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    Hallo "Zu-Rekrutierende" und andere Interessierte Nach mehreren Anfragen von Kollegen, wie die Rekrutierung ablaufen würde, habe ich mich dazu entschlossen dies niederzuschreiben und veröffentliche dies nun auch hier. Nach dem Orientierungstag und ersten Wünschen fürs Militär, steht euch nun die Rekrutierung bevor. Ich werde die einzelnen Blöcke einer solchen Rekrutierung gliedern und bei gewissen Punkten auch Tipps zur Vorbereitung geben. Die einzelnen Blöcke werden in willkürlicher Reihenfolge absolviert werden, ausser natürlich die Abschlussgespräche. Alles bezieht sich auf Sumiswald, sollte es an gewissen Orten anders sein (oder ich etwas vergessen haben), bitte ich um Aufklärung. Informationsblöcke Es gibt zahlreiche Informationsblöcke, sei es zum Allgemeinen, zum Weitermachen oder zum Zivildienst. Der Erwähnenswerteste hier, ist der Block zu den Funktionen. Die Funktionen wurden uns kurz vorgestellt und danach sollte man sich bereits provisorisch für 3 Funktionen entscheiden. Später konnte man diese Funktionen im Computer eintragen und sah auch, ob gewisse Funktionen bereits voll waren. Versucht bereits vor der Rekrutierung Funktionen zu finden, die euch gefallen könnten. Bewertet euch hier jedoch selber ehrlich, bzgl. Sportlichkeit oä., um Enttäuschungen zu vermeiden. Wollt ihr unbedingt eine Funktion (so wie ich den MP Gren), seid auch bereit, euer Wunschdatum der RS zu verschieben. Anbei das Rekrutierungsheft 2016, solltet ihr dieses nicht haben. Computertest (Intelligenz) Der Intelligenztest ist in zwei Teile aufgeteilt, den „Wortschatz“ und das „Figuren-Erkennen“, die beide auf Zeit gehen. Im ersten Teil erhält man ein Wort und muss dann aus fünf ähnlichen Wörtern, das Passendste finden. Dies klingt relativ einfach, soll man jedoch plötzlich das Nächste Wort zu „wunderbar“ finden, gerät man schon ins Schwitzen. Im zweiten Teil erhält man eine komplexe Form aus (zu) vielen Strichen und soll darin eine vorgegebene Form finden. Man muss jedoch nicht alle Aufgaben in der vorgegebenen Zeit lösen, um die volle Punktzahl zu erhalten. Diese beiden Tests werden während einem früheren Infoblock jedoch noch genau erläutert. Computertests (Psychologisch) Dies sind mehrere Tests, die entweder mit „Trifft gar nicht zu“ bis „Trifft voll zu“ oder mit „Ja“ und „Nein“ beantwortet werden können. Man kann diese nicht üben, tut euch einfach selber den Gefallen und beantwortet diese ehrlich. Ich hatte mehrere Leute an der Rekrutierung, welche dachten sie könnten sich ihr „Psychologisches Profil“ nach dem Baukastenprinzip zusammensetzen. Da es so viele Fragen sind, die sich teilweise praktisch wiederholen, gelang es keinem dieser Spezialisten ihr „Wunschprofil“ durchzuhalten und jeder hatte ein interessantes Gespräch mit den Psychologen. Ein Gespräch mit den Psychologen hatte ich nie, jedoch wurde mir von diversen Leuten gesagt, sie würden etwas mit einem sprechen und meistens waren diese Leute dann trotzdem Militärdiensttauglich. Also nicht den Kopf zerbrechen, solltet ihr aufgerufen werden. Computertests (Kaderbeurteilung) Es gab gleiche Tests, wie bei den Psychologischen Tests, mit Fragen zum Führungsverhalten etc. Auch hier sollte einfach ehrlich geantwortet werden. Der zweite Teil bestand aus dem Merkfähigkeitstest. Zuerst wurde über Kopfhörer eine Wegbeschreibung abgespielt, und man musste danach Fragen zum Weg beantworten. Im visuellen Teil wurde dann eine Karte mit ca. 20-35 Elementen gezeigt. Nachdem die Karte verschwunden war, musste man Fragen zur Position der Elemente auf der Karte beantworten. Medizinische Tests -Überprüfung der Sehschärfe, des Farbsehens und des „3D-Sehens“ -Überprüfung des Gehörs (Kopfhörer mit verschiedenen Frequenzen) -EKG -Allgemeines (Gewicht, Grösse, daraus resultiert der BMI) -freiwillige Blutanalyse (inklusive HIV-Test) -(freiwilliges Auffrischen der Impfungen (erst später, fand aber keinen Ort um es unterzubringen)) -Gespräch mit dem Arzt (inklusive Eiergriff): Krankengeschichte und Resultate werden zusammengefasst erläutert, der Arzt überprüft die Beweglichkeit und das Skelett (v.A. Rücken) und dann gibt er sein OK zur Militärdiensttauglichkeit (oder UT). Der Eiergriff, der zur Vordiagnose von Hodenkrebs gemacht wird, war in meiner Vorstellung wirklich wild. Dort im Zimmer hiess es jedoch nur Hosen runter, gummierte Hände fassten mich an und nach ca. 10 Sekunden war der Spuk bereits wieder vorbei. Also macht euch keine Sorgen deswegen. Sporttest Disziplinen mit Punktetabelle Der Sporttest gliedert sich in ein kurzes Aufwärmen und ein anschliessendes Vorzeigen der Übungen. Danach werden der Einbeinstand, das Medizinballstossen und der Standweitsprung in freier Reihenfolge absolviert. Danach kommt der Rumpfkrafttest und am Ende der Conconitest. Natürlich ist hier eine allgemeine Fitness gefordert, weshalb ich gar nicht darauf eingehe. Vielmehr gebe ich spezifische Übungen für diese Disziplinen und dazu noch meine persönlichen Tipps. Einbeinstand: Man stellt sich mit einem Fuss (zuerst wird der Linke, dann der Rechte getestet) in einen Gymnastikreifen. Der andere Fuss wird in die Kniekehle gelegt und muss dort bleiben. Die Hände werden hinter dem Körper verschränkt. Nach 10 Sekunden werden die Augen geschlossen und nach weiteren 10 Sekunden muss der Kopf (mit geschlossenen Augen) in den Nacken gelegt werden. Die Zeit, in der die Übung korrekt ausgeführt wird, wird mit beiden Beinen gemessen und dann addiert. Diese Disziplin sollte am Einfachsten "geschenkte Punkte" geben. Übt diese einfach jeden Abend 2-3 mal und ihr werdet schnelle Fortschritte machen. Bereits beim Stand achtet darauf, dass das stehende Bein leicht gebeugt ist und der Fuss gut in der Kniekehle sitzt. Mir persönlich fiel es einfacher, das Bein vom Körper abzuwinkeln, jedoch kann man es auch nach vorne halten. Desweiteren sollte der Griff um das Handgelenk fest sein, damit ihr nicht gleich abrutscht. Ich persönlich habe den Oberkörper (bzw. die Schultern) leicht vorgebeugt (einen "Buckel" gemacht), da beim "Kopf in den Nacken" der Kopf (und damit das Gleichgewichtsorgan in den Ohren) nicht soweit nach hinten geneigt wird, was zu einem besseren Gleichgewicht führt. Ebenso habe ich den Einbeinstand in Socken gemacht, da man so bei Gleichgewichtsverlust "rumrutschen" und damit einige Sekunden herausholen kann (oder sich wieder fangen). Medizinballstossen: Man setzt sich auf eine Bank und muss einen kleinen weichen Ball zwischen den Schultern und der Wand einklemmen. Dann erhält man einen 2kg Medizinball (dieser hat einen relativ grossen Durchmesser) und muss diesen so weit wie möglich werfen. Der Beste von drei Versuchen wird gezählt. Um dies zu üben, eignen sich am besten "Klatschliegestützen", da diese neben Brust und Armen eben auch Schnellkraft brauchen. Das Volumen der LS variiert von Person zu Person, gebt einfach euer Bestes. Optimalerweise mach ihr nach einem sog. Satz (bis ihr nicht mehr mögt) eine Pause und dann dasselbe von vorne, bis ihr drei Sätze erreicht. Macht dies nur alle zwei Tage, da der Muskel Zeit zur Regeneration braucht. Beim Test solltet ihr euch mit den Beinen wirklich fest gegen die Wand drücken. Versucht auch die Schultern möglichst stark mitzubewegen, ohne dass der Ball runterfällt, da ihr damit weiterkommt. Entgegen der allgemein gültigen Meinung ein 45 Grad Abwurfwinkel sei optimal, empfehle ich euch ca. 40 Grad (aufgrund der Luftreibung). Wird der Ball zu hoch geschossen verliert er an Energie und wird er zu tief geschossen, kommt er viel schneller an den Boden. Standweitsprung: Von einer Linie aus soll möglichst weit gesprungen werden. Die Landung ist mit beiden Füssen und der hinterste Punkt wird gemessen. Wiederum zählt der Beste von drei Versuchen. Dabei können Kniebeugen, aber auch Standweitsprünge als Training dienen. Auch die Technik gibt noch den einen oder anderen Punkt, weshalb diese auch geübt werden sollte. Vorallem bei wenig Vorbereitungszeit ist es kontraproduktiv, noch mit "hartem" Training anzufangen, weshalb ich empfehle jeden zweiten Tag den Standweitsprung (am Besten auf eine Matte um die Gelenke zu schonen) 5-20 mal durchzuführen. Habt ihr noch mehr Zeit, eignen sich Kniebeugen (ebenfalls jeden zweiten Tag) gut. Nehmt dabei einen schweren Rucksack und geht dabei mit schulterbreitem Stand langsam in die Hocke, bis die Oberschenkel im rechten Winkel zu den Unterschenkel stehen. Achtet darauf, dass die Knie nicht über die Zehen kommen und ihr in der Lendenwirbelsäule (unterer Rücken) ein leichtes Hohlkreuz bildet. Dann drückt ihr euch explosionsartig nach oben (Knie leicht gebeugt lassen), verharrt kurz in dieser Position beginnt wieder von vorne. Macht dabei soviele KB wie ihr könnt, kurze Pause und das Ganze noch zwei mal. Ich hüte mich etwas davor, Anfängern Kniebeugen zu empfehlen, da relativ viel falsch gemacht werden kann: Geht nicht weiter als zum Rechten Winkel runter und streckt beim Hochgehen die Beine nicht ganz durch (leichte Beugung der Kniegelenke), da dies die Gelenke unnötig belastet. Ebenso solltet ihr gerade runter gehen (Knie nicht über Fuss), um die Fussgelenke, Knie und Unterschenkel zu schonen. Desweiteren sollte im unteren Bereich des Rücken ein leichtes (nicht zu wenig, nicht zu fest) Hohlkreuz gemacht werden, was unter Umständen mit einem schweren Rucksack schwierig sein kann. Achtet darauf, dass ihr Schuhe mit gutem Profil habt, damit ihr euch wirklich abstossen könnt. Stellt euch etwa schulterbreit hin (optimalerweise auf die Zehen) und streckt die Arme nach oben. Während ihr nun leicht vorgebeugt (auf den Zehen) in die Hocke geht, schwingt ihr die Arme nach unten / hinten. Sofort nach Erreichen des tiefsten Punktes springt ihr explosionsartig nach vorne und oben. Auch hier ist ein 35-40 Grad Winkel zu empfehlen. Die Arme zieht ihr beim Sprung nach vorne oben, damit sie in die gewünschte Sprungrichtung zeigen. Diese Lage haltet ihr solange wie möglich und kurz vor der Landung klappt ihr die Beine nach vorne. Gleichzeitig könnt ihr auch die Arme wieder nach hinten unten schwingen, was euch die letzte Reichweite gibt. Aufgrund des Schwungs solltet ihr mit den Beinen zuerst aufkommen, dann jedoch ohne Probleme mit dem Oberkörper nach vorne katapultiert werden. Fangt euch mit den Armen VORNE (da der hinterste Punkt zählt) auf und steht ruhig auf. Der ganze Ablauf klingt nun kompliziert, vereinfacht sich aber nach einigen Probesprüngen. Rumpfkrafttest: Man liegt unter eine verstellbare Messlatte, welche mit dem Kreuz während der ganzen Übung zu berühren ist. Nach Einstellung dieser Messlatte muss im Unterarmstütz jede Sekunde abwechslungsweise ein Bein gehoben werden. Es zählen die Sekunden, welch erreicht werden. Dies lässt sich am besten mit der Übung selber, oder mit normaler Unterarmstütz - wie gewohnt, alle zwei Tage 3 Sätze - trainieren. Achtet darauf, dass die Messlatte wirklich gut eingestellt ist, da es sonst ungemütlich wird. Seid nicht zu schüchtern zwei Positionen mehrmals auszuprobieren, damit ihr die optimale Höhe findet. Die Beine sollten nicht zu schnell und nicht zu hoch gehoben werden, da das nur unnötig Kraft braucht. Das Meiste an dieser Übung ist Kopfsache, solltet ihr das Gefühl haben nicht mehr zu mögen, liegen nochmal 25-50% der Leistung drin: Habt ein Ziel vor Augen und beisst durch. Erreicht ihr bei dieser Übung hohe Punktzahlen, lassen sich die Punktegrenzen für Funktionen gut diskutieren, da dieser Test (zusammen mit dem Ausdauertest) zu den Wichtigsten gehört. Zwar wird gesagt alle Disziplinen werden gleich gewertet, jedoch haben diese zwei anscheinend eine leichte Sonderstellung. Conconitest: Es gibt zwei Varianten (auf der Rundbahn oder in der Halle (wobei man immer umdrehen muss)). Bei Beiden Varianten gibt es einen Ton, welcher vorgibt, wie schnell man beim nächsten Hütchen oder Malstab sein muss. Diese Geschwindigkeit wird nach einer gewissen Strecke erhöht. Ihr erhaltet ein paar "Übertretungen", kommt ihr jedoch wirklich nicht mehr nach, werdet ihr rausgewunken. Die Zeit die ihr mitrennt, ergibt dann eure Punkte. Genaueres findet ihr unter dem Link zu den Disziplinen. Um Ausdauer zu trainieren gibt es verschiedene Ansätze. Für Untrainierte empfehle ich alle zwei Tage joggen zu gehen. Zwischendurch können Sprintstrecken eingelegt werden und dann wieder lockeres Joggen. Natürlich könnt ihr auch den Conconitest 1 zu 1 durchführen, jedoch ist dies ein relativ grosser Aufwand. Achtet darauf, dass ihr gute und leichte Schuhe habt. In der Halle brauchen diese Profil für das Wenden, aussen können es auch Crossschuhe sein. Auch hier ist wieder durchbeissen angesagt und solange Rennen wie möglich, da auch diese Disziplin einen wichtigeren Stand in der Bewertung hat, als die ersten drei. Conconi Signal Gespräche Ein kurzes Gespräch mit der Psychologin zur Erklärung der Computertestresultate und dann geht es bereits zum Rekrutierungsoffizier. Wartet bis euer Name aufgerufen wird und geht dann ins Zimmer rein. Begrüsst den Rekrutierungsoffizier und wartet dann ab, was er euch anhand eurer Wünsche und Resultate vorstellt. Seid ihr nicht einverstanden, diskutiert mit ihm, geht ihm jedoch auch entgegen, wenn ihr merkt, dass die Funktion wirklich nichts für euch ist. Habt ihr dann eine Funktion gefunden, die euch beiden passt, ist die ganze Geschichte der Rekrutierung auch bereits vorbei. Optimalerweise wisst ihr bereits vor der Rekrutierung, was ihr machen wollt und könnt entsprechendes Material vorbereiten. Dies können spätere Berufsabsichten, aber auch besuchte Kurse etc. sein. Nehmt (und benutzt) alles mit, was euch auch nur im Entferntesten von anderen abhebt und euch helfen könnte. Im Gespräch selber tretet freundlich, selbstbewusst und sicher (aber nicht überheblich!) auf. Erklärt warum ihr diese Position möchtet und warum genau ihr dafür geeignet seid. Seid nicht eingeschnappt, solltet ihr diese Position nicht sofort bekommen, sondern fragt nach. Sollte es sicher sein, dass ihr diese nicht bekommt, seid offen für Vorschläge und überlegt euch, ob euch dies oder jenes auch noch gefallen könnte (dafür sind die 3 "Wünsche" da). Lasst euch keinesfalls zu etwas überreden, das euch gar nicht richtig passt, sondern versucht das Beste aus euren Tests zu machen. Solltet ihr trotzdem einer Funktion zustimmen, bei der ihr denkt sie sei dumm, langweilig, etc. geht offen und ohne Vorurteile darauf zu und vielleicht wird es für euch doch noch zur besten RS. Ich hoffe ich konnte euch einen guten Einblick in die Rekrutierung gewähren und wünsche euch viel Erfolg. Mfg Hopeful Für jegliche Ergänzungen, Kritik, Erläuterungen oder Rechtschreibekorrekturen bin ich natürlich dankbar. Über die zwei Fahrertests kann ich nichts berichten, vielleicht findet sich noch wer, der das tut Edit 1: Informationen, Trainingsempfehlung & Tipps zum Sporttest hinzugefügt. (27.03) Edit 2: Ergänzungen Standweitsprung bzgl. Kniebeugen. (27.03)
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    Es wurden sowohl hier als auch im Thread "Warum soll ich eigentlich Militärdienst leisten" einige Dinge gesagt, die ich mal kommentiere: Organisation: Die Schweiz wird auf absehbare Zeit sowohl bei der Wehrpflicht, als auch bei der Milizarmee bleiben. Auch wenn die Wehrpflicht momentan die Männer benachteiligt so ist sie doch unumgänglich, wie soll die Armee sonst ihren Bestand sicherstellen? Deutschland wünscht sich die Wehrpflicht zurück, Schweden führt sie wieder ein und Norwegen sogar für Frauen. Auch die ganzen Sprüche von: "die Armee muss halt attraktiver werden" oder "mann muss die jungen Leute abholen" hängen mir zu Hals raus. Hart gesagt ist jede Armee dieser Welt ein notwendiges Übel. Besinnt man sich mal auf den Grund wieso es Armeen gibt, nämlich Krieg, frage ich mich wie überhaupt jemand auf die Idee kommt zu sagen, dass sei attraktiv??? Klar finden es viele Leute (ich auch) cool ein Gefechtsschiessen zu machen, mit einem Panzer zu fahren, mit Flugzeugen oder Helikoptern zu arbeiten etc etc. Aber sowohl in der Ausbildung als auch im Einsatz ist man draussen bei jedem Wetter, muss immer Wache schieben, ist man ständig übermüdet, hat lange Wartezeiten (im Einsatz / Übungen), praktisch keine Freiheiten, 18/20h Tage....was bitte ist daran attraktiv? Vom Einsatz mit Gefechten, Verletzten, Toten und den psychischen Schäden fangen wir mal gar nicht an. Betreffend Profirarmee: Was bitte sollen die Jungs den ganzen Tag tun? Wir haben eine Verteidigungsarmee, keine Angriffsstreitmacht oder Interventionstruppe. Nach 1-2 Jahren hätten wir Top ausgebildete, einsatzbereite Profisoldaten die dann Skirennen aufstellen und ab und zu in den Kosovo oder nach Bosnien gehen? Toll! Auch der Kalte Krieg kam mehrmals zu Wort und dass man kein Massenheer mehr bräuchte, was m.E auch nur zum Teil richtig ist. Ja ein konventioneller Krieg in Europa ist in den nächsten ~10 Jahren wenig wahrscheinlich und die Kriegsformen haben sich drastisch gewandelt. Wenn ich mir aber so die politische Grossweterlage anschaue, stehen global sehr viele Wegweiser auf Konflikt, Kriesen und Kriege. Wenn man wiedermal die früher propagierte und vollkommen unrealistische "Vorwarnzeit" vom 8-10 Jahren anschaut, sind wir jetzt schon bei Punkt X vorbei wo man aufrüsten sollte. Denkt man nun an die Schweizer Armee = Verteidigungsarmee dann ist der Bestand von 100'000 wirklich unterste Limite vorallem da ja "nur" ca. 35'000 im Einsatz wären und dann von den nächsten abgelöst werden. Noch zu den Kosten, alleine die Löhne für eine Profiarmee von ca. 15'000 Mann würden um die 1.5 - 2 Milliarden Franken betragen..... Über die Gestaltung des Wehrpflichtes und der Armee kann und soll mann diskutieren, jeder der jedoch das Gefühl hat mit einer Profiarmee auf freiwilliger Basis werden die Probleme gelöst, verkennt die Realität. Ausbildung @Panzergreni: Du sagst man solle viel mehr Häuserkampf trainieren und mehr schiessen, nun frage ich mich was du denn in der RS gemacht hast? Soweit ich weiss, wird in der Pz RS viel geschossen und trainiert wird sowohl im Nalé, Cholloch und sonst überall (wo es geht) der Häuser- und Ortskampf. Dass man im Hinterrhein und der Wichlen keine Gebäude hat ist allein den Platzgründen geschuldet, aber vielleicht tut sich auch da etwas in den nächsten paar Jahren. Wo ich das Problem in der heutigen Ausbildung sehe ist, dass niemand mehr Verantwortung übernehmen will und daher alles auf die Reglemente oder sonstwas geschoben wird, vor allem in Übungen. Es wird viel zu wenig "kreativ" gedacht, weil man immer Angst hat dass etwas passieren könnte. Wird mal nachgefragt ob etwas erlaubt ist oder macht jemand einfach etwas mal anders, kommt gleich der Spruch: "Steht es im Reglement?" oder "im Reglement ist es aber so und so". Die Beurteilung der Lage wird (egal ob Gruppen oder Zugführer) zu wenig gemacht und den Kadern wird zu wenig "beigebracht" zu ihren Entschlüssen zu stehen, auch wenn sie mal von der Regel abweichen (Ich habe dass in dieser Sitaution aus diesem und diesem Grund so gemacht)....da haben wir noch enormes Verbesserungspotential. Ausrüstung Nicht alles ist Gold was glänzt. Ja bei vielen anderen Armeen sieht man Chest-Riggs und Plattenträger, oder Optiken am Sturmgewehr. Vielfach sethen diese aber nur den Einsatzformationen zur Verfügung. Auch die Bundeswehr hat immer noch ein "Koppeltragegestell" = GTE, genauso wie die Army oder die Marines der Amis, wo die Soldaten die Grundausbildung damit durchlaufen. Oder die beliebte Optikthema beim Stgw, ja Optiken mögen in vielen Bereichen Sinn machen, sind aber auch nicht immer das gelbe vom Ei. Ein Schütze mit Dioptervisier ist vielfach gleich schnell wie ein Schütze mit Red Dot Optik, es kommt einfach auf die Ausbildung drauf an. Wie bereits gesagt wurde, nicht alles was besser ist ist Kriegsentscheidend, ich sehe das Problem daher auch mehr in der Beschaffungthematik, als in dem was wir haben. Bei den Grosssystemen ist glaube ich jedem klar, dass sowohl die Evaluation und Einführung sich über einen längeren Zeitraum erstreckt. Wo ich aber panzergreni recht geben muss, ist dass das ganze Prozedere für Ausrüstung auf Stufe Soldat absolut unbrauchbar ist. Schuld ist einerseits ein kompliziertes und umständliches System zur Beschaffung wo 4-5 Partner (Heer, Luftwaffe, armasuisse, Generalsekretariat, Finanzdeparement, LBA etc) so nebenbei neues Material testen und beschaffen. Andererseits dass niemand den Willen hat dieses System zu hinterfragen und zu vereinfachen. Wie bitte kann es sein dass man 8 Jahre mit der Evaluierung eines neuen Kampfstiefels verbringt und immer noch zu keinem Ergebniss gekommen ist??? Wie kann man fünf Jahre an einem MBAS herumdoktern, dass dann nochmals 5 Jahre hat bis es alle haben?? Die einzigen die hier Glück haben sind kleine (Spezial-) Formationen, KSK / MP / Kamibes etc, die diesen Prozess umgehen können, die regulären Truppen bleiben aber auf der Strecke. Was bringt es der ganzen Infanterie und den Panzertruppen wenn die paar Hänsel in Isone ein kurzes Sturmgewehr und neue RLV haben??? Wer bitte steht denn bei einem ungeplanten Einsatz für Objektsicherung Wache, die Inf (DD) oder die Grenadiere aus Isone? Es wurde auch angesprochen dass man ein Stgw für das 300m Schiessen braucht wegen dem Obligatorischen, resp. den Schiessvereinen. Wieso bitte muss die Armee darauf Rücksicht nehmen? Die Armee hat Material zu beschaffen welches für den Auftrag und die Soldaten das beste ist und nicht damit man damit noch die Existenzberechtigung für ein paar Schützenvereine sicherstellt. Der Fehler wurde schon mit dem Stgw 90 gemacht ich bete dafür, dass sich das nicht wiederholt, denn auch mit einem kurzen Stgw kann ich auf 300m schiessen, die Garbe ist dann halt 8cm und nicht mehr 5cm, Kriegsentscheidend?? Ich denke nicht.
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    Das mit ausländischem Besuch kann ich so nur unterstreichen. Was Ausbildung angeht sind wir sicher top. Unser Schiessausbildungskonzept wurde von Frankreich, Belgien (?) und Deutschland übernommen zum Beispiel. Das sind Länder mit langjähriger Einsatzerfahrung. Dann wiederum gibt es viele Baustellen. Persönliche Ausrüstung ist sicher sehr ärgerlich für den einzelnen Soldaten. GTE, Regenschutz und Taschenlampe, die aktuell verwendet werden sind einfach nur ein schlechter Witz. Nur: damit wird kein Krieg gewonnen. Mit Aufklärung, Übermittlung und Luftüberlegenheit hingegen schon. Wo es auch ein Problem gibt: wir trainieren auf winzigkleinen Truppenübungsplätzen, wo sich z.b Panzer und Artillerie kaum frei bewegen können. Artillerie-Schiessen aus 3 verschiedenen Lauerstellungen auf 5 km Maximal-Distanz? Was für ein Witz.Hier haben uns alle Länder um uns herum einen riesen Vorteil. Das grössere Problem sehe ich persönlich jedoch in unserem jetztigen Milizsystem: kaum noch mit der Wirtschaft und Gesellschaft verbunden und getragen.
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    Hallo Laura Liegestützen sind nicht alles wenn es um die körperliche Fitness geht. Wie viele du in der RS davon machen wirst hängt unter anderem auch von der Funktion ab die du machen willst/wirst. Hast du diesbezüglich schon Vorstellungen? Grundsätzlich schadet es aber sowieso nicht, die Fitness etwas auf Vordermann zu bringen. Gerade als weibliche AdA kann es sicherlich auch vorkommen, dass du vom ein oder anderen Kameraden/Vorgesetzten etwas kritischer beäugt wirst, was die körperliche Leistungsfähigkeit angeht, weil dieses Thema schnell etwas sensibel werden kann im Zusammenhang mit "Ungleichbehandlung". Dabei würde ich mich aber nicht zu fest auf Liegestützen einschiessen, sondern wie meine Vorredner bereits gesagt haben, ganz allgemein Kraft und Ausdauer trainieren. Damit tust du dir selber einen Gefallen und kannst zusätzlich bei Dienstanfang alfällige Vorurteile direkt im Keim ersticken.
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    Hallo Laura Schön, dass du dir überlegst, ins Militär zu gehen Ich würde dir auch empfehlen, wenn es noch nicht den Fall ist, auf diverse Aspekte auch zu arbeiten: die Liegestütze für die Kraft der Arme, aber auch die Rumpfkraft: das ist eine Prüfung, die bei der Rekrutierung und nachher später in der RS immer wieder kommt... Ich würde auch die Ausdauer trainieren: der 12-Minuten Lauf ist auch eine Standardprüfung und mit Training, kannst du recht gute Resultate machen am Ende. Envoyé de mon iPad en utilisant Tapatalk
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    Lieber Adj Uof, ich bitte um etwas Disziplin -- deine Anschuldigung «Weicheier wie im aktuellen Leben» hat gar nichts mit der Frage zu tun. Sie ist nicht weiterführend und daher unnötig. Bitte beim Thema bleiben. Zur Frage: ich würde, wie Spicke das gesagt hat, zuerst einmal bei einer glaubhaften Quelle nachfragen, ob das wirklich so ist. Sollten es effektiv 60km sein in zwei Tagen, dann denk daran, dass man an einem normalen Tag auch gut einmal 15'000+ Schritte macht, was (je nach Zählart -- Smart Watch. Fitnesstracker, Handy oder so) auch schnell mal 10km oder noch mehr entspricht.
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    besten dank für die antworten meine frage war eigentlich ob es als STABSKOMPANIE, die in den ersten 6 wochen nie mehr als 8 kilometer geloffen ist, realistisch ist eine solche distanz zurückzulegen... hat einige weniger sportliche bei uns! aber ich bin froh zu wissen, dass wir alles weicheier sind im leben! wenigstens haben wir im vergleich zu einigen anderen (ja du) noch ein leben und werden uns nicht noch 10 jahre hinter einer uniform verstecken müssen!
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    Richtig erkannt, wir sind alles Weicheier im Leben.
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    Der Irrglaube mit Waffenerwerbsschein und Kaufvertrag scheint sehr weit verbreitet zu sein... Art 11 des Waffengesetz sagt klar das dieser nur bei Übertragungen ohne WES gilt (Karabiner, Jagdgewehr, Doppelflinte, Luftgewehr, Airsoft etc.) Liegt ein WES vor wird der Vertrag hinfällig. Warum sollte man ihn auch ausfüllen, alle nötigen Daten (Personalien des Käufers, Personalien des Verkäufers und Angaben zur übertragenen Waffe) sind ohnehin auf dem WES, das ganze noch einmal niederzuschreiben ist vergeudete Zeit. Und der vereinbarte Kaufpreis geht die Behörden (und damit die Steuerämter) ohnehin aus Prinzip gar nichts an. Den schriftlichen Vertrag kannst du also getrost sparen. Art 11 WG: Für jede Übertragung einer Waffe oder eines wesentlichen Waffenbestandteils ohne Waffenerwerbsschein (Art. 10) ist ein schriftlicher Vertrag abzuschliessen. Jede Vertragspartei hat den Vertrag mindestens zehn Jahre lang aufzubewahren.
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    Nicht ganz richtig. Der Grad spielt keine Rolle (überhaupt keine) Ausschlaggebend sind Funktion und Alter (z.T. bekommt man für Stv. Funktionen noch etwas dazu) Ausserdem gibt es z.T. einen Verlängerer-Bonus für Personen die den 2. Einsatz machen. 5000-8000 kommt ganz gut. Allerdings gibt es bestimmt auch Personen die 12000 bekommen. Kleine Anektote: Bei der Swisscoy bekam der Chalet-Chefkoch mehr Geld als der Infanterist an der Front. Und beide haben dieselbe Gefahrenzulage
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    Hallo Zusammen Die Informationen welche hier weiter vermitelt werden sind so nicht richtig. Felddiensttaugliche Schuhe darf jeder kaufen und auch im Dienst anziehen. Diese sind jedoch gegen Unfall NICHT versichert. Da ich spezielle Fusseinlage besitze durfte ich während der RS ins MZR. Vor Ort wurde mir ein Schreiben ausgestellt für einen vom Militär anerkannten Fussorthopäde, welcher deine Füssw genauer untersucht. Nach dieser Untersuchung bekommt man ein Arztzeugniss für die Schuhe sowie eine Bestätigung. Mit dieser Bestätigung kann man selber Felddiensttaugliche Schuhe aussuchen, eine Liste welche Schuhe alle erlaubt sind, ist auf der Internetseite Admin vorhanden oder bei jedem Zeughaus. Nach dem Kauf muss man mit dem BELEG für die Schuhe inklusive DIENSTBÜCHLEIN in ein Zeughausgehen um einen Beitrag von der Armee (300.- pro paar Schuhe). Empfehlungen können sehr hilfreich sein, finde ich. Für die Ganze RS inklusive Abverdienen und 100km Marsch hatte ich die Meindl Army Pro. Diese Kosten ca 270.-) Ich hoffe dir damit gedient zu haben:)
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    Hallo Nerdydy Ich kann dir nur auf die oben zitierte Frage eine Antwort geben, da ich auch den Lehrabschluss als Informatiker Fachrichtung Applikationsentwicklung habe. Wenn du nicht Informatikpionier werden willst solltest du diese Funktion natürlich nicht bei deinen Wunschfunktionen an der Rekrutierung erwähnen. Wichtig ist auch, dass du eine klare Wunschfunktion hast, welche du unbedingt habe willst. Es macht sich einfach besser wenn man sagen kann was man will, und nicht was man nicht will. Aber dies sollte ja bei dir keine Problem sein Bei mir wurde jedoch an der Rekrutierung nicht einmal gefragt ob ich nicht Informatikpionier werden wollte. Liebe Grüsse
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    @Laura Stella Ich werde diesen Sommer als Führungsstaffelsoldat antreten Wollte zuerst zu den Grenis, wurde jedoch erst im Januar dieses Jahres rekrutiert, weshalb die verfügbaren Funktionen sehr beschränkt waren, Die Alternative wäre Koch gewesen und mit meiner Ausbildung macht das keinen Spass Noch einen Tipp zur Kondition. Wenn du Mühe hast zu gehen, dann nimm doch jemand mit Macht das ganze einfacher für den Anfang und irgendwann hast du Routine, wenn du es, wie ich, jeden morgen machst. Kondition kannst du aber auch gut mit Fahrradfahren trainieren oder bspw. mit meinem absoluten Favorit dem Schwimmem. Bei weiteren Fragen zum trainieren, etc. kannst du dich gerne direkt an mich wenden. Bin zwar "erst" 20, habe aber schon einige Erfahrungen im Spitzensport, etc gemacht Lg, Luca
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    Hallo Dario Zu deinen Fragen: Kann ich die dort Truppengattung wählen(Inf/Pnz)? Infanterie- oder Panzeraufklärer sind zweierlei Funktionen. Über den Infanterieaufklärer kann ich dir keine Infos geben aber wie Spicke sagte, wurde in letzter Zeit viel über das Thema diskutiert. Wie hoch sind die Chancen, dass ich eine andere Funktion, anstelle des Informatikpioniers auswählen Deine Chancen können wir nicht beurteilen, denn es kommt immer auf die Auslastung etc.. der Funktionen drauf an. Als gelernter Informatiker bist du natürlich "interessanter" als Informatikpionier als andere, welche gar keine Erfahrungen mitbringen. Was sind weitere interessante Funktionen? So wie es scheint bist du gerne in der Natur und möglichst unauffällig. Bei den Panzertruppen gibt es den Richtstrahlpionier welcher auch oft unterwegs ist und auch mal etwas abgelegener seine Antennen aufstellt. Auf was Muss beim Sporttest bei den Funktionen geachtet werden? Es wird im Sporttest generell geschaut, wie du mit diversen Sporttest zurecht kommst. Je mehr Punkte du erreichst desto attraktiver wirst du bei deiner Wunschfunktion. Aber es wird nicht kontrolliert ob du jetzt beim 12min Lauf extrem stark warst und beim Rumpfkrafttest nicht. Schlussendlich werden alle Tests zusammen gewertet. Gibt es gute Möglichkeiten mich für den Test vor zu bereiten? (FTA – Technische Weisungen für die Rekrutierung (Kurzversion) hier siehst du alle Informationen welche Tests durchgeführt werden. Anhand dieser Informationen kannst du dich vorbereiten. Kann ich bei der Rekrutierung die Nahkampfausbildung und den Jungschützenkurs erwähnen? Ja kannst du aber versprich dir nicht zuviel davon;) Ist die Fahrerprüfung empfohlen (z.B. für den Eagle)? Wenn du Fahrer sein möchtest ist es sehr wichtig dass du vorgängig deinen Führerschein besitzt und den Fahrertest an der Rekrutierung absolvierst. Ich hoffe dass ich nichts vergessen habe und wenn jemand anmerkungen hat, nur korrigieren oder ergänzen=)
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    Hall Laura Wie du siehst haben die viele geschrieben was als Frau wichtig ist und womit du punkten kannst. Ich finde es super wenn du dir Gedanken machst wie du möglichst fit zur Rekrutierung kommen kannst. Liegestütze, Ausdauer oder Kraft machen noch lange keinen guten Soldaten oder Soldatin. Es kommt sehr oft darauf an wie du dich als Frau in eine Truppe einbringst. Mit Teamgeist und Zusammenhalt ist man stärker als der stärkste im Zug. Deine Wunschfunktion bei den Panzersoldaten ist keine schlechte Wahl, ich rede aus Erfahrung Leider ist in dieser Funktion der Frauenanteil sehr gering was nicht immer positiv sein kann. Es gibt die Funktionen Lader/Richter oder Fahrer, welche würde für dich in Frage kommen? Wie Spike richtig gesagt hatte, schaue mehrere Funktionen an und entscheide dich dann für zwei, welche du dir in Zukunft vorstellen kannst. Denn mit der Rekrutenschule ist der Dienst noch nicht zu ende. Viele vergessen gerne dass der WK auch dazu gehört=) Bei spezifischen Fragen zur Funktion kannst du mir sonst auch eine PN machen. Gruss=)
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    Ich kenne diese Funktionen nicht aus erster Hand, weiss aber, dass hier im Forum schon viel darüber diskutiert wurde. Mit der Suchfunktion findest du bestimmt schon viele interessante Infos. Grundsätzlich gilt oft: Je besser du im Sporttest bist, desto eher werden deine Wunschfunktionen berücksichtigt.
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    Als erstes vorweg: Ich hatte bisher mit recht vielen Frauen zu tun für militärische Verhältnisse. Zu deinen Wunschfunktionen: Panzersdt müssen definitiv Kraft in den Armen haben, da so ein Panzergeschoss einiges wiegt (ich meinte bis zu 20km) und manuell geladen wird. Sicherungssdt: Mir wurde gesagt, dass ich die Funktion nicht machen könnte, weil ich u.a. zu wenig Kraft hätte um z.B. jemanden festhalten zu können. Als Frau kommt dir aber zu Gute, dass normalerweise nur Frauen andere Frauen oder Kinder abtasten oder durchsuchen dürfen. Das heisst, dass es bei den Sicherungssdt einen gewisse Anzahl Frauen braucht. Zum Thema Frauen und Liegestütze: Ich kenne solche, die können recht viele. Aber es gibt auch die, die nach über einem Jahr immer noch gar keine können. Das wichtigste dazu haben andere aber schon gesagt: Gib immer dein bestes und heule nie rum. Du machst schliesslich das gleiche wie die Männer, du trägst gleich viel wie die Männer und läufst gleich weit wie die Männer. Aber du machst das ganze auch noch freiwillig und wenn du dann anfängst zu meckern, dann hört bei den meisten das Verständnis ganz schnell auf. Die meisten Frauen mochte ich und oft haben sie mich beeindruckt. Aber die, die sich dauernd krankschreiben liessen und nicht alles eingepackt haben um Gewicht zu sparen mochte niemand. Auch ich nicht. Wenn deine Kameraden merken, dass du wirklich nicht mehr kannst werden sie kaum Anstalten machen dir den Rucksack abzunehmen. Such dir vorsichtshalber auch noch eine körperliche weniger anspruchsvolle Funktion, die dich interessiert. Du musst sie ja nicht direkt als Wunsch angeben. Aber dann stehst du zumindest nicht Ratlos da und bekommst irgendwas, sollte es mit den anderen nicht klappen.
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    Hey Laura Du hast ja noch reichlich Zeit für die Liegestützen Ich kann dir nur empfehlen, dass du beispielsweise damit anfängst die Liegestüten am Lavabo oder ähnlichem zu machen. Sprich nicht parallel zum Boden (kannst auch an der Wand anfangen.). Dann kannst du von Zeit zu Zeit immer näher zum Boden und irgendwann sollte es klappen. Und wenn du jeden morgen 10/20 Stück machst, sollte das bis zur RS gehen. Ich musste jetzt bis vor der RS keine Liegestütze machen und denke daher dass du das in der RS lernen wirst Schau aber dass du auch andere Sachen wie die Rumpfkraft, etc trainierst Viel Erfolg und viel Spass in der RS LG, Luca
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    Suchfunktion benutzen hilft.
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    Unter diesem Link auf Seite 8 siehst du ziemlich gut wie es mit der Dauer ausschaut. Wm wäre für dich dann wohl 4 Wochen UOS, eine Woche KVK und dann 18 Wochen praktischer Dienst. Macht zusammen ca. 24 Wochen. Für Lt. dann 4 Wochen UOS, eine Woche KVK, 18 Wochen praktischer Dienst als Wm, 15 Wochen Offiziersschule, eine Woche KVK und dann 18 Wochen praktischer Dienst als Zugführer. Macht zusammen ca. 57 Wochen.
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    Mal ganz ehrlich, was haben die Fragen mit dem Militär zu tun? Riecht für mich nach einer Umfrage die das Militär in ein falsches Licht rücken will.
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    Ein grosses Problem, das ich sehe: Die Armee ist schon lange nicht mehr in der Bevölkerung verankert. Einwohner Schweiz: 8 400 000. Davon 1/4 Ausländer macht 6 300 000 Schweizer. Davon die Hälfte Frauen macht 3 150 000 Schweizer Männer. Die Tauglichkeit liegt bei 78.4%, was zu 2 469 600 Diensttauglichen führt. Das macht einen Anteil von 29% der Gesamtbevölkerung. Davon müsse man des weiteren Kinder, Senioren, Zivildienstleistende (6000 pro Jahr, Tendenz seigend), Einbürgerungen ü25 (welche z.T. auch strategisch erst mit ü25 gemacht werden, um den Wehrdienst zu umgehen) abziehen, die gar keinen Kontakt mit der Armee haben. So gibt es also noch weniger, die überhaupt etwas mit der Armee zu tun haben könnten. Ein typischer Sdt hat mit 25 Jahren all seine 260(!) Diensttage geleistet. Macht er zusätzlich noch KVKs noch früher! Anschliessend hat er gar nichts mehr mit der Armee zu tun, ausser, dass er einmal im Jahr schiessen gehen muss und dass seine PA irgend eine Ecke in der Wohnung füllt oder bei den Eltern im Estrich verstaubt. Für DD gilt das gleiche. Die wenigsten Sdt (und wahrscheinlich auch Wm) interessieren sich nach dem letzten WK noch für die Armee und nahmen an ausserdienstlichen Tätigkeiten teil oder lesen einmal einen Fachartikel zum Thema Armee (ausser es gibt mal einen Unfall, der von Blick* und 20min* ausgeschlachtet wird). Die Armee hat momentan noch einen Totalbestand (inkl Reserve) 180 000. Was 2.1% der gesamt Bevölkerung ausmacht. Die Armee wind also von irgendetwas zwischen 3 und 20% der Gesamtbevölkerung getragen. Ich würde es sehr begrüssen, wenn jeder Dienstgrad 100 Diensttage mehr leisten müsste. So könnte man diesem Trend entgegenwirken und es kann auch mehr Knowhow aufgebaut, weitergegeben und bewahrt werden. Was das je passieren? Wohl kaum... Viele Leute denken, dass sie seien solidarisch, wenn sie sich nach einem Terroranschlag für vier Wochen das Facebook Profilbild in den Farben "der Opfer" färben. Wenn es aber darum geht, dass selbst Hand angepackt wird, denken viele "Ich zahle lieber etwas Geld". Sei es in bei der Feuerwehr oder eben der Armee. Hier, wo man seinen Mitmenschen direkt und auch tatsächlich Helfen könnte, hört die Solidarität auf. Doch ein Haufen Geld löscht kann kein Feuer löschen. Das können nur Menschen tun und dahinter muss irgendwo Manpower stecken. Von dieser Doppelmoral wird mir schlecht. *Keine Fachpresse!
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    Es wurden schon das FN Scar, HK433 in versch. Varianten geprüft. Auch eine neue Entwicklung der SAN könnte mitspielen. Das erwähnte Stgw07 ist oder wäre "nur" eine Weiterentwicklung unseres Stgw90! Ebenfalls trifft dies zu bei allen modifizierten Varianten des M16. Der grösste Knackpunkt für ein neues Armee Stgw ist seit der Einführung des Stgw57 immer noch die Tatsache, neben der Gefechts Tauglichkeit im Armeeeinsatz wird im Ausserdienstlichen Schiessen weiterhin auf 300m ein gutes Trefferbild verlangt! Die Kugelfänge können nicht einfach auf 200m reduziert werden? Selbst mit meinem M16, Steyr AUG, FAMAS, Galil, AK74 usw. Ist das nicht möglich! Das G36 willst du vermutlich wie das englische Stgw auch nicht?
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    Das L85A2 ist um einiges besser, als sein Ruf, den es von der A1 Ausführung hat und welches in der Tat nicht richtig funktionierte. Das A2 wurde von HK praktisch komplett neu entwickelt. Es will hier auch mal gesagt sein, dass man beim Stgw90 den Handschutz gegen Picatnnyschienen austauschen kann. Dann kann man sich auch auf unser Stgw all den Schnick-Schnack drauf basteln, den man will. Eine einfache, günstige und effiziente Aufwertung des 90er würde ich in 30er Magazinen sehen. Nota bene sind die Munitionstaschen der GTE für vier 30er Magazine abgemessen. Das 90er mag zwar etwas schwer, sprerrig und somit nicht mehr 100% Zeitgemäss sein. Viel wichtiger ist aber die Erneuerung unserer grossen Waffensysteme, die in den nächsten 10-20 Jahren wirklich den Dienst nicht mehr tun werden. Anders als das Stgw, das auch ich 60 Jahren noch zuverlässig schiessen wird. Ich denke hier an Flab, Jets, Artillerie, Panzer (der Leo wirds nicht mehr all zulange machen), zuverlässigeres/leistungsfähigeres Funksystem, Piranha Spz 93 (nicht Minen geschützt, kein stabilisiertes MG, nur Splittergeschützt),... Hier muss unser Geld investiert werden. Diese Hauptsysteme entscheiden, ob der Krieg gewonnen oder verloren wird. Nicht die PA des Sdt. Ja, GTE und Stgw 90 mögen unhandlich sein, doch ersetzten muss man sie noch lange nicht! Bild: Stgw 90 mit mega toller Picatinnyschienen (+10 Taktik)
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    Entschuldige bitte, aber erstens sind wir hier in einem Forum, wo wir alle gerne anderen weiterhelfen wollen also darf man wohl auch mit etwas Höflichkeit rechnen?? Und zweitens bilde ich selber Jungmöttis aus und ich weiss wofür die Ausbildungskurse sind. Und für einen gelernten Chauffeur bringen die Jungmöttikurse absolut gar nichts. Und wir haben bei uns im WK auch Motmechs die als Chauffeure zu den Motmechs gekommen sind, weil sie grundlegende Kenntnisse halt schon haben und wir immer noch eine Milizarmee sind.
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    Hi schweizer Ich habe meine RS ebenfalls erst nach dem Bachelor absolviert. Da dies mein erklärtes Ziel war, habe ich jedoch auch meine Rekrutierung so spät wie möglich angesetzt und nur diese nochmals verschoben (nicht aber den RS-Start selbst), sodass ich den RS-Start wie geplant absolvieren konnte. Theoretisch sollte dies jedoch möglich sein; unter diesem Link findest du das Dienstverschiebungsgesuch. Dort wird dieser Sachverhalt wie folgt beschrieben: Wie genau dies aussieht, und was für Gründe reichen (ziemlich sicher müsstest du Prüfungstermine haben im Zeitraum, in dem du die RS absolvieren müsstest, damit dies als Verschiebungsgrund zählt), schaust du jedoch am Besten direkt mit der zuständigen kantonalen Behörde oder dem Rektorat deiner Universität an. Ich meine jedoch, mich erinnern zu können, dass RS-Verschiebungen relativ mühsam sein können. Zu deiner zweiten Frage: Das Problem hier ist, dass du (zumindest bei den Universitäten, die ich kenne) keine Urlaubssemester im ersten Jahr des Studiums nehmen kannst. Somit müsstest du das Studium wieder abbrechen, was dir höchstwahrscheinlich einen zweiten Start verhindert. Es gibt jedoch eine viel einfachere Lösung: Sicherlich bietet deine Universität ebenfalls eine verzögerte Anmeldefrist (welche üblicherweise aus Gründen der Administration/ zur "Strafe" einen zusätzlichen Betrag von um die 50 Franken erfordert). Schaue, ob dies möglich ist; wenn ja, klär den Sachverhalt wie oben erwähnt mit den Behörden und entscheide dich, wenn du deine Möglichkeiten kennst. Gruss najiji
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    hoi red78 bin interessiert am gewehr. bitte PN oder sms an **** für weiteres. WES vorhanden. gruss mcf edit by Admin: Keine Tel Nummer oder Namen im Forum.
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    Da dieses Sturmgewehr immernoch zu einer der besten weltweit gehören, schreibe ich als erster die techn. Detail zu diesem Gewehr SIG 550 Das SG550 / Stgw 90 ist ein leichtes Sturmgewehr und die Standardwaffe der Schweizer Armee. Bis heute wurden etwa 450.000 Sturmgewehre an die Schweizer Armee geliefert. Die Zivilversion SG550 PE erfreut sich auch bei Sportschützen großer Beliebtheit und wurde alleine in der Schweiz über 33.000 mal verkauft. Nebst der Schweiz sind Versionen aus der SG500-Linie in Deutschland, Frankreich, Chile, Indonesien, Spanien, Brasilien und den USA im militärischen oder polizeilichem Einsatz. Auch die Schweizergarde ist mit der Waffe ausgerüstet. Geschichte Anfangs der 80er-Jahre suchte die Schweizer Armee einen Ersatz für das Sturmgewehr 57. 1981 wurde das SIG 550 im Truppenversuch getestet. Ihm gingen zahlreiche Vorgänger voraus, namentlich SIG 530, 540, 542 und 543. Nach zahlreichen Härtetests wurde es 1990 offiziell eingeführt. Das Gewehr wird heute von der Swiss Arms AG, Nachfolgerin der SIG Arms AG, hergestellt. Die Bezeichnung SIG 550 änderte sich mit dem Wechsel auf SG 550. Funktionsprinzip Die SG550-Model-Linie arbeitet mit indirektem Gasdruck und einem Drehverschluss-System. Dieses Funktionsprinzip garantiert eine optimale Funktion auch unter extremen Bedingungen. Tests in den alpinen Regionen der Schweiz zeigten die hohe Präzisions- und Funktionssicherheit dieser Gewehre. Versionen Das SG550 ist das Standardmodell in regulärer Grösse. In der Schweizer Armee unter Sturmgewehr 90, kurz Stgw 90 eingeführt. Auf französisch Fass 90 (Fusil d'Assault 90). Nicht mehr hergestellt wird die Scharfschützenversion. Es war eines der wenigen Scharfschützengewehre im Kaliber 5,56 mm. Das SG551 ist die verkürzte Ausführung, welche unter anderem bei der GSG 9 im Einsatz steht. Sie eignet sich besonders für Einsätze im maritimen Umfeld. Das SG551 Long Barrel ist für das Abschiessen von Gewehrgranaten optimiert, es kann wie bei dem SG550 ein Bajonett montiert werden. Mit den Ausmassen einer Maschinenpistole ist das SG552 die kompakteste Ausführung. Sie wurde bei der Schweizer Armee als Korps-Waffe eingeführt. Durch die verkürzte Gasstange ist es das einzige Modell mit der Schliessfeder hinter dem Verschluss. Diese muss beim Öffnen gehalten werden. Alle Versionen sind wahlweise mit Diopter-Visier oder Picatinny-Schiene sowie als Zivilversionen (PE) nach dem schweizerischen Waffengesetz erhältlich. Optional kann in die Modelle mit Visier eine Picatinny-Schiene mit einer Verschraubung eingeklemmt werden. Bezeichnung Länge Waffengewicht Mündungsenergie SG 550 100 cm / 77 cm 4,1 kg 1700 Joule SIG 550-1 Sniper 113 cm / 91cm 7 kg k. A. SG 551 SWAT 83 cm / 60 cm 3,4 kg 1460 Joule SG 551 Long Barrel 92 cm / 70 cm 3,6 kg 1600 Joule SG 552 Commando 73 cm / 50 cm 3,2 kg 1100 Joule Munition Die Schweizer Armee verwendet die Gewehrpatrone 90, kurz Gw Pat 90 im Kaliber 5,56x45mm (=0.223 Zoll), von der Armee auf 5.6 mm aufgerundet[1]. Sie unterscheidet sich nur minimal von der Natomunition M193, die 62 Grains wiegt im Gegensatz zur GP90 mit 63 Grains[1]. Für die höchstmögliche Präzision sind jedoch zwei verschiedene Läufe mit Drall-Längen von 178 mm (7") und 254 mm (10") für die beiden Munitionstypen erhältlich. Präzision Im Gegensatz zu den meisten Sturmgewehren arbeitet das SG550 nicht mit einem Direkt-, sondern mit einem Druckpunktabzug, welcher das Präzisionschiessen begünstigt. Durch die geringen Fertigungstoleranzen, den geschmiedeten, kalt gehämmerten und gehärteten Lauf sowie der GP90-Munition zählt das SG550 zu den präzisesten Sturmgewehren weltweit. In der unterirdischen 300m-Schiessanlage des Herstellers im schweizerischen Schaffhausen werden alle Gewehre, die das Werk verlassen, auf ihre Präzision getestet. Die Streukreise mit normaler Armeemunition (GP90) dürfen dabei in einer 10er-Serie einen Durchmesser von 10 cm nicht überschreiten, ansonsten muss das Gewehr nachgearbeitet werden. Entsprechend vermag prinzipiell jedes Sturmgewehr der Schweizer Armee diese Vorgabe zu erfüllen. Feuerwahl Die SG550-Linie verfügt neben Einzelfeuer und Vollautomatik noch über eine Kurzfeuereinstellung, welche beim Betätigen des Abzuges drei Schuss abfeuert. Bei der Vollautomatik sind auch kurze Feuerstösse von vier bis sechs Schuss möglich. Die Stellungen sind als 1, 3 und 20 markiert. Führigkeit Generell sind die Modelle der SG550-Linie sehr führig, nicht frontlastig und gut zu greifen. Grosse Hände haben jedoch nur knapp genügend Platz auf dem Pistolengriff, dessen abgerundetes Ende lässt dies jedoch verschmerzen. Eine Besonderheit stellt der einklappbare Schaft dar, der bei beengten Platzverhältnissen wie im Häuserkampf eingeklappt werden kann, ohne dass sich dadurch Einschränkungen bei der Funktion ergeben würden. Kontrollierbarkeit Feuerstösse lassen sich bei allen Modellen der SG550-Linie relativ gut kontrollieren; das Gewehr hat nicht die Neigung, in eine bestimmte Richtung auszubrechen. Lediglich ein gewisser Hochschlag ist vorhanden, der jedoch gut kontrollierbar ist, sogar beim sehr kurzen, leichteren SG552. Magazine Die Magazine sind aus schlagfestem, transparentem Polymer-Kunststoff gefertigt und 30% leichter als Magazine aus Metall. Der Ladezustand ist somit sichtbar. Für den schnellen Magazinwechsel sind die 20- und 30-Schuss-Magazine praktisch unbegrenzt koppelbar (wobei mehr als 3 Stück aneinander nicht praktikabel sind); 5- und 10-Schuss-Magazine sind ebenfalls erhältlich. Visierung An der Visiertrommel sind die Stellungen 1, 2, 3 und 4 einstellbar. Sie entsprechen den Schussdistanzen 100 m, 200 m, 300 m und 400 m. Die Visierstellung 1 ist als Fluchtvisier ausgebildet, zudem sind seitlich zwei Leuchtzellen angebracht, die als Nachtvisier dienen. Ein aufklappbares Nachtkorn mit Leuchtzelle ergänzt die Nachtvisierung. Gasdüse Bei der SG550-Linie kann die für die Sicherstellung der Funktion notwendige Gasmenge durch Umstellen der Gasdüse von der kleineren auf die grössere Durchlassbohrung gesteuert werden. Die Gasdüse befindet sich am vorderen Ende des Gaszylinders unter dem Korn-Visier und ist von Hand verstellbar. Grundsätzlich wird in der Stellung "senkrecht" geschossen, um das Gewehr nicht unnötig zu belasten und den Rückstoss nicht zu verstärken. Bei starker Verschmutzung oder Vereisung wird die Gasdüse auf die zweite Position verstellt, um Zufuhr- beziehungsweise Auswurfstörugen zu verhindern. Im Grundzustand des Gewehres erhöht die Umstellung der Gasdüse die Feuerrate auf bis zu 1'000 Schuss/min, kann umgekehrt aber auch Zufuhr- oder Auswurfsstörugen hervorrufen. Ladehemmungen Das SG 550 ist ein indirekter Gasdrucklader, der Aufbau ist mit einer AK 47 beinahe identisch. Dabei wird der für das automatische nachladen benötige Gasdruck nicht direkt auf den Verschluss, sondern über ein Gelenk weitergeleitet. Verschmutzungen durch abgebrannte Pulverrückstände können so nicht weiter als bis zum Gasrohr vordringen. Bei einer Versuchsreihe der Schweizer Armee wurde das Stgw 90 unter Gefechtsumständen getestet. Nach jeweils fünf 20er-Magazinen wurden Pausen eingelegt um den Lauf abkühlen zu lassen; es wurden so mit einem einzelnen Gewehr rund 15.000 Schuss abgefeuert, ohne das Gewehr dazwischen zu reinigen. Es zeigten sich dabei keinerlei Ladehemmungen, Materialermüdungen oder Einbußen in der Präzision. Dass dem SG 550 trotzdem oft eine Anfälligkeit für Ladehemmungen nachgesagt wird, könnte daran liegen, das in zivilen Schiesständen die verschossenen, teilweise leicht beschädigten Patronenhülsen oft wiedergeladen werden, sowie der verwendete Hülsenabweiser aus Kunststoff, welcher im Schiesstand aufgrund des sehr starken Hülsenauswurfes auf das Gewehr aufgesteckt werden muss und teilweise die ausgeworfenen Hülsen zufällig direkt zurück in den Verschluss lenkt, der dann die Hülse verklemmt. GL 40 Granatenwerfer Der GLG 40 ist ein Einzellader für 40-mm-Granaten. Er kann durch den Austausch des unteren Handschutzes am SG550 (GL 5040) und SG551 (GL 5140) angebracht werden. Alle erhältlichen Granaten im Kaliber 40 x 46 mm mit einer Patronenlänge von 100–198 Millimeter können verwendet werden. Der Granatwerfer eignet sich auch für Polizeieinsätze als Primärinterventions-Waffe. Er wiegt ohne Granate 2,5 kg, seine Einsatzdistanz liegt zwischen 25 und 200 Metern. Zubehör Der aus Aluminium gefräste Picatinny 4-Schienen-Handschutz ermöglicht die gleichzeitige Montage von optischen Zielhilfen/Nachtsichtgeräten und taktischen Lichtern wie Laser und Weisslicht. Die untere Schiene gestattet vorne die Montage eines vertikalen Handgriffs und/oder einen Zweibeins. Der Picatinny Handschutz kann in Sekunden ohne Werkzeuge angebracht oder entfernt werden und ist für alle Versionen erhältlich. Besonderheiten der Schweizer Armee Die Schweiz hat das liberalste Waffengesetz Europas, besonders betreffend den Umgang mit der Dienstwaffe. Diese muss der Wehrmann bei sich Zuhause aufbewahren. Dies dient der sofortigen Wehrbereitschaft der Armee, ohne dass erst Material aus den Zeughäusern geholt werden muss. Jedes Jahr muss der Wehrmann sein Können unter Beweis stellen, „Obligatorisches Schiessen“ (siehe Bundesübung) genannt; dazu darf die Waffe im ungeladenen Zustand offen angehängt zum Schiessstand transportiert werden. Eine weitere Besonderheit stellen die sogenannten Jungschützenkurse dar, die zum Ziel haben, Jungen und Mädchen ab dem 17. Lebensjahr den Umgang mit dem Sturmgewehr näherzubringen. In diesen Kursen soll der verantwortungsbewusste Umgang mit der Waffe beigebracht werden. Wegen des heutigen Waffengesetzes ist es minderjährigen Personen nicht mehr erlaubt, Waffen mit nach Hause zu nehmen. Art. 28 Waffg. § 99 Mitführen von Waffen: (1) Waffen können ungeladen frei mitgeführt werden, insbesondere unterwegs: * a. für Kurse, Übungen und Veranstaltungen von Schiess- oder Jagdvereinen und militärischen Vereinigungen oder Verbänden; * b. vom und zum Zeughaus; * c. von und zu einem Inhaber oder einer Inhaberin einer Waffenhandelsbewilligung; * d. von und zu Fachveranstaltungen. (2) Beim Mitführen müssen Waffen und Munition getrennt sein. (Eigentlich ist nur der direkte Weg Wohnort — Schießstand — Wohnort erlaubt.) Für die oben angesprochene Reinigung gibt es eine vorgegebene Auslegeordnung, in Form einer gelben Kunststofffolie, auf der die einzelnen Teile nahezu 1:1 aufgedruckt wurden. Quelle: http://de.wikipedia.org