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najiji

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    Student
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    Männlich
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    Lt
  • Militärische Funktion
    Späher Of / Inf Scharf S Of

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  1. Zusatzausbildung

    Das Einzelkämpferabzeichen der Bundeswehr kann auch von Schweizer BUs absolviert werden. Falls du einen gewissen Stabs Adj einer Ustü Kp meinst (deiner Funktion nach), dann kann ich dir das mit Sicherheit bestätigen
  2. Spezialisierung

    Die Grundausbildung eines Infanteristen ist (abgesehen von ca. 2 Wochen Spez-Ausbildung) identisch. Da in den verschiedenen Spez lediglich die Fertigkeit an der jeweiligen Spez-Waffe trainiert wird, Verfahren wie Checkpoint etc. aber komplett unabhängig davon laufen, denke ich nicht, dass dies einen grossen Unterschied machen wird. Allerhöchstens könnte ich mir den Kdo Spez aufgrund seiner Funk- und Führungsausbildung vorstellen (welche sich aber auch in Grenzen hält). Folglich rate ich dir eher, eine Spez zu wählen, welche dich unabhängig vom späteren Werdegang interessiert. Der (Inf) SiSo (Sicherungssoldat) trainiert zwar zu Beginn mit den Infanteristen, wird jedoch danach spezifisch für Bewachung und Kontrollen ausgebildet; falls deine zentrale Motivation für den Militärdienst wirklich eine Vorbereitung für einen späteren Polizeidienst ist, würde ich dir eher anraten, ein Umteilungsgesuch (vor der RS) zu schreiben. Zudem scheint es die Möglichkeit zu geben, als MP SiSo in den ersten Wochen zu MP Gren zu wechseln, was ja dein erklärtes Ziel zu sein scheint.
  3. Fragen zur MBAS

    Wieso bitteschön wird dann das Knopfsystem nach dem Truppenversuch eingeführt?! Wäre nicht genau der Sinn des Versuchs darin, zu eruieren, ob Reissverschluss oder Knopf besser wäre? Um ehrlich zu sein, abgesehen von der Reparatur-Freundlichkeit des Knopfs sehe ich Duzende Gründe für einen Reissverschluss; wie bitteschön sollte eine Goretex mit Knopf funktionieren? Ganz zu schweigen von der Nutzerfreundlichkeit und der Benützung mit Plattenträger. Extra für die Testuniformen? Oder vielleicht extra für die gesamte Armee, wenn sie ja anscheinend später eingesetzt werden sollten? Falls umgestellt werden sollte, weil der Klett zuviel Staub auffängt (was ich stark bezweifeln mag, da wir ja nicht unsere gesamte Ausrüstung (einer Verteidigungsarmee) wegen einigen wenigen Militärbeobachtern im Ausland umstellen müssen), müsste dieses System ja mindestens ebenfalls einem Truppenversuch unterzogen werden.
  4. Interne Selektion bei den Spähern

    Nein; wieso sollte man als Fahrer in der Funktion eingeschränkt sein? Die Verschiebung im Puch findet vor/nach dem eigentlichen Einsatz ab und hat somit keinen Einfluss auf das spätere Vorgehen. Das Prinzip der Späher ist, dass jede Person an allem ausgebildet wird; dies beinhaltet sowohl die Funktion als Sniper, Spotter wie auch als Mw Beobachter (und natürlich Funkspezialist, Navigator etc.). Somit findet intern keine Selektion statt (im Gegensatz zu den früheren Sensoren; auch da wurde jedoch nicht zwischen Sniper und Spotter unterschieden). Faktisch werden im Einsatztrupp (bestehend aus 4 Mann) die Funktionen entsprechend der Kompetenzen aufgeteilt: meist ist jemand besonders begabt im Kartenlesen oder interessiert sich für Funkkommunikation oder aber ist im Zivilen Jäger oder Jungschützenmeister; folglich werden diese Soldaten somit mit Vorteil in diesen Gebieten eingesetzt (so habe ich zB. bei einer Demo meine beiden Jäger als Schützen eingesetzt). Dies hängt jedoch stark vom jeweiligen Trupp ab und spielt sich mit der Zeit ein; zudem kann dies von Einsatz zu Einsatz abgewechselt werden, sodass alle trainieren können. Nicht zu vergessen ist, dass eine solche direkte Zuweisung oft gar keinen Sinn ergibt: Da stets im Dienstrad gearbeitet wird (ungefähr 1/3 Einsatz, 1/3 Reserve, 1/3 Ruhe abhängig von der Tageszeit), wechselt die Position des Schützen/Spotters ständig. Dies ist auch notwendig, da die Aufnahmefähigkeit des Spotters nach 30min markant abnimmt. Falls aber von Beginn weg bekannt ist, wann zB auf ein Ziel gewirkt werden sollte, wird mit Vorteil die jeweils beste Person für den Job eingesetzt. Mw Beobachter: leitet Mw Feuer Spotter: Zielerfassung, Berechnung der benötigten Daten (Windgeschw., Temperatur, Distanz etc.), Zielzuweisung, Anforderung Feuerkompetenz, Beurteilung der Effektivität des Feuers. Der Spotter ist zudem zuständig für die Kommunikation mit der vorgesetzten Stufe für die gegebene Aktion und liefert dem Schützen die Grundlage, damit dieser überhaupt einen Treffer erzielen kann. Schütze: "drückt den Abzug" nicht umsonst wird oft gesagt "der Schütze schiesst, der Spotter trifft". Die primäre Aufgabe des Schützen ist, sich auf den Schuss zu konzentrieren und die richtigen Voraussetzungen dafür zu liefern (Stellung, Munition, Einsicht, Konzentration, Atmung, Reaktion beim Misserfolg). Natürlich arbeitet er zuvor mit dem Spotter zusammen bei der Beurteilung der Lage, Zielerkennung etc. ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Das grosse Interesse am Späher erfreut uns und zeigt, dass die Funktion in eine richtige Richtung stösst. Jedoch mussten wir in letzter Zeit feststellen, dass das Forum zunehmend mit Detailfragen zu Themen überschwemmt wird, welche einen angehenden Rekruten erst während der eigentlichen RS interessieren müssen und nicht von allgemeinem Interessen sind. Die Anzahl an Späher-Threads in diesem Forum, in denen sich dieselben Informationen ständig wiederholen, ist schlicht zu gross. Aus diesem Grund habe ich mich entschlossen, künftig nur noch reduziert auf solche Posts ohne Mehrwert zu antworten. @Irminsul und ich haben in der Vergangenheit bereits Hunderte (!) von privaten Nachrichten beantwortet und werden dies auch in Zukunft weiterführen, sofern wir die Fragen als weiterbringend erachten. Zudem bitte ich künftige Fragestellende, in den bereits erstellen Threads zu posten, damit die Informationen überhaupt auffindbar sind und die Übersicht gewahrt werden kann (denn auch ich selbst bin es satt, ständig über 10 verschiedene Threads nach alten Antworten zu durchforsten).
  5. Fragen zur MBAS

    Soweit ich auf den oberen Bildern erkennen kann, gibt es überall Klett (siehe Jacken und die Design-Zeichnungen) und ausschliesslich Reissverschlüsse. Zudem wäre für ein solcher Wechsel zurück zu Metall-Abzeichen (welche ja gerade im Kosovo eine Katastrophe waren aufgrund der Reflexionen) für mich nicht nachvollziehbar. Auf welche Gründe beziehst du dich hier? Was bisher noch nicht erwähnt wurde: Weiss jemand, wie die neue Ausrüstung eingeführt wird? Der Plattenträger wird ja sowohl die SchliSchu (IEA) sowie das GTE (PA) ersetzen... wird somit jeder mit einem solchen als PA ausgerüstet, oder nimmt niemand mehr eine Trageinheit nach Hause? Werden WK Einheiten noch nachträglich damit ausgerüstet (ab einer gewissen Mindestanzahl Restdiensttage) oder werden die einen mit dem GTE und die andern mit Plattenträgern eingesetzt werden? Da ja dann die gesamte Ausrüstung modular sein wird (individuelle Taschen für die verschiedenen Spez) und wohl während des Dienstes als IEA bezogen werden, ist eine solche Mischvariante nicht sonderlich einfach umzusetzen. Und wird es bezüglich des Ausrüstungsbestands einen Unterschied geben bei den Bats der MmhB (wurde bereits einmal von Adj Uof angesprochen, soweit ich mich erinnern kann)?
  6. EO während DD-Zeit

    Hi zumbi Da du direkt aus der Lehre kommst, wirst du als Erwerbstätiger entschädigt. Quelle: VTG Quelle: Bund Als DD gelten für dich während der ersten 21 Wochen (Grundausbildung) dieselben Regeln wie andere Rekruten (dh. 62.- pro Tag), danach 80 % des ortsüblichen Anfangslohnes ( 62 - 196.- / Tag). Falls du allenfalls weitermachen würdest, gilt dies bereits früher.
  7. WEA - WK-Dauer und Diensttage

    Im erwähnten Flyer steht: Wie du bereits erwähnt hast, ist über die restlichen Grade nichts erwähnt. Interessanterweise ist selbst die Anzahl Diensttage nicht konsistent in allen Dateien. So muss ein angehender Grfhr laut diesem Dokument 400 Diensttage leisten, laut einem andern jedoch 440-450; selbiges bei den Subaltern Ofs, welche einmal 650 und einmal 680 Tage leisten müssen. Beide Dokumente sind wohlgemerkt auf der selben Webseite aufzufinden und stammen vom letzten Jahr. Nachtrag: Nach einem weiteren Anruf hat sich meine vorherige Aussage bestätigt: Falls bereits befördert, ändert sich die Anzahl Diensttage nicht. Anscheinend wurde dies ursprünglich anders angedacht (weshalb es wohl auch so im Flyer steht), wird jedoch wie oben erwähnt umgesetzt.
  8. Fragen zum Späher als Infanterie Spezialisierung

    @360° Bezüglich Trennung AZSK und Späher: In der aktuellen Ausgabe des "Schweizer Soldat" (Juli/August 17) wird auf die Zusammenlegung der Sensoren gepocht: Weiter wird auf die Divergenz zwischen LVb Panzer/Artillerie und LVb Infanterie eingegangen bezüglich der Einsatzdoktrin. Schlussendlich scheint es mir so, dass der Autor damit ausdrücken will, dass wir armeeweit primär einen Sensor haben, welcher die Anforderungen sowohl an die Aufklärung wie auch an die Autonomie und Wirkungsfähigkeit erfüllt; mit dem Späher ist somit ein wichtiger Schritt in diese Richtung vollzogen worden. Nachtrag: Dieselben Autoren sind bereits in einem früheren Artikel (hier verfügbar) ausführlich auf eine Zusammenführung bzw. Neuausrichtung der Aufklärungsmittel eingegangen. Darin fordern sie neue Fahrzeuge und eine vereinheitlichte Ausbildung, widersprechen sich meiner Meinung nach jedoch selbst bzw. Anwendung Bogenfeuer (vgl. Zitat oben) sowie Sinn und Zweck der Trennung von Panzer- und Inf-Aufklärern.
  9. WEA - WK-Dauer und Diensttage

    Auf Nachfrage beim VBS hat sich nun herausgestellt, dass die besagten Änderungen nur für Beförderungen gelten, welche nach dem 01.01.2018 vollzogen werden. Dementsprechend hat die WEA keinen direkten Einfluss auf die Dienstleistung von bestehenden AdAs (laut Angaben der "Hotline Personelles der Armee").
  10. Fragen zum Späher als Infanterie Spezialisierung

    Wird bereits so durchgeführt in der momentanen Inf RS. Ich denke, du wirst auch in Urnäsch mit hoher Wahrscheinlichkeit keine klassische Aufklärer RS mehr absolvieren, sondern direkt die Späher RS. Zudem spricht deine Einteilung Bände: Urnäsch ist der Standpunkt der Inf Ustü Kp (also Mw und Späher). Zudem bildet die Inf RS 11 keine Aufklärer aus; diese wurden früher in der Inf RS 13 geschult.
  11. Fragen bez. Späher (Funktion)

    Bist du sicher, dass du bei deiner Suche durch das Forum nicht einige Beiträge übersehen hast? 1. Der Aufgabenbereich eines Spähers wurde bereits mehrfach abgehandelt, unter anderem hier: 2. Falls du die klassische "Special/Deep Reconnaissance" meinst: Nein. In der Schweiz sind die Fallschirmaufklärer und das AAD 10 für Aufklärung weit hinter feindlichen Linien und über mehrere Tage zuständig. Somit springen Späher auch nicht aus dem Flugzeug (für das existiert wie bereits gesagt der Fallschirmaufklärer, welcher spezifisch dafür selektioniert und ausgebildet wird). Späher sind für die Aufklärung an der Front zuständig, dh. entweder in gesichertem Gebiet mit Blick auf den Feind, oder in einer Zone zwischen den Hauptkräften. Vereinzelt kann es auch vorkommen, dass effektiv durch feindliches Gebiet infiltriert wird; dies sollte jedoch die Ausnahme sein, da ein Spähertrupp nicht über die Kampfkraft verfügt, welche ein direkter Kontakt mit feindlichen Kräften voraussetzen würde. 3. Wie bei allen Kampftruppen ist das Stgw 90 die Waffe jedes Spähers. Zusätzlich dazu wird er mit der Pist 75 ausgerüstet (Leihwaffe). Im Trupp mitgeführt wird das Scharfschützengewehr (SSGw 04) und der Granatwerferaufsatz (GwA) für das Stgw. Als Mw-Beobachter kann er zudem Mw Feuer leiten. 4. Wurde ebenfalls bereits mehrfach erwähnt, unter anderem von @Irminsul: Kurz: Es ist eine sehr abwechslungsreiche und anstrengende RS, bei der du im Gegensatz zu anderen Funktionen viel draussen bist (auch während diese Ausgang haben) und viel Gewicht tragen musst. Eine gute körperliche Kondition und Grundfitness ist notwendig; mindestens ebenso ist jedoch die Fähigkeit, im Team zu arbeiten und selbstständig über Tage und unter Schlafmangel und Stress agieren zu können. 5. Ebenfalls bereits einige Male erwähnt: Der Späher entstand aus den Inf Sensoren, welche aus dem Scharfschützen (eingeführt 2005) und den Minenwerferbeobachter (früher direkt bei den Mw) zusammengesetzt wurden. Seit einigen Jahren wurde diese beiden Funktionen nun zusammengeführt und lösen zusätzlichen den klassischen Inf Aufklärer ab, welchen es nach der WEA nicht mehr geben wird. Der Aufklärer war wie der Infanterist und der Minenwerfer eine eigene Funktion (im Gegensatz zu Spezialisierungen des Infanteristen wie Kdo-Spez, Lmg, PzF etc.)
  12. WEA - WK-Dauer und Diensttage

    Würde mich ebenfalls sehr interessieren, wie dies umgesetzt wird. Als Offizier müsste ich nämlich neu 680 Diensttage leisten anstelle der früheren 600; uns wurde dies (Ende Abverdienen) auch so kommuniziert, dass dies bereits rückwirkend gilt (bis wann, wurde jedoch leider nicht genannt). Für mich ist dies jedoch schlicht inakzeptabel. Wieso sollten AdA's, welche unter dem alten System ausgebildet wurden, nun mehr/weniger Dienst leisten müssen, können jedoch nicht von den Vorteilen der WEA profitieren? Somit bin ich (ohne Einwilligung oder vorherige Information) nun verpflichtet, 3 WKs mehr leisten, bekomme aber keine Ausbildungsgutschrift und somit 13'500 Franken weniger (siehe ASMZ 11/16). Entweder sollte die WEA nur für AdA's gelten, welche ab dem 01.01.2018 ihren Dienst beginnen, oder die Umstellung gilt komplett (mit allen Vor- und Nachteilen) rückwirkend bis zu einem gewissen Zeitpunkt. Zudem ist das gesamte Kommunikationskonzept in dieser Hinsicht äusserst schlecht. Weder offiziell im Internet noch in Fachzeitschriften (ASMZ, "Schweizer Soldat") wird die konkrete Umsetzung und Gültigkeitsbereiche erwähnt. Da jeder einzelne AdA, egal welchen Grades, davon betroffen ist, wäre das Interesse an dieser Information sicherlich vorhanden.
  13. Zusätzliches Material für RS

    Schau dir mal diesen Thread an, die Frage wurde bereits oft beantwortet. Für mich das Wichtigste: Rohnersocken (hatte am Ende 7 Paar davon ) für die Kampfstiefel; gibt auch gute, zweilagige Socken von Wrightsock (zB beim Transa). Stirntaschenlampe mit Rotlicht (sicherlich auch im Fahrzeug sehr nützlich, v.a. auf Nachtübungen, bei denen Karten oder Notizen gebraucht werden) Im Winter/Spätherbst: Warme Funktionsunterwäsche und Innenhandschuhe Snickers (habe immer zwei dabei; viele Kameraden waren mir bereits dankbar für diesen kleinen Motivationsschub idealer Energieliferant und auch nach Wochen dabei noch essbar) Bei häufigen Nachtübungen und Truppen, die sich tarnen: Abschminktüchlein (!) Alles Weitere wirst du direkt vor Ort erfahren und hängt stark von der Truppengattung und Funktion ab (Kader brauchen zB. einiges mehr). Nimm zu Beginn nicht zu viel mit, sondern schau in der ersten Woche, was dir von andern Kameraden und Gruppenführern vorgeschlagen wird und merke selbst, was noch nützlich wäre und was überhaupt erlaubt ist. Grundsätzlich wird dir von der Armee alles zur Verfügung gestellt. Um eines klarzustellen: Kleidung, Taschen und Holster etc., welche nicht Ordonnanzmaterial sind, werden grundsätzlich nicht akzeptiert. Einzige Ausnahme ist (zumindest im Lehrverband Inf) der Camelbak. Generell werden jedoch Gegenstände und Kleidung, welche unter dem Tarnanzug getragen werden und nicht sichtbar sind (zB. Funktionsunterwäsche) toleriert; ob aber zB. der bekannte "Armee-/Aufklärerschal" erlaubt ist, entscheidet schlussendlich die Schule selbst sowie bei kleinen Dingen deine direkten Vorgesetzten. Warte somit zuerst ab, bevor du dir teures Material einkaufst, welches du dann doch nie einsetzen darfst.
  14. Die Einstellung gegenüber dem Militär

    Hi myth Um eines vorweg zu nehmen: Entgegen der allgemeinen Annahme ist es in der Armee sehr wohl erlaubt (und oft auch ausdrücklich erwünscht), mitzudenken. Jede Führungsperson wird mir beipflichten, dass ein Soldat, der die Situation analysiert und selbstständig sinnvolle Schlüsse daraus zieht, einen Mehrwert generiert und dem klassischen Bild des blind gehorsamen Untergebenen vorzuziehen ist. Der grosse Unterschied zur zivilen Welt ist lediglich, dass ein militärischer Vorgesetzter die Möglichkeit hat, eine mühsame Frage ohne Begründung wegwischen zu können; doch nur weil er dies kann (und einige dies aus Bequemlichkeit auch oft anwenden), bedeutet das noch lange nicht, dass es der richtige Weg ist und stets so gehandhabt werden sollte. Auch im Zivilen würde man teils gerne einer unbequemen oder langwierigen Antwort aus dem Weg gehen, nur geht das schlicht nicht so einfach. Wie bei den meisten Themen, bei denen die Armee stark kritisiert wird, ist dies einerseits ein Problem, das per se nichts mit der Armee zu tun hat, und bei dem anderseits durch Rosinenpickerei schlechter Beispiele ein Vorurteil verstärkt wird (denn ich selbst hatte zB. einen Gruppenführer, welche uns explizit vor einem Einsatz nach unseren Ideen gefragt hat, bevor er seine Entscheidung fällte). Ich war exakt in der selben Situation wie du zu Beginn meines Dienstes: eine Person, die bei absolut allem den Sinn dahinter sehen will und nicht nur fragt, wieso man etwas wie beschrieben machen sollte, sondern weshalb es nicht einfacher/besser/sinnvoller wäre, es auf eine andere Weise X auszuführen. Und dass ich die Ausbildung doch als Infanterie Offizier (ja, die vermeintlich "dumme, sture, sich nichts überlegende, mit dem Kopf durch die Wand" Infanterie) abschliessen konnte, zeigt, dass es für eine solche Person durchaus möglich ist, diesen Charakter und das Militär zu vereinen. Jedoch mussten dafür auch einige Voraussetzungen gegeben sein. Ich war in einer Einheit (den Sensoren (grob "Aufklärer & Scharfschützen")), bei welchen Intelligenz und Eigenständigkeit von zentraler Bedeutung sind, wobei nach diesen Kriterien selektioniert und sie gezielt gefördert werden. Zudem hatte ich einen Zugführer, der sich für seine Rekruten eingesetzt hat und Fragen nicht direkt ermutigt, aber dennoch befürwortet und so gut wie möglich beantwortet hat. Zudem waren auch meine Gruppenführer nicht gerade berauscht durch "Obgfr, Rekr X; Wäre es nicht sinnvoller, wenn...?", aber sie gaben sich stets Mühe, die Fragen zu beantworten, auch wenn dies zur Folge hatte, dass sie auch einmal eigenes Unwissen offenbaren oder selbst etwas nachfragen mussten und erst am darauffolgenden Tag mit der Antwort kommen konnten. Zentral ist jedoch, dass die Frage nach dem Sinn nicht blockiert wurde, sondern ganz im Gegenteil mit Zusatzaufwand für die Vorgesetzten eine gerechte Antwort gesucht wurde. Auch in meinem späteren Werdegang hatten es die Berufsunteroffiziere und -offiziere nicht unbedingt leicht mit mir. Teils muss man sich anhören, dass man die Dinge nun einfach so akzeptieren muss ( das klassische "ist so weil ist so"); das kompetente Kader konnte jedoch mehrheitlich den tieferliegenden Grund dahinter aufzeigen, sodass für alle eine Win-Win-Situation entstand (sie konnten ihr Wissen zeigen, wir erfuhren mehr, um dies danach selbst weitergeben zu können). Oft erscheinen Dinge auf den ersten Blick als absolut sinnbefreit, offenbaren aber sehr wohl ihre Gültigkeit, wenn man sie aus einem anderen Blickwinkel (und oft von einer hierarchisch höheren Stufe) aus betrachtet. Und teils wurde mir schlicht zugestimmt, dass es Möglichkeiten zur Optimierung gibt (so gab der Autor des Sturmgewehr-Reglements selbst zu, dass viele der Manipulationen im Nachhinein gesehen suboptimal sind ). Somit muss man auch schlicht akzeptieren können, dass vieles so ist und nicht es auch für die vorgesetzte Stelle nicht möglich ist, dies zu ändern; als Entschuldigung für alles darf dies jedoch auf keinen Fall dienen. Zwei Punkte, welche zu diesem Thema zentral sind, hast du bereits selbst angesprochen. Teils ist es aus Zeitgründen nicht möglich, auf jede Frage einzugehen. Anderseits kann man sich den Respekt der Unterstellten nur verdienen, wenn diese auch in dich und deine Entscheidungen vertrauen und sie sehen, dass du dir dazu Gedanken gemacht hast. Deshalb ist es wichtig, dass Fragen stets zugelassen werden, wenn die Möglichkeit dazu besteht, um ihnen zu zeigen, dass hinter deinen Befehlen auch ein Sinn steckt (nicht umsonst ist die Sinnvermittlung eines der wichtigsten Themen der militärischen Führungsausbildung). Ich habe stets versucht, meinen Unterstellten das selbe zu bieten, was ich auch selbst von meinen Vorgesetzten erwarte. Jedoch muss man als Vorgesetzter selbstständig entscheiden, ob und wie viele solcher Anmerkungen angebracht sind und wie man auf sie reagieren will. Und selbstverständlich muss auch ein Soldat ein gesundes Mass an Fragen finden; auch meine Geduld hatte teils Grenzen, und wer dies nicht rechtzeitig bemerkt hat, dem musste man sanft darauf hinweisen Kurz zusammengefasst: Als Führungsperson ist es zentral, auf seine Untergebenen zu hören und deren Inputs ernst zu nehmen. Danach sollte man diese den Umständen entsprechend behandeln, selbst eine Entscheidung fällen und diese (falls angebracht) auch begründen. Meiner Erfahrung nach haben (zumindest alle guten Kader) diesen Grundsatz auch eingehalten und sich durchaus dankbar für Anmerkungen gezeigt. Natürlich gibt es auch Negativbeispiele, aber genau diese sind die beste Lernvorlage, wie man es nicht tun soll, und lehren dir am Meisten. Wie @Mugendai erwähnt hat: Führen über den Rang funktioniert höchstens einige Wochen; somit kann man gestellt Fragen direkt nützen, um sein Wissen zu zeigen und sich eine Fachautorität anzueignen.
  15. RS auf nach Bachelor verschieben

    Hi schweizer Ich habe meine RS ebenfalls erst nach dem Bachelor absolviert. Da dies mein erklärtes Ziel war, habe ich jedoch auch meine Rekrutierung so spät wie möglich angesetzt und nur diese nochmals verschoben (nicht aber den RS-Start selbst), sodass ich den RS-Start wie geplant absolvieren konnte. Theoretisch sollte dies jedoch möglich sein; unter diesem Link findest du das Dienstverschiebungsgesuch. Dort wird dieser Sachverhalt wie folgt beschrieben: Wie genau dies aussieht, und was für Gründe reichen (ziemlich sicher müsstest du Prüfungstermine haben im Zeitraum, in dem du die RS absolvieren müsstest, damit dies als Verschiebungsgrund zählt), schaust du jedoch am Besten direkt mit der zuständigen kantonalen Behörde oder dem Rektorat deiner Universität an. Ich meine jedoch, mich erinnern zu können, dass RS-Verschiebungen relativ mühsam sein können. Zu deiner zweiten Frage: Das Problem hier ist, dass du (zumindest bei den Universitäten, die ich kenne) keine Urlaubssemester im ersten Jahr des Studiums nehmen kannst. Somit müsstest du das Studium wieder abbrechen, was dir höchstwahrscheinlich einen zweiten Start verhindert. Es gibt jedoch eine viel einfachere Lösung: Sicherlich bietet deine Universität ebenfalls eine verzögerte Anmeldefrist (welche üblicherweise aus Gründen der Administration/ zur "Strafe" einen zusätzlichen Betrag von um die 50 Franken erfordert). Schaue, ob dies möglich ist; wenn ja, klär den Sachverhalt wie oben erwähnt mit den Behörden und entscheide dich, wenn du deine Möglichkeiten kennst. Gruss najiji
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