40 Beiträge in diesem Thema

vor 1 Stunde schrieb Stroke:

Es wurden sowohl hier als auch im Thread "Warum soll ich eigentlich Militärdienst leisten" einige Dinge gesagt, die ich mal kommentiere:

 

Organisation:

Die Schweiz wird auf absehbare Zeit sowohl bei der Wehrpflicht, als auch bei der Milizarmee bleiben. Auch wenn die Wehrpflicht momentan die Männer benachteiligt so ist sie doch unumgänglich, wie soll die Armee sonst ihren Bestand sicherstellen? Deutschland wünscht sich die Wehrpflicht zurück, Schweden führt sie wieder ein und Norwegen sogar für Frauen. Auch die ganzen Sprüche von: "die Armee muss halt attraktiver werden" oder "mann muss die jungen Leute abholen" hängen mir zu Hals raus. Hart gesagt ist jede Armee dieser Welt ein notwendiges Übel. Besinnt man sich mal auf den Grund wieso es Armeen gibt, nämlich Krieg, frage ich mich wie überhaupt jemand auf die Idee kommt zu sagen, dass sei attraktiv??? Klar finden es viele Leute (ich auch) cool ein Gefechtsschiessen zu machen, mit einem Panzer zu fahren, mit Flugzeugen oder Helikoptern zu arbeiten etc etc. Aber sowohl in der Ausbildung als auch im Einsatz ist man draussen bei jedem Wetter, muss immer Wache schieben, ist man ständig übermüdet, hat lange Wartezeiten (im Einsatz / Übungen), praktisch keine Freiheiten, 18/20h Tage....was bitte ist daran attraktiv? Vom Einsatz mit Gefechten, Verletzten, Toten und den psychischen Schäden fangen wir mal gar nicht an. 

Betreffend Profirarmee: Was bitte sollen die Jungs den ganzen Tag tun? Wir haben eine Verteidigungsarmee, keine Angriffsstreitmacht oder Interventionstruppe. Nach 1-2 Jahren hätten wir Top ausgebildete, einsatzbereite Profisoldaten die dann Skirennen aufstellen und ab und zu in den Kosovo oder nach Bosnien gehen? Toll!  Auch der Kalte Krieg kam mehrmals zu Wort und dass man kein Massenheer mehr bräuchte, was m.E auch nur zum Teil richtig ist. Ja ein konventioneller Krieg in Europa ist in den nächsten ~10 Jahren wenig wahrscheinlich und die Kriegsformen haben sich drastisch gewandelt. Wenn ich mir aber so die politische Grossweterlage anschaue, stehen global sehr viele Wegweiser auf Konflikt, Kriesen und Kriege. Wenn man wiedermal die früher propagierte und vollkommen unrealistische "Vorwarnzeit" vom 8-10 Jahren anschaut, sind wir jetzt schon bei Punkt X vorbei wo man aufrüsten sollte. Denkt man nun an die Schweizer Armee = Verteidigungsarmee dann ist der Bestand von 100'000 wirklich unterste Limite vorallem da ja "nur" ca. 35'000 im Einsatz wären und dann von den nächsten abgelöst werden. Noch zu den Kosten, alleine die Löhne für eine Profiarmee von ca. 15'000 Mann würden um die 1.5 - 2 Milliarden Franken betragen.....

Über die Gestaltung des Wehrpflichtes und der Armee kann und soll mann diskutieren, jeder der jedoch das Gefühl hat mit einer Profiarmee auf freiwilliger Basis werden die Probleme gelöst, verkennt die Realität.

 

Ausbildung

@Panzergreni: Du sagst man solle viel mehr Häuserkampf trainieren und mehr schiessen, nun frage ich mich was du denn in der RS gemacht hast? Soweit ich weiss, wird in der Pz RS viel geschossen und trainiert wird sowohl im Nalé, Cholloch und sonst überall (wo es geht) der Häuser- und Ortskampf. Dass man im Hinterrhein und der Wichlen keine Gebäude hat ist allein den Platzgründen geschuldet, aber vielleicht tut sich auch da etwas in den nächsten paar Jahren.

Wo ich das Problem in der heutigen Ausbildung sehe ist, dass niemand mehr Verantwortung übernehmen will und daher alles auf die Reglemente oder sonstwas geschoben wird, vor allem in Übungen. Es wird viel zu wenig "kreativ" gedacht, weil man immer Angst hat dass etwas passieren könnte. Wird mal nachgefragt ob etwas erlaubt ist oder macht jemand einfach etwas mal anders, kommt gleich der Spruch: "Steht es im Reglement?" oder "im Reglement ist es aber so und so". Die Beurteilung der Lage wird (egal ob Gruppen oder Zugführer) zu wenig gemacht und den Kadern wird zu wenig "beigebracht" zu ihren Entschlüssen zu stehen, auch wenn sie mal von der Regel abweichen (Ich habe dass in dieser Sitaution aus diesem und diesem Grund so gemacht)....da haben wir noch enormes Verbesserungspotential. 

 

Ausrüstung

Nicht alles ist Gold was glänzt. Ja bei vielen anderen Armeen sieht man Chest-Riggs und Plattenträger, oder Optiken am Sturmgewehr. Vielfach sethen diese aber nur den Einsatzformationen zur Verfügung. Auch die Bundeswehr hat immer noch ein "Koppeltragegestell" = GTE, genauso wie die Army oder die Marines der Amis, wo die Soldaten die Grundausbildung damit durchlaufen. Oder die beliebte Optikthema beim Stgw, ja Optiken mögen in vielen Bereichen Sinn machen, sind aber auch nicht immer das gelbe vom Ei. Ein Schütze mit Dioptervisier ist vielfach gleich schnell wie ein Schütze mit Red Dot Optik, es kommt einfach auf die Ausbildung drauf an. Wie bereits gesagt wurde, nicht alles was besser ist ist Kriegsentscheidend, ich sehe das Problem daher auch mehr in der Beschaffungthematik, als in dem was wir haben.

Bei den Grosssystemen ist glaube ich jedem klar, dass sowohl die Evaluation und Einführung sich über einen längeren Zeitraum erstreckt. Wo ich aber panzergreni recht geben muss, ist dass das ganze Prozedere für Ausrüstung auf Stufe Soldat absolut unbrauchbar ist. Schuld ist einerseits ein kompliziertes und umständliches System zur Beschaffung wo 4-5 Partner (Heer, Luftwaffe, armasuisse, Generalsekretariat, Finanzdeparement, LBA etc) so nebenbei neues Material testen und beschaffen. Andererseits dass niemand den Willen hat dieses System zu hinterfragen und zu vereinfachen. Wie bitte kann es sein dass man 8 Jahre mit der Evaluierung eines neuen Kampfstiefels verbringt und immer noch zu keinem Ergebniss gekommen ist??? Wie kann man fünf Jahre an einem MBAS herumdoktern, dass dann nochmals 5 Jahre hat bis es alle haben??

Die einzigen die hier Glück haben sind kleine (Spezial-) Formationen, KSK / MP / Kamibes etc, die diesen Prozess umgehen können, die regulären Truppen bleiben aber auf der Strecke. Was bringt es der ganzen Infanterie und den Panzertruppen wenn die paar Hänsel in Isone ein kurzes Sturmgewehr und neue RLV haben??? Wer bitte steht denn bei einem ungeplanten Einsatz für Objektsicherung Wache, die Inf (DD) oder die Grenadiere aus Isone?

Es wurde auch angesprochen dass man ein Stgw für das 300m Schiessen braucht wegen dem Obligatorischen, resp. den Schiessvereinen. Wieso bitte muss die Armee darauf Rücksicht nehmen? Die Armee hat Material zu beschaffen welches für den Auftrag und die Soldaten das beste ist und nicht damit man damit noch die Existenzberechtigung für ein paar Schützenvereine sicherstellt. Der Fehler wurde schon mit dem Stgw 90 gemacht ich bete dafür, dass sich das nicht wiederholt, denn auch mit einem kurzen Stgw kann ich auf 300m schiessen, die Garbe ist dann halt 8cm und nicht mehr 5cm, Kriegsentscheidend?? Ich denke nicht.

 

 

 

 

 

 

 

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Deine Aussage,  das schiessen auf 300m ist natürlich nur die Realität für die NATO Armeen. Bei diesen schon fast im Bereich des "Long Range" Schiessens. Jeder oder fast jeder einigermassen AdA Schütze trifft mit unserer Waffe auf diese Distanz im Durchschnitt immer den Trefferpunkt 6-7, also immer im Zielpunkt. Die Aussage, das Kaliber. 223 oder auch 5,6 wurde natürlich mit unserem angepasst mit einem anderen Drall 1:12 und eine Änderung des Geschossgewichtes von der NATO Munition von 3,8g auf 4,1g. Geschossgewicht. Mit dieser Änderung stimmt natürlich dein Argument nicht, tödlich auch auf 300m+! Hohe V Null. Bei Besuchen von ausländischen Armeen hier, wird immer mit viel Staunem bemerkt, dass der nicht Sniper, Ziele auf solche Distanzen beschiessen kann! N.B. Dies als "normaler" Soldat.

Die GP90 hat nach 300m noch ca. 1000 J und 690m/s. So viel ist das jetzt nicht.

Die Treffsicherheit auf 300m ist gegeben, jedoch ist hier die Frage, ob es sich lohnt Mobilität und Gewicht gegen diese Präzision einzutauschen.

@Stroke

Attraktiver in dem Sinne z.B. dass die Armee viel! flexibler bei Dienstverschiebungsgesuchen, vor allem bei den WKs, ist. Dass irgend ein Kadi die Macht hat, mit dem ablehnen eines Dienstverschiebungsgesuches ein Studium zum scheitern zu verurteilen, ist ein unhaltbarer Zustand und eine Bodenlose Frechheit. Gerade bei den anspruchsvollen Studiengängen, wo in den entsprechenden Branchen ein Mangel an Personal herrscht. Die Armee könnte auch von den Ärzten profitieren, welche nicht das Trp Az Modell gemacht haben. Auch auf Selbstständige muss mehr Rücksicht genommen werden. 

Ebenfalls sollte der Nachteil, den man durch das absolvieren der RS und der WKs finanziell genügend entschädigt werden. 62.- am Tag sind verglichen mit einem vollen Lohn ein Witz (auch nach KK, usw noch). Die höhere Belastung muss berücksichtigt werden.

 

Grundsätzlich sehe ich noch ein weiteres Problem. Viele "Armeefreunde" reden zu vieles schön. "Ausrüstung ? Alles Top!"

 Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass ein EOtech oder Aimpoint VIEL schneller ist als Kimme und Korn.

bearbeitet von Panzergreni

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Also eine gute Antwort aber etwas "kurlig". Ohne die Akzeptanz der Schützenvereinen wäre unsere Armee nocht schlechter akzeptiert in der Befölkerung! Unsere Grossfirmen haben sich ja bedauerlicherweise mit dem Personalmangment  schon verabschiedet. Seit der Armee 95 sieht man ja da auch keine Truppen mehr in Dörfern oder Gemeinden mehr? Kann dir versichern, bei der Einführung des Stgw90 wurde nicht der gleiche Fehler gemacht wie beim Stgw57. Da eher auf oder mit der Zielvorrichtung auf das Schützenwesen ausgerichtet. Daher hat das Stgw90 neben allen Visiermöglichkeiten. eher im Schützenwesen auch eine offene Visierung für Kurzdistanzeinsatz. Von meinem BW Kollegen bemängelt am G36 nur oder mit der Kollimator Visierung? Kein Ausweichen bei Bedarf auf eine offene Visierung. (Staub, Schnee usw.) Fazit: unser Stgw90 gehört, wenn auch im Forum immer wieder angezweifelt zum besten Stgw weltweit. Nochmals, ein Offizier aus Kuweit,fragte mich nach dem schiessen mit dem Stgw90, das ist das beste Gewehr mit dem ich je schoss, wer ist der Hersteller. Zur Info, war Matchschschütze der Kuweitis! Wer macht eigentlich alles richtig für alle Anforderungszenarionen eines Waffensystemes?

 

 

 

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Geschrieben (bearbeitet)

Bzgl. neuen Waffensystem bin ich zweigespalten. Ich denke, durch meine eigene Erfahrung mit dem Stgw90, dass es seine sehr gute Waffe ist, auch im internationalen Vergleich. Auch, dass die Schweizer Milizarmee sehr gute Waffensysteme besitzt und in den nächsten Jahren keine neuen notwendig wären (ich spreche jetzt rein von den Kurzdistanzwaffen); hierbei stimme ich einigen Usern zu.

Ich verstehe jedoch auch die Argumente von anderen Diskussionsteilnehmer. Obwohl meiner Meinung nach die Waffensysteme (Stgw, Pist, LMG, ScharfS Gew etc.) welche bereits eingeführt sind sehr gut sind, finde ich, dass eine bessere Verteilung von diesen Sinn machen würde, dies vor allem innerhalb der Kampftruppen. 
Dasselbe gilt für sonstige Ausrüstung: z.B. haben Inf Gren, MP und Späher geeignete Westen für den Einsatz, neuere Headsets, grösseres Waffensortiment, bessere Rucksäcke etc. Dies zeigt: die Armee hat gutes Material! Sie begrenzt es einfach auf die Spezialistentruppen, wo weniger Soldaten ausgerüstet werden müssen.
Kurz gesagt: Ich denke nicht, dass alles punkto Ausrüstung und Waffensysteme neu besorgt werden muss, sondern vor allem besser verteilt.
Dies in erster Linie gegenüber den Infanteristen und Panzergren, welche unter den Kampftruppen diesbzgl. klar zu kurz kommen und deren jetzige Ausrüstung ihrem Aufgabenbereich IMO nicht mehr ganz gerecht wird.

bearbeitet von Irminsul

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vor 2 Stunden schrieb Panzergreni:

Ebenfalls sollte der Nachteil, den man durch das absolvieren der RS und der WKs finanziell genügend entschädigt werden. 62.- am Tag sind verglichen mit einem vollen Lohn ein Witz (auch nach KK, usw noch). Die höhere Belastung muss berücksichtigt werden.

Wir schaffen es ja mal gerade so die AHV aufrecht zu erhalten. Ich kann mir daher nicht vorstellen, dass eine grossartige Aufstockung der EO verkraftbar ist.

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@Panzergreni

Zitat

Attraktiver in dem Sinne z.B. dass die Armee viel! flexibler bei Dienstverschiebungsgesuchen, vor allem bei den WKs, ist. Dass irgend ein Kadi die Macht hat, mit dem ablehnen eines Dienstverschiebungsgesuches ein Studium zum scheitern zu verurteilen, ist ein unhaltbarer Zustand und eine Bodenlose Frechheit.

1. Noch flexibler? Ich glaube du hast keine Ahnung wie die momentane Praxis im Dienstverschiebungs- und Urlaubswesen aussieht. Schau doch mal auf der Homepage der OG Panzer nach, dort hat es 2-3 Berichte die diese Thematik behandeln.

2. Dienstverschiebungsgesuche werden vom Kreiskommando behandelt und nicht vom Kadi. Nur für definierte Schlüsselpositionen wird der Kadi überhaupt angefragt / informiert das ein DVS vorliegt. Was der Kadi behandelt sind Urlaubsgesuche.

3. Wieso ist das eine "bodenlose Frechheit"? Der Kadi hat die Gesamtverantwortung für seine Einheit im WK, genauso wie ein Abteilungsleiter in einer Firma. Er hat in erster Linie dafür zu sorgen dass alles läuft, dazu gehören dann auch unpopuläre Entscheidungen, ein Freund / Kamerad ist er erst in zweiter Linie. Natürlich sehe ich den Standpunkt dass der ganze Spass nach 3 Wochen wieder vorbei ist, das zivile Leben jedoch weiterläuft. Wir haben aber nunmal die Pflicht 3 Wochen im Jahr unsere Zeit dem Vaterland zu "opfern", somit ist es primär eine Planungsangelegenheit damit beides aneinander vorbeiläuft. Ich kenne sowohl einige Studenten als auch Kommandanten (teilweise sind sie beides) und praktisch keiner von diesen würde jemandem die Zukunft verbauen wegen einem WK. Wenn man will findet man immer Lösungen, beide Seiten müssen einfach Kompromissbereit sein. 

 

@Adj Uof

Wenn die Armee von den Schützenvereinen nur akzeptiert wird wenn sie ihnen eine Waffe für ihre Zwecke zur Verfügung stellt, ist irgendetwas aber so richtig schief gelaufen. Und wenn die Armee ohne die Schützenvereine in der Bevölkerung nicht akzeptiert wäre, noch mehr. Klar ist es schön wenn man das "nebenbei" noch machen kann aber die Armee hat zuerst für sich selbst zu schauen. Bei der Einführung vom Stgw 90 stand die Kurzversion zur Diskussion, es wurde dann aber eben aufgrund der Schützvereine die Langversion als persönliche Waffe eingeführt. Hätte die Armee auf sich geschaut,hätten wir uns ganz viele Diskussionen sparen können.

Weiter kann ich mich nicht erinnern etwas gegen das Stgw gesagt zu haben, auch ich finde es eine ausgezeichnete Waffe. Alles was ich gesagt habe und sage ist, dass die Armee auf sich zu schauen hat was Beschaffungen anbelangt.

 

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Am 3. Mai 2017 um 17:01 schrieb Stroke:

Es wurden sowohl hier als auch im Thread "Warum soll ich eigentlich Militärdienst leisten" einige Dinge gesagt, die ich mal kommentiere:

 

Organisation:

Die Schweiz wird auf absehbare Zeit sowohl bei der Wehrpflicht, als auch bei der Milizarmee bleiben. Auch wenn die Wehrpflicht momentan die Männer benachteiligt so ist sie doch unumgänglich, wie soll die Armee sonst ihren Bestand sicherstellen? Deutschland wünscht sich die Wehrpflicht zurück, Schweden führt sie wieder ein und Norwegen sogar für Frauen. Auch die ganzen Sprüche von: "die Armee muss halt attraktiver werden" oder "mann muss die jungen Leute abholen" hängen mir zu Hals raus. Hart gesagt ist jede Armee dieser Welt ein notwendiges Übel. Besinnt man sich mal auf den Grund wieso es Armeen gibt, nämlich Krieg, frage ich mich wie überhaupt jemand auf die Idee kommt zu sagen, dass sei attraktiv??? Klar finden es viele Leute (ich auch) cool ein Gefechtsschiessen zu machen, mit einem Panzer zu fahren, mit Flugzeugen oder Helikoptern zu arbeiten etc etc. Aber sowohl in der Ausbildung als auch im Einsatz ist man draussen bei jedem Wetter, muss immer Wache schieben, ist man ständig übermüdet, hat lange Wartezeiten (im Einsatz / Übungen), praktisch keine Freiheiten, 18/20h Tage....was bitte ist daran attraktiv? Vom Einsatz mit Gefechten, Verletzten, Toten und den psychischen Schäden fangen wir mal gar nicht an. 

Betreffend Profirarmee: Was bitte sollen die Jungs den ganzen Tag tun? Wir haben eine Verteidigungsarmee, keine Angriffsstreitmacht oder Interventionstruppe. Nach 1-2 Jahren hätten wir Top ausgebildete, einsatzbereite Profisoldaten die dann Skirennen aufstellen und ab und zu in den Kosovo oder nach Bosnien gehen? Toll!  Auch der Kalte Krieg kam mehrmals zu Wort und dass man kein Massenheer mehr bräuchte, was m.E auch nur zum Teil richtig ist. Ja ein konventioneller Krieg in Europa ist in den nächsten ~10 Jahren wenig wahrscheinlich und die Kriegsformen haben sich drastisch gewandelt. Wenn ich mir aber so die politische Grossweterlage anschaue, stehen global sehr viele Wegweiser auf Konflikt, Kriesen und Kriege. Wenn man wiedermal die früher propagierte und vollkommen unrealistische "Vorwarnzeit" vom 8-10 Jahren anschaut, sind wir jetzt schon bei Punkt X vorbei wo man aufrüsten sollte. Denkt man nun an die Schweizer Armee = Verteidigungsarmee dann ist der Bestand von 100'000 wirklich unterste Limite vorallem da ja "nur" ca. 35'000 im Einsatz wären und dann von den nächsten abgelöst werden. Noch zu den Kosten, alleine die Löhne für eine Profiarmee von ca. 15'000 Mann würden um die 1.5 - 2 Milliarden Franken betragen.....

Über die Gestaltung des Wehrpflichtes und der Armee kann und soll mann diskutieren, jeder der jedoch das Gefühl hat mit einer Profiarmee auf freiwilliger Basis werden die Probleme gelöst, verkennt die Realität.

 

Ausbildung

@Panzergreni: Du sagst man solle viel mehr Häuserkampf trainieren und mehr schiessen, nun frage ich mich was du denn in der RS gemacht hast? Soweit ich weiss, wird in der Pz RS viel geschossen und trainiert wird sowohl im Nalé, Cholloch und sonst überall (wo es geht) der Häuser- und Ortskampf. Dass man im Hinterrhein und der Wichlen keine Gebäude hat ist allein den Platzgründen geschuldet, aber vielleicht tut sich auch da etwas in den nächsten paar Jahren.

Wo ich das Problem in der heutigen Ausbildung sehe ist, dass niemand mehr Verantwortung übernehmen will und daher alles auf die Reglemente oder sonstwas geschoben wird, vor allem in Übungen. Es wird viel zu wenig "kreativ" gedacht, weil man immer Angst hat dass etwas passieren könnte. Wird mal nachgefragt ob etwas erlaubt ist oder macht jemand einfach etwas mal anders, kommt gleich der Spruch: "Steht es im Reglement?" oder "im Reglement ist es aber so und so". Die Beurteilung der Lage wird (egal ob Gruppen oder Zugführer) zu wenig gemacht und den Kadern wird zu wenig "beigebracht" zu ihren Entschlüssen zu stehen, auch wenn sie mal von der Regel abweichen (Ich habe dass in dieser Sitaution aus diesem und diesem Grund so gemacht)....da haben wir noch enormes Verbesserungspotential. 

 

Ausrüstung

Nicht alles ist Gold was glänzt. Ja bei vielen anderen Armeen sieht man Chest-Riggs und Plattenträger, oder Optiken am Sturmgewehr. Vielfach sethen diese aber nur den Einsatzformationen zur Verfügung. Auch die Bundeswehr hat immer noch ein "Koppeltragegestell" = GTE, genauso wie die Army oder die Marines der Amis, wo die Soldaten die Grundausbildung damit durchlaufen. Oder die beliebte Optikthema beim Stgw, ja Optiken mögen in vielen Bereichen Sinn machen, sind aber auch nicht immer das gelbe vom Ei. Ein Schütze mit Dioptervisier ist vielfach gleich schnell wie ein Schütze mit Red Dot Optik, es kommt einfach auf die Ausbildung drauf an. Wie bereits gesagt wurde, nicht alles was besser ist ist Kriegsentscheidend, ich sehe das Problem daher auch mehr in der Beschaffungthematik, als in dem was wir haben.

Bei den Grosssystemen ist glaube ich jedem klar, dass sowohl die Evaluation und Einführung sich über einen längeren Zeitraum erstreckt. Wo ich aber panzergreni recht geben muss, ist dass das ganze Prozedere für Ausrüstung auf Stufe Soldat absolut unbrauchbar ist. Schuld ist einerseits ein kompliziertes und umständliches System zur Beschaffung wo 4-5 Partner (Heer, Luftwaffe, armasuisse, Generalsekretariat, Finanzdeparement, LBA etc) so nebenbei neues Material testen und beschaffen. Andererseits dass niemand den Willen hat dieses System zu hinterfragen und zu vereinfachen. Wie bitte kann es sein dass man 8 Jahre mit der Evaluierung eines neuen Kampfstiefels verbringt und immer noch zu keinem Ergebniss gekommen ist??? Wie kann man fünf Jahre an einem MBAS herumdoktern, dass dann nochmals 5 Jahre hat bis es alle haben??

Die einzigen die hier Glück haben sind kleine (Spezial-) Formationen, KSK / MP / Kamibes etc, die diesen Prozess umgehen können, die regulären Truppen bleiben aber auf der Strecke. Was bringt es der ganzen Infanterie und den Panzertruppen wenn die paar Hänsel in Isone ein kurzes Sturmgewehr und neue RLV haben??? Wer bitte steht denn bei einem ungeplanten Einsatz für Objektsicherung Wache, die Inf (DD) oder die Grenadiere aus Isone?

Es wurde auch angesprochen dass man ein Stgw für das 300m Schiessen braucht wegen dem Obligatorischen, resp. den Schiessvereinen. Wieso bitte muss die Armee darauf Rücksicht nehmen? Die Armee hat Material zu beschaffen welches für den Auftrag und die Soldaten das beste ist und nicht damit man damit noch die Existenzberechtigung für ein paar Schützenvereine sicherstellt. Der Fehler wurde schon mit dem Stgw 90 gemacht ich bete dafür, dass sich das nicht wiederholt, denn auch mit einem kurzen Stgw kann ich auf 300m schiessen, die Garbe ist dann halt 8cm und nicht mehr 5cm, Kriegsentscheidend?? Ich denke nicht.

 

 

 

 

 

 

C

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Das Gute und aktuelle Antworten die natürlich nicht immer eine Berechtigung haben! Wenn du ein Geschichtverständniss für die Schweiz oder auch für unsere Armee hast, die Akzeptanz eines Heeres bei uns war immer verbunden mit dem Schützenwesen. Somit war über hunderte Jahren das Wehrfähige Volk verbunden mit der Armee. Jeder auch der letzte einer Reserve war eingebunden! Die anvertrauten Waffen, natürlich zeitlich immer mehr veralteten zusehends. Trotzdem hat man im WK2 auf die Gewehre 1898 für den Ortschutz zurückgegriffen. Somit sollten auch ihr aktuellen AdA nicht den Wert unterschätzen, wenn ihr im Land noch wenn auch "versteckte Unterstützer" habt? Immerhin sind dies etwa 270'000. Im Gegensatz zu dir bin ich daher der Meinung, die Armee muss Rücksicht für die zukünftige Existenzberechtigung nehmen! Ich war dabei bei der Evaluation des auch kurzen Stgw90. Aus finanziellen Gründen, auch weil der Bedarf mit der Normalversion mit dem Klappkolben eine Alternative war. Somit wurde,  vorgesehen nur  für die Panzertruppen auf die Kurzversion verzichtet. Auch ein Grund war, wie du richtig vermerkst, das ausserdienstliche Schiessen. Man kann nun halt in unseren 300m Ständen nicht noch Rücksicht nehmen bei Schützen mit einer Kurzwaffe und deren Resultatmöglichkeiten. N.B. Im AD schiessen prüfen wir die Schussfertigkeit sowie die Waffe des AdA! Somit gibt es auch kein Problem wo auch eine geänderte Garbe liegen könnte. Deshalb wie immer und auch in Zukunft nur ein persönliches Stgw. zur Heimabgabe. Eine kürzere Korpswaffe wird ja derzeit an Spezialeinheiten bereits abgegeben. Nur noch zur letzten Forderung: bei vielen Rüstungsbeschaffungen wurde meistens nie das beste  beschafft. Meistens aber aus Geldgründen oder Probleme mit der Einführung für eine Milizarmee. Somit wirst du noch einige Male beten müssen! ( Natürlich nur Spass nach deinem Kommentar).

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Ein grosses Problem, das ich sehe: Die Armee ist schon lange nicht mehr in der Bevölkerung verankert.

Einwohner Schweiz: 8 400 000. Davon 1/4 Ausländer macht 6 300 000 Schweizer. Davon die Hälfte Frauen macht 3 150 000 Schweizer Männer. Die Tauglichkeit liegt bei 78.4%, was zu 2 469 600 Diensttauglichen führt. Das macht einen Anteil von 29% der Gesamtbevölkerung. Davon müsse man des weiteren Kinder, Senioren, Zivildienstleistende (6000 pro Jahr, Tendenz seigend), Einbürgerungen ü25 (welche z.T. auch strategisch erst mit ü25 gemacht werden, um den Wehrdienst zu umgehen) abziehen, die gar keinen Kontakt mit der Armee haben. So gibt es also noch weniger, die überhaupt etwas mit der Armee zu tun haben könnten.

Ein typischer Sdt hat mit 25 Jahren all seine 260(!) Diensttage geleistet. Macht er zusätzlich noch KVKs noch früher! Anschliessend hat er gar nichts mehr mit der Armee zu tun, ausser, dass er einmal im Jahr schiessen gehen muss und dass seine PA irgend eine Ecke in der Wohnung füllt oder bei den Eltern im Estrich verstaubt. Für DD gilt das gleiche. Die wenigsten Sdt (und wahrscheinlich auch Wm) interessieren sich nach dem letzten WK noch für die Armee und nahmen an ausserdienstlichen Tätigkeiten teil oder lesen einmal einen Fachartikel zum Thema Armee (ausser es gibt mal einen Unfall, der von Blick* und 20min* ausgeschlachtet wird).

Die Armee hat momentan noch einen Totalbestand (inkl Reserve) 180 000. Was 2.1% der gesamt Bevölkerung ausmacht.

Die Armee wind also von irgendetwas zwischen 3 und 20% der Gesamtbevölkerung getragen.

Ich würde es sehr begrüssen, wenn jeder Dienstgrad 100 Diensttage mehr leisten müsste. So könnte man diesem Trend entgegenwirken und es kann auch mehr Knowhow aufgebaut, weitergegeben und bewahrt werden. Was das je passieren? Wohl kaum...

Viele Leute denken, dass sie seien solidarisch, wenn sie sich nach einem Terroranschlag für vier Wochen das Facebook Profilbild in den Farben "der Opfer" färben. Wenn es aber darum geht, dass selbst Hand angepackt wird, denken viele "Ich zahle lieber etwas Geld". Sei es in bei der Feuerwehr oder eben der Armee. Hier, wo man seinen Mitmenschen direkt und auch tatsächlich Helfen könnte, hört die Solidarität auf. Doch ein Haufen Geld löscht kann kein Feuer löschen. Das können nur Menschen tun und dahinter muss irgendwo Manpower stecken. Von dieser Doppelmoral wird mir schlecht.

 

*Keine Fachpresse!

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@Stroke

Mein Fehler mit dem KK und dem Kadi. Bei meiner Dienstanzeige Steht, ich solle mein DVG direkt an den Kadi schicken!

Und dennoch; Ja noch flexibler. Die Ausbildung von Akademikern ist oftmals wichtiger, als irgend ein WK, in dem nicht selten einfach gar nichts gemacht wird. 

Studenten sollten für die gesamte Dauer des Studiums ohne wenn und aber vom Militärdienst befreit werden.

Ich habe ein paar Artikel auf OG Panzer dazu gelesen und musste doch oft schmunzeln. 3 Wochen Vorlesungen mal so an den Wochenenden nachholen, ja klar...

@Spicke

Die Armee hat ja mit der Terrorabwehr nichts zu tun. Das ist Aufgabe der Polizei. Da kann ich auch noch 1000 weitere Diensttage vertrödeln, geholfen ist niemandem! Die einzigen, die etwas für die Bevölkerung tun, zumindest teilweise, sind die Zivis.

DIe Armee müsste halt auch mal zeigen, dass sie etwas kann, um von der Bevölkerung eher getragen zu werden. Vorausgesetzt, sie kann etwas... Die meisten haben schon lange vor ihrem letzten WK mit dem Militär abgeschlossen. Zumindest meiner Erfahrung nach. Auch wenn in der RS noch Motivation da ist, ist sie oft beim ersten WK weg.

Ich habe es schon oft gesagt und werde es noch oft sagen. Die Armee muss endlich etwas bieten, sonst bleibt sie eine lästige Pflicht. Und lästige Pflichten werden selten wirklich zufriedenstellend erfüllt. Und wenn sie schon nichts bieten kann, dann soll wenigstens der Dienstleistenden Minderheit der Dienst angenehmer gestaltet werden. Da gäbe es viele Möglichkeiten.

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Werter Stroke, selbstverständlich muss die Armee Rücksicht nehmen auf das Schiesswesen in der Schweiz. Bleibst du bei deiner Ansicht, dann hast du unser Milizwesen nicht verstanden! Seit hunderten von Jahren ist unsere Armee nur mit dem Schiesswesen so gut verankert im Volk. Natürlich kannst du das hinterfragen aus deiner Sicht für eine aktuellere Ausrüstung! Im WK2 wurden da auch zur Unerstützung der Heimwehr die Leute aufgeboten mit ihren Langgewehren 1889, da war es aber 1940! Fallen die Schützen weg, etwa 200'000 Personen aktiv, dann verliert leider die Armee immer mehr Boden im Volk. Über die weiteren Gründe siehe weiter oben. Ich war dabei bei der Evaluation des Stgw90. Vorgesehen war die Kurzausführung aber nur für die Panzertruppen. Aus verständlichen Gründen, Kolben umklappbar, da wurde auch aus finanzieller Sicht darauf verzichtet. Entscheid war, das Gros ist ausgerüstet mit dem Stgw90. Die Länge des Stgw90 mit knapp 80cm entspricht dem Standart der Waffen aller Armeen. Somit wurde uns erspart, im Ausserdienstlichem Schiessen mit versch. Trefferbildern je nach Waffe zu beurteilen. Im Obli u.a. geht es ja nicht um die Garbenbildung sondern um die jährliche Überprüfung des Schützen und seiner anvertrauten Waffe. Zurzeit sind ja unsere Sonderkräfte bereits mit einer Kurzversion 90 ausgerüstet! Man lerne vielleicht aus der Geschichte, Kriegsentscheident ist vermutlich nicht dringend die Ausrüstung, sondern eher die Personen die da dahinterstehen. Gerne versichere ich dir, wir beschaffen unsere Ausrüstung nach int. Standarts, je nach Ansicht des möglichen Anwenders sicher nicht immer gemäss seinem (Sonder) Wunsch und nicht immer Zeitgerecht. Ein VW Fahrer hätte sicher lieber einen Porsche.

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Ich habe vor kurzem Neues erfahren. Während sich Probleme häufen, ist bei der WEA die Priorität auf anderem. Ein gesamter Stab befasst sich nur mit der Frage: Wie mobilisieren? Dabei wäre die Antwort so nahe. Lösung: Armee 61 mit Mobilmachungsorten, Wiederanbindung von Kompanien an Regionen, dezentrale Materiallagerung und obendrauf noch zurück zu Zeus. 

Die Abgrenzung zwischen den Übungen der Armee und der Zivilbevölkerung waren ein Fehler. Wie @Adj Uof schon gesagt hat "Seit der Armee 95 sieht man ja da auch keine Truppen mehr in Dörfern oder Gemeinden mehr?" Aus den Augen aus dem Sinn. Die Armee ist für viele nur noch im Hinterkopf irgendwo am "Chriegli spile". Wer in seiner Umgebung kämpft kennt seine Umgebung. Er ist im Vorteil. 

Das Märchen vom "Aufwuchsprinzip", war ein weiterer Dolch in den Rücken. All Zeit bereit oder gar nichts! 

Die Panzerjäger sind kurz vor der Liquidation, die Türme derer die vor ein paar Jahren zu 6x6 Aufklärern umgebaut wurden stehen immer noch im Freien auf Paletten. Das Aufklärungsfahrzeug der Artillerie ist immer noch der M113 anstelle der Piranha. Eine interessante Aussage gab es jedoch. Die Piranhaflotte wird zu einem grossen Teil ersetzt und um ein paar hundert ergänzt. (Hoffnung auf M1128 Stryker?) 

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Geschrieben (bearbeitet)

Zitat

Ich habe vor kurzem Neues erfahren. Während sich Probleme häufen, ist bei der WEA die Priorität auf anderem. Ein gesamter Stab befasst sich nur mit der Frage: Wie mobilisieren? Dabei wäre die Antwort so nahe. Lösung: Armee 61 mit Mobilmachungsorten, Wiederanbindung von Kompanien an Regionen, dezentrale Materiallagerung und obendrauf noch zurück zu Zeus.

Ich weiss ja nicht wo du deine Informationen her hast, aber das Konzept wie mobilisiert wird ist so ziemlich abgeschlossen. Alles was du schreibst ist praktisch schon umgesetzt, es geht meist nur noch um "Detailfragen". Zurück zu Zeus.....irgendwo 1980 stehengeblieben??

Zitat

Die Abgrenzung zwischen den Übungen der Armee und der Zivilbevölkerung waren ein Fehler. Wie @Adj Uof schon gesagt hat "Seit der Armee 95 sieht man ja da auch keine Truppen mehr in Dörfern oder Gemeinden mehr?" Aus den Augen aus dem Sinn. Die Armee ist für viele nur noch im Hinterkopf irgendwo am "Chriegli spile". Wer in seiner Umgebung kämpft kennt seine Umgebung. Er ist im Vorteil

Das hat aber auch damit zu tun, dass die Armee inzwischen "so klein" ist, dass ein Dorf vielleicht alle 3-4 Jahre mal eine Kompanie im Dorf hat. Früher mit 400'000 Mann war logischerweise praktisch immer irgendwo eine WK Einheit zu sehen. Heute gibt es Monate da sind vielleicht 1-2 Bataillone im Dienst. Auch müssen halt einige Einheiten zwingend ihre WK auf einem Gefechtsausbildungszentrum oder einem Flugplatz leisten....von diesen bekommt man halt auch wenig mit.

Zitat

Die Panzerjäger sind kurz vor der Liquidation, die Türme derer die vor ein paar Jahren zu 6x6 Aufklärern umgebaut wurden stehen immer noch im Freien auf Paletten. Das Aufklärungsfahrzeug der Artillerie ist immer noch der M113 anstelle der Piranha. Eine interessante Aussage gab es jedoch. Die Piranhaflotte wird zu einem grossen Teil ersetzt und um ein paar hundert ergänzt. (Hoffnung auf M1128 Stryker?) 

Wow, bitte informiere dich doch bitte zuerst bevor du hier irgendwelche Halbwahrheiten erzählst.

1. Die 6x6 Piranha wurden nicht zu Aufklärern sondern zu Kommandofahrzeugen umgebaut.

2. Das Aufklärungsfahrzeug der Artillerie ist das Schiesskommandantenfahrzeug, welches auf dem Mowag Eagle aufgebaut ist. Inwiefern der Piranha als Aufklärer taugen würde lasse ich mal offen....

3. Der Stryker ist nichts anderes als ein für die US Armee angepasster Piranha und was genau du mit dem MGS der US Armee bei uns willst ist mir ebenfalls schleierhaft....

 

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Am 10.6.2017 um 09:52 schrieb Stroke:

Ich weiss ja nicht wo du deine Informationen her hast, aber das Konzept wie mobilisiert wird ist so ziemlich abgeschlossen. Alles was du schreibst ist praktisch schon umgesetzt, es geht meist nur noch um "Detailfragen". Zurück zu Zeus.....irgendwo 1980 stehengeblieben??

Das hat aber auch damit zu tun, dass die Armee inzwischen "so klein" ist, dass ein Dorf vielleicht alle 3-4 Jahre mal eine Kompanie im Dorf hat. Früher mit 400'000 Mann war logischerweise praktisch immer irgendwo eine WK Einheit zu sehen. Heute gibt es Monate da sind vielleicht 1-2 Bataillone im Dienst. Auch müssen halt einige Einheiten zwingend ihre WK auf einem Gefechtsausbildungszentrum oder einem Flugplatz leisten....von diesen bekommt man halt auch wenig mit.

Wow, bitte informiere dich doch bitte zuerst bevor du hier irgendwelche Halbwahrheiten erzählst.

1. Die 6x6 Piranha wurden nicht zu Aufklärern sondern zu Kommandofahrzeugen umgebaut.

2. Das Aufklärungsfahrzeug der Artillerie ist das Schiesskommandantenfahrzeug, welches auf dem Mowag Eagle aufgebaut ist. Inwiefern der Piranha als Aufklärer taugen würde lasse ich mal offen....

3. Der Stryker ist nichts anderes als ein für die US Armee angepasster Piranha und was genau du mit dem MGS der US Armee bei uns willst ist mir ebenfalls schleierhaft....

 

Aufgrund der Armee 95 und XXI wurde die Mobilmachung die Priorität auf die wenigen Kompanien die bereits aktiv sind gelegt. Eine rasche Mobilisierung sämtlicher Truppenverbände wie früher ist im heutigen Zustand nicht mehr gegeben. Das ist ja auch eines der Probleme, welches mit der WEA behoben werden soll. 1980 hängen geblieben? Nennen Sie mir ein besseres System zur Mobilisierung, bei welchem jeder Soldat im Ernstfall schon weis wo er zu sein und was zu tun hat.

Etwa die Hälfte der umgebauten 6x6 wurde zu Aufklärern. Foto eines solchen beigelegt.

Die Pz 63/97 Kommando und Feuerleit INTAFF sind immer noch die Fahrzeuge der Artillerie und werden auf meiner LBA gewartet.

Die M1128 Mobile Gun System hat eine 105mm Kanone. Das ist schon ein Unterschied zu unseren Piranhas. Es wäre nicht unwesentlich teurer herzustellen, ein Teil der logistischen Versorgung mit Ersatzteilen ist bereits durch die vorhandenen Piranha gegeben und würde unsere momentan eingeschränkte Panzerbekämpfung ergänzen.

DSC_1125.jpg

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Zitat

Aufgrund der Armee 95 und XXI wurde die Mobilmachung die Priorität auf die wenigen Kompanien die bereits aktiv sind gelegt. Eine rasche Mobilisierung sämtlicher Truppenverbände wie früher ist im heutigen Zustand nicht mehr gegeben. Das ist ja auch eines der Probleme, welches mit der WEA behoben werden soll. 1980 hängen geblieben? Nennen Sie mir ein besseres System zur Mobilisierung, bei welchem jeder Soldat im Ernstfall schon weis wo er zu sein und was zu tun hat.

In der Armee 95 und XXi existierte gar kein Mobilmachungskonzept mehr, lediglich im Dienst befiendliche Bataillone konnten für einen anderen Einsatz "aufgeboten" werden. Bataillone die diesen Bereitschaftsstatus hatten und inehaben, haben dazu immer noch die "Subvenio"-Auflagen. Wie gesagt ist die Planung für die Mobilmachung schon vielerorts abgeschlossen, da diese ja in einem halben Jahr in Kraft tritt.

Entschuldige, ich dachte mit deiner Anmerkung zu Zeus willst du andeuten, dass wir zurück zur 600'000 Mann Armee sollen, was in der heutigen Zeit einfach unrealistisch ist.

Zitat

 

Etwa die Hälfte der umgebauten 6x6 wurde zu Aufklärern. Foto eines solchen beigelegt.

Die Pz 63/97 Kommando und Feuerleit INTAFF sind immer noch die Fahrzeuge der Artillerie und werden auf meiner LBA gewartet.

 

1. Ich sehe hier lediglich 6x6 Piranha ohne Panzerjägerturm, aber auch ohne jegliche Beobachtungs- oder Wirkmittel, deshalb sage mir doch bitte einmal in welchen Einheiten diese Piranha zum Einsatz kommen.

2. Ja richtig, aber das sind Fahrzeuge für die Feuerführung, es sind keine Aufklärungsfahrzeuge.9_9

Zitat

Die M1128 Mobile Gun System hat eine 105mm Kanone. Das ist schon ein Unterschied zu unseren Piranhas. Es wäre nicht unwesentlich teurer herzustellen, ein Teil der logistischen Versorgung mit Ersatzteilen ist bereits durch die vorhandenen Piranha gegeben und würde unsere momentan eingeschränkte Panzerbekämpfung ergänzen.

Das MGS wurde für die Stryker Brigade Combat Teams entwickelt, da diese aufgrund ihrer Konzeption über keine Kampfpanzer o.ä verfügen. Sie sind auch primär zur Unterstützung der Infanterie für den Kampf in überbautem Gelände gemacht und nicht für den Kampf gegen (Kampf-)panzer.

Für unsere Infanterie ist ein MGS m.M nicht mehr als ein "nice to have".

1. Unsere Infanterie kämpft im Verteidigungsfall, anders als die Stryker Brigade Combat Teams, mit den Panzertruppen welche über eine ausreichende Bewaffnung verfügen.

2. Die Rules of Engagement bei der Infanterie verhindern schon jetzt mehrheitlich den Einsatz des 12.7mm Maschinengewehrs (eigene Städte, Bevölkerung), wo sollen sie dann mit dem MGS hinschiessen?

3. Das Geld für die paar MGS die man anschaffen würde, investiert man besser in die Vollausrüstung der Verbände und die Ausbildung.

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