet als Späher die Rs zumachen.

Frage an Militärbiscuit, haben sie noch weitere Infos wie es dort so ablaufen wird? Würde mich sehr interessieren.

Danke allen für die Info

Freundlich Grüsse

Scout
Hallo Scout

Da ich selbst kein Späher bin, kann ich nur die Infos weitergeben, welche ich von den Späher-Kameraden während der OS erhielt. Da diese nur bis Woche 11 in den Späherzügen ausgebildet wurden, ist auch das nicht viel, aber immerhin ein Anfang ;) .

Wie bereits beschrieben ist der Späher mehr oder weniger eine neue Funktion. Die Idee dahinter ist, dass man im Sensorwirkungsverbund Einheitlichkeit schafft. Bis anhin hatte man grob gesagt 3 Spezialisten: 1. Aufklärer, welche Informationen beschaffen, 2. Minenwerferbeobachter, welche das Feuer der Mw leiten und 3. Scharfschützen, die als Effektoren wertvolle Ziele ausschalten.

Bei den Spähern ist es so, dass sie die Fähigkeiten all dieser Funktionen erlernen und im Verbund Einheitlichkeit und Flexibilität garantiert werden können. (Soviel zum Späher an sich.)

Zur Ausbildung:

In der 1. Woche wird es nochmals die Möglichkeit geben, sich für die Späherzüge zu bewerben. Grob zu den Kriterien: Sportauszeichnung an der Rekrutierung, ein "Gut" im Tri-fit (Sporttest zu Beginn RS, einfach zu erreichen), Freiwillig, Nichtraucher. Habe allerdings auch schon von so manchem Späher gehört, der die Sportauszeichnung nicht hat, oder raucht...

Am Freitag der 1. Woche werden die angehenden Späher dann in die Kp 4 eingegliedert. In den Wochen 2-5 haben die Späher dann ihre Grundausbildung wie der Rest der Schule auch. Woche 6 ist die Selektionswoche. Konkret heisst das: Ausbildung am Tag, Märsche (mit viel Gepäck und Höhenmeter) in der Nacht. Es ist eine sehr anspruchsvolle Woche, jedoch kann der Wille bekanntlich Berge versetzen. Wer die Selektion übersteht bleibt voraussichtlich bis Ende RS in den Späherzügen. Ab Woche 7 erhalten sie dann die spezifische Ausrüstung (Kastinger Weste und Rucksack, Gore-Tex Bekeidung, ect.) und die FGA beginnt. Auch lernt ihr das Scharfschützengewehr kennen. Bis Woche 11 stehen dann Ausbildung im Bereich Infiltration/Exfiltration, Beobachten, Leben im Feld, Scharfschützenausbildung, ect. an.

Allgemeiner Umgang bei den Spähern: Meine Kameraden beschrieben mir ihre Zeit in der RS als sehr angenehm. Der Umgangston zwischen Kader und Mannschaft ist kameradschaftlich. Die Ausbildung ist hart aber interessant und vor allem Einsatzorientiert. Während den "Regiearbeiten" (PD, ID, ect.) wird sehr viel Wert auf Selbstdisziplin gelegt. So gibt es z.B. keine "Figger-PD". Jeder ist selbst für die Einsatzbereitschaft seiner Ausrüstung verantwortlich.

Hoffentlich konnte ich euch mit diesen Informationen behilflich sein.

Freundliche Grüsse

Militärbiscuit

5× hilfreich
#45
Hallo

Vielen Dank für die tollen Infos. Die helfen mir weiter.

Ich hatte bei der Aushebung das Sportabzeichen nicht erhalten. Jedoch denke ich bin ich jetzt sicherlich in der Lage dies in der RS zu schaffen also mehr als 80 P zuereichen.

Ist die Sportprüfung in der ersten Woche?

Frage an die anderen die sich für den Späher angemeldet haben, hätte jemand Lust und Zeit gemeinsam an einem Tag zu trainieren?

Vielen Dank und Freundliche Grüsse

Scout

#46
Hallo Militärbiscuit

Danke vielmals für die vielen nützlichen Infos :)

Habe Abr doch noch eine Frage: ;)

Ich werde im Sommer in Chamblon als Infanterist einrücken (Rekrutierung am 24./25.03.15 gehabt)

Wie ich aus deinen Infos interpretiert habe, kann also jeder Infanterist Spähsoldat werden? Sofern er die Anforderungen erfüllt...

Sollte dies bei mir der Fall sein, werde ich dann nach Chur "umziehen"?

Würde mich über weitere Infos freuen :)

Danke

#47
Hallo MilitärbiscuitDanke vielmals für die vielen nützlichen Infos :)

Habe Abr doch noch eine Frage: ;)

Ich werde im Sommer in Chamblon als Infanterist einrücken (Rekrutierung am 24./25.03.15 gehabt)

Wie ich aus deinen Infos interpretiert habe, kann also jeder Infanterist Spähsoldat werden? Sofern er die Anforderungen erfüllt...

Sollte dies bei mir der Fall sein, werde ich dann nach Chur "umziehen"?

Würde mich über weitere Infos freuen :)

Danke
Hallo Guler

Nicht ganz. Späher kannst du nur werden wenn du in der Inf RS 12 in Chur deine RS absolvierst. Da du in Chamblon einrücken wirst, wird es dir nicht möglich sein Späher zu werden. Du wirst jedoch, sofern du die Anforderungen erfüllst, die Möglichkeit haben, Sensor zu werden. Der Unterschied ist, dass der Sensor entweder Minenwerferbeobachter oder Scharfschütze (Einteilung je nach Qualifikation vor der Spezialisierung) ist und der Späher in Chur beide Ausbildungen erhält.

Wie das genaue Selektionsverfahren für Sensoren in Chamblon aussieht kann ich dir nicht sagen, wird aber ungefähr gleich sein wie in Chur auch.

Gruss Militärbiscuit

1× hilfreich
#48
Hey

Ok. Danke vielmals für die Info :)

Gruss

Guler

#49
Hallo Zusammen,

Ich wollte hier für diejenigen die es interessiert einen kleinen Bericht schreiben wie es mir bis jetzt in den ersten 12 Wochen als Späher-Anwärter so ergangen ist.

Ich habe mich, wie hier bereits geschrieben, ein paar Wochen vor der RS als Späher-Anwärter beworben. Dabei habe ich ein 14 seitiges Dokument ausgefüllt indem verschiedene Information über mich verlangt wurden und ein paar Logikaufgaben.

Ich bin am 09.03.2015 in die Inf RS 12 in Chur als Infanterist eingerückt. In der ersten Woche kam ein Berufsmilitär und informierte alle über die Späher-RS, dabei konnte man sich erneut dafür melden. Ich musst dabei ein Dokument unterzeichnen das bescheinigt, dass ich freiwillig Späher werden möchte. All diejenige die das 14 Seitige Dokument noch nicht ausgefüllt hatten, hatten nun die Gelegenheit das nachzuholen um sich als Späher-Anwärter zu bewerben.

Am Freitag der ersten Woche durfte ich in die Kompanie 4 wechseln. Es wurden 2 Späher-Züge gebildet, wir waren ca. 45 Leute. Die meisten waren als Infanteristen ausgehoben, wenn ich mich richtig erinnere keine Infanteriebesatzer und 3 Mienenwerfer. Woche 2 bis 5 war hauptsächlich für den AGA-Stoff bestimmt. Diese Zeit, würde ich sagen, ist nicht gross anders als bei den Infanteristen. Vielleicht etwas mehr biwakieren als andere aber viel anders denke ich nicht.

In der Woche 6 war die Selektionswoche, es war eine harte Woche jedoch gut zu überleben. Am Tag hatten wir die ZF-Ausbildung am Sturmgewehr in der wir 25m, 400m und 600m schossen. Am Abend war immer ein Marsch mit anschliessendem Biwakieren. Das Wetter war schön bei miesem Wetter wäre es um einiges heftiger gewesen. In der Abschlussübung stand ein Infiltrationsmarsch an, dort gab es je nachdem wie schnell man war für einige 2 Stunden Schlaf für andere 30 Minuten Schlaf. In die Zimmer durften wir vom Montagmorgen bis Freitagabend nicht. Sehr viele sind nach dieser Woche nicht rausgeflogen, da dem Adjutanten der die Ausbildung leitet die Leute fehlen. Viele haben sich zuvor schon durch irgendwelche gebrechen UT schreiben lassen, einige erlitten Verletzungen oder dergleichen. Wir waren nach Woche 6 noch etwa knapp 30 Leute auf beide Züge verteilt. Woche 7 war AGA finale.

Ab Woche 8 begann die Funktionsausbildung. Uns wurde das Scharfschützengewehr und das Leiten des Minenwerfer-Feuers näher gebracht. Über das Scharfschützengewehr 04 lässt sich sagen, dass es eine sehr gute Waffe ist, bei guten Bedingungen ist es ein leichtes auf 900 Meter zu schiessen. Zudem wurden wir am GWA ausgebildet, was sich aber auf einen Morgen beschränkte. Das leiten des Minenwerfer-Feuers ist auch eine spannende Sache jedoch schwierig im trockenen zu üben.

In Woche 11 und 12 waren wir im Hinterrhein in der Schiessverlegung und konnten das erste Mal das Minenwerfer-Feuer richtig durchführen. Es war sehr spannend, wir waren in unseren 4er-Trupps(3 Rekruten und ein Gruppenführer) 2 kümmern sich um das Minenwerfer-Feuer und 2 um das Schiessen mit dem Scharfschützengewehr. Dies geschah alles aus den selber errichteten Beobachtungsposten.

Da nun die Kaderanwärter weg sind, ist der Bestand nochmals geschrumpft. In beiden Zügen zusammen sind wir noch 19 Rekruten.

Für die nächste Woche, Woche 13, steht die Pistolenausbildung an, auf die ich mich schon freue. In Woche 15 werden wir nach Wichlen gehen in die zweite Schiessverlegung. In der VBA stehen noch einige anstrengende Übungen an, da durch die viele Ausrüstung einiges an Gewicht anfällt, dass mitgetragen werden muss.

Mir gefällt es gut und ich bin froh bei den Spähern zu sein und kann es jedem empfehlen der die Möglichkeit hat.

Gruss und ein schönes Wochenende!

Hulorio

12× hilfreich
#50
Hallo Zusammen,

Nun habe ich meine RS absolviert und berichte euch über den zweiten Teil meiner RS.

In Woche 13 und 14 ist nicht sehr viel passiert, da wir das Material bei der LBA abgeben und alles bei der RUAG wieder fassen mussten, das benötigt viel Zeit und nimmt Platz für sinnvolleres. Nichts desto trotz hatten wir einen Tag Pistolen Ausbildung in der jeder ca. 150 Schuss schiessen konnte, dabei wurden wir von einem sehr kompetenten Mann ausgebildet der auch die Leute für den Kosovo an der Pistole ausbildet, war sehr interessant.

In Woche 14 hatten wir wieder etwas mehr Zeit für Ausbildungen und Übungen. Wir durften unser bestes bei einer Annäherungsübung geben. Es geht darum im Binom in ein Gebiet zu infiltrieren und sich dadurch in Schussposition auf ein Ziel zu bringen. Beim Ziel stehen mehrere Personen mit Feldstecher und Longue-vue ausgestatten und versuchen uns ausfindig zu machen. Als wir mit selbst angefertigtem Ghillie-Suit und alles was man zum Schiessen braucht in Stellung waren mussten wir einen Schuss mit Mark-Mun auf das Ziel abgeben. Danach kamen sogenannte Walker, Minenwerfer die bei der Übung mitgeholfen haben, mit einem Schild in einen 5 Meter Radius um uns, und die Übungsleiter versuchten uns mit erhöhter Aufmerksamkeit ausfindig zu machen, falls sie immer noch nichts gefunden hatten mussten wir einen zweiten Schuss abgeben. War man danach immer noch nicht gefunden worden hielt ein Übungsleiter ein Schild mit einer Aufschrift vor das Ziel das man dann ablesen musste. Konnte man die Aufschrift korrekt ablesen war die Übung erfüllt.

In Woche 14 war zusätzlich die Prüfung „Späher 1“ diese Wurde teils im Binom und teils alleine bestritten. Es gab Theorie Test über das Scharfschützengewehr, die Klick Berechnung, Sivos und ein bisschen Kartenlesen. Danach schiessen im Binom und schiessen alleine auf bewegliche Ziele. Viele haben den Test nicht bestanden, es gab aber weder einen Nachholler noch hatte es sonstige Konsequenzen. Der Test wurde viel mehr als Statuserfassung gemacht und man konnte sehen wo man sich noch verbessern musste.

In Woche 15 waren wir in Wichlen in der Schiessverlegung, am Montag durften wir mit dem Hubschrauber von Chur nach Wichlen fliegen. Wir waren die ganze Woche draussen. Die Packung war dementsprechend ziemlich schwer aber allzu weit mussten wir nicht laufen, anfangs Woche war der Nebel etwas mühsam da man fast nie schiessen konnte, dies wurde aber besser und so konnten wir Ende Woche sehr viel schiessen/üben/spass haben :D

Der Besuchstag war am Samstag der Woche 16 und die ganze Woche war Vorbereitung auf den Besuchstag, dieser war meiner Ansicht nach sehr gut gemacht. Den Leuten wurde der Minenwerfe das Scharfschützengewehr und die verschiedenen Trainingsmöglichkeiten näher gebracht.

Eine Woche darauf, Woche 17, war die Schlussinspektion durch den Brigadier. Dabei war unser Adjutant, der die Ausbildung zum Späher leitet, sehr angespannt, da es um die Präsentation seines Späher Projekts ging, wir haben in natürlich nicht enttäuscht und der Brigadier und sein Team gaben uns ein Lob und sie waren zufrieden mit uns.

In Woche 18 wurden 2 Übungen durchgeführt „Carosello“ und „Curia“ beides sehr spannende Übungen. In der Übung Carosello mussten sich alle 6 Späher Trupps in einer Halle bereit halten um ausgelöst zu werden, wir erhielten unterschiedliche Aufträge, von Beobachtung eines möglich stattfindenden Waffenhandel bis zur Eliminierung eines Warlords. Die Seite Rot übernahmen wieder einmal die Minenwerfer und haben einmal mehr zu spannenden Übungen beigetragen. Carosello ging 3 Tage, dazwischen war ein Tag ohne Übung und am Donnerstagabend begann die Übung Curia. Bei der Übung Curia geht es darum das urbane infiltrieren zu üben. Wir wurden ausserhalb der Stadt Chur ausgeladen und danach mussten wir in das Stadtzentrum von Chur infiltrieren, das spannende dabei war, das ca. 40 Aufklärer in der Stadt patronierten und ihr Ziel war es uns aufzudecken.

Leider war die DHU für uns eher schlecht, der „Bat kdt“ und sein Stab kennen unser Aufgabenbereich und vorgehen zu wenig um uns gerechte Aufgaben zu geben, vielfach hatten wir viel zu wenig Zeit um uns sauber vorzubereiten und so konnten wir nicht sehr viel davon profitieren. Zum Glück hatten wir zuvor genug Übungen bei denen es gut funktioniert hat.

In Woche 21 war dann WEMA angesagt ich glaube da wissen alle was man macht und bedarf keine weiteren Erklärungen.

Ich kann jedem der die Möglichkeit hat sich zum Späher-Anwärter zu melden nur empfehlen diesen Schritt zu machen, man bekommt eine sehr spannende und abwechslungsreiche Ausbildung.

Wie uns unser Adjutant mitteilte wird es bald die Möglichkeit geben an der Rekrutierung zum Späher ausgehoben zu werden.

Bei Fragen stehe ich hier natürlich gerne zur Verfügung :)

Gruss

Hulorio

8× hilfreich
#51
Vielen Dank für die Infos, werde im Oktober einrücken und habe dank dir wenigstens ein paar Ansätze über diese Spezialisierung.

Wie ist die Ausbildung im Vergleich mit dem "normalen" Scharfschützen (welcher ja so viel ich weiss immer noch ausgebildet wird, einfach jeweils alternierend in der folgenden RS) ? Wie viel wird von einem gefordert, und (wie) sollte man sich vorbereiten?

bearbeitet #52
Hallo najiji,

Von dem Sensor-Wirkungsverbund weis ich nur was man mir erzählt hat, meine Gruppenführer waren die ersten 11 Wochen bei den Sensoren. Bei uns ist es so, dass wir bereits in Woche 8 mit dem Scharfschützengewehr beginnen zu schiessen und zwar alle Späher. Bei den Sensoren ist es so, dass eine hälfte Scharfschütze wird und die andere hälfte Minenwerferbeobachter. Die jeweilige Ausbildung am Scharfschützengwehr beginnt für die Sensoren um einiges später als bei den Spähern in Chur. Dies haben mir so die Gruppenführer erzählt die als Sensoren die ersten 11 Wochen nie mit einem Scharfschützengewehr geschossen haben.

Als Späher musst du mit viel Gewicht im Rucksack klar kommen und viel laufen, daher ist die Ausdauer sicher wichtig. Einer der wichtigsten Faktoren ist der Wille und die Motivation, bleibt die bestehen in Kombination mit einer gewisse Grundfitness sollte nicht viel im Weg stehen. Für die Selektion in der ersten Woche wir vor allem die 14 seitige Bewerbung, der Sporttest an der Rekrutierung und der Tri-fit der ersten RS Woche berücksichtigt.

Gruss

Hulorio

bearbeitet #53
Vielen Dank nochmals Hulorio :)

Innerhalb der letzten zwei Wochen hatte man als angehender Rekrut der Inf RS 12-3 an drei Infoveranstaltungen Gelegenheit, sich über die Späher zu informieren. Damit auch andere diese bekommen, möchte ich hier einmal kurz festhalten, was mir geblieben ist ;) :

1. Bewerbung: Es wird keine Bewerbung mehr versendet. Diese geschieht nun in Form einer Prüfung direkt im Anschluss an die Infoveranstaltungen ( welche natürlich am Freitag Abend sind... -> erster Motivationstest). Während ca. 1 1/2 Stunden (praktisch ca. 3/4h) musste man diverse Fragen beantworten, unter anderem ein Aufsatz (mehr als 450 Wörter, und nein, keiner zählt die^^) zum Thema "Wieso will ich ein Späher der Infanterie werden?" und ca. 30 Logikfragen im Form eines Intelligenztests. Dabei geht es vor allem um Formenerkennung ( à la "Welches ist das nächste Element?") und Zahlenreihenfolgen (eg. Fibonacci-Reihe etc.). Abgesehen von diesem Teil werden noch diverse Fragen zur Person gestellt (Stärken, Schwächen, Ausbildung).

Bei uns waren ca. 12 Personen anwesend (und zwei Eltern O.o ), davon haben alle die Prüfung absolviert; wie es an den andern Tagen ausgeschaut hat, weiss ich nicht.

2. Selektion: Es werden Ende der 1. Woche 40 Rekruten ausselektioniert ("und kein einziger mehr"). Nach 7 Wochen werden noch 26 dabei sein: 18 Soldaten, 6 UOfs und 2 Ofs ; laut Vortrag hören die allermeisten jedoch freiwillig auf.

Die Anforderungen: sehr gute Sportergebnisse an der Rekrutierung ( > 80 Punkte, Sportabzeichen; das hat ja sowieso jeder Infanterist ;) ), Kadervorschlag, Tri-Fit Stufe 3, Nichtraucher, kein Brillenträger (ab Dioptrie 2 kann das Zielfernrohr nicht mehr eingestellt werden (und ja, die Frage kam auf)), 20% sollten den Führerschein haben. Daneben vor allem Motivation und Biss; das Ganze ist freiwillig, und wer nicht wirklich will, bleibt nicht lange.

3. Aufgaben: Auf die Gefahr hin, Aussagen dieses Threads zu wiederholen, hier nochmals die Grundprinzipien laut Vortrag: Die Späher sind eine Mischung aus Minenwerferbeobachter, Scharfschütze und Aufklärer. Sie werden ca. 5-10 km vom Zielgebiet abgesetzt und müssen dann mit bis zu 40kg Gepäck infiltrieren. Danach wird ein Objekt beobachtet (was bis zu einigen Tagen dauern kann) und danach wieder exfiltriert. Späher müssen autonom agieren können und mit widrigen Bedingungen (wenig Essen, viel Gewicht, -20 Grad, kein Dach über dem Kopf, launischer Vorgesetzter :D ) klar kommen. Dafür sei es eine der besten Ausbildung, welche die Schweizer Armee zur Zeit bieten kann: 3 top Instruktoren, besseres Material und keine "Figgereien" (und nicht zu vergessen das Sako).

Wenn alles klappt, werde ich hoffentlich bald meine eigenen RS-Erfahrungen einbringen können :)

PS: Was bereits erwähnt wurde, ist richtig: Die Späher werden nach der WEA als eigene Truppe zusammengefasst. Danach wird man somit auch direkt an der Rekrutierung als Späher ausgehoben. Wann Ueli dies jedoch durchsetzen kann, steht noch in den Sternen.

8× hilfreich
#54
Hallo zusammen,

Sorry für das Ausgraben des Threads. War jedoch sehr spannend durchzulesen! Deshalb hat sich bei mir folgende Frage aufgedrängt:

Wie sind denn die Späher bei ihren Übungen bewaffnet? Klar, logischerweise mit dem SSGw04. Habe jedoch hier im Thread auch was von Pistolenausbildung gelesen? Und wie siehts mit dem STGW90 aus, bzw. erhält man für dieses ein ZF oder erhält man bereits das STGW07 da es sich um eine neue Spezialisierung (bald ja auch Funktion) handelt?

Danke und Gruss Irminsul

#55
Für die Pistolenausbildung erhält man eine Leihwaffe und wird als "Pistolenanwender" ausgebildet.

Die Pers Waffe bleibt das normale Stgw 90. Eine der ersten Ausbildungsinhalte ende AGA wird die Sniping Generation 4 sein. Also die ZF Ausbildung.

#56
Ein Spähertrupp ist standardmässig komplett mit Pistolen bewaffnet (wie von Fuchs erwähnt als Leihwaffe) und dem Stgw90. Dazu kommen 2 GwA (Granatwerfer-Aufsätze) und 2 ZF. Einer der beiden ZF-Schützen fungiert als Grfhr, der andere ist als Hauptwaffe mit dem SSGw04 ausgerüstet.

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#57
Ja dieses 14 seitige dokument muss man in der rs ausfüllen oder wie sieht das jetzt genau aus?

#58
Ja dieses 14 seitige dokument muss man in der rs ausfüllen oder wie sieht das jetzt genau aus?
Nein, man kann kein Formular mehr ausfüllen um zum Späher umgeteilt zu werden. Heute ist es so dass die Späher direkt an der Rekrutierung ausgehoben und nicht mehr aus den Infanterieschulen ausselektioniert werden. Deshalb muss man sich an der Rekrutierung noch mehr Mühe geben  ;)

Gruss

#59
Mich würde es interessieren, welche Optiken verwendet werden. Im Film, welcher von der Armee veröffentlicht wurde, sehe ich ein Spektiv und eine "fernglasähnliches" Gerät. Um was für Geräte handelt es sich dabei?

#60
Mich würde es interessieren, welche Optiken verwendet werden. Im Film, welcher von der Armee veröffentlicht wurde, sehe ich ein Spektiv und eine "fernglasähnliches" Gerät. Um was für Geräte handelt es sich dabei?
Das «fernglasähnliche» Gerät ist ein Laser-Entfernungsmesser (LEM 04), welcher vom Späher als Teil des Laser-Goniometer zur Einmessung von Zielen (sog. Laserziel) für das Mörserfeuer verwendet wird. Das LEM 04 hat eine 6-fach Vergrösserung und kann Distanzen bis 2500 Meter messen.

Das Spektiv wird in der Armee einfach nur Fernrohr genannt und hat eine 30-fach Vergrösserung. Es dient zur Identifikation und Beobachtung von Zielen, sowie der Leitung und Korrektur des Präzisionsfeuers.

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