10 Beiträge in diesem Thema

Liebe Kollegen und Innen für eine aktuelle Armee

Nach meiner Äusserung für die von einigen Personen im Forum habe ich mich geäussert über meine Ansicht zur Frage für eine  Berufsarmee! Wäre oder ist auch eine Alternative! Habe da in meinen Äusserungen dazu geäussert. Dies aber mit meinen Kenntnissen wie es da abläuft! Bin nun aber etwas enttäuscht, keine Antworten hier im Forum zu deren Ansichten! Keine  Kritik dazu, aber auch keine direkten Antworten zu diesen möglichen Fragen?

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Da ich mich ein wenig angesprochen fühle, hier mal meine Meinung.

Ich denke, dass ein kleines Heer aus Berufssoldaten und Reservisten die beste Lösung für die heutige Schweiz wäre.

Allgemein wird (sollte) es, wie in der Wirtschaft auch, mehr Spezialisten und weniger Allrounder geben.

 

Der einzelne Soldat ist "besser" ausgerüstet und "besser" ausgebildet.

Die Berufssoldaten könnten meistens zu Hause wohnen, da die Schweiz so klein ist, dass mit einer Stunde pendeln noch relativ viel drin liegt. Hier den Vergleich mit den USA zu ziehen ist unpassend, da die USA doch ein wenig grösser sind.

Ebenfalls wäre eventuell ein System zu prüfen, wo alle die gleiche Grundausbildung durchlaufen und nach einer gewissen Zeit eine Einteilung zu einer bestimmten Truppe stattfindet. So können Fertigkeiten besser eingeschätzt werden und auch die Zufriedenheit wäre höher.

 

Was mich ein wenig stört ist, dass immer hochgehalten wird, wieviel die Armee doch von den Zivilen Fertigkeiten des "Bürgers in Uniform" profitieren kann. Sollte dann nicht auch der Bürger von der Armee profitieren? Es wäre wünschenswert, wenn die Armee attraktive Angebote macht, wo sie den Rekruten und Soldaten tatsächlich auch etwas bringt. Bei manchen, wenigen Funktionen (Bsp. Fsch Aufkl, Motf) bekommt man sehr viel, jedoch hält sich das bei den meisten Funktionen sehr in Grenzen! Was man an Fertigkeiten bekommt, sollte die Anzahl geleisteter Tage als Arbeitserfahrung mindestens kompensieren. Alles Andere ist ein Hohn für die, die Tatsächlich noch Dienst leisten.

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Geschrieben (bearbeitet)

Für mich ist dies gar keine Frage. In der Schweiz ist ein Berufsheer unmöglich.

Der grösste Fehler im momentanen System ist die stetige Verkleinerung der Armee. Wie soll es ein Volksheer sein, wenn nur ein immer kleinerer Anteil der Bevölkerung daran "teilhaben muss" und immer mehr sich ihren Pflichten entschleichen?

Auch die Ausbildung ist, in meinen Augen, bei "Nichtkombatanten" (Logistik usw), stark mangelhaft. Während der Fach und Grundausbildung kam von höherer Seite immer wieder der Spruch: "In erster Linie sind Sie Soldat"..... Da stellt sich mir die Frage, sind wird das? Wir hatten nur minimalste Ausbildung, nur seltenst ein Schiessen. Hier ausgenommen die Ausbildung zum Wafm. Wie soll Rek Hülsensack irgend eine Verantwortung mit seinem Stgw übernehmen? Für ihn ist es nur unnötiger Zusatzballast der nie verwendet wird. Warum soll er es dann in einem guten Zustand halten? Wie soll ein "Soldat" das Schiessen lernen, wenn nur ein paar wenige Male im Stand und KD geschossen wird? Jeder Jungschütz hat eine bessere Ausbildung erhalten.

Eine einheitliche Ausbildung als Füsel sollte bei ALLEN AdA gegeben sein.

Falls jemals der Fall eintreten sollte, ist JEDER an der Waffe. Oder wird noch an den Wahnsinn geglaubt es wäre ein KFOR Einsatz, mit angenehmer, laufender Logistik, einer schön klar definierten Frontlinie? Ein Feind wird uns schon langstens unterlaufen, die Versorgungslinien gekappt und Einheiten eingekesselt haben.

Wir assen mehrmals am Abend im Winter draussen, "weil wir eine gewisse Anzahl von Mahlzeiten draussen essen müssen", ohne einen Zusammenhang mit der Ausbildung welchen dies erfordert (und umgekehrt ebenfalls). Eine konsistent logische Ausbildung war nur in der Fachausbildung vorhanden.

bearbeitet von FortuneZero
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Hier noch ein interessanter Artikel für alle, die denken die Schweizer Armee könne im Internationalen Vergleich nicht mithalten und einer Berufsarmee würde alles besser laufen:

http://www.zeit.de/politik/deutschland/2017-04/bundeswehr-bestand-ausruestung-panzer

Ich will nichts schönreden, auch die Schweizer Armee hat einige (grosse) Baustellen. Aber wenn man die Möglichkeiten und Kapazitäten unserer Armee und die im internationalen Vergleich tiefen jährlichen Kosten gegenüberstellt, hat man ein Kosten-/Nutzen-Effizienz die sich sehen lässt. Und mit der grossen Weltpolizei mit einem Budget von 600 Milliarden können wir uns ohnehin nicht messen.

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Naja die Kosten/Nusten Effizienz sieht schon gut aus, wenn man fast keine Personalkosten hat.

Wie viele unserer Flugzeuge sind schon wieder Einsatzbereit? Und welches ist der Nachfolger für den veralteten F-5 Tiger?

 

Die Armee IST eine Baustelle! Und wenn sich nicht grundlegend etwas ändert, so bleibt es auch so.

Wie kann man so lange brauchen, um neues Mat anzuschaffen? Ganz zu schweigen von einführen...

Fakt ist; Die Armee ist von den Ausbildungsmethoden und der Ausrüstung immer noch im Jahr 1965. 10 Jahre hinterher mag ja für einen Staatsbetrieb noch OK sein aber 50?

Ebenso der Nonsens, dass irgendein Kadi über meine Zukunft entscheiden kann. Kein Wunder gehen immer mehr in den Zivildienst.

Der Fisch stinkt vom Kopf zuerst. So ist es auch hier. Sobald die Führungsebene mal von ihren Kaltkrieg-Träumereien wegkommen, wird es auch besser werden.

 

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Lieber Panzergreni . Du hast schon einige gute Kommentare zur aktuellen Situation unserer Armee beigetragen! Beim letzten entspricht nun vieles nicht den aktuellen Tatsachen! Kann dir versichern, bin immer noch dabei und somit Urteilsfähig. Jede Luftwaffe hat immer etwa 1/3 der Flugzeuge am Boden, dies mindestens in Friedenszeiten. Wartungen, Reparaturen, Up Date usw! Zur Einführung von neuem Material ist zu sagen, bei einer Milizarmee kann man nicht eine derzeitige Ausrüstung was es auch immer ist von heute auf morgen Prüfen, dann sofort bei der Truppe innert Wochen auch einführen! Man rechnet bei uns mit einer Einführunszeit bis zur "letzten" Einheit mit über 5 Jahren! Ausbildung noch im kalten Krieg: natürlich der grösste Mumphiz der erzählt wird. Warum üben dann fast alle Staaten mit Leo2 im Einsatz ihre Leute auf dem Waffenplatz Thun? Warum schicken Länder wie D, A, I, F, S, Finnland und sogar die USA und Südkorea ihre Leute zu uns in die MILAK oder BUSA? Nur für Leute mit eher unkenntlichem Geschichtsbild ist eher unklar, der Kalte Krieg ist immer noch Präsent. Das Szenario Cyber/ Hybrid ist aktuell, um aber Länder und Leute zu erobern braucht es immer noch Landstreitkräfte, wie schon vor hunderten Jahren, also somit nicht sehr weit weg von 1965, Oder? Somit unsere Armee (Miliz) mit der Einsatzdoktrin und der Ausrüstung nicht weit weg von anderen Messbaren Streitkräften in unserem Level!

 

bearbeitet von Adj Uof
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Also ich muss auch sagen, dadurch, dass sich die Schweizer Armee nun schon seit Jahrzenten "nur" in Ausbildung und nie mehr in einem Krieg befindet und befunden hat, hatten wir mehr als genug Zeit, unsere Ausbildungsmethodik fast zu perfektionieren. Wie @Adj Uof bereits erwähnte, kommen die Militärs von überall her zu uns, um von unserer Expertise in Sachen Ausbildung zu lernen, ich habe bereits in der UOS gemerkt, wieviel Zeit und Geld dafür aufgebracht wird, dem Unteroffizier zu vermitteln, WIE ausgebildet werden soll und nicht nur WAS.

Noch zum Them, dass alles bei uns immer in Reparatur etc ist:

http://www.zeit.de/politik/deutschland/2017-04/bundeswehr-bestand-ausruestung-panzer

Das sind die aktuellen Bestände der Bundeswehr. Die Zahlen beziehen sich auf die verfügbaren Waffensysteme (diejenigen, welche von der Truppe auch verwendet werden, Waffensystem, welche in irgendwelchen Hallen eingelagert wurden, tauchen in dieser Übersicht nicht auf).

 

 

bearbeitet von Lapmate

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@Adj Uof

Dass Flugzeuge sehr Wartungsintensiv sind, ist mir völlig klar. Auch denke ich, dass die Luftwaffe sehr gut ist. JEDOCH kann mir kein auch noch so grosser Armeefan erzählen, dass der Tiger nicht veraltet ist.

1965 habe ich gewählt, weil die persönliche Ausrüstung der CH Armee (GT, StGw90 mit 20er Magazin, Regenschutz, Splischu) in etwa dem entspricht, was die Amerikaner zu Vietnam Zeiten hatten.

Die Einführungszeiten für neues Mat sind zu lang, Punkt. Ebenfalls ist die Idee, dass alle die selbe Ausrüstung haben eher sinnlos. Schon PzGren Gef und PzGren Bes haben da komplett andere Bedürfnisse. Auch ist es nicht mal konsequent gehalten. Mit der PA Ausrüstung wäre im Winter nicht viel zu machen.

Ich würde es für sinnvoller halten, wenn jede Truppengattung ihre eigene angepasste und gute Ausrüstung hat. Plattenträger und kürzeres StGw für Kampftruppen, Chest Rig für Aufklärer, Usw. Eine richtige Taschenlampe für alle;)

Da so immer nur für wenige beschafft werden muss, würden auch die Zeiten kürzer.

Ebenso sollten Materiallücken geschlossen werden, so dass der Rekrut selber nichts grösseres mehr selber mitbringen muss (Uhr, Turnschuhe)

Kampf in überbautem Gelände wird das wichtigste für die Kampftruppen sein. Warum wird es kaum geübt?

 

Ein grosses Problem ist auch das Milizsystem an sich. Immer weniger Firmen akzeptieren es, wenn man in den WK muss, wenn man bei der Feuerwehr ist, usw.

Schweizer Männer werden so in der Ausbildung und auf dem Arbeitsmarkt benachteiligt. Die Armee zeigt teilweise sehr wenig Verständnis für Studenten, auch wenn sie z.B. Ärzte auch selber gut brauchen könnte.

 

@Lapmate

Da ich nun seit 5 Jahren nur auf abgesperrten Strassen fahre, konnte ich meine Fahrmethoden perfektionieren und kann daher viel besser fahren als die mit echter Fahrpraxis.

Nein im Ernst. Andere Länder feilen auch an ihren Ausbildungsmethoden und haben sogar Feedback, ob das was sie machen in der Wirklichkeit auch gut ist.

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vor 2 Stunden schrieb Panzergreni:
Da ich nun seit 5 Jahren nur auf abgesperrten Strassen fahre, konnte ich meine Fahrmethoden perfektionieren und kann daher viel besser fahren als die mit echter Fahrpraxis.
Nein im Ernst. Andere Länder feilen auch an ihren Ausbildungsmethoden und haben sogar Feedback, ob das was sie machen in der Wirklichkeit auch gut ist.

 


Aufpassen, ich habe nicht von der Qualität gesprochen, WAS ausgebildet wird, sondern WIE es vermittelt wird und dies ist gut messbar, ob die Ausbildung durch die Uof bei den Rekr ankommt oder nicht. Und darin sind wir in der Schweizer Armee richtig gut (die schwarzen Schafe gibt es natürlich immer)


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bearbeitet von Lapmate

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@Panzergreni, die weitere Ausrüstung für die kommenden Jahre wird laufend geprüft, je nach den finanziellen Möglichkeiten der Rüstungsbeschaffungen, den Liefermöglichkeiten geht das halt nicht immer so schnell wie gewünscht. Auch ist unser System mit den alljährlichen Dienstleistungen nach der Rekrutenschule nicht so förderlich für eine rasche Einführung neuer Ausrüstung! So kann es sein, durch Absenzen im Mannschaftsbestand ist eine Einheit erst nach 3 Jahren "voll" da. So wird auch das Stgw90 sicher mal ersetzt werden müssen! Geprüft werden u.a.  das FN Scar und  das HK433. Eine Kurzversion wie schon beim Stgw90 eigentlich vorgesehen, wird es als pers. Waffe nicht geben, dies wegen dem ausserdienstlichem Schiessen (Obli usw.). Die gegenwärtige PA entspricht dem Standart der    europäischen Armeen. Diese ist immer ein Kompromiss für alle Gefechtsarten und den Jahreszeiten. Die neue Taschenlampe 15 "GIFAS" wird, wie es der Name schon sagt von den Streitkräften Germany, Italien, France, Austria und der Schweiz eingeführt! Also eine Allzwecklampe für den Allgemeingebrauch.

In den Ausbildungszentren GAZ West, Bure, GAZ Ost Walenstadt/ Luzisteig werden von der RUAG betrieben die weltweit besten Laserschuss Simulatoren angewendet . Eben um den Kampf im überbauten Gelände bis zur Stufe Bataillon zu üben. Dies im realen Gelände und mit dem Zusammenwirken von versch. Truppengattungen. So sind auf diesen Plätzen auch immer wieder ausl. Spezialeinheiten anzutreffen! In ihren Ländern so nicht möglich! Dies nur noch als Ergänzung zum Verbleiben der Ausbildung bei uns im kalten Krieg? Nochmals, so schlecht wie du es darstellst ist unsere Ausrüstung/ Ausbildung so nicht? Selbstverständlich muss jede Ausrüstung der Sanität/ Feuerwehr usw. nach einiger Zeit hinterfragt werden und dann soweit möglich angepasst werden.

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