Hi Leandra,
Bin selber nicht in der Lage deine Fragen zu beantworten und was ich über den Train weiss oder mal wusste, ist ebenfalls nicht auf dem heutigen Stand, respektive kannte ich noch den Train aus WK's vor der A XXI, also was noch vom Train in den Jahren der Armee 95 geblieben war. Damals war es eine Spezial Truppe, etwas wie eine Ehrengarde, die jedoch eine Elite Einheit einer ganz besonderen Gattung darstellen. Der Train war immer etwas besonderes, sowie auch hoch angesehen und obwohl es eine Militärische Truppe, wie alle anderen war, schien es dort noch etwas eigenes zu geben. Niemand hätte je einem Train Soldaten etwas wegen "falschem Tenue", wie einem "offenen Knopf" an der Uniform beanstandet, besonders nicht, wenn dieser dazu gerade noch in gesattelter Kolonnenformation an einem vorbei zog!
Das hat sicherlich auch damit zu tun, dass es dort um Tiere geht, was eine einzigartige Situation darstellt und es daher zwangsweise auch eine andere, an die entsprechenden Umstände angepasste Ausbildung gibt, gerade was den Umgang mit "Material" betrifft, da es sich ja eben um Tiere handelt. Wer sich dazu etwas mit Pferden auskennt, kann sich ja etwa vorstellen oder ausdenken, dass man als Trainsoldat nicht einfach einen Gegenstand fasst, wie etwa ein KFZ, wo man vor der Abfahrt lediglich den Ölstand messen, Reifen-Luftdruck kontrollieren und Tank füllen muss, oder am Schluss, nach kurzem Fahrzeug PD/ID einfach abschliesst und das FZ über Nacht auf dem Parkplatz abstellt.
Es benötigt eine ganze besondere Erfahrung, wenn nicht gar ein praktisches und theoretisches, Fachwissen, um Tiere in solchen Organisation korrekt und erfolgreich zu halten, abgesehen von dem, was da alles noch mit Ausbildung hinzu kommt. Da muss zwischen Mensch und Tier eine extrem starke Beziehung bestehen, denn es benötigt zum einen die Herrschaft und Kontrolle über das Tier, jedoch braucht es ebenfalls eine Art oder ein Gemisch aus Vertrauen, Verständigung und Zusammenarbeit, welches viel Zeit benötigt.
Da meine Mutter früher als Reitlehrerin tätig war und weiter an mehreren "Davoser Gebirgs Reit Touren" teilnahm, sowie auch als Helfer mit begleitete, weiss ich, dass es sich beim Train nicht nur einfach um Soldaten handelte die einfach Pferde mochten oder welche gut reiten konnten. Im Train waren nur die Besten der Besten gerade gut genug, um überhaupt die Aufnahme zu bestehen. Wer danach seinen Platz innehalten wollte, musste kontinuierlich Leistung zeigen und wurde stehts immer wieder vom Neuem auf die Probe gestellt. Man könnte dies womöglich mit der US Navy SEAL Ausbildung vergleichen, wo täglich ausgesiebt wird und am Ende nur noch eine Handvoll übrig bleibt.
Selbst die besten Reiter, gut 9 von 10, sind dazu einfach nicht in der Lage mitzuhalten, denn es handelt sich um Reiten oder Saumführen auf Pfaden, welche unter die Kategorie Hochalpine Wanderwege der schwersten Grade fallen würden. Ob auf dem Pferd oder zu Fuss davor, oftmals handelt es sich um schmale Trampelpfade im felsigen Gebirge, wo ein einziger Fehltritt fatale Folgen hätte und man zu 100% auf sich alleine gestellt ist und einem niemand helfen kann. Die gehen Wege entlang, wo es einer normalen Person schon zu Fuss schwindlig wird, wie wenn man an Stellen steht, wo es auf beiden Seiten nahezu nur senkrecht, entweder noch oben oder auf der anderen Seite, hunderte Meter in die Tiefe geht!
Was ich noch weiss oder mich daran erinnern mag, war, dass mit Vorliebe Hufschmiede und natürlich Personen mit Beruf im Veterinärwesen in den Train aufgenommen wurden.
Anyway, schau doch mal diese Seite an und downloade die beiden PDF's, wenn du diese noch nicht kennst:
www.train.ch
oder hier:
de.m.wikipedia.org
de.m.wikipedia.org