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Wann gibt es ein neues Stgw? Oder wann bekommt das 90er ein Update?

54 Antworten21'790 AufrufeGestartet von Born ·

BornThemenstarter
#21
Da widersprichst du dir aber jetzt ein bisschen selber. Dann hast du ja noch mehr Material das relativ kurzfristig beschafft werden müsste und damit nicht genug! Du müsstest auch die Leute erst noch von Grund auf ausbilden. Dann wären wir ja noch rückständiger als du es sowieso schon bezeichnest. Momentan müsste man zumindest nur die Leute nochmal einsatzbezogen ausbilden und nicht erst noch von Grund auf und genau darum geht es in der Milizarmee.

Was soll das denn heissen? Firmen kriegen Aufträge, Firmen erledigen Aufträge... das hat wohl wenig mit "wichtig" zu tun. Ausserdem gibts noch mehr Firmen als die in Deutschland da wird sich wohl etwas finden lassen. Und wenn ganz hart kommt haben wir auch noch eigene im Land wie bereits gesagt... Evtl verstehe ich die Aussage falsch...

1. Damit war wie aus dem Kontext meines letzten Posts ersichtlich wird das Material gemeint.
2. Ich weiss zwar noch immer nicht viel mehr über deine Hintergründe und Dienstgrad in der Armee, aber ich wage jetzt mal eine Vermutung und sage diese Ansicht entspringt ausschliesslich deiner eigenen individuellen Erfahrung in RS und allenfalls WK von der man wohl kaum auf die ganze Armee schliessen kann.

Man kann leider nicht einfach nur die Hälfte aller Leute einziehen. Wer würde entscheiden wer gehen muss und wer nicht? Also gäbe es nur eine alternative Lösung: Freiwilligenarmee. Das haben sich Deutschland und Norwegen auch gedacht, man siehe die Resultate -> Norwegen kehrt zum Milizsystem zurück, Deutschland chronisch unterbesetzt und theoretisch nicht im Stande die Vertiedigung durchgehend aufrecht zu erhalten.

Aber wir schweifen vom Thema ab... Ich denke die Frage mit dem Stgw wurde bereits Eingangs beantwortet und Meinungen abgegeben dazu.
Dass ich mir hier widerspreche ist mir klar.

es entspricht meiner Meinung nach der selben Logik, wie erst im Ernstfall alles zu kaufen.

@KroneAllerWaffen

das Famas wird ersetzt

Die AK47 wiegt 3.9 Kg (je nach Magazin weniger). Ausserdem wiegt die (im dienst befindliche) AK74 nur 3.3 kg

bearbeitet #22
Zu lang, zu schwer, vom system her schwierig mit Zielgeräten oder anderem Zubehör (lampe) auszustatten

Ok, ja bla das Weisslicht aber das Stgw 90 wiegt schon so deutlich mehr als alles vergleichbare.

dazu die sinnlose Magazingrösse von 20 Schuss.

Und damit rufe ich wieder die hälfte des Forums auf den Plan aber mit Kimme und Korn auf 300m zu treffen ist schön, jedoch militärisch gesehen völlig wertlos.
Völlig wertlos das zielen auf 300m ohne  Zielhilfen und militärisch wertlos. Wer so etwas schreibt hat keine Ahnung . Bei Besuchen von ausländischen Besuchern in unseren Schulen ist das Urteil: bei uns wären das alle Sniper, ist das alles mit einer offenen Visierung möglich?Die Frage der Kimme/Korn Schützen ist somit hoffentlich vom Tisch von eher von Personen ohne Ahnung der Details! Warum wird da auch die Magazinkapazität in Frage gestellt? Diese genügt auch mit den 3 mal 20 Schuss genügend! Wir schiessen in der Ausbildung Doubletten und nicht mal mit der 3 Schuss Automatik? Verstanden wie ich hoffe. 

BornThemenstarter
#23
Völlig wertlos das zielen auf 300m ohne  Zielhilfen und militärisch wertlos. Wer so etwas schreibt hat keine Ahnung . Bei Besuchen von ausländischen Besuchern in unseren Schulen ist das Urteil: bei uns wären das alle Sniper, ist das alles mit einer offenen Visierung möglich?Die Frage der Kimme/Korn Schützen ist somit hoffentlich vom Tisch von eher von Personen ohne Ahnung der Details! Warum wird da auch die Magazinkapazität in Frage gestellt? Diese genügt auch mit den 3 mal 20 Schuss genügend! Wir schiessen in der Ausbildung Doubletten und nicht mal mit der 3 Schuss Automatik?

wie ich hoffe. 


In der Armee wird lediglich das Schiessen auf 300m auf dem 300m Stand geübt. Die Bedingungen unterscheiden sich doch erheblich von dem Schiessen ausserhalb. Du musst dir bewusst werden, dass die ausländischen Besucher nicht immer unbedingt meinen was sie sagen, da sie ja auch höflich sein wollen. Die werden kaum sagen, wenn sie finden dass wir gar nichts können.

Warum die Magazinkapazität in Frage gestellt wird? Nun ja... Schonmal HG Ausbildung gehabt. Bis der Kamerad seine HG aus dem GT gepriemelt hat und das GT Täschli ordnungsgemäss wieder verschlossen hat ist der, der abdeckt bei einer Magazinfüllung von ≤ Schuss. Es ist nicht zu leugnen, dass sich international eine Kapazität von 30 Schuss bewährt und durchgesetzt hat. Wieso so also sollten wir von diesem Standard abweichen?

Was das genau mit den Dubletten und der 3 Schuss Automatik zu tun hat, musst du mir noch erklären das hab ich nicht 

Verstanden
wie du gehofft hast. 

Das Korn bedeckt auf 300m Ziemlich viel vom Ziel und die Umgebung kann nicht mehr beobachtet werden. Wenn das Ziel schön ruhig steht, ist das kein Problem. Aber was, wenn das Ziel zurückschiesst?

#24
10 Doubletten = 20 Schuss
10x 3er Burst = 30 Schuss

Wir bekämpfen ein Ziel in der Regel mit einer Doublette und nicht mit dem 3 er Burst. 

BornThemenstarter
#25
10 Doubletten = 20 Schuss
10x 3er Burst = 30 Schuss

Wir bekämpfen ein Ziel in der Regel mit einer Doublette und nicht mit dem 3 er Burst. 
15 Doubletten = 30 Schuss

Ich bin sicher, dass sich der durchschnittliche kampfunerprobte Soldat daran halten wird und in einer Stresssituation, die ihresgleichen suchen schön brav 2 Schüsse aus der 3er Automatik abzweigen wird.

#26
15 Doubletten = 30 Schuss

Ich bin sicher, dass sich der durchschnittliche kampfunerprobte Soldat daran halten wird und in einer Stresssituation, die ihresgleichen suchen schön brav 2 Schüsse aus der 3er Automatik abzweigen wird.
Dann weisst du offensichtlich nicht, wie man Doubletten schiesst. 
 

BornThemenstarter
#27
Dann weisst du offensichtlich nicht, wie man Doubletten schiesst. 
 
Also jetzt stellst du dich absichtlich schwierig.

Wenn du die Doublette im gleichen Absatz erwähnst, wie die 3er Automatik, gehe ich davon aus dass du es so meinst.

Daher habe ich ja auch gefragt, was die 3er Automatik damit zu tun hat.

Wie dem auch sei.

deine Logik von wegen dass 20 Schuss Magazine besser seien, weil 10 X Doublette = 20 Schuss, verstehe ich immer noch nicht.

#28
Ich glaube langsam, dass dieser thread ein anderes Kernproblem aufdeckt. Und zwar nicht in erster Linie die Eignung des Stgw90 sondern die etwas zurückhaltende Ausbildung an der Waffe, welche eventuelle Probleme aufkommen lassen könnte.

Ich selbst hatte in der Ih RS nur eine Hand voll Schiessen. Einmal Einschiessen der Visierung im KD, drei mal Schiessen im 300m und drei mal Wachtschiessen im KD. Feuer und Bewegung hatten wir nur drei mal. Beim ersten Üben für den Besuchstag bei Tag, etwas später als es schon Nacht war und beim Besuchstag.

#29
Betreffend der Magazingrösse habe ich mal Edi Brodbeck gefragt (er war an der Entwicklung des 90ers beteiligt). Seine Antwort: Armee wollte 20er, er versteht nicht wieso, er hätte auch lieber 30er gehabt. Man muss also die Leute fragen, die damals bei der Beschaffung dabei waren.

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#30
Ich glaube langsam, dass dieser thread ein anderes Kernproblem aufdeckt. Und zwar nicht in erster Linie die Eignung des Stgw90 sondern die etwas zurückhaltende Ausbildung an der Waffe, welche eventuelle Probleme aufkommen lassen könnte.

Ich selbst hatte in der Ih RS nur eine Hand voll Schiessen. Einmal Einschiessen der Visierung im KD, drei mal Schiessen im 300m und drei mal Wachtschiessen im KD. Feuer und Bewegung hatten wir nur drei mal. Beim ersten Üben für den Besuchstag bei Tag, etwas später als es schon Nacht war und beim Besuchstag.
Tja siehst du, bei uns war es nicht so. Wir haben das Stgw praktisch jeden Tag gebraucht für KD schiessen, Gefechtsschiessen oder HOK. Es macht ja auch keinen Sinn eine Mech Einheit 19 Wochen lang vertieft im Stgw schiessen auszubilden denn das ist nicht eure Aufgabe. Dafür gibt es Gefechtseinheiten.

Ich höre diese Aussage interessanterweise immer wieder direkt oder indirekt von Leuten die in irgendwelchen Verbänden eingeteilt sind deren Kernaufgabe nunmal nicht das Gefecht ist. Ich verstehe das nicht. Wenn ihr hättet mit dem Stgw an der Front kämpfen wollen dann währt ihr halt zur Inf oder Gren gegangen und nicht zur UEM, Flab, Art, oder was weiss ich. Daraus ein Kernproblem der gesamten Armee zu diagnostizieren zeugt für mich von etwas wenig Weitsicht.

1× hilfreich
BornThemenstarter
#31
Tja siehst du, bei uns war es nicht so. Wir haben das Stgw praktisch jeden Tag gebraucht für KD schiessen, Gefechtsschiessen oder HOK. Es macht ja auch keinen Sinn eine Mech Einheit 19 Wochen lang vertieft im Stgw schiessen auszubilden denn das ist nicht eure Aufgabe. Dafür gibt es Gefechtseinheiten.

Ich höre diese Aussage interessanterweise immer wieder direkt oder indirekt von Leuten die in irgendwelchen Verbänden eingeteilt sind deren Kernaufgabe nunmal nicht das Gefecht ist. Ich verstehe das nicht. Wenn ihr hättet mit dem Stgw an der Front kämpfen wollen dann währt ihr halt zur Inf oder Gren gegangen und nicht zur UEM, Flab, Art, oder was weiss ich. Daraus ein Kernproblem der gesamten Armee zu diagnostizieren zeugt für mich von etwas wenig Weitsicht.
In meiner RS als Pz Gren haben wir relativ wenig geschossen. Im Schnitt etwa 1-2 mal pro Woche. Die Ausbildung liess meiner Meinung nach zu wünschen übrig. 

#32
In meiner RS als Pz Gren haben wir relativ wenig geschossen. Im Schnitt etwa 1-2 mal pro Woche. Die Ausbildung liess meiner Meinung nach zu wünschen übrig. 
Meiner Meinung nach ist auch 1-2x pro Woche genug um eine solide Grundlage im Schiessen zu erarbeiten. In einem Schützenverein wird auch nicht mehr trainiert (mal abgesehen von den nationalen Spitzenschützen) und trotzdem werden top Resultate erzielt. Nicht ganz 100% vergleichbar, ist mir klar.

Was hat denn deiner Meinung nach konkret gefehlt, um eine Schiessausbildung wie du sie als gut bezeichnen würdest zu garantieren?

BornThemenstarter
bearbeitet #33
Meiner Meinung nach ist auch 1-2x pro Woche genug um eine solide Grundlage im Schiessen zu erarbeiten. In einem Schützenverein wird auch nicht mehr trainiert (mal abgesehen von den nationalen Spitzenschützen) und trotzdem werden top Resultate erzielt. Nicht ganz 100% vergleichbar, ist mir klar.

Was hat denn deiner Meinung nach konkret gefehlt, um eine Schiessausbildung wie du sie als gut bezeichnen würdest zu garantieren?
Schiessen von/um Deckungen. Die Schweiz ist stark bebaut und bewohnt. z.B. wie man ein Auto als Deckung nutzen kann bzw. nicht kann, wäre sicherlich sinnvoll. Ich sehe ein, dass die Möglichkeiten in einer KD box beschränkt sind. Ein paar Holzwände aufstellen, wäre aber sicherlich möglich und auch von den Kosten her machbar. Es ist sicherlich wertvoll wenn der Unterschied von Visierlinie zu Schusslinie aufgezeigt und geübt wird.

Dann wurde unsinnig viel Wert darauf gelegt, dass der unterstützende arm möglichst weit nach oben geht und dass man das Gewehr mit der flachen Hand abstützt. 

Eine Idee von mir wäre, dass die Armee erweiterte Schiesskurse anbietet, in der die Schiesskenntnisse auf freiwilliger Basis vertieft werden. 

bearbeitet #34
Eine Idee von mir wäre, dass die Armee erweiterte Schiesskurse anbietet, in der die Schiesskenntnisse auf freiwilliger Basis vertieft werden. 
Das geht halt ins gleiche Thema wie die individuelle Ausrüstung. Der eine AdA sieht einen klaren Vorteil darin, einen Vordergriff, Holovisier, verstellbaren Kolben und Trageriemen zu verwenden, dazu 3 Spezialmesser und ein Trommelmagazin, der andere kommt auch gut mit dem Standard aus. Leider muss man einen gewissen Standard einhalten, ansonsten wird es u.A. sehr schwierig für die Kader, den Überblick zu behalten. So ist es auch mit der Ausbildung, wobei ich deine konkreten Ideen an sich gut finde. Wenn du diese z.B in einem WK dem richtigen Vorgesetzten sachlich und konstruktiv weitergibst, wird ein vernünftiger Kdt sicher nicht abgeneigt sein, diese im Rahmen seiner Möglichkeiten ins Ausbildungsprogramm einzubringen.

Etwas in diese Richtung wären allenfalls die Zusatzkurse die teilweise von z.B Unteroffiziersvereinen organisiert und durchgeführt werden.

bearbeitet #35
Eine Idee von mir wäre, dass die Armee erweiterte Schiesskurse anbietet, in der die Schiesskenntnisse auf freiwilliger Basis vertieft werden. 
Früher gab es gar gratis Panzerabwehrkurse für Zivile durchgeführt durch den Offiziersgesellschaft mit Korpsmaterial. Ich kann das Video nicht mehr finden. In diesem findet man Ausschnitte.




Stelle man sich mal vor das würde Heute versucht. Ein Aufschrei falscher Entrüstung.

#36
Ich war schon immer Logistiker / Fahrer. Daher kenne ich die Waffenausbildungen nur von Offiziersschulen und ein wenig aus Stans (war da mal Zeitmilitär-Aushilfe bei der Pistolenausbildung)

Ich kenne die Grundsätze der verschiedenen Rollen, Bewegungen und sonstige kleinen Manöver. Ich durfte mit Zielfernrohr und Granatwerferaufsatz schiessen und bin Zwangsmittel Ausbildner.

Hatte schon Ausbildungen welche durch die Polizei geführt wurde ect.ect.

All diese Dinge konnte ich im Laufe meiner "Karriere" zwischendurch erlernen. Ich war nie in einem Einsatz und hatte es auch nie vor.

Somit habe ich all diese Themen immer nur angeschnitten. Von einem "Beherrschen" kann nicht die Rede sein.

Wenn ich mir aber vorstelle, man bereitet sich auf einen Einsatz vor, kann man sehr viele Dinge sehr schnell und gründlich erlernen. Nennt sich EBA (Einsatzbezogene Ausbildung) und wird bereits heute regelmässig durchgeführt.

Als Kadi durfte ich einmal einen deutschen hochrangigen Offizier bei meiner Kp, welche gerade in der KD Box und bei der RSG Ausbildung war, begrüssen.

Ich war mir nicht sicher, ob sein lächeln ein "schämisches" oder ein "ängstliches" war.

Er staunte, welche Selbstverantwortung wir von unseren Sdt erwarten und diesen auch vertrauen. Für ihn in Deutschland unvorstellbar, dass die Sdt sich selbst Munition in das GT stopfen und keiner die einzelnen Schüsse zählt. Auch bei der Ausbildungssequenz mit den Mark-RSG musste er lächelnd den Kopf schütteln. Er könne sich nicht vorstellen, dass sich die deutschen gegenseitig eine leichte Alk-Lösung ins Gesicht spritzen.

Nun, damit will ich sagen, dass wir uns keinesfalls vor anderen Armeen verstecken müssen. Unser Material ist ganz OK, die schlimmsten Dinge sind ja jetzt endlich im Wechsel (Taschenlampe, GT, Rucksack, ect.)

Auch mit der Funktionsunterwäsche wurde einen riesen Schritt gemacht.

Aus meiner Sicht gehört jedoch das Stgw keinesfalls zu den "schlechten" Ausrüstungsgegenständen.

Es ist simpel zu bedienen, robust und sehr genau.  (Bis jetzt habe ich bei Schiesswettkämpfen jedenfalls noch nie eine AK47 gesehen ;) ) Also perfekt für das Gros der Armee. Für spezialeinheiten gibt es ja bereits angepassterer Waffen.

Warum ein Truppenbuchhalter jedoch eine MP haben müsste, erschliesst sich mir nicht.

1× hilfreich
BornThemenstarter
#37
Ich war schon immer Logistiker / Fahrer. Daher kenne ich die Waffenausbildungen nur von Offiziersschulen und ein wenig aus Stans (war da mal Zeitmilitär-Aushilfe bei der Pistolenausbildung)

Ich kenne die Grundsätze der verschiedenen Rollen, Bewegungen und sonstige kleinen Manöver. Ich durfte mit Zielfernrohr und Granatwerferaufsatz schiessen und bin Zwangsmittel Ausbildner.

Hatte schon Ausbildungen welche durch die Polizei geführt wurde ect.ect.

All diese Dinge konnte ich im Laufe meiner "Karriere" zwischendurch erlernen. Ich war nie in einem Einsatz und hatte es auch nie vor.

Somit habe ich all diese Themen immer nur angeschnitten. Von einem "Beherrschen" kann nicht die Rede sein.

Wenn ich mir aber vorstelle, man bereitet sich auf einen Einsatz vor, kann man sehr viele Dinge sehr schnell und gründlich erlernen. Nennt sich EBA (Einsatzbezogene Ausbildung) und wird bereits heute regelmässig durchgeführt.

Als Kadi durfte ich einmal einen deutschen hochrangigen Offizier bei meiner Kp, welche gerade in der KD Box und bei der RSG Ausbildung war, begrüssen.

Ich war mir nicht sicher, ob sein lächeln ein "schämisches" oder ein "ängstliches" war.

Er staunte, welche Selbstverantwortung wir von unseren Sdt erwarten und diesen auch vertrauen. Für ihn in Deutschland unvorstellbar, dass die Sdt sich selbst Munition in das GT stopfen und keiner die einzelnen Schüsse zählt. Auch bei der Ausbildungssequenz mit den Mark-RSG musste er lächelnd den Kopf schütteln. Er könne sich nicht vorstellen, dass sich die deutschen gegenseitig eine leichte Alk-Lösung ins Gesicht spritzen.

Nun, damit will ich sagen, dass wir uns keinesfalls vor anderen Armeen verstecken müssen. Unser Material ist ganz OK, die schlimmsten Dinge sind ja jetzt endlich im Wechsel (Taschenlampe, GT, Rucksack, ect.)

Auch mit der Funktionsunterwäsche wurde einen riesen Schritt gemacht.

Aus meiner Sicht gehört jedoch das Stgw keinesfalls zu den "schlechten" Ausrüstungsgegenständen.

Es ist simpel zu bedienen, robust und sehr genau.  (Bis jetzt habe ich bei Schiesswettkämpfen jedenfalls noch nie eine AK47 gesehen ;) ) Also perfekt für das Gros der Armee. Für spezialeinheiten gibt es ja bereits angepassterer Waffen.

Warum ein Truppenbuchhalter jedoch eine MP haben müsste, erschliesst sich mir nicht.
Eine MP für Truppenbuchhalter wäre eigentlich sinnvoll.

Kleiner und leichter als ein stgw und einfacher zu bedienen als eine Pistole.

#38
Also von dem ganzen Plunder, den die Armee an Material hat, finde ich das Stgw 90 noch eines der besten/brauchbarsten Dinge. Klar gibt es aktuellere und möglicherweise bessere Gewehre. Allerdings hat sich in den letzten 100 Jahren kaum was an der Technik verändert. Man hat zwar in alle Richtungen experimentiert, ist aber im grossen und ganzen beim Bewährten geblieben. Von daher erachte ich das Stgw immernoch als zeitgemäss.
Über das Gewicht lässt sich streiten, mich persönlich stört es weniger, nur wenn mans rumtragen muss. Schiessen geht damit auch problemlos. Ich habe mal irgendwo gelesen, dass das Gewicht zu einem grossen Teil dem Lauf geschuldet ist und dass man deswegen den ganzen Plastikmüll dranbasteln musste. Dieser ist logischerweise nicht praktisch um Zubehör zu montieren, würde sich aber einfach durch einen Handschutz mit Picatinny-Schiene ersetzten lassen, wenn man denn wollen würde. Die Optik ist mMn für die breite Masse ebenfalls i.O., zumal die Wahl eines Visiers auch stark von den persönlichen Präferenzen abhängen würde.
Die Entscheidung zu 20er Magazinen kann ich nicht nachvollziehen. Aber sei's drum, ist halt so. Aber die Idee (nicht die Aussage oben), falls sie denn stimmt, im Ernstfall dann 30er zu verwenden finde ich schon ein wenig lachhaft. Schlisslich wird auch in jedem WK erzählt "Übe wie du kämpfs".
Das einzige was mich am 90er wirklich stört ist die Länge. Die ist mir für den Einsatz definitiv zu unhandlich. Schiessen im 300m stand und in der KD-Box geht ja problemlos. Aber sobald du irgend ein Hindernis vor dir hast und z.B. in Kontaktstellung gehen sollst ist dar relativ mühsam.
Auch sehe ich den Sinn dahinter nicht ganz, sämtliche Truppengattungen mit einem vollwertigen Sturmgewehr auszustatten. Gewisse Truppen wären mMn mit einer MP oder PDW besser bedient.

1× hilfreich
bearbeitet #39
Erstaunlich ist eigentlich die Tatsache in diesem Forum, immer wieder wird die Länge  des Stgw90 in Frage gestellt! Wenn ich mein AR15/M16 dazustelle ist dieses etwa  6cm länger und dies wohlverstanden ohne Klappschafft! Dieses eben in der ähnlichen Lage konzipiert bei der Einführung zu  dieser Zeit? Wie auch die USA haben wir Spezialtruppen mit einer kürzeren Version versehen. Somit sollte es sich erübrigen über Sonderwünsche von nicht in erster Linie Kampftruppen zu sprechen!  Zu den eingeführten 20 Schuss Magazinen ist es bemerkenswert zu wissen,  mit max.4 gekoppelten Magazinen a 20 Schuss ist es einfacher die Waffe    mindestens am Anfang dabei zu haben ohne grössere Beinträchtigung des Gewichtes. Anders bei 4 gekoppelten 30 Schuss Magazinen. Somit ist wie immer die Einführung eines Systemes gebunden an möglichen Auflagen seinerzeit beim Konzept, gebe aber recht, das kann sich aber ändern in der Einsatzzeit der Waffe, bei uns nun schon seit etwa 28 Jahren des Stgw90. Somit ist diese Waffe viel älter als alle der Neuauszubildenden, Fazit: beste Waffe wenn auch mit einigen Einschränkungen im Nahbereich mit der Optik, aber das beste im Bereich <200/350m Bereich. Besucher hier der BW meinen, bleibt bei eurer Visierung, unsere Kollimatorvisierung versteht kein Schwein im Kampf (G36 und Abarten) geschweige denn bei Schneefall. Nun können sich wie immer alle "Sonderspeziallisten"melden über unser Stgw90?

1× hilfreich
#40
Wenn die Ausbildung nicht gut genug ist, dann holt das doch einfach im Zivilen nach, da gibt es reichlich Möglichkeiten.
Oder geht in einen Unteroffiziersverein, dafür sind die nämlich da.

Problem im Militär ist nicht das Gesamtkonzept der Schiessausbildung, sondern die mangelnde Erfahrung der Ausbilder.

Das Stgw90 tut das, was es tun soll. Die 20er Magazine sind zwar ärgerlich, aber funktionieren. Sind dafür auch schön handlich und das Schiessen im Liegen funktioniert auch besser als mit 30er Magazinen.

Ideal wäre, wenn man die Dinger mal kawestieren würde mit einem kürzeren Lauf, Optik, Riemen.

Ganz wichtig wäre auch ein Ersatz der ZF's, die sind so langsam wirklich ausgelutscht, aber auch kein Wunder nach mehr als 40 Jahren im Einsatz.

1× hilfreich

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