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garrisson

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  • Hast Du die RS bereits abgeschlossen?
    Ja
  1. Dank Zeugnis Tauglich?

    Ohne dein Gebrechen jetzt im Detail zu kennen, aber mit ner Beschwerde kannst evtl. ein "felddienstuntauglich" herausholen. Ich weiss nicht, ob das jedoch das ist, was du haben möchtest (du bist zwar in der Armee & in grün gekleidet, ansonsten aber nicht den regulären Truppen eingeteilt). Der Bund musste diese Option schaffen, nach das EU Gericht ihn dazu gezwungen hatte (Dienstwillige, denen den Dienst verwehrt wurde, haben sich dagegen gewehrt, dass sie jetzt stattdessen zahlen müssen). Ansonsten sehe ich keine Möglichkeit einen positiven Tauglichkeitsbescheid zu erhalten.
  2. Dank Zeugnis Tauglich?

    Stimmt, Militärärzte sind einfach zivile Ärzte, die in der Armee (im KA) auch ihrer zivilen Tätigkeit nachgehen. Im Rekrutierungszentrum ist das aber etwas anders, da ist der Arzt für die Entscheidung zuständig, ob eine Person aus gesundheitlichen Gründen tauglich ist oder nicht. Dabei spielt der aktuelle Gesundheitszustand eine Rolle - welcher an der Rekrutierung bekanntermassen auch getestet wird - jedoch auch alte "Gebrechen" bzw. vorbestehende Erkrankungen. Den Militärärzten steht dafür ein von der Armee herausgegebenes Regelwerk zur Verfügung, in dem alle Krankheiten aufgelistet sind und in wie fern, diese Einfluss auf die Tauglichkeit haben. Daran muss man sich als Militärarzt halten, insb. bei Erkrankungen, die zwingend zur Untauglichkeit führen. Zur SUVA: Direkt hat die kein Mitspracherecht, jedoch sind viele Erkrankungen zwingend untauglich, weil das Risiko für die Armee zu gross ist.(Sei es, dass Schaden an der eigenen Person oder an anderen entstehen könnte). Was deinen konkreten Fall anbelangt kann ich dir aber nichts sagen, ich würd auf jeden Fall ehrlich sein an der Rekrutierung (bezüglich deiner Erkrankung und deinem Willen Militärdienst zu leisten), dann sollte sich schon eine Lösung finden lassen
  3. Dank Zeugnis Tauglich?

    Nein, die Armee gibt den Militärärzten gewisse Richtlinien vor, nach denen sie zu handeln/entscheiden haben. Darin sind diverse Erkrankungen enthalten, die per se (egal, was der zivile Arzt meint) zur Dienstuntauglichkeit führen. Das hat nichts mit "nicht können" etc. zu tun, sondern oftmals nur mit Risikoabwägung, auch aus versicherungstechnischen Gründen.
  4. San Sdt / Az Anw

    Ja genau, Herr O. ;). Ich hab dazumals die UOS noch unter anderer Führung gehabt (Herr P). Der war zumindest vom Fach, wurde dann wohl wegen irgend einem Vorfall zwangsversetzt. Letzten Herbst hats nicht so getönt, als ob er bald aufhören würde. Erwähnenswert zur OS ist ausserdem, dass O. viele Ausbildungsblöcke(v.a. das Schadensplatz-Gedöns) selber leitet/führt. Aber du scheinst ihn ja schon zu kennen, da muss ich nicht mehr viel erklären ;). Sonst kann ich dir gerne noch mehr Infos geben per PN.
  5. San Sdt / Az Anw

    Zwar eine sehr späte Antwort, aber ich möchte auch noch meine Perspektive beitragen. Habe derzeit den ersten Teil der OS hinter mir (fraktioniert) und werde sie im Juni abschliessen. Obwohl ich nachfolgend wohl eher ein getrübtes Bild dieser Ausbildung zeichnen werde, möchte ich zu Beginn sagen, dass ich mit den anderen Teilnehmern immer eine gute Zeit hatte. Aber waren ja alles auch Studenten mit ähnlichen Ansichten. Zur UOS: Ich habe diese direkt vor Beginn des Studiums absolviert, damals noch nach 9 Wochen RS und einem Jahr Pause dazwischen(heute 5 Wo RS und dann direkt UOS). Diese hat mir eigentlich soweit gefallen, ich war nie ein grosser Fan des Militärs aber der Umgang war respektvoll und die Lerninhalte interessant - zumindest für jemanden dessen einziges medizinisches Wissen sich auf den Nothelferkurs und RS-Wissen beschränkt hat. Wir waren viel draussen und konnten, obwohl von Anfang an klar war, dass der Fokus anders liegt, ein wenig "normale" militärische Grundausbildung geniessen (aka Führungsübungen, Märsche, Zeltlen ). Alles in allem eine anstrengende aber auch tolle Zeit, wahrscheinlich auch weil das Kader sehr darauf erpicht ist, niemanden in den Zivi zu verlieren. Zur Zeit zwischen UOS & OS: Die Jahre vergehen, bei mir warens bis zum nächsten Dienst mehr als vier Jahre. Man verändert sich, hat andere Vorstellungen vom Leben und seiner Zukunft. Man muss wissen, dass die Armee einem einen Ausweg aus dem Programm offen lässt, bis man in die OS geht. Am Ende der UOS wird man zum Obergefreiten befördert, hat also immer noch seine 300 Diensttage zu leisten. Konsequenz davon: Viele steigen in der Phase zwischen UOS und OS in den Zivi um. Ich selber habs mir auch lange überlegt, aber dann den Moment verpasst, bis zu dem das einigermassen sinnvoll umsetzbar gewesen war(keine abgeschlossene RS => der lange Einsatz muss noch gemacht werden). Mich hats aber auch nicht so gross gekümmert, konnte mich auch mit der OS anfreunden. Fazit: Falls du dir nicht sicher bist - nach der UOS kannst du noch aussteigen. Sowohl in den Zivi als auch zurück in den normalen Sandienst als SanSdt oder SpitSdt. Zur OS: Ja, hier kam dann der grosse Dämpfer. Ich muss sagen, das Kader gibt sich wirklich Mühe eine gute Ausbildung zu organisieren ABER es sind eben keine Ärzte oder medizinisches Fachpersonen. Das heisst, sie können die Qualität der Ausbildung nicht selber evaluieren. Soviel vorneweg. Wie schon in der UOS war der Umgang sehr angenehm, aber man erwartete schon mehr da wir zu Beginn in den Grad des Obwm befördert worden sind. Ok, mann kann es sich ja vorstellen, wir hatten keinen Bezug mehr zu Dienstgraden und militärischem Verhalten (nach zT. über 4 Jahren Pause auch kein Wunder), folgedessen war das Berufskader leicht überfordert im Umgang mit uns. Auch verständlich, wir machten es ihnen sicher nicht einfach - wir waren mittlerweile auch zumeist 25 oder älter, da lässt man sich auch nicht mehr jeden Scheiss gefallen. Nach kurzem Einleben hat sich dieses Problem aber von selbst gelöst. Nun zum fachlichen Teil, welcher für mich der eigentliche Anreiz war. Man hat echt viel Theorie, ich würd sagen ca. 75% der Zeit, auch Abends. Das heisst, oftmals war man nur gegen den Schlaf am ankämpfen, auch wegen fachlich schlechten Vorträgen bzw. inhaltslosem Gebrabel. Zudem schien das Programm wenig durchdacht, einfach alles ein wenig zusammengewürfelt, was im entferntesten mit Militärmedizin zu tun hatte. Hinzu kamen wöchentliche Gruppenarbeiten welche nur zur Beschäftigungstherapie dienten. Man macht auch einige Ausflüge, Praktika im MZR, welche meistens das Highlight der Woche waren. Interessant waren zumeist die Veranstaltungen zu WEA und Sinn der Armee - man will doch Kader ausbilden, die auch zu 100% dahinter stehen. Naja, ist halt schwierig, dies einer Ladung Studenten beizubringen, da reichen die Argumente, die normalerweise der RS vorgetragen werden, leider nicht ganz. Worauf sehr viel Wert gelegt wird ist die sogenannte Schadensplatzausbildung: Kurz, das Management eines Grossereignisses wie Zugunglück, Flugzeugabsturz etc. mit vielen Verletzten und gefährlichen Situationen. Natürlich ist das nichts anderes, als adaptierte Führungsausbildung. Der bzw. die Chefs wechseln sich konstant ab, nach jeder Runde gibts ein Feedback. Das gut daran ist, man ist draussen. Der Rest ist eher mässig, viel Kritik, da wir oftmals nach medizinischem Gutdünken handeln und weniger mit Führungstaktik. Dies ist jedoch vor allem Teil des zweiten Monats der OS, ich kann daher noch nicht allzu viel sagen. Fazit: Obwohl der Fokus auf der medizinisches Ausbildung liegt (im 1. Teil), lernt man wenig bis gar nichts neues. Die Schadensplatzausbildung ist meiner Meinung nach, weit von der Realität entfernt. Sie orientiert sich an zivilen Ereignissen, bei denen wir als Militärärzte nie die federführenden Personen sein werden. Über die militärischen Notversorgung, bspw. im Kriegsfall, wird überhaupt nicht gesprochen/gelehrt - ausser ein paar Vorträgen von Ärzten, die bei den Amis in Afghanistan waren(Bildervorträge...). Unsere Fkt als Truppenarzt wird die eines Hausarztes sein, meiner Meinung nach sollte man uns auch dementsprechend ausbilden. Was ist häufig, wie behandelt man es, wann muss ich aufpassen. In dem Sinne scheitert die Ausbildung, in dem sie nicht an die spätere Funktion angepasst ist. So, wurde länger als geplant, falls noch Fragen vorhanden sind, gerne melden. LG
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