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Hallo zusammen

 
Ich brauche eure Hilfe..
 
Am 15. Januar rückte ich in Birmensdorf als Inf DD ein. Ich war top motiviert und machte immer sauber mit beim Programm. Ich hatte wirklich vor, meine Dienstzeit für 300 Tage durchzuziehen.
 
Doch leider wurden mir meine Füsse zum Verhängnis. Ich habe Plattfüsse und diese bereiteten mir sehr viele Schwierigkeiten während der Rekrutenschule.
 
Es ging so weit, dass ich beim Morgensport immer der letzte war beim Joggen... und ich meine wirklich um Welten, zum Teil lag da ein Kilometer zwischen mir und meinen Kameraden. Nicht wegen meiner Kondition,  wegen meinen Füssen. Alles tat weh, bis zu den Knien und Hüften, mein Körper „konnte“ nicht mehr weiter oder schneller laufen.
 
Ihr könnt euch vorstellen, wie stark dies meine Motivation beeinflusste. Es war für mich sehr schlimm.
 
Neben der ganzen Umstellung auf den militärischen Alltag, war die emotionale Belastung für mich viel zu viel. Ich hatte in der zweiten RS-Woche einen Nervenzusammenbruch bei einer Mat-Kontrolle. Ich ging sofort zum KA und für mich war es relativ klar: Ich wollte in diesem Moment einfach nur weg von der Armee.
 
Man sagte mir, man könnte Einlagen machen. Ich hatte bereits Einlagen, aber diese zeigten nur wenig oder nur kurzfristig eine Wirkung. Meine einzige Lösung war, dass ich raus musste und meine Füsse endgültig mal einer Operation unterziehen musste.
 
Ich bin und ich war nie ein Dienstverweigerer, aber ich wusste, dass das so nicht weiter gehen kann für die nächsten 300 Tage.
 
Ich war beim PPD und dort habe ich schlussendlich alles gesagt, damit ich weg vom Militär konnte. Psychische Belastungen, pazifistische Einstellung, und so weiter.. Mir war das relativ egal, hauptsache ich komme weg und kann das mit meinen Füssen klären. Ihr müsst verstehen, dass es mir während dieser Zeit nicht gut ging und ich einfach nurnoch weg wollte.
 
Man schickte mich nachher nach Windisch und dort gab mir dann eine Ärztin den doppelt-UT. Grund: Psychische Probleme.
 
In der Zwischenzeit war ich bei einem Spezialisten für Sprunggelenke/Füsse was auch immer. Es gibt für mich einen minimal-invasien Eingriff, welches mein Problem für immer lösen könnte. Bei diesem Eingriff hätte ich auch später keine Einschränkungen, sprich; Sport, Joggen usw. wäre nach wie vor möglich.
 
Jetzt werde ich am 7. März operiert und nach 2 Monaten könnte ich wieder voll belasten und Sport betreiben.
 
Nun zu meiner Frage: Wenn ich Revision einlege, wie schwer kann es sein, dass ich als doppelt-UT‘ler mit „Psychischen Problemen“ wieder meine RS als Durchdiener im Frühling 2019 „nachholen“ kann?
 
Ich möchte Dienst leisten, ich möchte diese Erfahrungen machen, mir fehlen meine Kameraden.. und ich habe diese blöden Bemerkungen von meinem Umfeld so satt!
 
Ich möchte auch bitte keine blöden Kommentare lesen, oder Belehrungen, was auch immer. Ich weiss es war nicht gerade „gschid“ was ich dem PPD gesagt habe, aber passiert ist passiert und es gab leider keine Alternative.
 
Danke für eure Antworten im voraus.

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vor 17 Stunden schrieb Boss:

un zu meiner Frage: Wenn ich Revision einlege, wie schwer kann es sein, dass ich als doppelt-UT‘ler mit „Psychischen Problemen“ wieder meine RS als Durchdiener im Frühling 2019 „nachholen“ kann?

Folgendes: Deine Ansprechsbehörde ist der Militärärztliche Dienst in Ittigen. Kontaktiere diesen und verlange deinen Sanitätsbericht. Darin siehst du weswegen du genau UT wurdest. Um Revision einzulegen brauchst du ein Gutachten, welches belegt, dass du wieder gesund bist. In deinem Fall bräuchtest du sinngemäs sowas wie "xxx hatte Probleme mit seinen Füssen, was ihn während der RS psychisch stark belastete. Nun da seine Füsse wieder i.o. sind, kann er auch Militärdienst leisten." Wenn du sagst es waren auch psychische Probleme brauchst du wahrscheinlich von einem Psychiater dieses Gutachten. Damit kannst du Revision einlegen und deine Tauglichkeit wird neu beurteilt. Ich musste nochmals an die Rekrutierung weil der UT-Entscheid zu lange her war, kann sein, dass du nicht extra nochmals da hin musst.

Viel Erfolg!

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Am 11.2.2018 um 20:23 schrieb Ryyon:

Folgendes: Deine Ansprechsbehörde ist der Militärärztliche Dienst in Ittigen. Kontaktiere diesen und verlange deinen Sanitätsbericht. Darin siehst du weswegen du genau UT wurdest. Um Revision einzulegen brauchst du ein Gutachten, welches belegt, dass du wieder gesund bist. In deinem Fall bräuchtest du sinngemäs sowas wie "xxx hatte Probleme mit seinen Füssen, was ihn während der RS psychisch stark belastete. Nun da seine Füsse wieder i.o. sind, kann er auch Militärdienst leisten." Wenn du sagst es waren auch psychische Probleme brauchst du wahrscheinlich von einem Psychiater dieses Gutachten. Damit kannst du Revision einlegen und deine Tauglichkeit wird neu beurteilt. Ich musste nochmals an die Rekrutierung weil der UT-Entscheid zu lange her war, kann sein, dass du nicht extra nochmals da hin musst.

Viel Erfolg!

Danke für deine Antwort! -_-

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