Rundschau Mai 2010

Salut zusammen.Ist das Rekrutenleben als Füsilier wirklich so anstrengend oder wird es übertrieben dargestellt?
Ist so. Kann auch vorkommen dass man um 04:00 mit einer Nachtübung fertig ist und dann um 05:00 wieder den neuen Tag beginnt. Gehört in einer Kampftruppe dazu.

 
ich bin zwar kein Füsilier, aber ich fand jetzt nicht, dass die reportage anstrengend erschien. ganz normal halt. wenn dich die Kg angaben abgeschreckt haben, dann wirst du merken, dass du dich relativ schnell an diese gewichte gewöhnen wirst. und wenn ich recht gesehen habe, dann war auf dem marsch pro zug nur 2 panzerfäuste. also kann man da schön abwechseln und einander helfen.

nachtübungen sind übrigens cool, weil man so was normalerweise nie macht. wer macht schon biwak im wald mit feuerwache und so? echt cool, hab mich immer gefreut auf solche dinge.

also, nur die ruhe. es ist machbar. da standen ja auch noch 200 rekr beim av :wink:

 
Nein, ich bin ja Füsilier geworden, damit ich solche Erfahrungen machen kann :)

Ich möchte nur wissen, was mich in den nächsten 21 Wochen bzw. 300 Tagen erwartet.

Danke für deine Infos.

 
Nicht das Gleiche wie bei einer Inf-Schule, welche mit dem WK-Modell arbeitet.

Die AGA ist zwar +- gleich, es gibt allerdings ein paar Unterschiede - die Infler der "WK Kdos" waren nach den ersten 7 Wochen weiter als wir aus Aarau, das kann allerdings auch am Kdo liegen.

Was sich effektiv unterscheidet, ist der spätere Auftrage, daher vermute ich, dass entsprechend auch die Ausb etwas anders aufgebaut ist.

Aber keine Sorge, du wirst auch genügend marschieren und Dinge schleppen ;) (Stichwort: Gehren, Terrortreppe...)

Und wer sich auf das Militär einlässt, der wird eine spannende, anstrengende, fordernde, lustige, kameradschaftliche und geile Zeit erleben.

 
Ein extrem schlechter Beitrag des schweizer Fernsehens. Das Militär wird als rückständige Institution dargestellt der jeglicher Sinn fehlt. Dem gegenüber wird der Zivildienst als sinnvoller und fordernder Dienst an der Gesellschaft dargestellt. Was ist fordernd daran, mit ein paar jugendlichen in einem gemütlichen Pfadilager Tomaten zu rüsten? Oder beim Töggelen auf Spielregeln zu achten? Oder um 0700 zu Hause aufzustehen und in aller Ruhe frühstücken?

 
Hmmm du bist genau einer von denen, die die Zivildienstler als absolute Nullen betrachten..... :roll: Dieser Dienst ist genauso hilfreich wie die Armee. Wenn ich nicht ein zu grosses Ego hätte, würde ich der Armee schon lange Bye Bye sagen. Denn was der Junge da erzählt stimmt doch. Das ewige scheiss Herumgebrülle vom Kader ist nicht Jedermanns sache. Und der tut wenigstens etwas. Ich sehe lieber dieses Bild, als Jugendliche, welche irgendwo Fassaden besprayen oder ein Saufgelage veranstalten. Du etwa nicht?

 
Man soll ja nicht alle über die gleiche Leiste schlagen, aber dieser Beitrag suggeriert für mich stark dass die Zivis grosse Nullen sind. Jeder der nach ein paar Tagen RS ein Zivildienstgesuch einreicht hat keinen Biss, ist nicht konkurrenzfähig und geht lieber den einfachen Weg. Genau diese Leute steigen ab dem Fahrrad sobald es einmal bergauf geht, schmeissen den Job hin wenn Überstunden anstehen und massen sich dabei noch an, über Sinn und Unsinn der Armee urteilen zu wollen. In der Armee wird also herumgebrüllt, ich sehe darin auch eine Menschenrechtsverletzung erster Güte, eine Frechheit dass sich der UNO-Sicherheitsrat noch nicht um die unmenschlichen Zustände in der Schweizer Armee gekümmert hat.... :roll:

Ab solchen Aussagen könnte ich heulen, es zeigt überdeutlich wie verweichlicht gewisse Leute sind, nur konsumieren wollen und nichts dafür leisten mögen! Dank unserem (nicht perfekten) Staatswesen hat ein jeder Schweizer Bürger eine anständige Schul- und Weiterbildung (sofern er nicht zu weich ist, diese auch durchzustehen), ein geregeltes soziales Netzwerk, ein fast kostenloses und schon fast an die Wohlfahrt grenzendes Gesundheitswesen und doch sind nur noch wenige dafür bereit, etwas als Gegenleistung zu geben. 21 Wochen lang in der Frühe aufzustehen, dabei die körperliche Leistungsfähigkeit steigern zu lassen und sich persönlich weiterzuentwickeln (mit Bezahlung, versteht sich!) sehe ich da als kleinen Preis dafür....

 
Nur weil sie die RS schmeissen und Zivildienst machen, heisst das noch lange nicht, dass sie im zivilen Leben faule Säcke sind. Und es GEHT auch OHNE immer dieses scheiss herumgebrülle. Oder brüllt ihr im privaten auch immer durchs Geschäft? Nicht oder? Und es funktioniert trotzdem. Man kann sich respekt auch anders verschaffen.

 
Im zivilen Leben beaufsichtigt man kaum 42 junge Leute welche müde, hungrig und unterkühlt sind und dabei noch Höchstleistungen erbringen sollen. Abgesehen davon, falls du mal auf einer Baustelle warst solltest du wissen dass dort der Umgangston demjenigen einer RS ziemlich ähnlich ist, auch was die Lautstärke betrifft.

Aber man munkelt ja dass es in der Luftwaffe keine Rapporte, sondern "Briefings" geben soll, keinen Drill sondern "Unterweisung" und das Frühstück wird vom Feldweibel nach Wunsch an das Bett gebracht, aber nicht vor 0900.....nur ist dies im Rest der Armee noch nicht so usus. ;)

 
Aber man munkelt ja dass es in der Luftwaffe keine Rapporte, sondern "Briefings" geben soll, keinen Drill sondern "Unterweisung" und das Frühstück wird vom Feldweibel nach Wunsch an das Bett gebracht, aber nicht vor 0900.....nur ist dies im Rest der Armee noch nicht so usus. ;)
Haaahaaa-.- Mag vielleicht bei den Fliegersoldaten so aussehen. Aber bei den Stinger wohl weniger.... :roll: