brauchenstein

EU will Waffenrecht verschärfen und Halbautomaten verbieten

55 Beiträge in diesem Thema

Am 23.2.2016 um 18:25 schrieb brauchenstein:

Wir brauchen jeden und jede einzelne um eine Chance zu haben, dass wir verschont bleiben und genügend Druck ausüben können. Jede Stimme zählt....

SUPPORTER werden: Gemeinsam gegen diese Bevormundung. https://www.finger-weg-vom-schweizer-waffenrecht.ch/supporter-werden/

Wer sich dagegen gruppieren will....

https://www.facebook.com/protell.ch/?fref=ts

https://www.facebook.com/FingerWegVomSchweizerWaffenrecht/?fref=nf&pnref=story

 

Für weitere Ideen bitte weiter posten

 

Aktuelles Update vom 15. Juni 2016

Das Waffenverbot nähert sich der Endphase

https://www.all4shooters.com/de/Shooting/Waffenkultur/EU-Waffengesetz-Waffenverbot-Juni-2016-Update/

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Wieder sind weitere Verbote ausgesprochen worden.... Es ist Ernst!

Das Bundesverwaltungsgericht hat in einem Urteil vom 7. März 2016 Jägern das Recht abgesprochen, halbautomatische Waffen zu besitzen, die Magazine mit einer Kapazität von mehr als zwei Schuss aufnehmen können.

https://www.all4shooters.com/de/Jagd/Passion/GRA-Verfassungsklage-Halbautomaten-Urteil/

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Die Verschärfung betrifft auch die Schweiz als Mitglied des Schengen-Abkommens. Gesetze über das Waffengesetz, welches die EU bestimmt, muss nach dem Abkommen unverändert übernommen werden.

Dass wir wenigstens eine Gegenreaktion zeigen können, bitte ich um Teilnahme bei der Petition im Link:

https://www.change.org/p/council-of-the-european-union-eu-you-cannot-stop-terrorism-by-restricting-legal-gun-ownership?recruiter=491639898&utm_source=share_petition&utm_medium=facebook&utm_campaign=share_facebook_responsive&utm_term=des-lg-no_src-custom_msg&fb_ref=Default

Vor neun Jahren hiessen die Schweizer Stimmberechtigten den Beitritt zum Schengener Abkommen gut. Nun droht der Schweiz ein grosser Konflikt mit diesem Vertrag. Nach den Terroranschlägen in Paris will die EU die Waffengesetze massiv verschärfen.

Das trifft die Schweiz direkt. Der Bundesrat machte deutlich, dass die Eidgenossenschaft als Schengen-Mitglied die Anpassungen übernehmen muss – dazu hat sich die Schweiz beim Beitritt zu dem Vertragswerk verpflichtet.

Unter das Verbot der voll und halb automatischen Schusswaffen, das Brüssel derzeit prüft, fallen Schweizer Sturmgewehre. Demnach könnten Armeeangehörige ihre Waffe nicht länger zu Hause behalten. Schützen und Jäger müssten in Zukunft begründen, warum sie eine Schusswaffe benötigen, und ausserdem einen medizinischen Test bestehen.

 

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Geschrieben (bearbeitet)

Guten Abend miteinander

Ich habe mir den genzen Thread durchgelesen und möchte auch noch meinen Senf dazu geben.

Bzgl. Halbautomaten auf der Jagd: Im Kanton Bern sind Halbautomatische Flinten mit einer Magazinbeschränkung auf 2 Schuss zugelassen. Bei Kugelbüchsen ist es eine Grauzone da sich ein Disskurs stellt ob die eine Kugel im Lauf zählt oder nicht. Auch bei Kugelwaffen ist die Magazinkapazität auf 2 Schuss limitiert aber generell sind nur Zweischüssige waffen zugelassen => Viel juristischer Interpretationsspielraum. Gemäss Eidgenössischem Jagdgesetz müssten HA zugelassen sein da sich die kantonalen Gesetze auf das Bundesgesetz stützen. Habe ich jetzt aber nicht überprüft. Anmerkung: Selbst im so liberalen Amerika sind für die Jagd nur 3 Schüssige Magazine zugelasen (Bezogen auf HA)

Vorteile eines HA auf der Jagd: Beim Schiessen auf bewegtes Wild kann man sich voll und ganz aufs Ansprechen ("Zielanalyse", Vereinbarkeit mit den Freigaben, Sicherheitsaspekte) und saubere, waidgerechte Schiessen konzentrieren und muss sich nicht noch ums repetieren kümmern. Man ist aber trotzdem nicht viel schneller als mit einem Geradzugrepetiersystem kann aber den Fokus aufs wesentliche richten und seine Schiesstellung halten (was der Präzision nur förderlich ist).

Wenn man die Geschicht betrachtet ist es absolut Fragwürdig, wieso man zwischen Militär- und Jagdwaffen einen unterschied machen sollte. Der gesamte Amerikanische Unabhänigkeitskrieg wurde mit Gewehren geschlagen, die für die Jagd und Selbstverteidigung konzipiert waren. Und heissen die FallschirmJÄGER so weils cool tönt? Ich denke nicht. Das es verboten gehört ein Wildschwein mit einer Salve aus einem M2 niederzumähen befürworte ich sofort und dazu sind die momentanen Gesetze auch ausreichend. Wenn ein Jäger gut und waidgerecht mit seinem HA wirkt soll man ihn doch lassen und es käme auch niemand auf die Idee einem Soldaten/SchS ein Repetiergewehr zu verbieten weil das ja unmilitärisch wäre und ein Soldat per definition mit einem Maschinengewehr rum rennen muss.

Generell finde ich es kritisch wenn Politiker mit wenig Sachverstand Gesetze entwerfen, ohne sich fachlich beraten zu lassen. Beispiel: Mit dem neuen Waffengesetz werden Waffen mit einsteckbarem Kastenmagazin verboten. Das betrifft dann allgemein alle Sturmgewehre und deckt damit das Problem mit den Terroristen ab. Das dadurch aber auch Gewehre wie die Sauer 303 Familie (meiner meinung nach die beste Entwicklung in sachen Jagdwaffen seit der Erfindung von gezogenen Läufen) für welche es nur 2 und 5 Schuss Magazine gibt, welche viel zu teuer sind, um für Terrorismus eingesetzt zu werden, wird dabei einfach rücksichtslos in Kauf genommen.

Bezgl Tacticoole Waffenkäufer: Ich habe in meinem Freundeskreis leider auch einige Personen, die sich die Gewehre hauptsächlich kaufen, weil sie sie aus COD, BF, etc kennen. Aber anstelle sie dafür zu Verurteilen habe ich mich entschlossen, meine Ausbildung als Jungschützenleiter und Schützenmeister zu nutzen und sie auf "meinen" Trainingsschiesstand eingeladen und ihnen den grundsätzlichen Umgang mit Waffen und SiVo's geschult. Schlussendlich kamen sie zur Erkenntnis das es doch eine signifikante Differenz zwischen virtuelert und echter Welt gibt. Dabei profitierte Ich natürlich von der Toleranz und Weitsicht unseres Vereinspräsidenten (Bei der Beantragung der Schiessstandnutzung beantragte er die nach Gesetz zulässige allgemeine Freigabe für Geschosse bis 8mm und nicht nur gartenzaundenkerisch die Ordonanzkaliber). Es würde viel Helfen, wenn die Schützenvereine ihre Engstirnigkeit und übertriebene Selbstlimitierung überwinden würden. Wie soll ein Tacticool Anfänger zugang zu einem Schützenverein erhalten, wenn man ihn wegen seiner Geräteauswahl vertäufelt wird, wie ich es bereits selbst erlebt habe. Die Welt besteht nicht nur aus GP11 und GP90.

Warum ich mich als Schützenmeister, SSV-Trainer C, Jäger und baldiger stolzer Schweizer AdA überhaupt für dieses Thema einsetze; Mit meinen Qualifikationen sehe ich nicht ein grosses Problem auch mit der Gesetzesverschärfung noch meinem Sport und Hobby nachzugehen und auch relativ unbeheligt weiterhin Waffen besitzen zu dürfen. Es haben aber nicht alle die Möglichkeit, die diversen Kurse zu machen und möchten trotzdem Schiessen dürfen. Des weitern erachte ich es als nicht notwendig, ein Gesetz zu verschärfen, das erwiesenermassen seinen Zweck, die Terrorismusbekämpfung, nie im versprochenen Mass erfüllen wird, mir aber viel Kosten und Mühen aufzwingt. Diese Kosten und Mühen werden die Schützencommunity schrumpfen lassen und damit werden alle damit verwandten Bereiche, auch die Milizarmee, an politischem Gewicht verlieren. Was nicht mehr in der Gesellschaft verankert ist, dem wird misstraut siehe Bundeswehr. Glücklicherweise lese ich auf Instagram immer wieder solche Sprüche: "Unterschiied zwischen der Schweiz und dem Ausland: Mann mit Sturmgewehr und Tarnanzug sitzt im Zug. Ausland Hilfe ein Terrorist! Schweiz Haha de arm Sack mues is Militär" Je mehr Verbote, Gesetze und Reglementarien einem Menschen auferlegt werden, desto weniger wird die Fähigkeit gefördert, selbst zu denken und Verantwortung für sein Handeln zu übernehmen - und dies Schadet der ganzen Gesellschaft.

bearbeitet von bowhunter96
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Nun, auch in den USA gibt es je nach Staat und teilweise auch Gemeinde unterschiedliche Gesetze und Regelungen bezüglich Schusswaffen und Jagd. Kann man insofern also nicht vergleichen mit der Schweiz und Europa.

Die Jagd wäre von der neuen Gesetzgebung relativ wenig betroffen, die Ausbildung ist auch jetzt schon streng genug, dass wohl kaum Änderungen nötig wären. 

Bezüglich Terroristen und Halbautomaten: bei allen Anschlägen in den letzten Jahren sind illegal beschaffte Waffen verwendet worden, teilweise sind Deko-Waffen reaktiviert worden. Wie soll man die kontrollieren?

Mit den neuen Regelungen bringt die EU die Lösung für ein Problem, dass nicht existiert, nämlich das der gewalttätigen Legalwaffenbesitzer.

 

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