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Am 19. Dezember 1947, vor 70 Jahren, sind im Kandertal mitten in der Nacht in einem Munitionslager der Schweizer Armee 7'000 Tonnen Munition explodiert. Es handelte sich um eine der grössten weltweit, die nicht durch Atomwaffen verursachte Explosion. Neun Tote, viele Verletze und ein Sachschaden von 100 Millionen Franken sind zu beklagen.

Beitrag NZZ

Seid ihr einmal Zeugen eines Unfalles / Unglückes mit Munition geworden?

 

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vor 40 Minuten schrieb gnägi:

ch finde ein öffentliches Forum den falschen Ort um solche Unfälle zu thematisieren

Um sie zu verheimlichen, oder was?

Habe den Artikel auch gelesen und fand ihn sehr spannend. Ich hoffe, dass solche Unfälle möglichst verhindert werden können! Auch sehr interessant, dass die Munition nachher einfach in den Thunersee gekippt wurde, da untern störts ausser ein paar Fischen ja auch niemanden. (Achtung, Sarkasmus.) 

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Thema im öffentlichem  Forum sei dahingestellt. Also,  als Führer in einem Festungsmuseum und Kenner der etwa 48 Grossfestungen (7,5cm+) unserer Armee kann ich euch das mitteilen. Unsere Armee hat ab etwa 1940 absolut einen neuen Weg eingeschlagen, dies mit Festungswerken, nicht wie bei der  Maginot Linie linear, sondern mit tief gestaffelten Werken und somit daher  in Geländekammern angelegt. Dies meistens mit dem entsprechenden Gegenwerk zur gegenseitigen Feuerunterstützung . Somit war oder ist das vorher noch nie so angewendet. Also somit Neuland im Festungsbau! Somit auch absolutes Neuland, ohne genaue Kenntnisse der Sicherung und der Aufbewahrung von Munition zur Langzeit Lagerung usw. Die genannten Vorfälle sind alle sehr tragisch. Daher wurden nachher div. Änderungen zur Langzeiterhaltung von Munition in den Festungswerken gemacht, dies beim Mun. Mag. und deren Vorwarnungen im Bereich der Aufbewahrung. In  vielen Werken wurden nachher auch Nebenstollen zum Abbau einer Druckexplosition nachgebaut! Das alles zeigt, die erwähnten Ereignisse sind nachher  in die Tat umgesetzt worden. Die genannte Entsorgung ist schlecht, hat aber nichts mit dem Ereignis zu tun.

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Das Ziel ist nicht mit Unfällen Personen oder Kompanien blosszustellen, sondern auf den sicheren Umgang / Lagerung von Munition aufmerksam zu machen. Es ist schon beängstigend, dass aufgrund einer Korrision an einer Granate gleich ein ganzes Munitionsdepot in die Luft geht. Danke @Adj Uof für den Beitrag zum Umdenken in der Armee.

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Lieber Study. Danke für die Antwort, es ist wie immer, aus der Erfahrung wird man klug? Meine Antwort war nur die geschichtliche Aufbereitung  der damaligen Situation , nach einem wie man heute sagen würde "Supergau" . Ich glaube auch, nachher hatten wir in der Mun. Aufbewahrung in den Festungswerken zu dieser Sache das im Griff!  Es sind mir nachher keine weitern grossen Probleme  zu diesem Thema bekannt!  

bearbeitet von Adj Uof
Korrektur

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Es geht nicht um historische Ereignisse.  Study hat darum gebeten, zu berichten, ob man selber schon einen solchen Unfall erlebt hätte, also geht es um relativ junge Ereignisse. 

Diese werden nicht verheimlicht, sondern von der Armee transparent kommuniziert. Sie gehören aber wegen der häufig damit verbundenen tragischen Geschichten einzelner (Verstümmelung, Tod) wie gesagt nicht in ein öffentliches Forum. 

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Also eigentlich habe ich vor allem historische Ereignisse gemeint. Wir haben hier im Forum diverse Leute, die ihren Dienst schon länger abgeschlossen haben. Kam vielleicht nicht ganz klar rüber.

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Als Versorgungssoldat Artillerie hatte ich in meiner Dienstzeit viel mit Munition zu tun. Hauptsächlich Kaliber 155mm.

Bei der Lagerung und Handhabung wurde grossen Wert auf die Anwendung der SiVo's gelegt. Zünder und Geschosse wurden strikte getrennt. Zweifellos Resultat der Lehren aus diesen Vorfällen.

Wenn man diese Regeln befolgt ist die Handhabung von Munition völlig ungefährlich. Entsprechend gab es auch nie wirklich Probleme, nur hin und wieder mal Zündversager bei den 155mm Zündpatronen.

Einzig bei Nebelkörpern bei einer UOV-Übung kam es häufig zu Zündversagern wegen Überlagerung.

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