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Bundesverwaltungsgericht schickt bekennenden Rechtsextremen in die RS

10 Antworten3'554 AufrufeGestartet von Alpha ·

AlphaThemenstart
#1
Geschätzte Kameraden

Ich durfte mal wieder über einen schönen Artikel laufen und möchte diesen mit euch Teilen.

Zuerst aber noch ein Abstract:

Tessiner wird von der Armee als dienstuntauglich erklärt. Grund dafür ist in einem persönlichen Gespräch angegebenes rechtsextremes und nationalistisches Gedankengut sowie eine Tattoo mit rechsextremes Symbolik.

Er reicht Beschwerde ein, welches das Bundesverwaltungsgericht gutgeheissen hat, da "aufgrund der Gesinnung des Mannes nicht der Schluss gezogen werden könne, dass er die Armeewaffe missbrauchen könnte".

http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/Schweizer-Armee-muss-Rechtsextreme-aufnehmen/story/24733863

Ist es nicht an der Armee, für die interne Sicherheit zu sorgen? Wie kann das Bundesverwaltungsgericht der Armee vorschreiben, ein solches Individuum mit einer Waffe auszurüsten und daran auszubilden?

Ich kann und will mir nicht vorstellen, mit so jemanden Dienen zu müssen. Nicht das er allen erzählten muss, welches Gedankengut er vertritt, aber spätestens beim Duschen sehen alle das Tattoo.

Extremismus gehört nicht in die Armee, weder von Rechts noch von Links oder sonst wo her.

#2
Meine Rede. Ich möchte auch keinen Extremisten in meiner Kaserne haben, und erst recht nicht wenn er noch eine Waffe auf sich hat.

#3
Nur weil er Extremist ist, muss das noch lange nicht heissen, dass er im Militär Probleme macht. Da finde ich die introvertierten Rekruten, welche bis anhin den ganzen Frust, den sie im Leben bereits erlebt haben, runtergeschluckt haben und beim Psychologietest an der Aushebung das angewählt haben, dass sie nirgends in irgendwelcherweise auffallen, schlimmer. Denn wenn da ein Ventil explodiert, dann endet es häufiger im Worst Case-Szenario.

Ist doch dasselbe mit Kampfhunden und den "Schosshündchen"!

#4
Ja, dass kann ich schon nachvollziehen. Trotzdem finde ich es komisch dass jemand bis vors Bundesgericht geht, nur damit er Militärdienst leisten darf, bzw. eine Waffe bekommt.

#5
Dass der junge Herr unbedingt ins Militär wollte, ist doch klar. Rechtsextreme sind eigentlich immer von Militarismus fasziniert. Dazu kommt noch das die Armee für unser Land steht und die Extremisten sich so für die Schweiz engagieren können.

#6
Hier sehen wir einen Fall, der in die Öffentlichkeit kam, doch wie viele Extremisten hat es in der Armee bereits? Die Forderung, dass Extremismus, sei er von links oder von rechts nicht in die Armee gehört, ist nicht durchsetzbar. Nicht alle Extremisten sind äusserlich als solche erkennbar.

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#7
Hier sehen wir einen Fall, der in die Öffentlichkeit kam, doch wie viele Extremisten hat es in der Armee bereits? Die Forderung, dass Extremismus, sei er von links oder von rechts nicht in die Armee gehört, ist nicht durchsetzbar. Nicht alle Extremisten sind äusserlich als solche erkennbar.Gesendet von meinem GT-N7100 mit Tapatalk
Und weil etwas "nicht durchsetzbar" ist, sollte es in einem Rechtsstaat toleriert werden? Natürlich ist es schwierig eine extremistische Einstellung zu erkennen, sofern sie nicht offensichtlich (Tattoo, Kleidung etc.) ist. Trotzdem haben für mich Extremisten, egal ob politisch rechts oder links, in der Armee nichts verloren. Eine Einheit funktioniert nur wenn jeder jeden respektiert und zu 100% bereit ist mit jedem zusammen zu arbeiten. Ich hatte in meinem Zug einen Rekruten welcher sich meldete, dass er von einem anderen Rekruten wegen seiner Hautfarbe schikaniert wurde. Das ganze konnte geklärt werden und es gab für den Rest der RS keine Probleme mehr. Später habe ich dann erfahren, dass er in rechtsextremen Kreisen verkehrte.

#8
Aus diesem Grund sollte ihm keine Waffe ausgehändigt werden, was faktisch einer Dienstuntauglichkeit gleich kommt.
Öhm, nein... Es gibt zahlreiche Waffenlose (freiwillig keine Waffe) oder Waffenuntaugliche (medizinischer oder ähnlicher Grund) in der Armee.

Ich finde, dass man ihn in die Armee schicken soll. Man kann ja immernoch schauen, wenn er Probleme macht, dass man ihn entlässt.

Vor Kurzem wurde ja auch am Bundesgericht entschieden, dass ein rechtsextremes Gedankengut nicht strafbar, wenn man in rechtsextremen Kreisen verkehrt. Man sieht also, dass in der Schweiz das Thema im Moment am Anfang einer Grundsatzdisskusion ist. Mal schauen, was sich daraus ergibt...

#9
Und weil etwas "nicht durchsetzbar" ist, sollte es in einem Rechtsstaat toleriert werden? Natürlich ist es schwierig eine extremistische Einstellung zu erkennen, sofern sie nicht offensichtlich (Tattoo, Kleidung etc.) ist. Trotzdem haben für mich Extremisten, egal ob politisch rechts oder links, in der Armee nichts verloren. Eine Einheit funktioniert nur wenn jeder jeden respektiert und zu 100% bereit ist mit jedem zusammen zu arbeiten. Ich hatte in meinem Zug einen Rekruten welcher sich meldete, dass er von einem anderen Rekruten wegen seiner Hautfarbe schikaniert wurde. Das ganze konnte geklärt werden und es gab für den Rest der RS keine Probleme mehr. Später habe ich dann erfahren, dass er in rechtsextremen Kreisen verkehrte.
Ja eine Einheit funktioniert nur so, da hast du recht aber Rechtsextreme habe ja kein Problem mit Schweizern und in der Schweizer Armee sollte es ja eigentlich nur Schweizer haben!

Ich persönlich sehe das Problem nicht!

Wir haben hierzulande Meinungsfreiheit! Ausserdem wären es im Ernstfall warscheunlich auch diese, die am meisten für ihr Land tun würden! Also ich hätte an meiner Seite im Kampf lieber so einen als einen Linksextremen oder sonst jemanden der nicht 100% für die Schweiz kämpft!

#10
Rechtsextrem ist nicht gleich Rechtsextrem Andy McNab

Extreme Nationalisten haben wahrscheinlich nichts gegen Schweizer (wobei definiere "Schweizer"), bei NeoNazis sieht dass schon wieder anders aus, die haben prinzipell gegen jeden etwas der nicht die gleiche Ideologie vertritt. Gibt genügend Berichte über Rechtsextreme die andere Schweizer verprügelt haben. Desweiteren gibt es im Jahr 2014 viele Secondos und eingebürgerte aus allen Herren Länder in der Armee, welche von Rechtsextremen nicht als "richtige" Schweizer angesehen werden, somit hast du also Schweizer die etwas gegen andere Schweizer haben.

Betreffend Loyalität: Ich wäre da nicht so sicher, NeoNazis z.B folgen normalerweise einer Person und wenn diese Person gegen das Schweizer System antritt, würden auch die Mitläufer gegen die Schweiz kämpfen.

Extreme in der Armee sind heikles Thema, weil auch diese haben Grundsätzlich die Pflicht (und das Recht) Dienst zu leisten. Bei gewissen Personen kann die Armee sogar helfen aus den Kreisen rauszukommen, weil ihnen die "Augen geöffnet" wurden. Wenn Rechts- oder Linksextreme mit anderen (vorallem Eingebürgerten,Secondos) mal richtig Dreck fressen müssen und sie auf einer Übung nur bestehen weil sie zusammenarbeiten müssen, kann dies z.T sehr viel bewirken.

Ich kenne z.B einen ehemaligen Linksextremen welcher durch das Militär mal einen andere Sichtweise bekommen hat. Zuerst wollte er gar keinen Dienst leisten (Systemgegner usw.) nach sieben Wochen RS hat er dann sogar noch weitergemacht weil er sah dass doch nicht alles so Schlecht und Sinnlos ist.

Auf der anderen Seite gibt es natürlich die "unbelehrbaren" denen wirklich nicht mehr zu helfen ist. Dort wäre es meiner Ansicht nach legitim diese von der Armee auszuschliessen, resp. dass diese Waffenlosen Dienst leisten müssten.

#11
@Andy McNab

Nun, ich bin Doppelbürgerin, also keine "Eidgenossin". Auf welcher Seite ich im Krieg kämpfen würde? Definitiv für die Schweiz, da ich hier geboren und aufgewachsen bin und mich mit der Schweiz verbunden fühle.

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