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Beliebteste Inhalte seit dem 21.08.2017 in allen Bereichen

  1. 3 points
  2. 3 points
    Nein; wieso sollte man als Fahrer in der Funktion eingeschränkt sein? Die Verschiebung im Puch findet vor/nach dem eigentlichen Einsatz ab und hat somit keinen Einfluss auf das spätere Vorgehen. Das Prinzip der Späher ist, dass jede Person an allem ausgebildet wird; dies beinhaltet sowohl die Funktion als Sniper, Spotter wie auch als Mw Beobachter (und natürlich Funkspezialist, Navigator etc.). Somit findet intern keine Selektion statt (im Gegensatz zu den früheren Sensoren; auch da wurde jedoch nicht zwischen Sniper und Spotter unterschieden). Faktisch werden im Einsatztrupp (bestehend aus 4 Mann) die Funktionen entsprechend der Kompetenzen aufgeteilt: meist ist jemand besonders begabt im Kartenlesen oder interessiert sich für Funkkommunikation oder aber ist im Zivilen Jäger oder Jungschützenmeister; folglich werden diese Soldaten somit mit Vorteil in diesen Gebieten eingesetzt (so habe ich zB. bei einer Demo meine beiden Jäger als Schützen eingesetzt). Dies hängt jedoch stark vom jeweiligen Trupp ab und spielt sich mit der Zeit ein; zudem kann dies von Einsatz zu Einsatz abgewechselt werden, sodass alle trainieren können. Nicht zu vergessen ist, dass eine solche direkte Zuweisung oft gar keinen Sinn ergibt: Da stets im Dienstrad gearbeitet wird (ungefähr 1/3 Einsatz, 1/3 Reserve, 1/3 Ruhe abhängig von der Tageszeit), wechselt die Position des Schützen/Spotters ständig. Dies ist auch notwendig, da die Aufnahmefähigkeit des Spotters nach 30min markant abnimmt. Falls aber von Beginn weg bekannt ist, wann zB auf ein Ziel gewirkt werden sollte, wird mit Vorteil die jeweils beste Person für den Job eingesetzt. Mw Beobachter: leitet Mw Feuer Spotter: Zielerfassung, Berechnung der benötigten Daten (Windgeschw., Temperatur, Distanz etc.), Zielzuweisung, Anforderung Feuerkompetenz, Beurteilung der Effektivität des Feuers. Der Spotter ist zudem zuständig für die Kommunikation mit der vorgesetzten Stufe für die gegebene Aktion und liefert dem Schützen die Grundlage, damit dieser überhaupt einen Treffer erzielen kann. Schütze: "drückt den Abzug" nicht umsonst wird oft gesagt "der Schütze schiesst, der Spotter trifft". Die primäre Aufgabe des Schützen ist, sich auf den Schuss zu konzentrieren und die richtigen Voraussetzungen dafür zu liefern (Stellung, Munition, Einsicht, Konzentration, Atmung, Reaktion beim Misserfolg). Natürlich arbeitet er zuvor mit dem Spotter zusammen bei der Beurteilung der Lage, Zielerkennung etc. ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Das grosse Interesse am Späher erfreut uns und zeigt, dass die Funktion in eine richtige Richtung stösst. Jedoch mussten wir in letzter Zeit feststellen, dass das Forum zunehmend mit Detailfragen zu Themen überschwemmt wird, welche einen angehenden Rekruten erst während der eigentlichen RS interessieren müssen und nicht von allgemeinem Interessen sind. Die Anzahl an Späher-Threads in diesem Forum, in denen sich dieselben Informationen ständig wiederholen, ist schlicht zu gross. Aus diesem Grund habe ich mich entschlossen, künftig nur noch reduziert auf solche Posts ohne Mehrwert zu antworten. @Irminsul und ich haben in der Vergangenheit bereits Hunderte (!) von privaten Nachrichten beantwortet und werden dies auch in Zukunft weiterführen, sofern wir die Fragen als weiterbringend erachten. Zudem bitte ich künftige Fragestellende, in den bereits erstellen Threads zu posten, damit die Informationen überhaupt auffindbar sind und die Übersicht gewahrt werden kann (denn auch ich selbst bin es satt, ständig über 10 verschiedene Threads nach alten Antworten zu durchforsten).
  3. 1 point
    Lieber Vatan97, Du hast schon recht, dein Herzfehler ist mittlerweile chirurgisch korrigiert. Jedoch hast du für immer künstliches Material in deinem Herzen und damit eine erhöhte Wahrscheinlichkeit einer Infektion. Im Militär ist eben alles etwas "dreckiger" und "anstrengender" als zu Hause oder im Beruf. Man muss nicht nur fit sondern eben auch kerngesund sein um die Belastung zu überstehen. Es freut mich, dass Du dich gesund fühlst und keinerlei Auswirkungen deiner Krankheit mehr hast. Die Armee möchte Dich nicht einem erhöhten Risiko aussetzen. Darum wird sie deinen Fall genau beurteilen müssen. Es muss abgewogen werden, ob es nicht ein zu hohes Risiko ist, dich dem Militärdienst auszusetzen. Denn wenn du dich verletzt und Bakterien in dein Blut kommen, könnten sich diese am künstlichen Material ablagern und dich sehr krank machen. An der Rekrutierung testet man nicht, ob du tauglich für die Rekrutenschule oder den Wiederholungskurs bist. Man testet, ob du tauglich bist, auch im Ernstfall eingesetzt zu werden. Und im Ernstfall ist nicht garantiert, dass Du gleich schnell richtig behandelt wirst wie im Zivilleben. Militärärzte gehen zu recht davon aus, dass Soldaten grundsätzlich gesund und ohne relevante Vorerkrankung sind. Du kommst sowieso nicht darum herum, deinen Herzfehler mit dem Militärarzt zu diskutieren. Sag diesem unbedingt, dass du auf jeden Fall Militärdienst leisten willst. Es ist gut möglich, dass man deinen Fall in einem grösseren Gremium diskutieren will, bevor man sich entscheidet. Gehe also gut Dokumentiert (OP-Berichte, Verlaufsberichte etc. unbedingt mitnehmen!) an die Rekrutierung und mach von Anfang an reinen Tisch. Viel Erfolg!
  4. 1 point
    35 pünkte was man locker schafft
  5. 1 point
    Ich im Kanton SG bekomme im Frühjahr jeweils ein Erinnerungsschreiben, dass ich bis zum 31.08 geschossen haben muss. Dort wird dann einfach die Seite zur Abfrage der Schiessdaten verwiesen. Es ist also wirklich eine Erinnerung und kein spezifisches Aufgebot. Es scheint mir so, als ob das vom Kreiskommando abhängig ist.
  6. 1 point
    Strafe für ein Jahr Obli verpassen ist 100.- (also inklusive Nachholkurs verpassen) hab ich auch mal geschafft... Das geht so weiter bis 500 oder 600 Stutz , danach wirds ungemütlich. Für den Nachholkurs solltest du separat aufgeboten werden. Ansonsten Kreiskommando anrufen.
  7. 1 point
    https://ssv-vva.esport.ch/p2plus/ssv/VVADokumente/NSK_2017.pdf Empfehlung für nächstes Jahr: Die OP Termine des lokalen Schützvereins auf dem (Handy)kalender eintragen und schon beim ersten Termin schiessen gehen, so kann es nicht vergessen gehen und man hat die Möglichkeit.im ÄUSSERSTEN NOTFALL noch zwei Termine an welchem man das OP schiessen kann. Aufgebote für OP und Feldschiessen gibt es nicht. Hierzu gehört die Informationspflicht des AdA.
  8. 1 point
    Ich konnte alles fassen Evtl dieses Weekend werde ich ein paar Sachen dazu sagen
  9. 1 point
    Wieso bitteschön wird dann das Knopfsystem nach dem Truppenversuch eingeführt?! Wäre nicht genau der Sinn des Versuchs darin, zu eruieren, ob Reissverschluss oder Knopf besser wäre? Um ehrlich zu sein, abgesehen von der Reparatur-Freundlichkeit des Knopfs sehe ich Duzende Gründe für einen Reissverschluss; wie bitteschön sollte eine Goretex mit Knopf funktionieren? Ganz zu schweigen von der Nutzerfreundlichkeit und der Benützung mit Plattenträger. Extra für die Testuniformen? Oder vielleicht extra für die gesamte Armee, wenn sie ja anscheinend später eingesetzt werden sollten? Falls umgestellt werden sollte, weil der Klett zuviel Staub auffängt (was ich stark bezweifeln mag, da wir ja nicht unsere gesamte Ausrüstung (einer Verteidigungsarmee) wegen einigen wenigen Militärbeobachtern im Ausland umstellen müssen), müsste dieses System ja mindestens ebenfalls einem Truppenversuch unterzogen werden.
  10. 1 point
    Wie mein Vorredner bereits erwähnt hat, bist gibt es diverse Tätigkeiten für einen Feldi im WK. URE (1-2 Tage): Ca. 2 Monate vor der eigentlichen Dienstleistung hast du den URE (Unterstützungsrapport Einheit), wo die deiner Kp zugeteilte Unterkunft rekognosziert wird. Dabei wird überprüft, ob Materialmagazine, Munitionsmagazine (sofern nicht auf Stufe Bat gelöst), Schlafräume, Esssaal etc. den Bedürfnissen der Truppe entsprechen bzw. die Minimalanforderungen erfüllt sind. Darüber wird in Zusammenarbeit mit dem Fourier ein entsprechender Erkundungsbericht erstellt, der sämtliche relevanten Themen umfasst. Da ihr meist nicht die erste Truppe an diesem Standort seid, können hier oft auf ehemalige Erkundungsberichte anderer Einheiten zurückgegriffen werden. Weiter findet während des URE die Materialbestellung pro Kp statt, woraus aus einem Vorschlag der LBA gemäss Ausbildungskonzept etc. dasjenige Material bestellt wird, dass gebraucht wird (und idealerweise wirklich nur das). Weiter kann in diesem Rahmen auch ein Antrag auf nicht zugeteiltes Material gestellt werden (Witterungsschutzjacke :-)). Zwischen URE und FDT: Ich habe in der Zeit zwischen des URE und des FDT diverse Tätigkeiten erledigt. So habe ich bereits das Organigramm sowie ein Einrückungskonzept erstellt inkl Laufblätter pro AdA (welcher Zug, wieviele restliche Diensttage, Checklisten für die Materialkontrollen etc.), entsprechende (Zugs-)Räume in der Unterkunft zugeteilt oder auch Stapler für den Ablad in der Zivilschutzanlage organisiert. Mein Devise war hier, alles was ich bereits vordienstlich machen konnte, spart mir Zeit in FDT. Dies waren schnell mal 10 - 20h! Während des FDT: KVK In der ersten Tagen des KVK (Kadervorkurses) steht die Fsg des Material / der Fz an. Diese werden unter Leitung des Feldis übernommen. Das heisst, vor Ort mit entsprechenden Personen das Material grob kontrollieren, verladen und transportieren. Zurück in der Unterkunft wird das Material abgeladen (hier ist der Stapler von Vorteil), im Detail kontrolliert und eingelagert. Parallel dazu wird der komplette Dienstbetrieb unter deiner Leitung hochgefahren ("Zimmerordnung", Anschlagsbretter, Kommandierungslisten für die Hamburger, Härtung der Umgebung/Wachtlokal/Fz-Park, Esssaal einrichten etc.). Somit bist du eigentlich der "Tätschmeister" dieser ersten Woche für das komplette Rückwärtige, sodass wenn die lieben Soldaten in der ersten Woche einrücken, alles vorbereitet ist. Die entsprechenden Personen (10 - 15 AdA) werden durch dich (oder falls vorhanden deinen Stv) geführt. 1. Woche FDT Bevor die restlichen Soldaten einrücken, muss das komplette Einrückungsprozedere vorbereitet werden (Einweisungsposten, Materialausgabeposten, Sofortausbildung, ..). Hier zahlt sich eine gute Vorbereitung aus, sodass alles reibungslos abläuft. Während die Soldaten einrücken, gilt es zu überprüfen, dass das Einrücken auch wirklich so abläuft, wie geplant, oder ob es Schwierigkeiten gibt (hier ein Wink an die lieben Freunde Offiziere, die gerne Sachen anders machen, als ihnen beauftragt wurde und es dann nicht funktioniert). Sobald jeder sein Material gefasst, sein Schlafplatz gefunden und bei seinem Zug ist, ist deine Arbeit sowie die erste grosse Hürde geschafft. Anschliessend beginnt der reguläre Dienstbetrieb, wo du übertrieben gesagt, das Mami der Kompanie spielst. Es werden dir diverse Probleme zugetragen, die irgendwie gelöst werden müssen, Wachtkommandierungen müssen geschrieben werden, Inspektionen des Mat Mag und Mun Mag durchführen, Betriebsdet führen, Transportbelange und KA-Termine organisieren etc. Hierfür hast du meist einen Stv, V+T-Uof sowie einen Mat C zur Verfügung. 2. Woche FDT Der Dienstbetrieb läuft, Ruhe ist eingekehrt und eigentlich könnte nun alles so laufen. Jedoch findet bereits der WEMA-Rapport statt und es heisst, die WEMA zu planen. Dies beinhaltete bei mir meist die personelle Planung sämtlicher AdA für die letzten drei Tage. So habe ich eine Synchromatrix gemacht, dass jeder AdA zu jeder Zeit weiss, wo er was zu erledigen hat. Hier gilt es natürlich genau dies zu planen, wer wo wann welches Material abgibt, wer für die Abgabe der Ukft eingeteilt wird etc. Nachdem alles geplant ist, gibt es eigentlich nur noch das Daily Business, abgesehen von ggf. Inspektionen, Übungen etc., die du noch organisieren musst. 3. Woche FDT Der Dienst neigt sich dem Ende zu. Die letzten Tage in Uniform können genossen werden, bevor ab ca. Mittwoch begonnen wird, Material, welches nicht mehr benötigt wird, einzusammeln etc.. Ab Donnerstag bist du grundsätzlich wieder der Tätschmeister auf Platz. So wird sämtliches Material eingezogen, GPD finden statt, Material wird für den Transport vorbereitet etc. Erste Bereiche der Ukft können rückgebaut werden und es finden erste Abgaben des Mat im Zgh statt. Hierfür natürlich auch wieder die Planung der Abgabe, der Transporte etc., wobei du natürlich im Bereich der Führung auf die Unterstützung der Gruppenführer zählen kannst. Am Freitag der letzten Woche wird das restliche Material sowie die Ukft abgegeben und nach erfolgreicher Abrechnung bei der LBA die Truppe aus dem FDT entlassen. Sobald dies der Fall ist, ist auch für dich die Arbeit getan. Fazit Als Feldi bist du eine sehr zentrale Person in der Einheit, einen schlechten Offizier kannst du gut durch einen guten Gruppenführer ersetzen, bei einem schlechten Feldi wird dies jedoch schwieriger. Du arbeitest sehr viel und sehr lange und trotz dessen ist dir niemand dankbar, sobald etwas aber nicht reibungslos abläuft, kommen die Leute sehr schnell mit ihren Beschwerden. Es muss sehr viel geplant und geführt und dabei stets den Blick für das Wesentliche behalten werden. Aber wenn du deinen Job gut machst, stehen die Leute stets hinter dir und es ist einfach eine geile, lehrreiche Zeit! Für weitere Fragen kannst du dich gerne PN bei mir melden.
  11. 1 point
    Es wurden sowohl hier als auch im Thread "Warum soll ich eigentlich Militärdienst leisten" einige Dinge gesagt, die ich mal kommentiere: Organisation: Die Schweiz wird auf absehbare Zeit sowohl bei der Wehrpflicht, als auch bei der Milizarmee bleiben. Auch wenn die Wehrpflicht momentan die Männer benachteiligt so ist sie doch unumgänglich, wie soll die Armee sonst ihren Bestand sicherstellen? Deutschland wünscht sich die Wehrpflicht zurück, Schweden führt sie wieder ein und Norwegen sogar für Frauen. Auch die ganzen Sprüche von: "die Armee muss halt attraktiver werden" oder "mann muss die jungen Leute abholen" hängen mir zu Hals raus. Hart gesagt ist jede Armee dieser Welt ein notwendiges Übel. Besinnt man sich mal auf den Grund wieso es Armeen gibt, nämlich Krieg, frage ich mich wie überhaupt jemand auf die Idee kommt zu sagen, dass sei attraktiv??? Klar finden es viele Leute (ich auch) cool ein Gefechtsschiessen zu machen, mit einem Panzer zu fahren, mit Flugzeugen oder Helikoptern zu arbeiten etc etc. Aber sowohl in der Ausbildung als auch im Einsatz ist man draussen bei jedem Wetter, muss immer Wache schieben, ist man ständig übermüdet, hat lange Wartezeiten (im Einsatz / Übungen), praktisch keine Freiheiten, 18/20h Tage....was bitte ist daran attraktiv? Vom Einsatz mit Gefechten, Verletzten, Toten und den psychischen Schäden fangen wir mal gar nicht an. Betreffend Profirarmee: Was bitte sollen die Jungs den ganzen Tag tun? Wir haben eine Verteidigungsarmee, keine Angriffsstreitmacht oder Interventionstruppe. Nach 1-2 Jahren hätten wir Top ausgebildete, einsatzbereite Profisoldaten die dann Skirennen aufstellen und ab und zu in den Kosovo oder nach Bosnien gehen? Toll! Auch der Kalte Krieg kam mehrmals zu Wort und dass man kein Massenheer mehr bräuchte, was m.E auch nur zum Teil richtig ist. Ja ein konventioneller Krieg in Europa ist in den nächsten ~10 Jahren wenig wahrscheinlich und die Kriegsformen haben sich drastisch gewandelt. Wenn ich mir aber so die politische Grossweterlage anschaue, stehen global sehr viele Wegweiser auf Konflikt, Kriesen und Kriege. Wenn man wiedermal die früher propagierte und vollkommen unrealistische "Vorwarnzeit" vom 8-10 Jahren anschaut, sind wir jetzt schon bei Punkt X vorbei wo man aufrüsten sollte. Denkt man nun an die Schweizer Armee = Verteidigungsarmee dann ist der Bestand von 100'000 wirklich unterste Limite vorallem da ja "nur" ca. 35'000 im Einsatz wären und dann von den nächsten abgelöst werden. Noch zu den Kosten, alleine die Löhne für eine Profiarmee von ca. 15'000 Mann würden um die 1.5 - 2 Milliarden Franken betragen..... Über die Gestaltung des Wehrpflichtes und der Armee kann und soll mann diskutieren, jeder der jedoch das Gefühl hat mit einer Profiarmee auf freiwilliger Basis werden die Probleme gelöst, verkennt die Realität. Ausbildung @Panzergreni: Du sagst man solle viel mehr Häuserkampf trainieren und mehr schiessen, nun frage ich mich was du denn in der RS gemacht hast? Soweit ich weiss, wird in der Pz RS viel geschossen und trainiert wird sowohl im Nalé, Cholloch und sonst überall (wo es geht) der Häuser- und Ortskampf. Dass man im Hinterrhein und der Wichlen keine Gebäude hat ist allein den Platzgründen geschuldet, aber vielleicht tut sich auch da etwas in den nächsten paar Jahren. Wo ich das Problem in der heutigen Ausbildung sehe ist, dass niemand mehr Verantwortung übernehmen will und daher alles auf die Reglemente oder sonstwas geschoben wird, vor allem in Übungen. Es wird viel zu wenig "kreativ" gedacht, weil man immer Angst hat dass etwas passieren könnte. Wird mal nachgefragt ob etwas erlaubt ist oder macht jemand einfach etwas mal anders, kommt gleich der Spruch: "Steht es im Reglement?" oder "im Reglement ist es aber so und so". Die Beurteilung der Lage wird (egal ob Gruppen oder Zugführer) zu wenig gemacht und den Kadern wird zu wenig "beigebracht" zu ihren Entschlüssen zu stehen, auch wenn sie mal von der Regel abweichen (Ich habe dass in dieser Sitaution aus diesem und diesem Grund so gemacht)....da haben wir noch enormes Verbesserungspotential. Ausrüstung Nicht alles ist Gold was glänzt. Ja bei vielen anderen Armeen sieht man Chest-Riggs und Plattenträger, oder Optiken am Sturmgewehr. Vielfach sethen diese aber nur den Einsatzformationen zur Verfügung. Auch die Bundeswehr hat immer noch ein "Koppeltragegestell" = GTE, genauso wie die Army oder die Marines der Amis, wo die Soldaten die Grundausbildung damit durchlaufen. Oder die beliebte Optikthema beim Stgw, ja Optiken mögen in vielen Bereichen Sinn machen, sind aber auch nicht immer das gelbe vom Ei. Ein Schütze mit Dioptervisier ist vielfach gleich schnell wie ein Schütze mit Red Dot Optik, es kommt einfach auf die Ausbildung drauf an. Wie bereits gesagt wurde, nicht alles was besser ist ist Kriegsentscheidend, ich sehe das Problem daher auch mehr in der Beschaffungthematik, als in dem was wir haben. Bei den Grosssystemen ist glaube ich jedem klar, dass sowohl die Evaluation und Einführung sich über einen längeren Zeitraum erstreckt. Wo ich aber panzergreni recht geben muss, ist dass das ganze Prozedere für Ausrüstung auf Stufe Soldat absolut unbrauchbar ist. Schuld ist einerseits ein kompliziertes und umständliches System zur Beschaffung wo 4-5 Partner (Heer, Luftwaffe, armasuisse, Generalsekretariat, Finanzdeparement, LBA etc) so nebenbei neues Material testen und beschaffen. Andererseits dass niemand den Willen hat dieses System zu hinterfragen und zu vereinfachen. Wie bitte kann es sein dass man 8 Jahre mit der Evaluierung eines neuen Kampfstiefels verbringt und immer noch zu keinem Ergebniss gekommen ist??? Wie kann man fünf Jahre an einem MBAS herumdoktern, dass dann nochmals 5 Jahre hat bis es alle haben?? Die einzigen die hier Glück haben sind kleine (Spezial-) Formationen, KSK / MP / Kamibes etc, die diesen Prozess umgehen können, die regulären Truppen bleiben aber auf der Strecke. Was bringt es der ganzen Infanterie und den Panzertruppen wenn die paar Hänsel in Isone ein kurzes Sturmgewehr und neue RLV haben??? Wer bitte steht denn bei einem ungeplanten Einsatz für Objektsicherung Wache, die Inf (DD) oder die Grenadiere aus Isone? Es wurde auch angesprochen dass man ein Stgw für das 300m Schiessen braucht wegen dem Obligatorischen, resp. den Schiessvereinen. Wieso bitte muss die Armee darauf Rücksicht nehmen? Die Armee hat Material zu beschaffen welches für den Auftrag und die Soldaten das beste ist und nicht damit man damit noch die Existenzberechtigung für ein paar Schützenvereine sicherstellt. Der Fehler wurde schon mit dem Stgw 90 gemacht ich bete dafür, dass sich das nicht wiederholt, denn auch mit einem kurzen Stgw kann ich auf 300m schiessen, die Garbe ist dann halt 8cm und nicht mehr 5cm, Kriegsentscheidend?? Ich denke nicht.
  12. 1 point
    Führe dein AR1 immer frühzeitig durch, damit deine Gruppenführer genug Zeit haben, ihre Posten/Aufgaben vorzubereiten. Informiere die Mannschaft frühzeitig über wichtige Details im Ablauf des nächsten Tages, welche evtl. im Tagesbefehl nicht ersichtlich werden, damit diese sich ebenfalls entsprechend vorbereiten können. Versuche kurzfristige Umstellungen am Tagesprogramm zu vermeiden. "Information ist Motivation", klingt abgedroschen, ist aber so.
  13. 1 point
    Rapporte für deine Gruppenführer sind wichtig. Halte diese gewissenhaft. Und stehe für deine Truppe ein. Rumorts im Zug und der Lt "zieht den Schwanz ein" vor seinen Vorgesetzten, ists mit der Autorität dahin. Und bleib mit dem Fachlichen auf dem Laufenden. Ein Lt der keine Ahnung vom Tagesgeschäft seiner Untergebenen hat ist nicht tragbar. Gesendet von meinem SM-G900F mit Tapatalk
  14. 1 point
    Was ebenfalls zentral ist, aber leider viel zu oft vernachlässigt wird, ist offene Kommunikation. Gib Informationen immer so schnell wie möglich weiter, sowohl nach unten zu Gruppenführern und Zug, aber auch nach oben zum Kommandanten. So verhinderst du Demotivation und beziehst alle mit ein; denn alleine durch die Verständnis, wieso du eine Entscheidung getroffen hast, wird die Akzeptanz und der Wille, dies auch zu erledigen, enorm erhöht. Eine gesunde Distanz zur Truppe ist sicherlich notwendig, aber so entsteht kein Grabenkrieg
  15. 1 point
    Nun, ich denke einige Punkt dürftest du auf deinem Weg bereits selber erlebt haben die du nicht oder anders machen möchtest. Aus meiner Sicht einer der wichtigsten Punkte ist sowohl was najiji gesagt hat, aber auch das man nicht versucht einen Stereotyp zu erfüllen. Sei gut, offen und fair zu deinen Unterstellten und sie werden es dir danken. Ansonsten wünsche ich dir viel Spass bei deiner Arbeit!
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