Neue Ruhn-Stellung

Habe kein Problem damit. Wie geschrieben ist das ja auch eigentlich nichts neues. Ich denke der Aufschrei rührt eher im Bild der Kamerad°in (?), das mit der Nachricht zusammen die Runde gemacht hat. Wenn man wie ein Sack Herdöpfel ohne Körperspannung dasteht, sieht auch die Stellung mit den Händen hinter dem Rücken schlecht aus.
 
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Bin etwas gemischter Ansicht.
Bei der MP Standen wir auch immer so, weil das unsere Bereitschaftshaltung war. Man kommt so schnell an alle seine Einsatzmittel und wirkt auf andere nicht agressiv, sondern ruhig und bestimmt.
Sicherlich auch angenehmer wenn man den Karusa oder die Splischu trägt.

Mit dem Gedanken, dass bei Formationen wie der Vier-Kolonne beim AV oder im Daher alle meine Soldaten so vor mir stehen würden, kann ich mich mental irgendwie nicht so anfreunden.
Persönlich finde ich das Beispiel Bild vom Schweizer Soldaten auch nicht sehr optimal gewählt, da es auch bei mir - ähnlich wie bei @Forumuser0815 - eine lächerliche Wahrnehmung bewirkt, weil die Arme sehr unnatürlich aussehen.
Ich habe ein Beispielbild aus dem Internet, welches ich schon angenehmer finden würde.
1768836474572.png

Meine Meinung.
LG
 
Naja was eine Formalität mit Verweichlichung zu tun hat musst du mir erklären?

Ich finde es grundsätzlich keine schlechte Idee, zumal es die Diskussion bereits vor 36 Jahren gab:

Aus dem ETH Archiv:

Mit verweichlichen meine ich: Es tut ein bisschen weh, wir müssen es allen sofort angenehmer machen.... Es ist ein Militärdienst, kein Ferienlager und wenn man nicht bereit ist, vernünftig hinzustehen, dann bin ich gespannt, was Leute in einem Ausnahmezustand (Kriegsfall) machen.... Wenn vernünftig hinstehen schon zu viel ist... Ich bin Panzergrenadier Gefechtler, bei uns musste man die Arme extra weit nach oben ins Kreuz drücken, ich bin sehr muskulös und meine Schultermobilität ist extrem eingeschränkt, es hat auch geschmerzt... na und? Da muss man halt durch.... es gibt Schlimmeres...
 
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Argument ad absurdum.

Um Soldaten auf den Krieg vorzubereiten, braucht es eine solide, realitätsnahe Grundausbildung mit harten, aber fairen Übungen. Ziel ist Leistungsfähigkeit, Disziplin und Durchhaltewillen. Nicht sinnloser Schmerz als Selbstzweck.

Ich würde gerne die kriegserfahrenen Soldaten kennenlernen, zu denen wir nicht gehören, die erklären können, welchen konkreten militärischen Mehrwert der Schmerz beim Hinstehen hat. Schmerz allein ist kein Ausbildungsziel, sondern höchstens Nebenprodukt einer sinnvollen Belastung.

Ja, im Krieg ist es schlimmer. Das ist unbestritten.

Aber aus der Existenz von Extremsituationen folgt nicht, dass jede Form von stupidem Leiden in der Ausbildung legitim oder zielführend ist. Würde man dieser Logik folgen, müsste man jedes AV im Plank absolvieren -> es schmerzt, es ist kein Ferienlager, und „man muss halt durch“.

Zielführend? Ich denke nicht.
 
Argument ad absurdum.

Um Soldaten auf den Krieg vorzubereiten, braucht es eine solide, realitätsnahe Grundausbildung mit harten, aber fairen Übungen. Ziel ist Leistungsfähigkeit, Disziplin und Durchhaltewillen. Nicht sinnloser Schmerz als Selbstzweck.

Ich würde gerne die kriegserfahrenen Soldaten kennenlernen, zu denen wir nicht gehören, die erklären können, welchen konkreten militärischen Mehrwert der Schmerz beim Hinstehen hat. Schmerz allein ist kein Ausbildungsziel, sondern höchstens Nebenprodukt einer sinnvollen Belastung.

Ja, im Krieg ist es schlimmer. Das ist unbestritten.

Aber aus der Existenz von Extremsituationen folgt nicht, dass jede Form von stupidem Leiden in der Ausbildung legitim oder zielführend ist. Würde man dieser Logik folgen, müsste man jedes AV im Plank absolvieren -> es schmerzt, es ist kein Ferienlager, und „man muss halt durch“.

Zielführend? Ich denke nicht.
Du legst mir eine Position in den Mund, die ich nicht vertrete.

Ich habe weder behauptet, dass Schmerz Selbstzweck sein soll, noch dass Ausbildung aus „stupid suffering“ bestehen müsse. Mein Punkt ist ein anderer: Schmerz ist ein legitimer, unvermeidbarer und teilweise notwendiger Bestandteil militärischer Ausbildung, gerade weil sie kein zivil-logisches Umfeld ist.

Militärische Ausbildung hat nicht nur einen funktionalen, sondern auch einen formenden Charakter. Das Aushalten von Schmerz, Enge, Zwangshaltungen und Unbequemlichkeit dient nicht primär der Technikschulung, sondern der psychischen Robustheit, der Unterordnung unter den Auftrag und der Gewöhnung an Situationen, in denen Komfort, Wahlfreiheit und körperliche Schonung schlicht nicht existieren.

Dass Schmerz „allein kein Ausbildungsziel“ sei, ist eine triviale Feststellung – aber auch irrelevant. Auch Marschieren, Warten, Frieren oder Schlafmangel sind für sich genommen kein Ziel, erfüllen aber trotzdem einen militärischen Zweck.

Der Verweis auf Effizienz verkennt zudem die Realität: Ausbildung bereitet nicht nur auf idealtypische Szenarien vor, sondern auch auf Ausnahmezustände, in denen rationale Optimierung durch blosses Durchhalten ersetzt wird. Genau das wird trainiert.

Aus persönlicher Erfahrung kann ich sagen: Mich hat genau diese Art von Ausbildung extrem weitergebracht – physisch wie mental. Nicht, weil sie angenehm war, sondern weil sie mich gezwungen hat, Grenzen zu verschieben und Verantwortung auch unter Belastung zu übernehmen.

Wer jede Massnahme nur dann akzeptiert, wenn ihr Nutzen sofort messbar oder technisch erklärbar ist, argumentiert zivil – nicht militärisch.
 
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In einem Forum muss man sich ja zum Glück nicht einig sein. Aber als Tipp: Frag mal deine KI, was diese von einer neuen Ruhn Stellung hält ;)
 
In einem Forum muss man sich ja zum Glück nicht einig sein. Aber als Tipp: Frag mal deine KI, was diese von einer neuen Ruhn Stellung hält ;)
Meine KI antwortet wie folgt:

Ich nutze KI ganz bewusst, um Zeit zu sparen, nicht um mir eine Meinung zu basteln. Militär ist kein akademisches Gedankenspiel, sondern eine praktische Realität. Diskussionen, die sich in Begriffen, Floskeln oder lateinischen Wendungen verlieren, bringen mich deshalb nicht weiter. Dafür habe ich weder Bedarf noch Zeit.

Haltung gehört zur Ausbildung, weil sie eine der einfachsten und klarsten Formen von Disziplin ist. Sie verlangt nichts Technisches und nichts Komplexes, sondern nur eines: den eigenen Körper unter Kontrolle zu halten, auch wenn es unangenehm ist. Genau darum geht es. Wer schon bei etwas so Banalem wie einer unbequemen Haltung sofort ausweicht, weil es „wehtut“, zeigt keine körperliche Schwäche, sondern fehlende Bereitschaft zur Selbstüberwindung. Ausbildung soll genau diese Bereitschaft testen und formen.

Das bedeutet nicht, dass Haltung im Gefecht an sich entscheidend wäre. Genauso wenig muss man im Krieg ein Bett perfekt machen können. Der Punkt ist ein anderer: Solche Aufgaben sind bewusst einfach, klar und unumgänglich. Sie zeigen, ob jemand fähig ist, auch unter Müdigkeit, Unlust oder Unbequemlichkeit einen Standard einzuhalten. Wer schon bei kleinen, kontrollierten Anforderungen nach Ausreden sucht, wird bei grossen, unkontrollierbaren Belastungen kaum stabiler reagieren.

Ordnung, Struktur und klare Abläufe dienen nicht der Ästhetik, sondern der Funktionsfähigkeit. Militärische Disziplin beginnt nicht im Ernstfall, sondern im Alltag. Wer dort schludert, wird unter Stress nicht plötzlich präzise oder belastbar.

Wenn man Ausbildung konsequent nach Schonung, Komfort und theoretischer Logik ausrichtet, bildet man keine belastbaren Soldaten aus, sondern Menschen, die nur unter idealen Bedingungen funktionieren. Das mag für akademische Diskussionen reichen, aber nicht für militärische Funktionen, insbesondere nicht für Kampftruppen. Die Realität ist chaotisch, unangenehm und oft schmerzhaft. Ausbildung muss darauf vorbereiten – nicht auf das Lehrbuch, sondern auf die Wirklichkeit. Eine weitere Entschärfung von Ausbildung ist deshalb nicht harmlos, sondern gefährlich, weil sie im realen Szenario im Zweifel Menschenleben kostet.

Dass ich dafür KI nutze, liegt schlicht daran, dass ich mir meine Zeit einteile. Militär ist für mich kein Ort für sprachliche Selbstdarstellung. Wenn du das als akademische Übung führen willst, können wir das gerne in einem anderen Forum tun. Hier geht es um Praxis, nicht um Begriffe. Und ehrlich gesagt: Das Niveau deiner letzten Antwort lässt eher vermuten, dass hier ohnehin schon Hilfsmittel im Spiel waren. Ich investiere hier jedenfalls nicht denselben Aufwand wie in meinem Studium.

Für mich ist damit alles gesagt. (Also für die KI 😉)