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  1. Pm1998

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    Pm1998
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    Hallo zusammen

     

    In ca. 1 Monat steht bei mir die Rekrutierung an. Ich wollte zuvor nie in das Militär (Vorallem nach dem Orientierungstag). Ich empfand das Militär für Unnötig, aber eben wir sind dazu verpflichtet. Ich habe dann im Internet ein wenig gesurft und bin auf dieses Forum gestossen und schlussendlich dank diesem Forum den Entscheid gefasst ich werde Militärdienst leisten und mich neutral gegenüber dem Militär stellen. Mal schauen ob das eine gute Entscheidung war. 

    Nun bin ich mir am Überlegen in welcher Funktion.

    Ich mache eine Lehre als Kaufmann und möchte im Militär nicht wieder in das Büro, sondern öfters draussen sein und mal Action haben und an meine eigenen Grenzen kommen.

    Was für eine Funktion empfiehlt ihr mir?

    (Sportlich bin ich in der Ausdauer sehr gut Kraft weniger, Sportabzeichen würde ich wahrscheinlicj knapp verpassen.)

     

    Vielen Dank im Voraus für eure Tipps!

    Gruss Pm1998

  2. Es ist soweit die RS ist durch! Ein schöner Moment, wenn auch ein spezieller. Schlussendlich waren es doch 18 Wochen die ich im Militär verbrachte und "weg" vom zivilen Leben war. Bevor ich ein Fazit über die RS ziehe werfe ich noch kurz einen Blick auf die 18. Woche. Die Woche begann wieder am Sonntag Abend um 2300 in Castel San Pietro. Uns allen war bewusst, dass dies unser letztes Einrücken für eine länger Zeit sein wird (ausser für die Durchdiener). Die Woche lässt sich kurz zusammenfassen, denn wir machten die ganze Woche nichts anders als putzen und Material zurückgeben. Am Montag konnten wir den ersten Teil des IAA Material zurückgeben, zudem schossen wir ein weiters Mal im 300m Stand. Am Dienstag ging ein grosser Teil der Truppe nach Ambri, wo wir unser MSE putzten und zurückgaben. Am Abend hatten wir einen super gelungenen Kompanieabend mit tollen Darbietungen! Am Mittwoch ging es weiter mit putzen und Material zurückgeben. Am Mittwoch gab es zudem eine Gewehrinspektion durch die LBA. Am Donnerstag wurde alles Mögliche geputzt, von Duros über MSE bis zur ZSA. Zum Abendessen gab es dann ein letztes Mal Burger. Der Freitag war für die meisten gemütlich. Nur wenige Soldaten wurden zum putzen benötigt, der Rest durfte die Sonne geniessen und warten. Die Durchdiner verliessen uns bereits am frühen Morgen. Zum Mittagessen organisierte unser Fourier für jeden einzelnen Soldaten eine Pizza. Danke! Der Nachmittag wurde etwas unangenehmer. Es wurde eine defekte Türe entdeckt. Beinahe musste der Feldschadenskommisar kommen, unser BU konnte dies allerdings vermeiden und wir wurden mit 2h Verspätung entlassen. Da die Busse nicht kamen (Die hatten keine Lust 1h später zu fahren) mussten wir mit einem Duro oder mit den öffentlichen Bussen an den Bahnhof fahren. Dies war allerdings kein Problem und der Kadi brachte den Wartenden noch das restliche Bier vom Kompanieabend vorbei. Ein willkommener Trost. Im Zug nach Hause herrschte eine super Stimmung. Alle freuten sich das die RS durch war, aber eigentlich war die RS für uns Sanis in der Woche bereits 9 vorbei. 

    Die ersten Wochen als Sanitätssoldat waren anstregend und mühsam, das Kader verpasste selten eine Gelegenheit um mit uns Spielchen zu spielen. Materialdepot erstellen die Dinge wieder auf Mann nehmen, Distanzen im Kampf Komplett rennen, PD unter Zeitlimit oder der Liebling bei der ABC Ausbildung: Mit der Schutzmaske sprinten. JA diese Dinge waren mühsam aber ich denke die gibt es in jeder RS und was wir bei den Sanis hatten war nichts im Vergleich zu dem, was andere Truppengattungen haben. Mit der Zeit gewöhnten wir uns auch an das militärische Leben und vieles wurde einfacher. Mit der Schlussinspektion in der Woche 9 war unsere RS faktisch vorbei. Die 3 bzw. 4 Wochen Praktikum waren sogut wie ziviles Leben. Das Kader wurde in den Wochen auf die 9. Woche gemütlicher, sofern sie respektiert wurden.

    In der VBA war alles noch einmal eine Stufe gemütlicher. Die ständigen Pausen und die nicht fordernden Ausbildungen gefielen allen. Ein Teil des Kaders machte dann schnell einemal "duzies" mit allen Soldaten. Manche Gruppenführer allerdings nur mit den Spezialisten. Dies fand ich ein bisschen speziell. Ebenso als unser Feldi am Mittwoch in der letzten Woche noch Duzies mit allen machte. Der Sinn davon kann ich bis heute nicht verstehen.

    Ich habe als Sanitätssoldat sicher viel gelernt und im Praktikum wertvolle Erfahrungen gesammelt. Ich kann die Funktion als Sanitätssoldat jedem empfehlen. Was man aber nicht vergessen darf, man ist immer noch in der Armee und nicht im Zivildienst.

  3. Joe
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    Wie im letzten Blog-Eintrag berichtet, durfte ich im 1995 auch zum ersten Mal an einem Infonet-Kurs teilnehmen.
    Ich hatte keine Ahnung, was das war und der Kurs dauerte auch nur 2 Tage.
    Durchgeführt wurde der Kurs in der Kaserne Bülach, welche ich ja bereits bestens kannte.

    Nun, ich lernte - InfoNet war das Telefonbuch der Schweizer Armee.
    Und als solches enthielt es ein paar Spezialitäten.

    Zum einen konnte man ganz normal nach einem Namen suchen - zB. nach dem Oberst Müller
    Man konnte jedoch auch nach eine Funktion suchen, da man gegebenenfalls ja den Namen nicht kannte, wohl aber die Funktion - als Beispiel den CUD - Chef Übermittlungsdienst.

    Das ganze wurde natürlich unterlegt mit weiteren Informationen wie zu welcher Truppe die Person gehörte oder wo der Mann im Kriegsfall sein würde (Standort)
    Ich glaube, es war sogar sein Dienstweg hinterlegt und gegebenenfalls weitere alternative Ansprechpersonen 

    Eine weitere Spezialität war, dass die Schweizer Armee damals noch über mehrere Telefonsysteme verfügte. (ich weiss gar nicht, wie's heute ist)
    Entsprechend waren die Rufnummern nicht immer gleich, je nach dem von welchem Telefonsystem zu welchem anderen Telefonsystem angerufen wurde.

    InfoNet bot eine Lösung indem immer die richtige Telefonnummer angezeigt wurde, abhängig von Start und Ziel der Verbindung.

    Wir bekamen auch eine Schulung, wie das System funktionierte und aufgebaut wurde und natürlich wie es zu bedienen war.
    Zentral lief die Software auf einem IBM AS/400.

    Die Geheimhaltung war während dieses Kurses immer ein grosses Thema, da wir mit den Live-Daten aus dem Infonet-System arbeiteten.
    Mit Hilfe der Daten im Infonet hätte man also theoretisch Rückschlüsse ziehen können, welche Truppe im Kriegsfall wo und vorallem welcher Bunker wo liegt.
    Daher wurden diese Daten für diesen Kurs nicht mehr angezeigt - zwar konnte man noch immer sehen, in welchem Bunker ein AdA sass - nicht jedoch den Standort des Bunkers.

     

    Am Ende gabe es noch ein Test welcher die Live-System-Daten verwendete und zeigen sollte, ob wir Teilnehmer alles gelernt hatten.
    Während dieses Kurses entdeckte ich dann auch prompt eine Schwachstelle in der Art, die Bunker-Standorte geheim zu halten.

    Während der Prüfung gab es nämlich eine Frage, wen man unter der Telefonnummer X erreicht, wenn man selber im Telefonsystem der Luftwaffe sei.
    Bei der Suche nach der Antwort, hatte ich aus Versehen die letzten beiden Zahlen der Telefonnummer verdreht - so im Stil von 36 anstelle von 63.
    Während die richtige Antwort hätte lauten müssen eben jener Oberst Müller, Chef Übermittlungsdienst im Bunker Xxx, ergab die Suche mit meinem Zahlendreher eine ganz andere Auskunft:
    Kantonspolizeiposten Gurtnellen!
    Seit damals weis ich also, wo der Bunker Xxx liegt.

     

    Alles in allem waren es 2 kurzweilige Tage ohne jedoch grosse Herausforderung - aber die Woche darauf wartete mein erster WK.

     

    Wie immer möchte ich mit der Bitte nach Kommentaren abschliessen.
    Insbesondere wenn mal jemand was spezielles wissen wollte oder halt auch nur eine Kritik, wenn es nicht gefällt.

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    Einleitung

    Da der Log Zfhr immer noch eine Funktion ist, zu der man sehr wenig findet, habe ich mich entschieden, hier einen kleinen Einblick in die Ausbildung zu geben.

    Je nach vorherigem Grad (Wm / Obwm oder Feldi / Fourier) dauert die Ausbildung 4 oder 6 Wochen. Für Grfhr wird dem eigentlichen TLG ein zweiwöchiger Vorkurs vorgeschoben. In diesem geht es hier.

    Wir hatten im Kurs eine breite Palette von 14 Uem, Ristl, Pz, Art, Inf, Mil Sich, San Log Wm und Obwm mit einer Erfahrungsbandbreite von 0 bis 5 oder WKs, einige noch mit In- oder Auslandeinsätzen. Bei uns im Kurs war auch der allererste und bisher einzige San Log Zfhr.

    Uebung "MOB"

    Im Rahmen der WEA wird laut unseren Ausbildnern künftig jeder FDT (oder nur MmhB-Formationen? Weiss da jemand mehr?) mit einer Mobilmachungsübung starten. Im Vorkurs sah die konkret wie folgt aus: Beim Einrücken die Packung deponieren und anschliessend eine kleine Einführung im Theoriesaal.

    Mittagessen, Abendessen und Frühstück für Dienstag musste jeder selbst mitnehmen.

    Nach dem Mittagessen haben wir unser Stgw eingelagert und die Pist gefasst, anschliessend IAA gefasst und die Packung mit Gamelle, Putzzeug, Schlafsack usw. gepackt.

    Jeder Teilnehmer hat eine kleine grafische Selbstpräsentation vorbereitet, womit sich dann jeder kurz vorgestellt hat. So hatte man schon mal einen Überblick, wer den gleichen Beruf oder die gleichen Hobbies hat. Anschliessend wurden die Ämter wie Mat-, Mun-, Theoriesaal, EDV-Chef etc. bestimmt.

    Den Rest des Abends haben wir damit verbracht, unsere Halle für die Übernachtung und Wache einzurichten.

    Am Dienstagmorgen haben wir die Pist Manipulationen geübt (dazu wurden gleich unsere MP Grens eingesetzt) und den Manipuliertest absolviert.

    Ausbildung

    Der Rest der Woche war geprägt von Sport (OL, Hallensport), Pistolenschiessen, Fz-Fassung (Citroen Jumpys) in der KD-Box und viel Fachdienstausbildung. Das Ziel war es, uns in zwei Wochen auf Feldi-Niveau zu bringen. Wir haben zu verschiedenen Themen des Mat- und Mun-Dienstes Lektionen in Gruppen selbst erarbeitet und dem Rest der Klasse präsentiert. Der Klassenlehrer hat korrigiert und ergänzt, wo nötig. Hin und wieder haben wir auch Themen praktisch angeschaut. So haben wir zum Beispiel auch das Ausbildungs Mun Mag in Sion angeschaut wo neben einem fehlerhaften Mun Mag auch eine kleine Munitionsausstellung steht.

    Auch die zweite Woche war von viel Theorie und einigem Pist schiessen geprägt. Ziemlich genau, wie das auch Arty beschrieben hat.

    Der Vorkurs war nicht so spektakulär, deshalb geh ich hier auch nicht so ins Detail. Falls ihr Fragen habt, nur fragen. Hier unter dem Blog darf gerne eine interessante Diskussion entstehen.

  4. Der geübte Leser wird festgestellt haben das unser Bat im letzten Monat den Dienst absolviert hat.

    Ich möchte hier nicht zu stark in die Tiefe gehen, es war wiederum eine sehr hektische Zeit in der sehr viel passiert ist. Im Vorfeld habe ich mir überlegt was ich alles mit der 'freien' Zeit machen könnte. Denkste.

    Mein Tagesablauf ist immer sehr von den Ausbildungen und Einsätzen geprägt. Das heisst, in der Regel bin ich morgens um ca 0615 in der Unterkunft um allfällige Pendenzen zu erledigen. Natürlich darf ein kurzes Morgenessen nicht fehlen. Anschliessend geht es zum Appell, nichts schlimmer als wenn sich der Kadi dort nicht zeigt. Was dann folgt ist immer sehr unterschiedlich, teilweise hat man bereits früh am morgen einen ersten Rapport mit der vorgesetzten Stufe, oder aber man bereitet einen eigenen Rapport vom Mittag vor. Es gehört dann ebenso zum Tätigkeitsbereich des Kadi, die Ausbildung der Truppe anzuschauen. Natürlich sind dabei die Zeitverhältnisse nie zu unterschätzen, für gewisse Verschiebungen benötigt man bis zu einer Stunde. Da will dann schon geplant sein was man wann macht.

    Während des Einsatzes ist es dann so, dass es keinen Appell mehr gibt. Es macht Bestandestechnisch keinen Sinn. Kurze Hochrechnung: 1 Zug ist im Einsatz, 1 Zug hat Ruhe und 1 Zug in der Ausbildung. Somit bleibt der Kdo Zug noch übrig, und die gehen dem Tagesgeschäft nach. Und so schön ich es auch fände: mit vier bis fünf Personen ein AV zu machen ist schlicht nur doof. Zu einem gewissen Teil haben wir dann mit den Zügen auch spezifische Ausbildung betrieben. Heisst: durchsuchen von Räumen unter erschwerten Bedingungen, eingreifen, etc. Diese Übungen gehören geplant, vorbereitet, sauber durchgeführt und nachbesprochen. Dies hat während des Einsatzes sehr viel Zeit von meiner Seite gebunden.

    Natürlich verlief unsere Dienstleistung nicht ohne Zwischenfälle. Gerne hätte ich diese vermieden, aber sie kommen leider vor.

    Alles in allem darf ich sagen: Meine Jungs sind die besten ihres Faches. Ich bin stolz auf sie zählen zu können, und darauf was wir in sehr kurzer Zeit jeweils erreichen.

    Somit melde ich mich für längere Zeit ab, die nächste Dienstleistung findet bei uns wiederum nächsten Oktober statt.

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    Hightower
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    Mo. 29. Juli

    Erste Aktion des Tages, Verschiebung motorisiert in die Schiessanlage Guntelsey um unser 300 m Programm auf Scheibe B4 zu schiessen. Meine Resultate waren durchzogen, verglichen mit dem was ich zuvor geschossen habe. Liegt vielleicht daran, dass ich meine KB (Kampfbrille) nicht dabei hatte. Dazwischennoch San D bei Cervelat-Korpi Gra, der sich inzwischen bei MiliTex mit einem Teleskop-Stecken ausgerüstet hat. (Der Gute Mann war bekannt dafür, bei allen Lektionen einen Stecken dabei zu haben, mit dem er auf die Plakate zeigte. Das war didaktisch sicher sehr sinnvoll aber der Stecken war vorne angespitzt und sah aus, wie halt eine Stecken zum Bräteln aussieht) Mittagessen in der INFA 1.

    Der Ganze Nachmittag ging drauf um die elende LN 1 & 2 (Leistungsnorm) im HG-Werfen zu erfüllen. Hitze und Sonne machten das Ganze zur Tortur. Manche (Rekr A und Esch) brauchten 8 und mehr Versuche, bis es „erfüllt“ hiess. Bis zum Schluss lagen wir dann im Schatten herum. Da wir wirklich auf freiem Feld waren und es keine Schatten spendenden Bäume gab, legten wir uns kurzerhand unter die Puchs. Etwa um 1615 hiess es dann PD/ID und fertig machen für den Ausgang.

    Das befürchtete Nacharbeiten für den vergangenen Wochentest trat glücklicherweise nicht ein, denn durch die Organisationsmängel des Kaders ist das Ganze noch in Bearbeitung. Für den Ausgang gingen wir an den See, der wirklich schön ist. (War letztens wieder mal im Schadaupark in Thun. Der See und die Sonnenuntergänge sind einfach der Hammer!)

    Di. 30. Juli

    Alle waren froh darüber, mit der Erkenntnis aufzuwachen, dass es auch heute keine Alarmübung gab. Es war Tenü Sport angesagt und wir waren froh darüber. Vor dem AV gab es noch eine Gesangsstunde (Singen der Nationalhymne, es ist ja bald 1. August) und dann ging es auf den kleinen Aarelauf.

    Als wir zurück waren, entdeckten wir, dass ein guter Geist auf jedes Bett ein Päckli Schoggi gelegt hat. Sofort stürzten wir und auf den vermeintlichen Zwipf, bis Lt Me reinkam und uns erklärte, dass die Schoggi ins Notwäschepäckli gehört.

    Der Nachmittag verlief aber easy, wir hatten Theorie bei Oblt Ny (gähn), der zu unserer grossen Überraschung eine Tenüerleichterung befahl. Vielleicht versteckt sich hinter seiner Glatze doch noch so etwas menschenähnliches.

    Danach hatten wir verdächtig viel freie Zeit bis zum Znacht. Nach dem Znacht nochmal verdächtig viel freie Zeit bis zum Waffenplatz-OL. Der war recht easy und sogar spassig. Nach PD/ID ultraverdächtig viel Zeit (2000 bis 2315, ZV). Die Gerüchteküche brodelte und die Bemerkung von Kpl Ae, der morgen übrigens geht, goss nur noch mehr Öl ins Feuer: „Schlaft heute Nacht am besten mit den Beingümmeli!“ Jetzt sitzen wir hier und wissen nicht was tun mit unserer Zeit.

    Übrigens Zug 1 hat Zug 2 beim Jassen heftig fertig gemacht. Die Ehre ist (teilweise) wieder hergestellt.

    Mi. 31. Juli

    Grosse Enttäuschung? Erleichterung? Was auch immer, als wir am nächsten Morgen wie gewohnt um 0550 geweckt wurden. Nichts mit um 0200 aufstehen, durch den Schlamm robben und von oben bis unten gefiggt zu werden. Kurz: keine Nachtübung.

    Stattdessen PED (Panzererkennungsdienst) am Computer bei Kpl Ae, der heute geht und „Survival“ bei Kpl Gra. Zu sagen ist, dass wir Übungsblätter zur Kartenkunde bekamen, die ich schon mal in der 4. Klasse gesehen habe. Soviel zum Niveau hier ;-)

    Mittagessen gab es zur Abwechslung mal in „unserer“ Halle C. Danach Schuma-Marsch mit Kadi Ny. Das Kader hatte dabei keine Schuma auf. Nicht weil sie „weich“ seien, sondern weil sie angeblich auf uns aufpassen müssten, falls jemand von uns zusammenklappte. Wers glaubt! Mit dem Wetter hatten wir verfluchtes Glück, es begann ein wenig zu nieseln als mir abmarschierten und die Sonne hielt sich hinter den Wolken zurück. Der Marsch dauerte total ca. 1 h und war mässig anstrengend. Meine Maske war nach 15 min voller Sabber.

    Zurück in der Halle C gab es Znacht und dann wurden wir zur KD-Box verschoben wo Schuma-Schiessen und Nachtschiessen angesagt war. Es „pisste“ (O-Ton Kpl Gra) den ganzen Tag bzw. Abend und die Stimmung war vor allem beim Kader recht anschlägig, nicht zuletzt weil irgendwie zu wenig Scheiben bereitgestellt wurden.

    Zurück in der MK I gab es PD für alles und für mich noch ein Gespräch mit Lt Groba bezüglich Weitermachen. Seine Meinung zusammengefasst: „Sie machen mit, Ihnen gefällts. Machen Sie weiter!“ Dann noch Diskussion ob es möglich ist, mit Rekr Ho der für Beobachter/Duro-Fahrer gesetzt ist mit mir als Eagle Fahrer abzutauschen. Es sei grundsätzlich möglich, sei aber mit administrativem Aufwand verbunden. Soviel zur Militär Bürokratie.

    (Diese Entscheidung von Eagle zu Duro zu tauschen war eine der besten in meiner Militärzeit, denn ich wurde Beobachter konnte aber trotzdem fahren. Das Beste aus beiden Welten. Die Nachteile hab ich früher schon mal erwähnt)

    Do. 1. August

    Vorzeitiges Abtreten ins Wochenende wegen Nationalfeiertag.

  5. Mit dem bestandenen Screening stellte ich mich nun der Qual der Wahl. Wo und wann soll ich den Flugkurs machen? Ich entschied mich den Flugkurs über die Sommerferien zu machen. Und da ich in Thun wohne meldete ich mich in Bern-Belp für einen Kurs an.

    Mit der Anmeldung begannen auch die Vorbereitungen. Spätestens ein Monat vor dem Kurs kamen meine Lernunterlagen wie auch die Sphair-Uniform. Da mir das bestellte M zu gross war, habe ich die Kleider zurück geschickt und ein S bestellt, was keine Probleme verursachte. Als Stoffgrundlage diente das GuV (Grundlagen und Verfahren- Ordner). 4 Wochen waren in meinen Augen nicht genug Zeit, um mich ideal vorbereiten zu können. Folglich habe ich die Datei direkt von Sphair.ch runter geladen.

    Im Dokument "Kursvorbereitungen" kommen so genannte "Need-to-know" und "Nice-to-know" aufgelistet. Die Namen sind eigentlich selbsterklärend: "Nice-to-know" sind Kapitel im GuV, die als Ergänzungen zur Vorbereitung (wird dann in den Theorielektionen behandelt) dienen. "Need-to-know" sind Kapitel oder z.T. nur Abschnitte, die dringend vor dem Kurs auswendig gelernt werden müssen! Die erlernten Sachen werden auch in einem Eintrittstest am Anfang des Kurses geprüft. Zum "Need-to-know" gehören auch die Checkliste und die Procedures.

    Checklisten lernt man am besten indem man die Erstbuchstaben jedes Checks auswendig lernt (Eselsbrücken können nur helfen ;) ). Später im Kurs übt man dann im Mock-Up (1:1 Foto vom Cockpit) wodurch die Routine sehr gut geübt und der kommende Flug mental vertieft werden kann. Das gleiche gilt für die Procedures.

    Eine vollständige Zusammenfassung des kompletten "Need-to-know" aus dem GuV kann man hier downloaden. Es ist aber zu empfehlen, mindesten das ganze "Nice-to-know" einmal durchgelesen zu haben weil das dem Verständnis des Ganzen sehr gut hilft.

    Ebenfalls hat mir das parallele Arbeiten mit dem Lernprogramm SPHAIR sehr gut gefallen. Es stellt auch eine sehr gute Ergänzung zum schriftlichen Stoff dar. Viele Animationen und Videos stellen die Zusammenhänge zwischen Steuerelementen und Bewegung dar.

    Ich war sehr froh, dass ich mich für den Kurs gut vorbereitet habe. Es erlaubte mir, mich auf andere Dinge zu konzentrieren. Spätestens im Cockpit ist man sich selber dankbar, wenn man für den Landingcheck nur wenige Sekunden braucht da man während der Landung auf genug andere Sachen konzentrieren muss (Höhe, Geschwindigkeit, "Pitch-and-Power", Verkehr, Funk, Wind etc.). Und dazu macht das beim Fluglehrer, oder spätestens P&S FI, einen grossen Eindruck, wenn man jegliche Checks auswendig und flüssig im richtigen Zeitpunkt abrufen kann.

    Im Brief von der Flugschule sieht man auch zum ersten Mal die Namen seiner Mitstreiter. "Flugkurs Bern-Belp S-120" war unser Kurs. Auch die Namen der Fluglehrer hat man das erste mal gelesen. So war ich ideal für die 2 Wochen in Bern-Belp vorbereitet. :D

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    Guten Abend!

    Ich wollte schon lange einmal einen Blog verfassen zum Thema Artillerie, aber es kommt ja immer etwas dazwischen...:ups:

    Nun also einen Bericht über die doch recht exotische Funktion des Log Zfhr.

    Vorgedanken - Warum überhaupt?

    Wer schon etwas länger im Forum unterwegs ist, der sollte schon über mich erfahren haben,, dass ich Zeitmilitär bin. Ich habe im Oktober 2012 damit begonnen und beim Einstellungsgespräch wurde mir schon ein bisschen der Weg zum Berufsmilitär aufgezwungen bzw. Druck gemacht, dass ich den Vorschlag für Hauptfeldweibel holen soll. Da ich einige Missverständnisse mit dem Bttr Kdt hatte und ich auch nicht wirklich Interesse daran hatte Feldi zu werden, geschweige denn Berufsmilitär. Ende 2013 und dann vor allem Anfang 2014 im WK hatte ich die Erleuchtung, dass das genau das wäre was ich machen will. Im Vorfeld des WK habe ich mich damit auseinandergesetzt, was ich nun machen muss, damit ich höh Uof, sprich Feldi, werden kann. In der Broschüre übers Weitermachen bin ich dann über den Log Zfhr gestolpert und das hat mich nicht mehr losgelassen. Im Internet findet man nicht viel dazu und in der "Kleinen Dokument der Artillerie" wird er nur als Zugführer dargestellt. Da war der Entschluss gefasst, der Chef informiert, der Kadi angefragt und ich würde im WK aspirieren.

    Der Vorschlag

    Im WK 2014 mit der FFZ Bttr 2, die zur Unterstützung der Art Abt 54 (Inf Br 2) rückte ich ein, um den Vorschlag zu erhalten. Im KVK durfte ich dann nach Sumiswald um die Kaderbeurteilung 2 zu bestehen. Nur dass ich dort ein "bedingt" erhalten hatte, da ich bei der Selbstkenntnis ziemlich schwach war. Gut, ich habe nirgends angegeben, dass etwas "Voll und ganz zutrifft" oder eben "Überhaupt nicht". Dafür war ich bei den Logiktests sackstark ;)

    Nun hatte ich das Glück oder eben nicht, dass ich nicht eine spezielle Übung/Prüfung machen musste, sondern nur mit dem Brigadier auf ein Gespräch. Dies lag vor allem daran, dass man nicht genau wusste, was der Log Zfhr effektiv macht. Nach 5min und der Aussage -welche ich noch öfters zu hören werden würde- "Wenn Sie Berufsmilitär werden wollen, sollten Sie lieber Hauptfeldweibel werden". Nö danke! Ich bekam dann während der WEMA den Vorschlag in einem Raum mit Br Kdt, seinem Fhr Geh (Chefadj), dem Abt Kdt, seinem S1 und meinem Bttr Kdt. Mir wurde direkt gesagt, dass ich am 20. Oktober in Sion einen Vorkurs besuchen müsse, dann den eigentlichen TLG und in der Art RS 31-3/14 die VBA abverdienen werde. Passt!

    Der Vorkurs

    Da ich "nur" Wachtmeister bin, muss ich in einen Vorkurs um den Rückstand auf einen Hauptfeldweibel im Bereich Mun und Mat D sowie der Pistolenausbildung. Ich rückte dafür am Montag 20. Oktober in Sion ein. Am Bahnhof bin ich dann schon den ersten anderen Anwärtern begegnet, mit denen ich dann den beschwerlichen (Um)Weg bis zur Kaserne auf mich nahm. Zuerst wurden wir vom Klassenlehrer, Stabsadj L.-S. C., für diese 2 Wochen begrüsst, mit den Worten, dass der Kurs nur in französischer Sprache sein würde. Das Gesicht einiger meiner Kameraden war super :D Dann wurden wir noch von seinem Chef begrüsst, um anschliessend die Eintrittstheorie des stellvertretenden Schulkommandent zu hören. Zu dem wurden alle Kader, ZM und Miliz, vorgestellt, die für unseren Dienstbetrieb zuständig sein würden.

    Wir fassten das übliche IAA Mat dazu noch einige Karten und einen Laptop, danach durften wir auch noch PA Mat wie den Karusa den Schlafsack und die Gamelle fassen. Zu guter Letzt übergab man uns noch die Pistole. Einmal alles verstaut in der Waffenkammer und dem Zimmer, natürlich mit RS-tauglicher Ordnung, hatten wir einen kleinen Eintrittstest. Etwa ein Drittel schaffte diesen, wobei ich selber mit 68% bestand ("2 Drittel ist genügend" wie es im Militär so schön heisst) ;)

    In der Klasse waren wir am Anfang 17, wobei es 2 Obwm hatte. Einer wurde von seinem Br Kdt einfach so befohlen, obwohl er gar nicht wollte. Er durfte das ganze Mat fassen und durfte dann am Donnerstag nach etlichen Gesprächen und Hin-und-her wieder nach Hause. Ich selber habe 5 WK geleistet und bin wohl in der Mitte der Erfahrungsbreite. Es hat 2, die eigentlich schon ihren Dienst vollendet haben und gefunden haben, dass sie doch ganz gerne im Militär sind. Auch Auslanderfahrung haben einige.

    Die Wochen sind recht schnell erzählt: Sport, Ausgang wie man es kennt. Im Mat und Mun D lernten wir die Formulare und die ganzen Prozesse (Fassung, Verwaltung, Retablierung) kennen. Wir schauten auch ein Mun Mag (Botza) an. Den Wochentest war eine Farce, da wir die Lösungen zugesteckt bekamen...98%...

    Ich werde noch ein bisschen mehr dazuschreiben, aber meine Tastatur hat sich gerade dazu entschieden keine Kommas mehr zu machen und Absätze zu verschieben/löschen...

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    Amaktonivik
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    Vage erinnere ich mich an die Aushebung vom 03.07.13 - 04.07.13 im "Hotel" Windisch.

    Nur wenige Tage nach der Lehrabschlussprüfung durfte ich endlich nach Windisch und mein Können unter Beweis stellen

    Ich bin an diesem morgen früh aufgestanden und habe mit (Achtung Ironie) Freude festgestellt das ich überhaupt nicht nervös war. Also dann unter die Dusche gesprungen und ab auf den Zug nach Windisch. Die Fahrt dahin war sehr öde, die ersten Genossen habe ich erst am Bahnhof Olten entdeckt. Einige davon unterhielten sich schon angeregt darüber welche Pläne sie geschmiedet haben um ja als Doppel UT nicht in die Rekrutenschule zu müssen. Diese Einstellung fand ich schon mal gar nicht toll.

    Ich finde jeder sollte ohne irgendwelche Hintergedanken oder Vorurteilen an die Orientierung / Aushebung und später RS. Den ein verschobenes Bild kann einem doch ziemlich die Tour verderben wenn man dann doch gehen muss. Als dann hab ich die künftigen Zivilschützler reden lassen und hab mir wie schon ganze Tage zuvor einige Gedanken über meine künftige RS gemacht (Funktion, Kader, Machbarkeit, ...)

    Hätte in Windisch nicht eine Menschenansammlung versucht den Zug zu verlassen hätte ich wohl ganz vergessen das ich aussteigen muss^^.

    Wir nahmen dann den Bus zum Rekrutierungszentrum und liefen den Rest in das Wohnquartier wo das Gebäude stand (Ziemlich komischer Ort für eine solche Einrichtung, hätte ich so nicht erwartet). Erst mussten die ganzen Formalitäten geklärt werden und anschliessend wurde mit eine Startnummer zugewiesen, die ich leider nicht mehr weiss - sollte aber auch nicht wichtig sein.

    Als erstes gab es eine Ansprache im Plenarsaal. Wir wurden herzlich begrüsst und mit einigen Infos rund um die Rekrutierung sowie den Ablauf der nächsten 48 Stunden zugeschüttet.

    Es wurden rosa Zettel verteilt die wir mit unseren Personalien ausfüllen, den Wunsch RS Termin ankreuzen und unsere 3 Wunschfunktionen aufschreiben sollten. Da ich mich noch nicht zu einer Funktion entschlossen hatte lies ich dieses Feld offen, im Hinterkopf hatte ich jedoch das Bedürfnis in eine Kampftruppe zu gelangen um an meine inneren Grenzen zu kommen. Jedoch sind einige Tage zuvor einige Freunde von mir in die Infanterierekrutenschule eingerückt und wen man halt so hört was man alles machen muss und Bilder von ziemlich malätrierten Füssen sieht überlegt man sich das zwei Mal wenn man den Zettel ansieht.

    Anschliessend wurden wir Anhand der Startnummer aufgeteilt. Die WK'ler führten meine Gruppe dann zum Computerraum wo wir den Test 95 ausfüllen sollten. Der Intelligenztest war in meinen Augen ein Witz und total easy zu erledigen. Den Psychologietest habe ich so gut möglich ausgefüllt und habe versucht alle Frage so gut wie möglich auf mich passend auszufüllen. Der Test war definitiv nicht für Schweizer gemacht da man keine mittlere Option zur Auswahl hatte :D Mein Sitznachbar zu meiner Linken war relativ schnell mit den Tests fertig, wie sich später rausstellte hat er einfach alles willkürlich angeklickt (wohl wieder einer der sich drücken will).

    Nach den ganzen Tests war erstmal Pause und ich hatte Zeit mich mit einigen Wk'lern bei ner gemütlichen Zigarettenpause über das Militär zu unterhalten. Es waren wirklich super nette und aufgestellte Leute die einem nicht nur negatives sondern auch positives zu berichten hatten. Zum Mittag gab es Poulet Brust mit Safran Risotto und Gemüsebeilage dazu Salat und ein Dessert das leider Furztrocken war (*hust*). Alles in allem aber total geniessbar und lecker! Das wichtigste war jedoch das ich Satt wurde :)

    <p><a href="<fileStore.core_Attachment>/monthly_2014_06/586d3ddf3c099_Foto30_06.14223130.jpg.334c01820eec7362a7aec814850ef887.jpg" class="ipsAttachLink ipsAttachLink_image"><img data-fileid="335" src="<fileStore.core_Attachment>/monthly_2014_06/586d3ddf3c099_Foto30_06.14223130.jpg.334c01820eec7362a7aec814850ef887.jpg" class="ipsImage ipsImage_thumbnailed" alt=""></a></p>

    Beim Mittagessen hatte ich dann zum ersten Mal Zeit meine Zimmergenossen kennen zu lernen. Zum Glück alles motivierte aufgestellte Dienstwillige Leute. Haben uns alle auf Anhieb verstanden.

    Nach dem Mittagessen ging es dann auf die Medizinische Abteilung zu den ganzen Tests. Dieser Teil definierte sich durch relativ lange Wartezeiten zwischen den einzelnen Stationen in denen alle die warteten den Boden und Decke anglotzend stillschweigend auf Ihren Stühlen sass.

    Die Tests liefen 1A, erstaunt war ich vor allem von meinem Gehör, trotz regelmässiger lauter Musik und STGW Beschallung konnte ich FAST alle Töne erkennen. Auch der Lungentest war in Anbetracht meines intensiven Nikotinkonsums zufriedenstellend. Ich bekam vom Wk-Soldaten auch den Tipp damit aufzuhören - ich wusste zu diesem Zeitpunkt noch nicht wie recht er damit haben wird! Jedenfalls bekam ich den TAUGLICH Stempel und nur das zählte.

    Nach den Medizinischen Tests wurde verkündet wer alles zum Psychologen musste, ich war extrem glücklich, dass ich das nicht mitmachen musste. Ich hasse es mit einem Seelenklempner der meint dich zu verstehen über Probleme zu sprechen und ihm beim Nicken zu zusehen. Da ich nicht zum Psychogespräch musste wurden wir wieder in den Plenarsaal gebeten wo wir eine ziemlich lange Umfrage ausfüllen mussten. Ich weiss nicht mehr wie die heisst aber Sie wird wohl öfters ausgefüllt.

    Nun kam der letzte Teil vor dem ich am meisten Angst hatte. Der Sporttest! Ich habe in den letzten Jahren nie speziell Sport betrieben. In den Vergangenen Schuljahren und Lehrjahren habe ich mich im Sportunterricht nicht sonderlich beteiligt. Aber da ich ein Ziel vor Augen hatte war ich bereit an diesem Tag an meine Grenzen zu gehen.

    Die Tests liefen anfangs gar nicht so schlecht. Standweitsprung, Weitwurf, Koordinationstest liefen sehr gut das Punkteminimum für das Sport Abzeichen wurde überall erreicht und übertroffen. Danach kam aber der Kraft- und Konditionsteil in dem ich hoffnungslos versagte. Ich gab mein bestes aber beim Pendellauf gab ich im Vergleich zu anderen sehr schnell auf.

    Hatte gewisse Vorteile, zum Beispiel das ich die Dusche für mich alleine hatte :) Ich machte mich nach der wirklich erfrischenden Dusche (so geschwitzt hab ich seit Jahren nicht mehr) wieder auf den Weg nach oben um auf der Terrasse weiter Raubbau mit meinem Körper zu betreiben.

    Als nun alle Posten abgeschlossen waren wurden wir wieder in den Plenarsaal gebeten wo uns der Rekrutierungsoffizier (er nennt sich Geschäftsführer der Einrichtung ;)) Oberstlt M. vorgestellt. Ein wirklich humorvoller Mann. Wir wurden informiert, dass die Sportlichen Ergebnisse nach dem Abendessen aufgehängt werden und er in der Halle bereitsteht um eine Art Vorgespräch zu führen und wir Ihn fragen können ob wir für bestimmte Funktionen eine Chance hätten.

    Das Gespräch, so stellte sich nach dem Abendessen heraus war wirklich cool. Es gab so viele Junge Leute die dachten, dass Sie mit 60 Sportpunkten zu den Greni's kommen könnten. Es gab vom Oberstlt. einige lustige Bemerkungen zu gewissen Vorstellungen der Herren. Ich habe auch das Gespräch gesucht und Ihn dann gefragt wie realistisch es den währe in die Infanterie zu kommen mit meinen 65 Sportpunkten (gem. Tabelle ist dies eine "gute" Sportliche Leistung, ich war extrem stolz auch mich das ich doch so viel erreicht habe auch ohne sportliche Betätigung über die ganzen Jahre..) Er meinte, dass mein Fall wohl etwas komplizierter wäre. Ich war in allen Punkten mehr als genügend nur im Sportlichen waren es halt keine 80 Punkte. Zudem wollte er sich das überlegen er schlug vor, dass wir dann am nächsten Tag in Ruhe darüber reden, ich soll mir aber noch einige Alternativen überlegen.

    Wir bekamen vor dem zu Bett gehen alle noch ein Bier spendiert, anschliessend war Lichter löschen. Da ich Jass Karten mitgenommen habe kam mir dann Spontan die Idee eine kleine Runde zu spielen. Ich war erstaunt das 2 von den 3 Bettnachbarn die Regeln verstanden. Nach ein paar Runden gingen wir dann zu Bett und freuten uns auf den nächsten Morgen.

    Am nächsten Morgen nach der Toilette gab es ein ausgewogenes Frühstück mit allem was man sich so vorstellen konnte. Wir wurden heute in den Computerraum gebracht wo wir uns noch einmal über die verschiedenen Funktionen informieren sollte um uns das Zuteilungsgespräch so einfach wie möglich zu machen. Ich habe mich dann für eine Prioritätenliste festgelegt. (1. SiSo, 2. Inf, 3. Führungsstaffel)

    Später ging es dann zum Fahrertest welcher wirklich fordernd war. Die Aufgaben waren am Anfang relativ einfach wurde aber zunehmend schwerer, vor allem dann wenn man auf ein bestimmtes Symbol/Ton hören muss und gleichzeitig der Erzählung des letzten Afrika Urlaubes lauschen muss und anschliessend die Fragen beantworten muss. Leider habe ich ganz knapp die Lastwagenprüfung nicht geschafft, sondern nur C1.

    ich wurde also nun mit meinem Pinken Zettel zum Oberstlt. geschickt und das Zuteilungsgespräch begann. Er eröffnete das Gespräch mit der Aussicht das ich eigentlich frei wählen könnte was ich machen möchte (ausser ein paar bestimmte Funktionen die definitiv über 65 Sportpunkte benötigen). Ich wollte dann erst als SiSo durchgehen jedoch wurde ich hier als zu "schmal" abgewiesen. Jetzt begannen die Zahnrädchen im Oberstübchen zu knattern und ich überlegte mir ob ich nun wirklich die Infanterie auswählen soll, also fragte ich was es an meinem RS Wunsch Termin noch für freie Plätze für C1 Fahrer gibt. Zur Auswahl standen Inf / C1 und Führungsstaffel / C1. Ich habe mich dann für letzteres entschieden (Führungsstaffelsoldat / Fahrer C1).

    Ich wurde dann zur Schuh- / Soldausgabe geschickt. Das lief relativ unkompliziert ab. Schuhe aus, KS an, rumlaufen, KS aus, eingetütet und weg. ich wurde anschliessend offiziell entlassen. Ich war zufrieden mit mir und bin dann gemütlich nach Hause gefahren. Was für ein Tag, endlich sind die Weichen für die Militärische Zukunft gestellt.

    Wieso ich nun aber als Besatzer und nicht als Führungsstäffeler einrücke werde ich im nächsten Blogeintrag erzählen, sollte es den einen Interessieren und mein jetziger Beitrag lesbar sein.

    Entschuldigt bitte die Komma und Rechtschreibfehler es ist schon spät und es ist mein erster Eintrag, wenn ich noch was entdecke werde ich es korrigieren.

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    Hallo Zusammen

    Bald beginnt meine Rekrutenschule und ich möchte ein Wenig darüber berichten und hier mal den Anfang machen.

    Ich starte am 10. März 2014 als Verkehrssoldat DD auf dem Monte Ceneri.

    Vieleicht finde ich hier ja noch Gleichgesinnte welche auch mit mir dort ihre Zeit verbringen ^^

    Kurz zu mir:

    Ich bin aus der Region Basel, bin im Moment 21 Jahre alt, werde am 02. März dann 22.

    Ich bin gelernter Elektroinstallateur und Arbeite bis Ende Monat als Servicerlektriker.

    In meiner Freizeit fahre ich sehr gerne Motorrad, bin an verschiedenen Projekten im Netz am Arbeiten, vertiefe mich von Zeit zu Zeit in meiner Modellbahn.

    Sehr viel meiner Freizeit geht auch für die Verkehrskadetten drauf. Bin dort regelmässig auf der Kreuzung oder gebe Ausbildungen. Dies ist auch ein Grund (vielleicht auch der Grund) warum ich an der Rekrutierung zum Verkehrssoldaten Gedrängt wurde.

    So, soviel mal für den Anfang. Ich werde euch auf dem Laufenden halten

    Euer Werwolf

  6. Der Einsatz am WEF 2014 begann mit dem Einrücken am Sonntagabend. Da die Fahrzeuge über das Wochenende am Flugplatz geparkt werden müssen, hiess das für mich, eine halbe Stunde früher einzurücken und eines davon zu hohlen.

    Von Montag bis dem darauf folgenden Sonntag gab äs täglich ungefähr dieselbe Rutine, welche schnell erzählt ist.

    Morgens um 0600 aufstehen, in der Unterkunft frühstücken und um 0645 zum Flugplatz fahren. Den Computer befragen, wann welcher Helikopter mit welcher Konfiguration (z.B. Anzahl Sitze, Lastenbalken, Abseilvorrichtung usw.) und wie viel Kilogramm Treibstoff zur Übergaben an den Piloten auf der Platte stehen muss. Flugbereitschaft an den Helikoptern erstellen, auf die Platte schleppen und betankten.

    Wenn wieder ein Helikopter kam, was meistens so gegen die Mittagszeit der Fall war, wurde betankt und eine Zwischenflugkontrolle durchgeführt oder, wenn der Helikopter den letzten Flug des Tages hinter sich gebracht hat, wurde er in die Halle gestellt und Retabliert.

    Mittag- und Abendessen wurden uns auf dem Flugplatz serviert und ich darf sagen, dass das Essen sehr gut war. Nach dem Abendessen wurde wenn nötig noch gearbeitet und dann in die Unterkunft verschoben.

    Um die Totzeit zu überbrücken, von welcher es genug gab, richteten wir uns im Bereitschaftsraum mit einem Beamer sowie einer Playstation ein. Um die wichtigen Sportereignisse dieser Woche, wie die Hahnenkammabfahrt oder das Australien Open, nicht zu verpassen, wurde die Playstation durch einen Laptop und einen Hotspot für die Fernsehübertragung ersetzt. Wir spielten auch viel Karten oder betätigen sportlich, z.B. wir spielten eine Runde improvisiert Fussball

    Aufgrund der Gefahrenstufe gab es während des WEFs für uns keinen Ausgang. Grund dafür war ein Graffiti in der Stadt, auf welchem „SMASH WEF“ stand. Jedoch konnten wir am Sonntag nach dem WEF für drei Stunden in den Ausgang und während des WEF wurde an dem von der Log betriebenen Kiosk Bier verkauft, welches wir nach Arbeitsschluss in der Unterkunft zu uns nehmen durften.

    Montagmorgen wurde vom Aussenstandort zurückverschoben und das Korpsmat, abgesehen vom Schlafsack und dem Flauschi, abgegeben. Am Abend fand dann noch die Fahnenübergabe statt.

    Diensttag und Mittwoch war WEMA, jedoch musste ich wegen Prüfungen den WK vorzeitig beenden, so ging ich schon am Diensttagmorgen nach hause.

  7. So, nun komme ich auch noch zum ausführlichen Teil meines Blogs.

    Am 28.10.2013 musste ich in Emmen einrücken.

    Tag 1: Einrücken, soweit ich mich zurückerinnern kann, um 1100 in der MZH einfinden. Dort sieht man zum ersten Mal seinen zukünftigen Zug und weiss noch nichts davon. Welch ein Wunder, es hat sogar noch Frauen in der Armee und wie es sich herausstellen sollte, sind die besser "zu gebrauchen" als Rekrut als der durchschnittliche männliche Rekrut. Am ersten Tag unbedingt etwas zum trinken mitnehmen. Ihr habt kaum Zeit beim Mittag/Abendessen, somit nehmt etwas für die Pausen mit. Die ersten 3 Tage fasse ich mal zusammen:

    Material fassen, kontrollieren und verräumen, An-/Abmelden trainieren, Grade trainieren und Waffe fassen. Man erhält so viel Material und weiss am Schluss nicht mehr, welches Material für was verwendet wird. Ich persönlich weiss es nach Woche 7 auch noch nicht beim kompletten Material.

    Die Tage 4+5 bestehen in Emmen aus Sturmgewehrmanipulation, Impfen und viel weiteren Spass mit den Gradabzeichen. Wir hatten das Glück während der kompletten AGA kein Regen zu haben, deshalb konnten wir auch immer wieder das schöne Wetter geniessen. Am Samstag Morgen wurden wir nach gefühlten 4 Stunden (Wirklichkeit 2 Stunden) in der HV-Formation stehen entlassen, da es leider nicht nur Lenkwaffenzüge in der Kaserne gibt, wie der nette Feldi gerne betont. (Nein, er gehörte in seiner RS nicht zu den Lenkwaffenzügen.)

    Woche 2:

    Sonntag Abend 23.45 ABV (Das heisst, 23.35 im Ruhn vor dem Bett stehen)

    Montag: Erstes Mal technischer Dienst für die Lenkwaffen und UEM-Züge, bei der Lenkwaffe heisst dies: Verschiebung ins Ausbildungszentrum. Dort angekommen erhielten wir eine Theorie über das Lenkwaffensystem RAPIER. Dieses darf ich nicht genauer erläutern, jedoch so viel: Eine Lenkwaffe kostet ca. Fr. 400'000.00. Am Nachmittag nochmals genau das selbe. Am Abend hatten wir dann ca. 1.5 h Zugschule und eine Theorie, über was kann ich leider nicht mehr sagen.

    Nach der Schuh und Gewehr PD, kam noch ein kleiner Sportblock für die Raucher dazwischen und ab zum Duschen vor dem ABV.

    Der Dienstag bestand aus Technischem Dienst am Morgen und am Nachmittag, dies heisst, wir lernten die einzelnen Teile des Lenkwaffensystemes kennen. Am Abend hatten wir wieder eine Theorie. Schuhe putzen, Sport für Raucher und Duschen / ABV / Schlafen.

    Am Mittwoch war der GROSSE TAG, wir durften zum ersten Mal KD Box schiessen, spannend, wie einem wegen dem Rückstoss Angst gemacht wird und man merkt diesen nicht einmal. Zudem hatten wir Zwangsmittel Ausbidlung, warum wir so etwas lernen müssen ist mir fraglich...

    Am Abend gab es einen GPD am Gewehr und nochmals Spass mit dem Zügführer.

    Donnerstag und Freitag bestanden für mich aus Fahrausbildung, ich versuche jedoch ein bisschen zu schreiben, was die Nichtfahrer so tun. Die Anderen hatten Gefechtsordonnanzausbildung, Kartenlesen, Sport, ABC, nochmals Sport und nochmals Gefechtsordonnanzausbildung.

    Ah ja, am Donnerstag Abend hatten wir zum ersten Mal Ausgang, 1.5 Stunden. Aber wie es die grössten Volldeppen schaffen innert 1.5 Stunden so voll zu werden, das Sie danach den Weg in die Kaserne weder alleine schaffen noch finden ist mir ein Rätsel. So wird der nächste Ausgang gestrichen, wie auch weitere.

    Samstag um 07.15 konnten wir dann nach Hause gehen.

    Woche 3:

    Anwärtergespräche: Diese finden während der ganzen Woche statt und werden deshalb nicht mehr speziell erwähnt.

    Montag: ABC Ausbildung, den ganzen Morgen, meistens Theorie, bzw. nachmachen. Am Nachmittag gab es Theorie über das DR 04, Umweltschutz, Brandverhütung und über die Munition. Am Abend gab es noch einen kleinen Nachtspaziergang. Nachtfalter 1, 7 km, feiner Chilli Jonny, Anschliessend 2 Stunden Zugschule. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen.

    Am Dienstag folgte wieder ein ganzer Tag Technischer Dienst. Dies heisst, wir fassten die UEM Puchs und kontrollierten das Material. Angeblich müssen die LWF RAPIER Soldaten genau das gleiche können wie die UEM.

    Am Mittwoch gingen wir wieder in die KD-Box ein bisschen schiessen, nun sind auch endlich alle Gewehre eingestellt. Am Nachmittag hatten wir 2 Stunden Sport und 2 Stunden Zwangsmittel. Am Abend gab es für alle nicht Kaderanwärter einen 7 km Geländelauf, für alle Kaderanwärter gab es diverse Tests inkl Zugschule für 160 Personen (welch eine Freude). Die Tests waren: Intelligenztest und ein Aufsatz, es war ziemlich einfach.

    Donnerstag: Den Tag durch wieder Technischer Dienst - Wie verlegen wir diverse Leitungen und wie bedienen wir unser Funksystem. Spannend, hier habe ich wirklich etwas gelernt, wir lernten auch noch alle Stromleitungen etc. kennen. Am Abend gab es statt Ausgang Kompanieschule. Dies heisst: Die geliebte GORE-TEX ausziehen und den KäSchu anziehen. Ein bisschen Sammlung auf einem Glied, laufen im ?16er Harnist?, Wir haben einen Kadi aus Thun angeblich ehemaliger Inf Aufklärer. Danach konnten wir schlafen gehen.

    Am Freitag gab es für die Fahrer Fahrausbildung, der restliche Zug wurde unterteilt in Det. Köche und AC Spürer. Die Köche hatten kochen für Anfänger und die AC Spürer durften den ganzen Tag lang BG 0 bis BG 4 erstellen.

    Am Abend gab es einen GDP an Gewehr und Schuhen, die Schuhe wurden nun an den Schuhmacher übergeben.

    Samstags war um 07.30 abtreten. "Meine Herren, Sie haben Urlaub bis Sonntag 2345, 2345 ABV."

    Woche 4:

    In der Woche 4 gab es am Montag wieder Technischen Dienst, das heisst das Lenkwaffensystem zum ersten mal aufbauen :)

    Am Abend gab es für die Log Uof Anwärter die Übung Arrabiato, welche auch bei den Of Anwärtern in der Uos durchgeführt wurde, deshalb kann ich leider das Abendprogramm nicht erklären.

    Diese Übung soll weiterhin eine Überraschung bleiben, deshalb gehe ich nicht weiter auf diese ein.

    Dienstag und Mittwoch bestanden jeweils komplett aus Fahr-/Koch-/AC-Ausbildung. Am Donnerstag durften bereits alle die Kaserne verlassen, da wir ein langes Wochenende hatten. Die Sommer-RS kam aus der VBA zurück und Sie sind logistisch nicht in der Lage so viele Personen auf einmal zu betreuen meinte unser Zugführer.

    Woche 5:

    In dieser Woche stand der Nachfalter 2 auf dem Programm. Nachdem am ganzen Montag nur Fahrausbildung war durften wir am Abend auf den 16 km Marsch. Wir freuten uns enorm auf das feine Nachtessen, welches leider für unseren Zug nicht mehr existierte. Naja, es gibt schlimmeres. Nach dem Nachtfalter, Schuhe, Gewehr, Rucksack und GTE reinigen und schlafen gehen. Dienstag und Mittwoch hatten wir auch noch den ganzen Tag Fahrausbildung. Am Donnerstag hiess es zum ersten Mal 300m schiessen, leider verpasste ich den Rest des Tages aufgrund Kadergespräche. Am Freitag hatten soweit es mir mitgeteilt wurde die ganze Kaserne eine grosse Matkontrolle. Die Log Uof Anwärter waren den ganzen Tag in Mels (Der gemütlichste Tag im Militär.) an der Kaderbeurteilung II. Freitag kamen wir so spät nach Hause, das unsere Schuhe und Gewehre geputzt waren und wir schlafen gehen mussten. Samstag morgen wie gewohnt früh nach Hause gehen.

    Woche 6:

    Montag / Dienstag / Mittwoch genau das selbe Programm, deshalb zusammengefasst:

    Jeweils 3 Blöcke Technischer Dienst, jeden Tag ein Block mit Lenkwaffensystem aufstellen, ein Block mit Flugzeugerkennungsdienst und ein Block mit Simulator und Richtschützenausbildung. (Der Richtschütze zielt optisch auf das Flugzeug, obwohl zu 90% mit Radar geschossen wird, aber die Möglichkeit optisch zu zielen macht das RAPIER System Allwettertauglich.)

    Am Donnerstag war Fahrausbildung, diese war spannend, am Abend gab es wieder Ausgang :)

    Zum Abschluss der Woche hatten wir nochmals Fahrausbildung am Freitag, wir erlernten diverse neue Sachen und am Abend hatten wir noch San Dienst und Gewehrreinigung. Während der Fahrausbildung hatten die Log Uof Anwärter die Gespräche betreffend wer kann KüChe / Feldi / Foufou werden. Mir wurde dies vorgeschlagen und mit der "Drohung" wenn Sie dies nicht unterzeichnen behalten wir Sie als Wachtmeister hier.

    Am Samstag früh ging es mal wieder nach Hause.

    Woche 7: Meine letzte Woche in der RS, meine letzte Woche als Mannschaft in Emmen.

    Am Montagmorgen hatten wir Fahrer Fahrausbildung, der Rest hatte SanDienst. Am Nachmittag ging es für die Nichtfahrer bereits auf den Nachtfalter 3, die Fahrer genossen noch die Wärme in den Duros. Nachfalter 3 bedeutet bei uns: Verschiebung zum Schiessplatz, Essen danach Theorie über RLV und die Rucksäcke, GTE's und Taschen "entklimpern". Anschliessend wieder ein kleiner Nachtbueb mit Zugschule, PD und ID Zeit.

    Am Dienstag hatten die Fahrer nochmals Fahrausbildung, die anderen hatten am Morgen eine STGW Manipulationsstunde und eine Gelände OL, am Nachmittag hatten die anderen nochmals SanDienst. Am Abend konnten wir dann bereits in den Ausgang (Der 3 Ausgang...). Am Mittwoch hatten wir nochmals einen Technischen Dienst Tag, wir stellten das Lenkwaffensystem auf und kontrollierten alles einmal durch. Am Abend gab es einen 9 km Geländelauf, welcher gemütlich war (Keine Zeitvorgabe). Donnerstag nochmals das selbe wie am Mittwoch nur anschliessender Ausgang statt Geländelauf. Am Freitag hatte ich den ganzen Tag Materialabgabe, da ich die Kaserne in Richtung Sion verlassen werde. Die anderen wiederholten das Systemaufstellen.

    Freitag um 1700 gab es eine Beförderung zum Soldaten mit anschliessendem Raclette, für mich hiess es danach:

    "Hiermit entlasse ich Sie aus der Flab RS 90-3/13. Besten Dank für Ihren Einsatz und Ihre Motivation."

    Wir machten noch ein paar Zugfotos und verabschiedeten uns. Nun habe ich 3 Wochen Urlaub und rücke am 6. Januar wieder in Sion ein.

    Allgemeines zur Kaserne Emmen:

    Zimmer: Ja es ist ein Hotel, für Rekruten bei meiner RS gab es 2er/4er/6er Zimmer.

    Essen: Sehr gutes Essen, Frühstück Salami, Aufschnitt, O-Saft, Milch, Tee, Konfi, Schoggiaufstrich, Käse

    Zeit: Wenn man Technischen Dienst hat als UEM / LWF Zug hat man über den Mittag ca. 20 min Zeit, ansonsten bis zu 2 h, welche die Zugführer gerne nützen.

    Zum Kader:

    Ich hatte das Glück einen Zugführer zu haben welche bereits eine RS geführt hat. Es war viel einfacher, da er wusste was abging. Leider gab es auch einen Unfall wo ich danach während dem HV aufgrund Abwesenheit anderer Vorgesetzter die Rolle des Zugführers übernehmen musste.

    Ich würde gerne nochmals diesen Zug mit diesem Kader erwischen.

    Betreffend Rechtschreibe / Grammatikfehler, ich kann seit Anfangs Militär kaum mehr Deutsch. Das ist der einzige negative Punkt.

    Grüsse Barbarians.

    Angehende Lwf Rekruten, Ihr könnt euch bei Fragen gerne an mich wenden.

  8. Eva
    Letzter Beitrag

    Grundsätzlich geht man ja davon aus, dass sich Militärdienst nach der RS auf die paar Wochen WK beschränken. Ich wurde jedoch eines besseren belehrt. Auch neben dem WK heisst es für höheres Kader: "Sie sind bereit mehr zu leisten." Das fängt beim Jahresrapport an. Sämtliches höheres Kader des grossen Verbandes (ich schreibe das so kompliziert, weil es ja nicht nur Brigaden gibt) erscheint und der Kommandant gibt die Jahresziele bekannt. Ich fand die Atmosphäre recht speziell. Wahrscheinlich lag das vor allem daran, dass ich mir solche Anlässe definitiv nicht gewohnt war. Man stelle sich einen ganzen Saal voll mit höheren Uofs und Offizieren im Ausgänger vor. Für mich kein sehr alltägliches Bild. Ausserdem kannte ich natürlich fast niemanden. Es gab einige Leute, die ich aus der VBA kannte, aber diese waren auch sehr reduziert. Die Vorträge waren teilweise interessant, teilweise weniger (wie im normalen Leben eben auch...).

    Insgesamt kam ich mir als Zugführer bei dem ganzen etwas fehl am Platze vor. Die einzigen Botschaften, die ich für meine Stufe mitnehmen konnte, waren: "Wir haben Kadermangel, macht bitte weiter" und "Ich will Einsatz sehen". Damit war der wichtigere Teil für mich schlicht und ergreifend der Apéro. Eine gute Möglichkeit um Leute kennen zu lernen oder wieder zusehen. Ich buchte den ganzen Samstag Morgen (ja, wir hatten den Jahresrapport an einem Samstag und nicht an einem Freitag...) unter dem Thema Networking ab. Ich verliess den Anlass mit eher gemischten Gefühlen. Wahrscheinlich auch, weil es der erste war und ich vor dem WK niemand kannte.

    Das zweite Mal, dass ich ausserhalb des WKs aufgeboten wurde, war der URE (ich frage mich immer noch, was die Abkürzung eigentlich genau bedeutet). Jedenfalls führte das dazu, dass ich zur Abwechslung wieder einmal einen Geburtstag im Dienst verbrachte (langsam wirds zur Gewohnheit). URE heisst auf gut Deutsch: Der Kompaniekommandant bietet Feldweibel, Fourier und ausgewählte Kader (diejenigen, die er halt braucht) auf um WK Standorte erkunden zu gehen, das Material zu bestellen und erste Absprachen zu treffen. Ich war der einzige Zugführer auf Platz und fühlte mich wieder einmal überflüssig. Ziemlich schnell stellte sich dann heraus, dass im WK ein anderes Klima herrscht als in der RS. Erster Kulturschock war ein Oberwachtmeister, der mit folgenden Worten auf mich zukam: "Hallo, ich bin X. Ich bin dein Stv. Ich bin extra an den URE gekommen, um dich zu begutachten!" Ich hatte in diesem Moment wahrscheinlich einen ziemlich dämlichen Gesichtsausdruck. Jedenfalls brauchte ich einen Augenblick um das ganze zu verarbeiten. Der Stv stellte sich dann zwar als ziemlich in Ordnung heraus, aber der Kulturschock war doch spürbar. Der nächste Schock kam, als dann der Einheitskommandant auf Platz kam und sich direkt mit Vornamen vorstellte. Auch in Ordnung... ich war also definitiv nicht mehr in der RS. Leider vertrat der Kommandant auch die Ansicht, dass ich offensichtlich diejenige mit einer Menge Ahnung von Führungsstaffel war. Das hatte er mir zwar schon in der VBA gesagt, als er mich kurz gesehen hatte.

    An dieser Stelle einen kleinen Einschub: Da mein abverdienender Kompaniekommandant in der VBA vorher in meiner WK Einheit gewesen war und dieselbige gerade anfangs VBA WK hatte, wurde ich meiner Einheit kurz vorgestellt. Inklusive Kompaniekommandant. Erste Handlung: Blick auf mein Funktionsabzeichen, Kommentar "Oh, ein Führungsstaffeloffizier, endlich jemand, der eine Ahnung hat." Es stellte sich dann heraus, dass in besagter Fhr St Kp kein einziger Fhr St Of vorhanden war und die Kp derzeit aus Kdt, Stv und einem Zfhr bestand. Hey, no pressure... Aber zurück zum URE.

    Nach der ersten Runde Kennenlernen ging es auf zur Erkundung. Wir setzten uns also in Scudos und fuhren zu unserer Unterkunft. Meine Aufgabe: Vorschlag fürs Wachtdispo. Ich war wieder in der Zwickmühle... irgendwie hatte ich einfach keine Ahnung, was jetzt genau erwartet wurde. So richtige Wache im Binomprinzip wie in der RS, oder war das auch lockerer? Es stellte sich dann heraus, dass hier doch gewisse Grundprinzipien durchschlugen. Es blieb also bei einer normalen Wache im Binom. Inklusive scharfer Munition (neben einem Schulhaus). Über Sinn und Unsinn davon in tiefsten Friedenszeiten kann man diskutieren. Ich nahm mir jedenfalls vor, dass ich ziemlich genau kontrollieren würde, dass die Herren, welche mit Mun herumhantierten gut ausgebildet waren.

    Nach der Unterkunft ging es weiter zu weiteren Standorten. Ich war mit meinem designierten Stv unterwegs. Er beschloss dann auf der Fahrt, dass ich wohl ganz in Ordnung war (Glück gehabt...). Die verschiedenen Standorte zu erkunden war grundsätzlich einfach. Allerdings machten es unsere zivilen Partner nicht wirklich leicht unseren Auftrag zu erfüllen. Die wenigsten waren anwesend. Praktisch keiner hatte eine Ahnung und die Infrastruktur war... mässig. Ich war so gesehen froh, dass ich nicht Zugführer des Verbindungszuges war, sondern mit meiner Führungsstaffel in der Gegend herumgondeln würde. Beziehungsweise hatte man mir ja schon angedroht, dass meine Führungsstaffel eh niemand wollte und der Kommandant des grossen Verbandes lieber mit den unterstellten Inf Verbänden herum fuhr (an dieser Stelle: verstehe ich sogar, ich wäre auch lieber in einer Führungsstaffel, die von cool GMTFs beschützt wird, als in einer ungeschützten Staffel mit eine paar FIS-Duros...). Bis zum WK war ich mir also recht sicher, dass meine Hauptaufgabe daraus bestehen würde meinen Zug irgendwie sinnvoll (?) zu beschäftigen. Es würde natürlich wieder einmal anders kommen.

    Nach der Erkundung ging es zurück und es wurde noch ein bisschen geplant. Anschliessend gingen wir essen und damit war der Tag auch schon vorbei. Am nächsten Tag hiess es Rapport mit dem Batallions-Kommandanten. Und bis kurz vor dem Rapport hiess es auch, dass nur der Einheitskommandant hin ging. Wir anderen freuten uns also darauf etwas auszuschlafen und dann noch den Rest vorzubereiten. Weit gefehlt. Plötzlich hiess es, dass auch wir mitkommen mussten. Ja, ich fühlte mich also einmal mehr völlig fehl am Platz. Mich erwartete ein weiterer Kulturschock als wir den Raum betraten, ich mich brav beim Bat Kdt anmeldete und darauf zurück kam: "Hallo Eva, nachträglich alles gute zum Geburtstag." Auch hier wurde geduzt und er hatte offensichtlich auch Informationsbeschaffung betrieben. Neben dran murmelte der Kompaniekommandant, dass er sich das nächste Mal wohl besser seine Personaldaten genauer anschauen müsste.

    Dann ging der Rapport los. Es wurde viel diskutiert, aber zur Abwechslung konnte ich auch einmal etwas damit anfangen. Es gab einige Dinge, die direkte Konsequenzen auf mich hatten. Zum Beispiel, dass mein Zug das neue Führungsstaffelzelt bekommen würde. Damit war die sinnvolle Beschäftigung im WK auch gefunden. Es wurde über Material diskutiert und überlegt, wie man das ganze Aufgleisen wollte. Ich war wirklich fasziniert. Und einmal mehr wurde mir klar, dass jeder WK eine organisatorische Höchstleistung ist. Wenige Leute bereiteten alles bis aufs Detail vor. Als Truppe bekommt man davon nicht wirklich viel mit. Aber ohne diese Organisation wäre alles gar nicht möglich. Ich beschloss also an dieser Stelle, dass sich diese zwei Diensttage doch gelohnt hatten (wie sehr, würde ich noch erfahren).

    Schliesslich war der URE beendet, wir gaben die Fahrzeuge ab und ich durfte wieder nach Hause. Inzwischen war ich doch positiv auf den WK in drei Monaten eingestellt, auch wenn ich überhaupt keine Ahnung hatte, was mich erwartete. An der Stelle sei gesagt, dass es natürlich wieder völlig anders kam, als geplant.

  9. So, und nun zur letzten Woche dieses ziemlich fordernden WK.

    Nachdem ich die nun die meisten Filmsequenzen zusammen hatte, ging es ans basteln. Erst mal alle möglichen Fotos und Filme zusammenschneiden und ein erstes Mal dem Bat Kdt vorführen. Anschliessend seine Kritik anhören und sehen was sich umsetzen lässt. Dieser Vorgang wiederholte sich in den nächsten Tagen öfters.

    Nach der ersten Version kam dann noch die Vertonung des Filmes an die Reihe. Der PIO schleppte dazu seine ganze Sammlung auf einer Festplatte an. Dadurch wurde mein Computer noch langsamer, da das gesamte Material für den Film auf einer anderen gespeichert war. Ausserdem habe ich punkto Musik keinen blassen Schimmer, somit musste ich immer auf gut Glück einen Titel auswählen, mir anhören und entscheiden, ob er vielleicht zu irgendeiner Sequenz passt. Ausserdem mussten Rede des Bat Kdt so geschnitten und wieder zusammengesetzt werden, dass Teile von der Standartenübernahme, auch für die Standartenrückgabe verwendet werden konnten. Solche Sachen brachten mich dann ziemlich schnell an das Limit meiner neu erworbenen Kenntnisse.

    Nachdem ich dann in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag eine Endversion erstellt hatte, ging ich dann erst mal ein Fernsehfachgeschäft aufsuchen, um die DVDs auf ihre Kompatibilität mit herkömmlichen DVD-Abspielgeräten zu testen. Anschliessen wurde dann wieder in Nachtarbeit die DVD für den gesamten Stab gebrannt. Ich musste feststellen, dass so ein Stab gar nicht so klein ist. Ausserdem brauchte der Bat Kdt natürlich noch ein paar extra Exemplare für sich. Insgesamt waren es dann wohl so um die 25 Stück, die hergestellt werden mussten und das dauerte.

    Anschliessend durfte ich diese DVD dann noch an die Herren verteilen und traf dabei Personen, die ich kaum wahrgenommen hatte. Mit gewissen sollte ich dann mehrere Jahre später zusammenarbeiten.

    Am Freitagnachmittag gingen die meisten nach Hause, ausser fünf Personen die in der Nähe wohnten, zu denen auch ich gehörte, die blieben, bis alles fertig abgegeben, abgerechnet und so weiter war. Bei uns dauerte das noch etwas länger, da wir auch warten mussten, bis alle Kompanien fertig waren. Anschliessen durften wir dann auch gehen.

    Es war ein sehr interessanter, herausfordernder WK mit einem anderen militärischen Umfeld, als bei einem WK in der Kompanie. Allerdings war ich zum Glück durch die Züspa gewohnt mit etwas höheren militärischen Graden zusammenzuarbeiten.

  10. Scarabani
    Letzter Beitrag

    Ab in den WK 2013.

    Durch eine gute Vorbereitung meinerseits konnte ich mit gutem Bauchgefühl einrücken.

    Die meisten Urlaubsgesuche waren beantwortet und bearbeitet worden, die Einrückungsdetachemente (ich hatte 11 verschiedene Dets) waren durchdacht und auch die vorgängigen Absprachen mit Gemeinde und den anderen Kp waren erledigt.

    Eigentlich kann der Kp Kdt nun folgendes denken:

    Vordienstlich war ich alleine, musste alles alleine machen, im Dienst habe ich mehrere Unterstellte, welche nun arbeiten können.

    Stimmt grundsätzlich, trotzdem wirds auch für den Kadi kein Ferienlager...

    Den KvK habe ich seit dem letztem WK ein wenig abgeändert. Normalerweise war es in unserer Kp so, dass am Dienstag eingrückt wurde. Die Kader mit dem Hilfspersonal zusammen in der Unterkunft und die KVK-Fahrer zusammen mit dem Mat-Fassungsdetachement im Log C.

    Der Nachteil war, dass ich zu Beginn nicht alle Kader beisammen hatte. Kein gemütliches Hallo sagen, keine letzten Infos persönlich besprechen.

    Es war irgendwie ein "Gehetz" ab der ersten Minute. Dies wollte ich dieses Jahr vermeiden.

    So bot ich alle höh Kader schon am Montag Nachmittag auf.

    Alles verlief ruhiger. Wir konnten ungestört und ohne Zeitdruck den ersten Rapport abhalten und uns auch ein wenig kennenlernen, da einige Hamburger-Kader frisch bei uns ihren ersten WK leisteten.

    Der KvK ist immer ein wenig speziell. Verschiedene Kompanien haben zusammen Ausbildungen, welche ja auch vorbereitet werden müssen. Die Absprache ist zum Teil sehr kurz und viel Zeit bleibt nicht, bis mitte Woche dann die Unteroffiziere einrücken und sofort mit der Ausbildung starten.

    Grundsätzlich klappte es gut. Einige Kleinigkeiten müssen wir für nächstes Jahr korrigieren und anpassen. Ich erachte dies jedoch als normal, da wir eine Milizarmee sind, welche 48 Wochen im Jahr nicht ans Militär denkt.

    Und WK heisst ja Wiederholungskurs.

    Und Kurs heisst ja üben, lernen und durchführen.

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    In der Infanterie Durchdienerschule 14 gehört es dazu, dass man am Ende der Allgemeinen Grundausbildung (auch AGA genannt) einen Postenlauf absolviert. Dieser umfasst etwa zehn Stationen. An diesen werden, die in den letzten acht Wochen gelernten Fertigkeiten, geprüft. Die Themen, die geprüft werden, sind ABC-Abwehr; Beispiel: Umgang mit der Schutzmaske, diese muss innerhalb von zehn Sekunden korrekt angezogen werden. Funken; Zusammensetzen und Inbetriebnahme des Funkgerätes, eine Verbindungskontrolle und eine korrekte Meldung gemäss Reglement. Manipulieren; richtiges Laden und Entladen der persönlichen Waffe (Sturmgewehr’90). Schliessen; die Festnahme einer Person mit Kabelbinder oder Handschellen. Verschiedene Schiessposten; Jeder Schiessposten hatte ein anderes Programm, das einen eigenen Schwerpunkt hatte, beispielsweise Genauigkeit, Zeitdruck, Distanz. Selbst- und Kameradenhilfe; bei einem Kameraden einen Druckverband anlegen und die Bewusstlosen Lagerung. Einen Theorietest; Fragen über Gradabzeichen, Selbst- und Kameradenhilfe und ABC-Abwehr.

    Am Mittwoch war Kompanie-Aussprache und unser Kadi (Abk. für Kompaniekommandant) liess es sich nicht nehmen uns daran zu erinnern, dass, wenn wir am Donnerstag alles erfüllen, wir am Freitagmorgen um 0700 nach Hause gehen könnten. Diejenigen die nicht von Anfang ab erfüllten, wenn sie alles bestanden hätten und das jeweils im Abstand von zwei Stunden; die ersten würden am Freitag, dann um 1000 gehen.

    Mein persönliches Ziel war es am Freitagnachmittag abtretten zu können. Das schien mir aufgrund meiner Fähigkeiten realistisch.

    Am Donnerstag verschoben wir also mit den Saurern (mil. Lastwagen) auf unseren Ausbildungsplatz. Es war bitter kalt und der Wind biss richtig im Gesicht und an den Ohren. Also perfektes Füselwetter.

    Unser Zug begann mit dem Posten Funken und der folgenden Aufgabe, als erstes das Funkgerät SE-135 zusammensetzten, dann mit dem Reglement richtig programmieren und anschliessen mit den anderen eine Verbindungskontrolle durchführen. Eine Verbindungskontrolle läuft folgendermassen ab: Den Funkgeräten wird beim Laden eine Endziffer zugeteilt. In der Reihenfolge der Endziffer werden die Funkgeräte vom Gruppenführer angefunkt mit folgendem Text: An … von … Verbindungskontrolle Antworten; geantwortet wird mit: Verstanden,… (hier folgt die englische Zahl zwischen eins und drei, wobei eins für sehr schlecht und drei für gut, steht)*. Antworten. Verstanden …*Schluss.

    Im zweiten Teil des Postens wurde uns ein Plakat gezeigt, das wir dann per Meldezettel beschreiben sollten. Mit einem Verlustpunkt erfüllte ich den Posten. Dieser bekam ich, weil ich das Gewehr auf dem Plakat als Sturmgewehr 90 gemeldet hatte, was nicht 100 % korrekt war, da man es anscheinend nicht klar als Stgw 90 identifizieren konnte. Es spielte aber glücklicherweise im Endeffekt keine Rolle, da der Posten drei Fehler zuliess.

    Als zweites durften wir einen Hügel hinaufklettern, was alles andere als leicht war, da etwa ein Meter Neuschnee lag, was es zu einer ziemlichen Rutschpartie verkommen liess.

    Es war der erste Schiessposten auf unserem Programm, ich bestand ihn, aber wieder mit einem Verlustpunkt, das war mir aber herzlich egal. Hauptsache war, das ich kein NEF (nicht erfüllt) kassierte.

    Der Dritte Posten an diesem Morgen war Manipulieren, vor diesem Posten hatte ich am meisten Respekt, da wir gehört hatten, dass wir auch unser Sturmgewehr in 60 Sekunden auseinander und in 90 Sekunden wieder zusammensetzen sollten. Nun, ich habe das Pech, das ich nicht sehr geschickt bin und so gelang es mir selten diese Vorgabe einzuhalten. Mir fiel ein riesiger Stein vom Herzen, als unser Kadi Stv. Verkündete, das dieser Teil aufgrund des Wetters gestrichen wurde. So kam ich doch recht unbeschadete auch aus diesem Posten raus.

    Als letzter Posten vor dem Mittagessen kam Sanitätsdienst an die Reihe. Zusammen mit einem guten Kameraden versuchten wir unser Glück. Mir fiel die Aufgabe zu meinen Kameraden einen Druckverband anzulegen. Dieser wurde als gut befunden, mit der Bemerkung, dass wenn ich noch ein wenig fester zugezogen hätte es eher ein Tourniquet gewesen wäre. Mein Kamerad sollte mich anschliessend in die Bewusstlosen-Lagerung bringen. Er machte es gut, nur passierte ihm ein kleiner, aber entscheidender Fehler. Meinen Kopf hatte er nicht richtig positioniert. So erhielten wir beide unser erstes “NEF“ an diesem Tag.

    Unsere Stimmung war dementsprechend gedrückt, da sich damit für uns das Abtretten am Freitagmorgen definitiv erledigt hatte.

    Nach dem Mittagessen stand der Theorietest an. Dort hatte ich mehr Glück als Verstand. Zwei Punkte weniger und ich hätte auch dort auch nochmals antreten dürfen.

    Der zweite Schiessposten an diesem Tag und dort bewies meine Schicksalsgöttin wieder einmal wie gut sie es doch mit mir meint:

    Wir mussten in der Kurzdistanz-Box (KD-Box) aus 30 Metern auf Scheiben schiessen, auf welchem sechs Silhouetten von Oberkörpern abgebildet waren. Diese waren so gross wie sie auf 50, 75, 100, 150, 200 und 250 Meter wären. Wir bekamen fünfzehn Schüsse. Bis hierher eigentlich kein Problem… Als wir das Programm beendet hatten, nahmen wir für die anschliessende Auswertung vor den Scheiben Aufstellung. Dort traf mich fast der Schlag.

    In jeder dieser sechs Silhouetten hätten zwei Schüsse sein sollen, bei mir waren aber in zwei vier Schüsse. Ich stand kurz vor einem Wutanfall, da, wenn man zu viele Schüsse auf der Scheibe hat, ein NEF drohte. Da schaut der Kamerad rechts von mir auf die Scheibe und begann zu lachen. Ich verstand die Welt nicht mehr … „Wir haben gegenseitig jeweils gleich viele Schüsse auf die falsche Scheibe abgegeben!“ bemerkte er. Erst jetzt bemerkte ich, dass mir in der einen Abbildung Einschusslöcher fehlten. Er hatte recht, nicht nur er hatte falsch gezielt, sondern ich auch! Am Ende hatten wir den Posten trotzdem bestanden da es Punkte- und Schusstechnisch genau aufging. Wie gesagt, Glück muss man im Leben haben.

    Unser Berufsoffizier, der diesen Posten leitete, hat etwas ähnliches gesagt.

    Der letzte Schiessposten war dann doch noch eine Herausforderung für sich, da wir diesen in der Ausbildung nie geschossen hatten. Aber zum Glück hielt meine Glücksträhne an und auch hier bestand ich.

    Beim Schliessposten waren mein Kamerad und ich eines der letzten Binome ( Zweier Gruppe) und was wir zu sehen bekamen, waren nicht sehr ermutigend. Alle Paare vor uns bestanden nicht. Dieses Schicksal ereilte auch uns. „Danke, Sie können aufhören, ich habe genug gesehen.“, mit diesem Satz beendet der Posten leitende Hauptmann meinen Schliessversuch. Auf meine Frage, was wir konkret falsch gemacht hätten, bekam ich die schnippische Antwort: „Schauen Sie im GS (Grundschulreglement) nach, dann wissen Sies.“ Zum Glück habe ich gelernt wie man sich beherrscht. Ich hatte das Bedürfnis dem Herr Hauptmann gehörig die Meinung zu geigen.:crazy:

    Am Abend bei unserer Zugsaussprache sollten wir erfahren, was wir alle „falsch“ gemacht hatten.

    Beim ABC-Posten kumulierte sich dann das Pech, das ich den ganzen Tag gesammelt hatte. Zuerst klebte ich mein Kapfstoff-Papier auf das Knie und darunter, dann „rammte“ ich mir noch meine Kombopen-Spritze zu enthusiastisch in den Oberschenkel. Was dann dazu führte, das ich auch diesen Posten nicht bestand.

    Beim HG-LN1-Werfen, dem letzten Poste, hatte ich einen kompletten Aussetzer. Ich konnte, es war bereits dunkel geworden, die von den Schadlichtern beleuchteten Ziele zwar sehen, nur die Zahlen darauf nicht. Was nicht gerade optimal ist, wenn der Auftrag lautet, bekämpfen Sie da Ziel Nr. …:sry2:

    Nun ich ging sang und klanglos unter und mein eigentliches Ziel; der Freitag-Nachmittag, rückte in weite Ferne.

    Am Abend waren wir alle ziemlich erschöpft, doch für eine kleine Rebellion, wegen des Schliesspostens, während der Zugsaussprache reichte es noch. Es zeigte sich, dass eine kollektive Entrüstung auch in der Armee etwas bewirken kann (Vor allem wenn sie gerechtfertigt ist.) Unser Oberwachmeister hatte dann am Morgen darauf für zwei von unserem Zug gute Nachrichten.

    Unsere Entrüstung war von unserem Zugführer an unseren Kadi weitergeleitet worden und von dort an den Kompanie BO (Berufsoffizier). Dieser fackelte nicht lange und liess, nach dem er dem Hauptmann „erklärt“ hatte was er von seinem Verhalten halte*, uns den Posten bestehen. (*Leider basiert mein Wissen über diese Unterhaltung nur aus Gerüchten; daher kann ich nicht mit 100% Sicherheit sagen was genau passiert ist).

    Für zwei von bedeutete das , dass sie doch bereits am Freitagmorgen nach Hause gehen konnten. Für uns andere, dass wir einen Posten weniger nachholen mussten.

    Nach dem Antrittsverlesen (AV) verschoben wir auf den Ausbildungsplatz. Dort legten mein Kamerad und ich sofort mit den San-Posten los. Leider hatten sich die Bedingungen geändert. Anstatt das wir jeweils einen Verband anlegen und einen in die Bewusstlosen-Lagerung bringen mussten, mussten wir beide beides machen. So brauchten wir etwa eine Stunde statt den gedachten zehn Minuten für den Posten.

    Der Oberwachmeister hatte dann genug von unseren Versuchen und winkte uns durch.

    Mein Kamerad konnte sich dann auf den Rückweg machen und ich verschob mich Richtung ABC-Abwehr. Die Details erspare ich euch, es soll nur so viel gesagt sein: Das Glück, das ich am Vortag nicht hatte, kam mir heute gleicht doppelt zu Hilfe. Es hätte nur noch einen weiteren Fehler gebraucht und ich hätte den ganzen Posten nochmals machen müssen. Den Kameraden, dem ich die Schutzmaske aufsetzten sollte, hatte die Innenmaske nicht richtig befestigt und so wurde das nicht mir angehängt, da ich ja nicht für die Einsatzbereitschaft meiner Kameraden verantwortlich bin. Wäre es aber nach dem Berufsoffizier der Kompanie eins gegangen, hätte ich den Posten auch nochmals machen müssen. Der anwesende Gruppenführer, der natürlich auch keine Lust hatte, das Spiel nochmals zu spielen, konnte ihn aber von diesem Vorhaben abbringen.

    Als letzte Posten für mich stand noch das Handgranaten werfen an. Dieser Posten hatte tendenziell die höchste Durchfallquote und so stand ich sicher eine geschlagen halbe Stunde an. Einem Gruppenführer, dem es langweilig wurde, fing an Glücksschnee zu verteilen. Das Heisst, jedem, der wollte, packte er Schnee auf den Helm. Seine Quote war gar nicht schlecht. Jedem dem er Schnee auf den Helm packte bestand die Prüfung, ein witziger Placebo Effekt. Als ich an die Reihe kam, liess ich mir auch „Glücksschnee“ auf den Helm packen. Heute liessen mich meine Augen nicht im Stich und ichkonnte die Zahlen auf den Zielen erkennen. Die ersten drei Wurfkörper HGs, im Armeejargon auch Mandarinen genannt, platzierte ich in den dafür vorgesehenen Kreisen, die Nummer vier aber flog über ihr Ziel hinaus. So musste die Nummer fünf ins Ziel gehen, wenn ich das Ganze nicht nochmal machen wollte. Ich sah mein Verhängnis schon kommen meldete bereits: „Kein Treffer!“ – „Im Ziel! Gehen Sie nach Hause!“ grinste der Gruppenführer und zwinkerte mir zu.

    Der Schluss meiner AGA-Finale ist schnell erzählt.

    Beim Kp auf dem Feld gab ich meinem Laufzettel ab und bekam die Erlaubnis nach Aarau in die Kaserne zu verschieben. Ich schloss mich zwei Romans von der Kompanie eins an. Was mir von diesem Rückweg blieb, war die Tatsache, dass so viel Schnee lag, das der Wald aussah als wären wir in Narnia* (Buchreihe/Filme). Wir kamen um zwölf Uhr in der Kaserne an und so konnte ich einem Teil meiner Kameraden noch ein schönes Wochenende wünschen. Ich füllte zuerst einige Formulare aus und musste bestätigen, dass ich auch wirklich alle Posten erfüllt hatte. Anschliessend ging es zum Parkdienst über. Diesen mussten wir von einem Vorgesetzten kontrollieren lassen und wenn er für gut befunden wurde, unterschrieb er den Zettel, den wir vom Kp erhalten hatten. Nachdem wir unser Gewehr abgeben hatte, durften wir unter die Dusche und uns umziehen. Zwei Stunden nachdem ich in der Kaserne angekommen war, stand ich mit etwa 20 anderen in der Achtungsstellung. „ Sie haben Urlaub bis Sonntag 2315, 2315 ABV, schönen Urlaub!“ verkündete unser Feldweibel. Es war Freitag und es war 1400, ich hatte mein Ziel erreicht! sdt-cool

  11. Hallo zusammen. Schön dass ihr meinen Blog mitverfolgt. Viel Spass beim weiterlesen..

    Am Montagmorgen fand die Wachablösung statt. Da ich eine 8h-Wachschicht hinter mir hatte, war ich hundemüde. Als die Wachablösung kam und ich mich auf den Weg zur ZSA machte, bemerkte ich, dass der Zug bereits auf Übung war. Die Panzerjagd ist für die Fahrer eine sehr langweilige Angelegenheit. Man fährt nur ca. 20m vor und nach dem Schuss wieder zurück, wo man dann wieder 5-10min. auf den nächsten SimPuch wartet. Deshalb war ich nicht besonders enttäuscht das ich nicht an dieser Übung teilnehmen musste.

    Ich war also ohne Befehle und verkroch mich deshalb bis auf Weiteres in meinen Schlafsack und begab mich ins Reich der Träume. Leider kam irgendwer auf die Idee, uns 2 abholen zu lassen kurz vor dem Mittag, deshalb hatte ich und mein Kamerad nicht allzu viel Schlaf, aber das ist immernoch besser als gar keinen Schlaf.

    Wir assen also Zmittag auf dem Feld, bauten gleichzeitig ein Geländemodell und fuhren nach der Befehlsausgabe durch unseren Zugführer los, um geeignete Schiessstellungen zu erkunden. Wir fanden eine wirklich nahezu perfekte Schiessstellung auf einem Berg mit einer Sichtstrecke von ca. 30-40 Sekunden und schön im Rücken des Gegners, wo man uns nicht sah.

    Unser Schütze war in Topform und hatte 100% Trefferquote. Wir schossen sogar 2 mal verbotenerweise den Markeur-Piranha ab, der eigentlich uns suchen und abschiessen musste. Wir hatten jedenfalls unseren Spass. Für mich war das ganze zwar etwas langweilig aber das schöne Wetter entschädigte mich dafür.

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    Am Dienstag war ein eher ruhiger Tag. Wir bereiteten alles für die 2-tägige Kompanieübung vom Mittwochmorgen bis Donnerstagabend vor. Dazu gehört die Phase 0, bei der man praktisch alles aus dem Fahrzeug räumt und checkt, ob man alles hat. Auch die Sens-Mat-Nummern wurden geprüft. Natürlich fehlte auch bei uns einiges an Material. Unser Zugführer ging also Stifte, Folien, Lineale und weiteren Kleinkram einkaufen (auf eigene Rechnung). Vielen Dank dafür.

    Gegen Abend durften wir dann noch eine Theorie zur bevorstehenden Kompanieübung beim Kp Kdt geniessen und danach in den Ausgang, der etwas kürzer ausfiel, denn wir hatten ja noch unsere Hamburgertaufe. Ich möchte nicht näher darauf eingehen aber es war ziemlich hart (aber nicht daneben oder so..).

    Am Mittwoch ging es also los mit der „Hauptprobe“ für die Bat-Übung von nächster Woche. Wie vor jeder Übung freute ich mich auch jetzt wieder riesig auf die bevorstehenden 48 Stunden. Unser Zug erhielt den Auftrag, ein Elektrizitäts-Unterwerk zu überwachen. Wir suchten in der Umgebung nach einem guten Standort für einen Beobachtungsposten, wurden aber leider nicht fündig. So stellten wir die Panzer direkt zum Unterwerk und konnten uns in einem direkt daneben stehenden Bauernhof einrichten. Zur Überwachung setzte unser Zug auf eine Fusspatrouille, die alle 15 Minuten einmal um das Werk gehen sollte. Wie fast immer auf solchen Übungen und sehr zu meinem Leidwesen wurde den Fahrern sofort Schlaf befohlen.

    Um ca. 01.00 wurden wir geweckt und die andere Hälfte des Zuges ging schlafen. Ich wurde mit meinem Schützen aus dem Panzer eingeteilt (wir waren wegen Personalmangel nur 2 Sdt und 1 Wm im Panzer), was mir sehr recht war. Wir erfuhren, dass es die Markeure geschafft hatten, ein Trassierband an den Zaun des EWs zu binden was so viel hiess wie „hier wurde der Zaun beschädigt“. Das war zwar nicht weiter schlimm, da unser Auftrag „Überwachen“ und nicht „Bewachen“ war, wir mussten die Beschädigung also lediglich melden. Es ärgerte mich trotzdem! Nun waren wir also dran mit der Patrouille. Eine Runde dauerte ca. 10min, weshalb wir praktisch ununterbrochen unterwegs waren. Bis auch der Rest des Zuges wieder geweckt wurde gab es keine Vorfälle mehr.

    Jetzt hatten wir das doppelte Personal und deshalb wurde munter gejasst. Ich fand es etwas paradox, dass der Zaun in der Nacht beschädigt werden konnte und jetzt, wo wir mehr Leute zur Verfügung gehabt hätten, nur gejasst wurde. Deshalb berieten mein Panzerkollege und ich, wie wir die Überwachung verbessern könnten. Wir kamen zum Schluss, dass man mit einem abgesetzten kleinen Beobachtungsposten auf einem nahe gelegenen kleinen Hügel ziemlich viel überwachen konnte und somit auch die Qualität der Überwachung steigern könnte.

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    Wir überlegten kurz, was wir alles brauchen würden und schrieben folgendes auf:

    • 1x Tarnnetz klein

    • 1x 10er-Bund A-Zelte

    • 1x Feldstecher

    • 1x SE 135 inkl. 2 Ersatzakkus

    • 1x Meldezettel-Block

    • 1x Block Formular 6.005 („Sächsehalber“)

    • Schreibutensilien, Schnur, Klebeband

    • Kampfrucksack / GT / Gewehr

    Wir gingen zu unserem Pz Kdt, dem unser Vorschlag gut gefiel. Danach kam der Zugführer und er meinte nur: „Das bringt nichts, ihr beübt euch nur selbst, da kommt eh keiner mehr, die Übung dauert sowieso nur noch 5-6 Stunden. Vielleicht müssen wir das Ding noch bewachen aber da wird keiner mehr kommen.“

    Wir argumentierten dann, dass wir ja für den Ernstfall üben und es da sehr wohl etwas bringen würde. Und dass es ihm ja egal sein konnte, da wir ja alles aufbauen und betreiben und das immernoch sinnvoller sei als zu jassen.

    Er stellte dann die Bedingung, dass innerhalb 10min. alles zusammengepackt und abfahrbereit sein müsse und sagte dann: „na gut, von mir aus“. Er war wohl ein wenig überrascht über solch motivierte Soldaten aber er wird sich schon noch dran gewöhnen

    Wir packten also die oben erwähnten Sachen und rannten den Hügel hinauf. Völlig ausser Atem kamen wir auf der Hügelspitze an und begannen sofort mit dem Aufbau. Das Tarnnetz war innerhalb 5 Minuten gesetzt und das restliche Material geplankt. Die Meldezettel und Funkgerät inkl. Ersatzakkus im BeoPo. Wir machten eine Verbindungskontrolle und mein Kamerad begann sofort mit dem Beobachten, während ich die Tarnung so lange aufpeppte, bis auch ich zufrieden war.

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    Wir konnten immerhin einige militärische Fahrzeuge melden, die zwar für uns nicht wirklich relevant waren aber wenigstens hatten wir etwas zu tun und da die Meldungen immer an die Kp weitergeleitet wurden, sah unser Kp Kdt wenigstens, dass wir alles sahen.

    Nach 3 Stunden war der Spass dann vorbei und wir erhielten den Befehl zusammenzuräumen und zurückzuverschieben für die Übungsbesprechung. Wir packten also alles zusammen und rannten wieder zurück zu unserem Zug. Dass wir 3 Stunden am Stück beobachteten ist zwar aufgrund der verminderten Aufmerksamkeit nicht wirklich sinnvoll aber da das sonst niemand machen wollte und wir das durchaus vorher wussten, machte es uns auch nichts aus.

    Die Kompanie hatte erfüllt, auf das Gefechtsmässige Verhalten und die „Details“ sollten wir aber unbedingt in Zukunft mehr Wert legen.

    Danach WEB und dann schlafen. Am Freitag konnten wir dann nochmals eine Phase 0 erstellen und alles Material kontrollieren. Da unser Mat immernoch unvollständig war, schlachteten wir 2 unserer 4 Panzer komplett aus, damit wir wenigstens 2 Panzer voll einsatzbereit hatten. Da hatte es mal was gutes, dass wir zu wenig Leute waren. Am Abend dann noch die Theorie zur Bataillonsübung „DEFENDA AUFKL 12“.

    So das wars aus der zweiten Woche, welche mir am meisten Spass gemacht hat.

    Für Kommentare und Feedbacks bin ich euch dankbar.

    Liebe Grüsse

    Crash

    Nächste Woche:

    Bataillonsübung „DEFENDA AUFKL 12“ – Dauer: 3 Tage

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    swisscesar
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    Hallo liebe Leser :smi:

    In diesem Beitrag möchte ich über meine Vorbereitung auf die Aushebung und die Aushebung selbst schreiben.

    Vorbereitung

    Nach dem Infotag im Frühling 2011, begann ich mich über die verschiedenen Funktionen in der Armee zu informieren. Gerade wenige gibt es ja nicht.

    Zuerst war ich ziemlich ratlos, ich wusst nur das ich raus will, nichts im Büro und nichts mit Technik. Das habe ich nun 4 Jahre als Informatikerlehrling genug gehabt... Ich will in den Dreck. Soviel war schon mal klar. Nun, von 270 Funktionen wären das dann noch ca. 30. Also immer noch VIEL zu VIELE!

    Dann erzählte ein Mitarbeiter, er sei "Pänzeler" gewesen und sie spotteten immer über die Panzergrenadiere, die bei der grössten Kälte bei tiefer Klappe raus in den Schnee mussten und die Pänzeler im warmen Panzer sassen und irgendwo hin fuhren. Er könne mir Pänzeler wärmstens empfehlen. Meine Antwort: "Ich will keine Schoggi-Funkition, ich mache Panzergrenadier!". Er lachte und die Anderen am Tisch ebenfalls und sagte: "Na dann, viel Spass. Du wirst noch an mich denken." "Who cares", dachte ich und informierte mich über diese Funktion. Da sah ich dass es mehrere Panzergrenadiere gab: Die Gefechtler, die Besatzer und die Fahrer. Nun, Besatzer stell ich mir eher wie Pänzeler vor, fällt also schon mal weg. Fahrer eines SchüPas? Nein danke. Auch dort bin ich mehr im Panzer als im Freien. Ich will Gefechtler machen!

    Auf der miljobs.ch ist der Panzergrenadier sehr interessant umschrieben:

    Nahkampf und Häuserkampf – das ist etwas für harte Burschen! Du begleitest innerhalb eines Nahkampverbandes die Panzer im Gefecht.

    Naja, ich zähle mich nicht wirklich zu den harten Burschen, doch was nicht ist, kann ja noch werden. ;-)

    Also begann ich mich darauf vorzubereiten. Ich musst einen guten Sporttest ablegen, so viel stand fest. Sportabzeichen ist Pflicht! Wille hatte ich genug und ich denke ich war mir auch einigermassen bewusst, was da auf mich zukommt. Ich galt nie als der "harte Busche" in der Schule oder so, und genau darum möchte ich Pz Gren werden. Um allen zu beweisen, dass ich das kann und das schaffe! Nein, ich will mich hier nicht nur alleine beweisen, sondern denke auch das der Zusammenhalt in einer solchen Truppe höher geschrieben wird als z.B. in einem Sanitätszug. Auch hier gilt wieder, ich will die Sanis auf keinen Fall schlecht hinstellen oder als "Larifari-Truppe" bezeichnen, ihr seid sicherlich unabdingbar!

    Also, nach dem klar war was aus mir werden sollte (meiner Meinung nach), ging es an die Vorbereitungen. Ich wollte gut vorbereitet an die Aushebung, damit ich mit dem Willen punkten kann und zeigen kann das ich mich darauf vorbereitet habe. Ich überlegte mir wie ich mich körperlich auf den Sporttest vorbereiten kann. Fitnesscenter? Nein, das ist drin, ich will drausen Sport machen. Also beschloss ich regelmässig an den Wochenenden auf Biketouren zu gehen und abends jeweils joggen. Ich als Raucher habe hier einiges an Aufholbedarf gegenüber meinen Mitbewerber. Ich machte mir Druck, hatte ständig das Ziel vor Augen: PANZERGRENADIER!

    Rumpftest übte ich jeweils vor dem Schlafengehen, Einbeinstand übte ich selten (was sich als dumm herausstellte) und einen Medizinball hatte ich nicht, dafür sprang ich im Garten ein wenig weit. ::D

    Zuhause hängte ich die Wertetabelle für die Sportresultate auf, um mir die ständig vor Auge zu führen und zu verinnerlichen wo das Ziel war.

    Link zu dieser Tabelle: http://www.sg.ch/home/sicherheit/militaer_und_zivilschutz/militaer/rekrutenschule/_jcr_content/Par/downloadlist/DownloadListPar/download_1.ocFile/TFR%20Wertetabellen%202007.pdf

    Um den Test95 (Intelligenztest) machte ich mir keine Sorge, und um den Psychologischen Test ebenso wenig.

    Dann kam endlich das Aufgebot für die Rekrutierung. Da ich im Kanton Nidwalden wohnhaft bin, musste ich am 14.11.2012 nach Windisch. Für zwei Tage. Also kurz den Fahrplan gecheckt und die Verbindung auf meinem iPhone eingetragen und mir die wichtigsten Sachen bereits zusammengesucht. Also Dienstbüchlein, Impfausweis hervorgesucht und auf der Liste des Marschbefehls geprüft was noch zu erledigen ist. Ich brauche noch ein neueres Brillenrezept. Da kamen mir das erste Mal Zweifel auf. Ich bin kurzsichtig (nicht stark und trage die Brille auch nur zum Autofahren) und ich war seit meiner Kindheit Farbenblind. Könnte das der entscheidende Grund dafür sein, dass ich nicht Pz Gren werde?

    Aushebung

    Am 14.11.2012 ging ich morgens um 0625 auf den Zug Richtung Luzern. Dort muss ich via Olten nach Brugg und von dort den Bus Richtung Windisch. Am Bhf Brugg angekommen (0800) war alles mit zukünftigen Rekruten überfüllt. Es hiess dass ein Extrabus kommen werde der uns zum RekrZentr bringt. So stand ich mit meiner Tasche in einem voll gestopften Bus mit Rektruten und fuhr zum Beginn meiner militärischen Laufbahn: Der Rekrutierung.

    Ich war gut vorbereitet, doch war an diesem Tag erkältet. :???: Ich hoffe das wird mich nicht gross beim Sporttest benachteiligen.

    So wurden wir also mit Laufnummern versehen, die uns in 4 Gruppen einteilten. Wir waren ca. 110 Rekruten. Soooo viel verschiedene Leute. Bei gewissen sah man schon von weitem dass sie motiviert sind, andere dagegen tendierten wohl eher zu "Untauglich". Wir wurden im Saal versammelt und über den Ablauf informiert. Der Oberst begann das Ganze mit seiner Ansprache, gefolgt vom Arzt und zum Schluss noch vom Chefpsychologen. Spannende zwei Tage hatte ich vor mir, so viel stand bereits fest. Unser Gruppenführer, ein eher unmotivierter WK-Soldat, versammelte unsere Gruppe (Gruppe 2) und erklärte und was nun für uns auf dem Programm stand. Wir mussten zuerst zum Intelligenztest in den Computerraum. Cool, zuerst ein bisschen easy. Intelligenzfragen und Psychologie. Gesagt, getan waren wir im Computerraum und klickten die ca. 400 Fragen durch. Als ich fertig war ging ich runter auf die Terasse um eine zu rauchen. "Wirklich kennen tu ich niemanden da", dachte ich. Aber das wird sich schon noch ändern, ich bin ja schliesslich nicht Menschenscheu.

    Dann hiess es warten, ca. 1,5 Stunden bis es dann Mittagessen gab. Das Ausbildungszentrum war extrem modern eingerichtet, fast schon übertrieben. Ich dachte dass ist bestimmt extra, um vielleicht auch noch die "Unmotivierten" zu überzeugen, dass Militär durchaus schön sein kann. :D

    Zum Intelligenztest: Der hatts recht in sich. Das Level steigt immer mehr gegen Schluss. Ich konnte meiner Meinung nach recht gut mithalten, aber das werden die Ergebnisse dann zeigen.

    Nach dem Essen musste unsere Gruppe in die Medizin, und mittlerweile kannten wir uns in der Gruppe ein bisschen. Also auf in die Medizin und auch dort heisst es warten warten warten. Dazwischen diverse Tests: Lungenfunktion, Allgemeines Gespräch mit dem Arzt, Sehtest (war sehr lustig dank meiner Farbenblindheit), Hörtest und EKG. Als wir das druchhatten mussten wir wiederum warten. Ich hatte beim Gespräch mit dem Arzt erwähnt das ich aufgrund einer Katzenallergie mal mit Blaulicht in den Spital musste, da ich keine Luft mehr bekam. Er sagte er wolle dies genauer Abklären und es könne sein das ich zu einer Nachrekrutierung kommen müsse. Bitte nicht dachte ich, was zum Teufel ist in mich gefahren dass ich das erwähnen musste. Am meisten Sorgen machte ich mir wegen meines Medizinischen Gesprächs. Komme ich doch ins Büro weil ich nicht "top" gesund war?

    Dann war Sport angesagt, also erstellten wir Tenu Sport und sammelten uns in der Turnhalle. Nach gemeinsamen Einlaufen mit den Sportexperten spührte ich meine Erkältung. Ich war angeschlagen, keine Frage. Dann wurde unsere Gruppe in 4 kleinere Gruppen eingeteilt. Ich musste zuerst zum Weitsprung. Wir stellten uns in einer Einerkolonne auf und jeder hatte 3 Versuche. Also sprang ich: 2.30 (14 Punkte, das reichte nicht), 2.50, aber da geht noch mehr also beim letzten Versuch alles gegeben und 2.60 gesprungen (20 Punkte). Gut, damit bin ich zufrieden. Anschliessend gings zum Medizinball werden. Man sass auf einen Bank und bekamm ein Schaumstoffball hinter dem Rücken eingeklemmt. Dieser durfte nicht hinuterfallen. Ich konzentrierte mich viel zu fest auf diesen Sch***ball, so dass ich gerade mal 6.50m schaffte (15 Punkte) :-|.

    Dann kam Einbeinstand. Keine Sache dachte ich und fing an, zusammengezählt erreichte ich mit 58 Sekunden 19 Punkte.

    Als der Letzte unserer Gruppe an die Reihe kam, merken wir das wir Einbeinstand hätten trainieren sollen. Den er erreichte bereits mit einem Fuss 100 Sekunden und somit 25 Punkte. Wie auch immer, ich lief zum Flipchart mit den Punkten und zählte zusammen, bisher hatte ich 54 Punkte. Sieht nicht mal so schlecht aus. :)

    Dann war Rumpftest an der Reihe: Ich stellte den Apparat auf die richtige Höhe ein und dann hiess es druchbeissen: 190 Sekunden , 20 Punkte. Und zu guter Letzt: Ausdauer.

    Bereits nach wenigen Minuten merkte ich wie meine Lunge da nicht wirklich mitmachen wollte und bei 12:30 war Schluss. Gerade mal 14 Punkte... :doof: Ich war entäuscht, da wäre definitiv mehr drin gewesen.

    Zusammen erreichte ich 88 Punkte.

    Nach dem Sporttest mussten wir eine "breite" Umfrage ausfüllen, als es plötzlich über die Lautsprecher hiess, ich müsse mich an der Lobby melden. Ich dachte ich müsse nochmals in die Medizin wegen meiner dämmlichen Allergie, stattdessen musste ich zu einem Sicherheitsbeauftragten der Armee. Ich kam mir vor wie ein Schwerverbrecher. Warum ich da war? Weil ich mit 14 mal eine Zeugenaussage gemacht habe über einen Diebstahl der von Klassenkameraden getätigt wurde. Ich sei als Sicherheitsrisiko für die Armee eingestuft worden. Es sei fraglich ob ich eine Waffe ausgehändigt bekomme. WAAAAS?! Ich bin ein Sicherheitsrisiko??? Pz Gren ohne Waffe? No Sense!! Doch schnell war klar das ich kein Sicherheitsrisiko bin und der Rest des Gesprächs war relativ amüsant mit dem netten Herr :D

    Dann hiess es Abendessen und anschliessend einen Vortrag zu den verschiedenen Funktionen vom Oblt. Dieser Herr war sehr amüsant, er gestaltete das ganze mit viel Witz und Spannung wie ich fand. Er erklärte uns dass jedes Rekrutierungszentrum für jede Funktion eine gewisse Anzahl Plätze vergeben kann. Daran habe ich gar nie gedacht. Er erwähnte diverse Funktionen die er nicht mehr zuteilen kann und ich hoffte, nein ich bettete, dass er Panzergrenadier nicht aufzählt. Durch den Tag hörte ich mich ein wenig bei den Anderen um was sie so werden wollten, und niemand sagte etwas von Panzergrenadier. In der Loge hingen Listen mit den freien Plätzen der jeweiligen Funktion und ich suchte verzweifelt nach Pz Gren. 38 Plätze. Phuu, Glück gehabt!

    Dann hiess es endlich Zimmerbezug und anschliessend Bierchen auf der Terrasse und den Tag Revue passieren lassen mit den anderen Rekruten.

    Am zweiten Tag gings nach dem Frühstück für unsere Gruppe in die Medizin zum Impfen und Blutentnahme (freiwillig), dann anschliessend noch Merkfähigkeits- und Führungsqualitäten-Test, der Leadership etc. enthielt und dann war auch bereits wieder Mittagessen angesagt. Und dann kam es immer näher, das Zuteilungsgespräch. Ein bisschen ging mir die Pumpe schon, erlich gesagt. Also musste jeder einzeln zum Oberst und nach 5 Minuten war er draussen und hatte seine Funktion. Dann kam ich an die Reihe. Plötzlich hatte ich Angst dass ich mich zu fest auf die Funktion fixiert habe? Was ist wenn er mich nicht leider kann und ich keine Chance habe ihn zu überreden?

    Auf meinem Zettel standen folgende Funktionen:

    • Panzergrenadier
    • Panzerjäger (kein Platz mehr)
    • Aufklärer (kein Platz mehr)
    • Panzersoldat

    Er: "So, geben Sie mir ihren Zettel."

    Ich gab ihm den Zettel.

    Er: "Wie wärs mit Panzersoldat"

    Ich: "Das ist meine Letzte Wahl"

    Er: "Sie sind Informatiker. Warum machen wir nicht einen Informatikpionier aus Ihnen?"

    Ich: "Weil ich das Leuten überlassen möchte die das gerne machen. Ich will raus. In den Dreck!"

    Er: "Warum machen Sie dann nicht Infanterist?"

    Hmm was soll ich nun sagen?

    Ich: "Weil ich mehr leisten will als Andere!"

    Er: "Ich habe keinen Platz mehr!"

    Ich: "Was soll das heissen, Sie haben keinen Platz mehr? Gestern auf der Liste gab es noch 38 Plätze!?"

    Er: "Aber die sind für die besten der Besten. Für die ultimativen Pz Grens! Schauen wir Ihren Sporttest an. 88 Punkte, gratuliere, nicht schlecht aber jetzt auch nicht übermässig oder?"

    Ich: "Meine Erkältung hat mir zu schaffen gemacht"

    Er: "Versprechen Sie mir das Sie ein super Panzergrenadier werden?"

    Ich: "Ich verspreche es! Ich werde alles geben!"

    Er: "Ja dann, viel Spass in Thun!"

    Ich ging mit einem riesen Strahlen aus dem Büro des Oberst, ging eine Rauchen und dann direkt meine KS holen. Als ich mein Dienstbüchlein öffnete und dort Panzergrenadier las, war ich so stolz wie noch nie zu vor in meinem Leben!

    So, dass ist alles zu meiner Aushebung. Wurde länger als gedacht und geplant. :D

    Ich werde am 28. Oktober 2013 in Thun einrücken und ich kanns kaum erwarten!

    Meld mi ab!

  12. Hallo Leute,

    auch diesen Teil fasse ich wieder zusammen, ist kein Problem, denn ich habe eine Höh Uof Agenda. Da steht alles drinn was wir gemacht haben ;)

    So in Woche 6 waren wir in Aigle in der Verlegung (ich denke, dies darf ich hier erwähnen). Da wurde uns viel über ZSA etc beigebracht. Es wurde noch inspiziert..aber naja, das war eher eine Lehrstunde über die Wichtigkeit von Feldi und FouFou ohne einen Verbund online zu erstellen (kleiner Insider der mit dem Verbund ;)).

    Woche 7 dann, war wieder die Verlegung in die Kaserne Sion. Allerdings nicht mehr so wie früher, nein wir wurden anderst einquartiert und alles musste neu gemacht werden (anschlagsbrett etc.) es klingt nach einem riesen Aufwand so eine Dislokation. Naja Administrativ, ja, ein sehr grosser Aufwand. Aber praktisch ist es in der Regel recht schnell gelöst, da man viele Hände einsetzen kann. Und so kommt man auch ein bisschen zu CBA ;).

    Als wir dann in Sion waren, waren wir alle richtig froh wieder ein Bett zu haben. Danach kam halt noch Mat Mag einräumen etc. Danach hatten wir noch mehr Theorie etc. Am Freitag hatten wir dann noch Inspektion durch den Kdt Lvb Rttg. Nach 2 von 6 Stunden sagte er : Resultat Sehr gut, wir gehen!

    Dann kam die 8. Woche, die Durchhalteübung. Ich beschreibe es hier jetzt nicht was ihr macht, ihr sollt das alle selber erfahren. Ich wünsche euch nur, dass es schönes Wetter ist. Ich konnte nicht die ganze DHU machen, weil ich eine Marschdispens hatte. Da es mit meinen Schienbeinen immer schlimmer wird..

    So, dann die DHU vorbei, noch kurz die WEMA gemacht (bereitet das zeugs gut vor, umso mehr Arbeit ihr in die Vorbereitung steckt, umso mehr chillt ihr an der Abgabe). Mat Mag war in 30 Minuten verladen, Klasse 2 zeigte Einsatz! Dann wurde das ganze quasi schon beendet.

    Ich bin nun Wachtmeister. Und das Gerücht ein Betriebssoldat könne nicht weitermachen ist somit aus der Welt geräumt. Ich werde bei der Mil Musik 16-3 in Aarau abverdienen. Ich freue mich sehr auf das Abverdienen.

    Dies ist vorerst mein letzter Blog Eintrag, ich werde das Abverdienen nicht öffentlich stellen. Wenn ihr mal weitermacht, werdet ihr vielleicht begreifen,wieso ich dies nicht mache.

    Ich danke allen Lesern recht Herzlich für das Lesen meines Blogs. Ich entschuldige mich für die oftmals langen Wartezeiten.

    Ich habe in der Armee viele tolle Menschen kennen gelernt und ich rate euch an, wenn ihr könnt,werdet Hauptfeldweibel!

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    Hugi
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    Über Woche 5 gibt es nicht besonders viel zu erzählen.

    Sie war mal wieder kurz: Erst am Mo Abend einrücken! :D

    Der Dienstag war von Flory (Buchhaltungsprogramm) geprägt was bei meinem Klassenlehrer jedoch öfters bedeutet irgendwas zu machen/zu arbeiten. VBA triffts ziemlich gut: Versuchen beschäftigt auszusehen :rofl:

    Glücklicherweise ist youtube nicht gesperrt.

    Am Nachmittag war noch die Vorbereitung auf das "Highlight" der Woche: Die Erkundung einer ZSA (Zivilschutz Anlage) in Chamoson. Dies sollte zusammen mit den Feldis geschehen. Normalerweise macht der gesammte Höh Uof LG eine Verlegung,diese wurde jedoch dieses Jahr aus Zeitmangel gestrichen.

    Die Erkundung in Chamoson lief relativ unspektakulär ab. Am Mittag war sogar noch Zeit um etwas trinken zu gehen im Dorf.

    Der Stress begann als wir zurück auf dem Wpl Sion waren und mit dem Erkundungsbericht beginnen sollten.... Unsere "Faulheit" rächte sich ein bisschen und es herrschte Chaos.

    Der Rest der Woche bestand aus weiteren Theorien( Landschaden,Sozialdienst etc)

    Am Freitag gab es AVOR Zeit für die Übung Cucina welche wir in Woche 7 durchführen.

    Übung Cucina bestand daraus den ganzen Wpl einen Tag zu verpflegen. (Mittag/Abendessen)

  13. Eigentlich sollte die Woche 11 ganz anders werden, als ich erwartete...Denn für den Montag war eine finale Übung angesagt, die den ganzen Tag bis zum nächsten Morgen dauern sollte. Für alle deutschsprachigen Of-Kandidaten hiess es nämlich, keine Übung, sondern Kaderbeurteilung 2 im Rekrutierungszentrum Sumiswald. Somit ging es am nächsten Morgen bequem im Tenue A nach Sumiswald, währenddessen meine Kameraden mitsamt den 3 Of-Kandidaten aus der Westschweiz in heftigem Regen und mit Kampf-Komplett auf einen 35 km Marsch gingen. Im Rekrutierungszentrum gab es dann eine Präsentation und diverse Psychologie-Tests am Computer, um unsere Konzentrationsfähigkeit, Intelligenz, Persönlichkeit etc. zu testen. Zum Schluss gab es noch ein Gespräch bei einer jungen Psychologin, wo diese uns dann die Ergebnisse bekannt gab. Ab 19.30 waren wir zurück in Thun und anschliessend gleich ID.

    Am nächsten Tag stand für die Anwärter Führungsausbildung auf dem Plan, welche mit 1 1/2 Stunden Verspätung begann, da alle Anwärter, ausser wir 5 Of-Kandidaten, an der Übung teilnahmen und dementsprechend auch in müder Verfassung waren. Sie standen nämlich bereits um 4.00 im Regen auf, um das Biwak abzubrechen. Während der Ausbildung lernten wir Posten vorzubereiten. Danach gab es noch eine Lektion Sport und eine Prüfung am Abend. Das anschliessende Kampfbier hatte meinen Kameraden entsprechend gut getan.

    Am Mittwoch hatten wir etwas ganz besonderes vor. Wir führten eine gefechtsmässige Übung (LN2) mit EU-HG 85 und scharfer Munition im Sturmgewehr durch! Dabei schossen wir im Binom auf Klappscheiben, währenddessen mein Kamerad eine Granate vorbereitete. Nachdem sie detonierte, ging es gleich zur nächsten Stellung, in der ich die HG warf. Das ging richtig ab und wäre perfekt gewesen, wenn nur nicht meinem Kamerad vergessen hätte, das Stgw zu sichern beim Stellungswechsel und beim Entladen die Patrone aus dem Lauf zu entfernen, welche dann bei der sicheren Schussabgabe auch abging. Unser Zugführer fand das logischerweise gar nicht lustig...Für die Of-Kandidaten stand noch ein wichtiges Gespräch beim Schulkommandaten bezüglich Of-Vorschlag bevor! Zu zweit nahmen wir einen Puch und fuhren zurück nach Thun, wo wir dann beim Oberst einzeln befragt und unter die Lupe genommen wurden. Dabei informierte er uns noch über unsere Testergebnisse von der Of-Übung, welche anscheinend sehr gut und teilweise hervorragend waren, und vom KB2, mit denen er auch zufrieden war. Im Gegensatz zu den Aufklärern, bei denen gleich 2 von 3 den Vorschlag zum Of-Anw unterschreiben durften, mussten wir 5 Panzerjägern uns noch gedulden, bis eine endgültige Entscheidung feststand. Das Problem war, dass wir zu viele sind, wobei alle gute Qualifikationeng hatten. Mit einem gemischten aber trotzdem positiven Gefühl ging es mit dem Puch zurück zum Zug, wobei wir noch 2 Ausfahrten verpassten :D Wir kamen gerade noch zum Aufräumen.

    Am Donnerstag wurden wir den Of-Anwärtern von der OS übergeben, wobei meine Kameraden diese bereits am Dienstag für ein Schiesstraining kennenlernten. Diesesmal stand aber eine Übung des Stellungsbezug/-wechsel mit unseren Piranhas bei der Panzerjagd auf dem Programm. Eine ziemlich coole Sache! Dabei musste aber Phase 0, Verbindungskontrolle etc. erstellt werden. Inmitten der Vorbereitungen wurden ich und mein Kamerad zum Oberst gerufen. Dort angekommen sagte er mir gleich, dass er die Katze aus dem Sack lassen wolle und dass ich Zugführer werde! Anschliessend unterschrieb ich den Of-Vorschlag, was aber noch nicht endültig bedeute, dass ich auch in die OS komme. Das letzte Wort haben immer noch das BM in der Pz Schule 22, in der ich den 2. Teil bzw. die letzten 4 Wochen der UOS abschliessen werde, welche nächste Woche beginnen wird. Hoffe mal das Beste.

    Mit guter Stimmung ging es nun auf die Panzerjagd, wobei ich mit meinem Team und einem Puch den Auftrag bekam, einen Bauernhof aufzufinden, der geeignet für eine Lauerstellung war. Hat Spass gemacht! Am Abend gabs noch den letzten Ausgang mit dem Zug, da wir auf nächste Woche die Schule wechseln.

    Auch am Freitag hatten die Anwärter ein spezielles Programm, eben wegen dem anstehenden Schulwechsel. Dieses begann mit einer Mat-Kontrolle in der Unterkunft und setzte mit einem Termin beim neuen Schulkommandanten der Kaderschule fort. Dieser hiess uns willkommen uns stellte und die Ausbilder vor, welche nur aus BM's bestehen. Den Rest des Tages verbrachten wir mit der alten Kompanie, um den morgigen Besuchstag vorzubereiten, auf den ich mich speziell freute. Dabei wurde ich als Postenchef bestimmt und würde daher vor Publikum meine Gruppe vorstellen. Diese und die Kompanie- bzw. Zugspräsentation wurden noch einstudiert, damit auch alles reibungslos klappe.

    Nun war Samstag und der Tag der Angehörigen stand an. Nach einer letzten Vorbereitung am Morgen ging es los mit der Schulpräsentation auf der Panzerpiste durch den Oberst. Darauf verschiebten wir zurück zur Halle, wo nacheinander die Kompanie, die Züge und die einzelnen Postengruppen sich präsentierten. Der Tag bestand dann aus der Vorstellung unserer Funktion an den einzelnen Posten, zwischen denen sich die Besucher frei bewegen konnten, und einem Mittagessen. Mit etwas Verstätung ging es um 14.30 zurück zur Unterkunft, damit wir Tenue A erstellen konnten für das anschliessende AV und dem Entlassen in der Urlaub, welcher für uns Anwärter bis Dienstag Morgen dauern sollte. Um 15.30 war ein erfolgreicher und spassiger Besuchstag vorbei. Dies war dann auch gleichzeitig der Abschied von der alten Kompanie. Werde sie bestimmt vermissen, da eine sehr positive Atmosphäre herrschte!

    Nun geht es also in nächsten 4 Wochen UOS!

    Mit besten grüssen

    Jabba

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