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In meiner Kindheit war das ein ziemlicher Skandal. Im Nachhinein war nicht allzuviel dran an dem Skandal.

Trotzdem interessant das Ganze, wie es aufgebaut und organisiert war.

Gibt auch ein Buch dazu

http://www.buch.ch/shop/bch_start_startseite/suche/?sswg=ANY&sq=Geheimarmee+P26&timestamp=1386528848766

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Wie hier richtig vermerkt, die ganze Sache mit der P26 wurde politisch zu sehr

hochgejubelt , d.h. die zur Zeit im kalten Krieg entstandene Organisation

wurde nachträglich überbewertet. Man hatte später zu sehr Angst, diese P26 Angehörigen hätten ihre Tätigkeiten

auf politische und nicht bewilligte Weise ausnützen können!

Das genannte Buch über die Tätigkeiten gibt den Einblick wie es etwa war. Sehr lesenswert!

Habe im Forum schon angeboten:man könnte das Art

Werk A1952 in Krattigen einmal besuchen, dies mit Fondue und Übernachtungsmöglichkeiten

bis etwa 12 - 14 Personen. In diesem Werk wurde die geheime Ausbildung betrieben, ein

Schiesskanal wurde eingerichtet, aber wieder liquidiert.

N.B. Kenne ex P26 Angehörige, diese sind staatspolitisch aufrichtige Typen mit grosser

Verantwortung zu dieser Zeit!

bearbeitet von Adj Uof
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Ja, das Ganze war massiv übertrieben. Die P26 hätte sich nur schon nach ihrer Organisation nicht selbst aktivieren können, was ja die grösste Angst der Öffentlichkeit war.

Auch die Anschuldigung, dass das Parlament nicht informiert war, hat sich im Nachhinein ja als falsch herausgestellt, da alle Fraktionen informiert waren.

Zum Foren-Anlass: da wär sogar ich mit dabei.

Hatte vor zwei Jahren bei einer Hochzeit mal das Vergnügen ein ehemaliges P26 Mitglied kennenzulernen. Wie du sagst: staatspolitisch sehr aufrichtig und mit beiden Füssen auf dem Boden.

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Ja, das Ganze war massiv übertrieben. Die P26 hätte sich nur schon nach ihrer Organisation nicht selbst aktivieren können, was ja die grösste Angst der Öffentlichkeit war.

Auch die Anschuldigung, dass das Parlament nicht informiert war, hat sich im Nachhinein ja als falsch herausgestellt, da alle Fraktionen informiert waren.

Zum Foren-Anlass: da wär sogar ich mit dabei.

Hatte vor zwei Jahren bei einer Hochzeit mal das Vergnügen ein ehemaliges P26 Mitglied kennenzulernen. Wie du sagst: staatspolitisch sehr aufrichtig und mit beiden Füssen auf dem Boden.

Da wäre ich auch dabei! Klingt sehr interessant und irgendwie auch faszinierend!

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Sehr interessantes Thema. Wenn ich Zeit habe muss ich unbedingt das Buch lesen!

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Interessant für mich war das Anlegen von sog. "Toten Briefkästen"

und die Abholung der P26 Mitgliedern am Bahnhof mit der anschliessenden

Fahrt ins unbekannte Objekt. Wurde daher schwierig, wenn der Teilnehmer

am Zielbahnhof einen Bekannten traf und der Abholer sich nicht erkenntlich

zeigen durfte. Alle möglichen Situationen waren aber eingeplant!

Wirklich lesenswert.

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Die Methoden und Taktiken der P26 sind ja sicher immer noch geheim. Major Hans von Dach verfasste jedoch 1957 das Buch "Der totale Widerstand". Das Buch ist eine Art Anleitung, wie im Falle einer Besetzung jedermann Widerstand hätte leisten können.

Anbei ein Artikel der NZZ dazu: Terror-Rezepte aus der Schweiz.pdf.

ich habe mal in das Buch hineingeschaut und muss sagen, dass es wirklich interessante Inhalte hat.

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Würde mich 2014 gerne als Organisator sehen für den erwähnten Besuch

der Anlage A1952. Wir könnten am Samstag zuerst das Panzermuseum

auf dem Waffenplatz Thun besichtigen?

Nachher Verschiebung nach Krattigen mit den erwähnten Details.

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Die Methoden und Taktiken der P26 sind ja sicher immer noch geheim. Major Hans von Dach verfasste jedoch 1957 das Buch "Der totale Widerstand". Das Buch ist eine Art Anleitung, wie im Falle einer Besetzung jedermann Widerstand hätte leisten können.

Anbei ein Artikel der NZZ dazu: [ATTACH]160[/ATTACH].

ich habe mal in das Buch hineingeschaut und muss sagen, dass es wirklich interessante Inhalte hat.

Die Methoden sind bekannt, die ähneln sich international eigentlich sehr stark, da der Zweck dieser Organisationen (gibt etliche dieser Art) immer der selbe war/ist. Was nicht bekannt ist, sind die genauen Strukturen der P26.

@Adj: super Idee, da wär ich ausnahmsweise sogar dabei. Am besten gleich ein Datum setzen, sonst wird das nix.

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Bin wahrscheinlich auch dabei. Kommt natürlich darauf an wann!

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Es war völlig legitim, eine Organisation wie die P26 zu gründen und zu unterhalten.

Wer den damaligen PUK II Bericht Bericht liest, kann sich recht gut vorstellen, was in den 80er-Jahren nochmals abging.

Man muss beim Lesen nur die zahlreichen "nicht" und "keine" streichen und kommt somit den damaligen Tatsachen recht nahe … !

Das Problem lag teilweise tatsächlich in der nicht vorhandenen demokratischen Kontrolle und der absolut intransparenten Finanzierung der Einheit, welche zu staatsrechtlich bedenklichen Prozessen führten.

Auch die Art der Zusammenarbeit mit den ausländischen Parallelorganisationen scheint mir recht problematisch.

So blicke ich heute mit gemischten Gefühlen auf diese spannende Zeit zurück.

JaPi

bearbeitet von JaPi
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Es war nicht legitim, es war/ist illegal. Die Legislative kontrolliert die Exekutive. Nur doof das die Legislative davon nichts wusste, ergo ist es nach geltendem Recht illegal. (bzw war das zumindest bei diversen anderen NATO staybehind Armeen so - mit der p26 habe ich mich bisher zuwenig befasst)

Das ganze gehört sowieso weiter Untersucht weil man stark davon ausgehen kann das P26 zu dem illegalen Staybehind Netzwerk der NATO gehörte. Und diese in diversen Ländern Terror als politisches Instrument anwendeten.

bearbeitet von MrWayne

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Es war nicht legitim, es war/ist illegal. Die Legislative kontrolliert die Exekutive. Nur doof das die Legislative davon nichts wusste, ergo ist es nach geltendem Recht illegal. (bzw war das zumindest bei diversen anderen NATO staybehind Armeen so - mit der p26 habe ich mich bisher zuwenig befasst)

Das ganze gehört sowieso weiter Untersucht weil man stark davon ausgehen kann das P26 zu dem illegalen Staybehind Netzwerk der NATO gehörte. Und diese in diversen Ländern Terror als politisches Instrument anwendeten.

Was heisst hier illegal und Kontrolle durch die Legislative?

Die P26 war eine Geheimarmee (obwohl ich sie eher als Geheim-Geheimdienst bezeichne). Und eine Geheimarmee kann ja nicht von der Legislative kontrolliert werden, sonst wäre ihr Sinn dahin.

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In der Schweiz bildet sich die Legislative auf Bundesebene aus der vereinigten Bundesversammlung, bestehend aus Nationalrat und Ständerat. Auf Kantonsebene bildet der Kantonsrat (je nach Kanton auch Grosser Rat oder Landrat genannt) die Legislative. Die gesetzgebende Gewalt auf Gemeindeebene ist die Gemeindeversammlung oder der Einwohnerrat (je nach Gemeinde auch Grosser Gemeinderat, Grosser Stadtrat oder Generalrat genannt).

Wie gesagt mit der Situation in der Schweiz habe ich mich bisher zuwenig auseinadergesetzt. Hier in der Schweiz ist ja auch noch viel zuwenig bekannt unter dem Vorwand dass die Veröfentlichung der Infos den beziehungen von der Schweiz zu anderen Europäischen Staaten schaden könnte. Fakt ist das es welche in ganz Europa gab, kontrolliert durch die NATO, diese illegal waren (gegen die Gesetzgebung des jeweiligen Staates) es gab zb mehrere Verteidigungsminister die nicht wussten dass sie soetwas besitzen. Es wurden terroranschläge verübt etc.

Wer sich für das Thmea interessiert sollte sich evtl mal folgende Vorlesung anhören und dazugehöriges Buch lesen.

bearbeitet von MrWayne
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Den Vortrag von Daniele Ganser kann ich sehr empfehlen. Hatte leider noch keine Zeit ihn ganz fertig zu hören, doch nun kommt das bei mir gleich wieder auf die Todo-Liste :-)

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Grundsätzlich sind die Begriffe Legitimität und Legalität sowohl juristisch, philosophisch und soziologisch nicht gleichzusetzen:

- Legalität ist "einfacher" abzuklären:

Sind Strukturen, Zustände oder Handlungen im Einklang mit der Verfassung, Gesetzen und Verordnungen?

- Legitimität ist zumindest philosophisch und soziologisch kontroverser:

So kann es durchaus legitim sein, zwecks Erhaltung gewisser Grundwerte im Widerspruch zu aktuellen Gesetzen zu handeln.

Parlamentarische Kontrolle:

- In der Schweiz kontrolliert die Sicherheitskommission SK (auch) die geheimen Tätigkeiten der Nachrichtendienste und der Armee.

Ob die SK Kenntnisse über die Tätigkeiten der P26 hatte geht aus öffentlich zugänglichen Dokumenten nicht hervor.

- Nach dem Auffliegen der P26 untersuchte eine parlamentarische Untersuchungskommission (PUK II) die P26.

Der entsprechende Bericht ist öffentlich und enthält zahlreiche Ungereimtheiten/Unwahrheiten.

Es stellt sich die Frage, ob die Kommission nicht Zugang zu allen Informationen erhielt oder ob der Bericht bewusst Lügen enthält.

Kontrolle durch die Regierung (Bundesrat):

- Ob die damaligen EMD-Vorsteher Bescheid wussten, ist ebenfalls nicht offenkundig.

- Zwei dieser Bundesräte gaben auf eine diesbezügliche direkte Anfrage keine Antwort !?!

Kontrolle durch die Armeeführung:

- Der Öffentlichkeit wurde Oberst Effrem Cattelan als Chef der P26 und als "Bauernopfer" präsentiert.

- Weit höhere Offiziere waren aber im Rahmen von Rekrutierung und Ausbildung in die Angelegenheit involviert und mehr als nur Mitwisser.

Darunter finden sich mindestens drei Divisionäre sowie ein damaliger Generalstabschef (Korpskommandant Jörg Zumstein).

Zusammenarbeit mit Parallelorganisationen:

- Ausbildung und Übungen in der Schweiz wurden zumindest in den Achzigerjahren von ausländischen Offizieren inspiziert.

Finanzierung:

- Die Ausbildungsgänge und Übungen kosteten namhafte Beträge. Diese tauchen in keinerlei öffentlichen Budgets oder Kostenaufstellungen auf.

- Offensichtlich war es finanziell möglich, in der Truppenverordnung nicht auftauchende Einheiten aufzubauen und zu unterhalten.

Affäre Bellasi:

- Es gibt hier nicht weiter erläuterbare Zusammenhänge mit den Kommandostrukturen der P26.

- Auch Bellasi liess sich vermutlich zum Bauernopfer machen, als er seine Anschuldigungen an seinen Vorgesetzten (Peter Regli) fallen liess.

Die nähere Zeitgeschichte ist wirklich spannend.

Wenn jemand Fakten diesen Angelegenheit kennt bin ich sehr interessiert an diesen.

JaPi

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Ich war noch im DD als Strasser verstarb. 151328484723759161226.thumb.jpg.1bbc3f41138896f57a53bc8fd05b1ce5.jpg
Hast du den Zeitungsartikel als pdf oder in bessere Qualität? Er würde mich sehr interessieren.

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